Eingeschweißte Bücher find ich unsinnig - unter Buchhändlern haben wir früher immer gesagt, das ist ein Buch und keine Wurst.
Aber vorher lesen und dann verschenken find ich peinlich.
Eingeschweißte Bücher find ich unsinnig - unter Buchhändlern haben wir früher immer gesagt, das ist ein Buch und keine Wurst.
Aber vorher lesen und dann verschenken find ich peinlich.
Wer ist "wir"? ICH nicht! (Gerhard Polt)
aus aktuellem Anlass...
Ich finde, es kommt, wie immer, darauf an.
Ich verschenke GERN Bücher, denn davon verstehe ich etwas. Nur überzeugte Nichtleser bekommen von mir keine Bücher geschenkt.
Ich habe schon öfter Bücher erst gelesen, bevor ich sie verschenkt habe. Aber das würde ich nicht bei jedem machen, den ich beschenke...
Im Moment lese ich ein Buch über Hundepsychologie, das ich meiner Tochter schenken werde. Ich klappe es nicht ganz auf und achte darauf, dass es hinterher nicht gelesen aussieht. Aber wenn ich meiner Tochter sage, ich hab das Buch gelesen, dann freut sie sich eher über mein Interesse und weiß, dass sie mit mir anschließend über das Buch sprechen kann.
Ich selbst würde es sympathisch finden, wenn jemand mir ein Buch schenkt und es zuvor liest. Wenn er nicht grad Kaffeeflecken und Tabakskrümel darin hinterlässt...
Übrigens habe ich lange als Buchhändlerin gearbeitet. Ich habe Bücher grundsätzlich von ihrer Plastikhülle befreit, bevor ich sie eingepackt habe, außer die Kunden wollten es unbedingt eingeschweißt haben...
Ich meine: Ein Buch ist doch keine Packung Käse oder so.
Mit meinem Verhältnis zur Realität ist alles in bester Ordnung. Ich lasse es alle vierzehn Tage vorschriftsmäßig warten.
(Zaphod Beeblebrox)
Mit meinem Verhältnis zur Realität ist alles in bester Ordnung. Ich lasse es alle vierzehn Tage vorschriftsmäßig warten.
(Zaphod Beeblebrox)
Wenn es sich nicht gerade um bloße Unterhaltungslektüre handelt, neige ich dazu, ein Buch, was ich explizit für den zu Beschenkenden ausgesucht habe, vorab selbst zu lesen. Und zum Verschenken kaufe ich dann ein neues Exemplar.
Meist geht es dabei aber um Themen, die mir wichtig sind und die ich vermitteln möchte und dann finde ich sowieso nicht schlecht, das Werk dann auch im eigenen Regal zu haben.
Nie und nimmer würde ich zu einem Anlaß irgendwas verschenken, was ich vorher erstmal selbst benutzt habe, egal ob Klamotten oder Kosmetik oder eben ein Buch. Das wäre mir einfach peinlich.
Trägst du einen Schal, eine Uhr, die zu verschenkst, erst mal selbst?
Ein schon gelesenes Buch als "echtes" Geschenk zum Geburtstag o.ä. zu überreichen, fände ich halbherzig gegeben.
Wenn einem die Worte ausgehen, warum wirft man sich dann nicht einfach in Schale und geht mit? Piet Klocke
das auspacken dient der qualitätskontrolle.
wenn der rücken nicht gut geheftet oder nachlässig geleimt ist, fällt das in der umverpackung nicht auf.
kürzlich schenkte mir jemand ein angesengtes buch mit fettflecken und eselsohren, und wohl auch blutflecken.
es erlebte mindestens zwei kriege mit.
mein herz klopft bei der vorstellung, dass schon die grosseltern drin lasen.
lg
legrain
Geändert von legrain (18.11.2012 um 17:59 Uhr)
Das handhabe ich nur so mit meiner Mutter, weil bei uns eine Übereinkunft darüber besteht, dass das ok ist, wir beide Vielleser sind, einander laufend Bücher schenken/mitbringen und es keine Rolle spielt, wer das Buch zuerst oder zuletzt gelesen hat und bei wem das Buch letztlich verbleibt.
Ansonsten finde ich es unmöglich und mache es daher auch nicht, und erwarte umgekehrt bei allen anderen Menschen, dass die mir auch kein Buchexemplar schenken, was sie vorab schon selbst gelesen/benutzt haben.
"I am the only princess, I am indestructible,
I am winged victory, I am so breakable.
I am the distant planet, I am the golden sun,
I am the broken pieces, I am the lonely one."
- Ilse Delange - The lonely one -
"Sollten Ihnen meine Aussagen zu klar gewesen sein, müssen Sie mich missverstanden haben" (Alan Greenspan)
Wie ist man eigentlich ins Internet gekommen als es noch keine Computer gab?
Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's
Leider ist diese Signatur, die Text von McT beinhaltet, in Deinem Land nicht verfügbar, da die LMAA die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat.
Das tut uns leid.
bei unseren klassischen buchhandlungen haben schon viele menschen in den büchern geblättert, ehe man kauft.
die angestellten nehmen schleifpapier, um die schmutzig wirkenden kanten anzuschleifen, alles wirkt danach wieder neuwertig.
lg
legrain