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  1. #1
    Avatar von GuteLaune
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    Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Gestern war ich mit meiner Familie auf einem Martinimarkt, wo wirklich sehr schönes, geschmackvolles Kunsthandwerk angeboten wurde. Leider auch sehr teuer! Handtaschen aus LKW-Plane: 70 Euro. Filzhüte: 60 Euro aufwärts. Christbaumschmuck aus Silberdraht - das Stück von 10 Euro an aufwärts. Wunderbare Fausthandschuhe aus Mohairwolle 25 Euro.
    Die Handschuhe habe ich mir sehr gründlich angeschaut, gestern abend dann diverse Wollreste hergesucht. Ich werde sie wohl "nachbauen".
    Ich finde es auch legitim, sich bei einer solchen Gelegenheit Anregungen zu holen.

    Allerdings habe ich auf dem Markt eine entfernte Bekannte getroffen, die handwerklich sehr geschickt ist und auch selbst auf ähnlichen Märkten verkauft. Und die hat hemmungslos mit einer kleinen Digitalkamera alles fotografiert, was ihre gefallen hat: "Damit ich's daheim nachmachen kann"
    Die Aussteller haben etwas säuerlich geschaut. Gesagt hat keiner was. Was haltet ihr davon? Ich fand so offensic htlichen Themenklauf etwas daneben.

  2. #2
    Avatar von Klecksfisch
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Ich finde das unverschämt und hätte jemand meine Sachen fotografiert, die Bilder wüden sofort gelöscht werden. Die Aussteller waren bestimmt überrascht von der Attacke und wussten nicht, was sie machen sollten. Das bisher heftigste was ich erlebt habe, war in einem Künstlerbedarfsladen, da wurden die Bilder aus den Büchern abfotografiert. Mir ist die Kinnlade heruntergefallen über so viel Unverschämtheit. Ich wünsche solchen Menschen, dass sie wegen des Urheberrechts mal auf die Schnau.... fallen.

    Reflektieren und ehrlich mit sich sein, aus welchen Motivationen heraus man bestimmte Handlungen ausführt.

    Sei wie die stolze Rose: selbstbewusst, glücklich und frei, und nicht wie das Veilchen im Moose, so dämlich, bescheuert und scheu.

    Das Leben verstehen kann man nur rückwärts, aber leben müssen wir es vorwärts.
    (Søren Kierkegaard)

  3. #3
    Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Kunstgegenstände fotografieren, die auf einem öffentlichen Markt ausgestellt werden - ich wüßte nicht, was rechtlich dagegen spricht. Schön ist es vielleicht nicht.

    Wenn ich als Person fotografiert werde, ist es natürlich was anderes.

  4. #4
    Avatar von Malina70
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Hallo zusammen,

    ich finde es auf solchen Märkten immer etwas schwierig. Gerade wenn die Sachen eher hochpreisig sind, entscheidet man sich ja vielleicht nicht so ad hoc dafür. Und dann gibt es meist keine Visitenkarte oder Hompage mit Bestellmöglichkeit. Entweder ich kaufe sofort oder gar nicht. Ich würde dann nicht so sehr als Ideenklau fotografieren, weil ich dafür eh nicht geschickt genug wäre, sondern eher als Ideensammlung, Gedächtnisstütze, vielleicht noch nachfragen, ob sie in nächster Zeit noch mal woanders sind. Und wenn nicht, hätte ich ggf. auch keine Hemmungen nach etwas Ähnlichem im Internet zu suchen.

    Ich denke aber auch, dass derartiger Ideenklau eben wegen der stets verfügbaren Handykameras immer mehr zum Problem wird. Und ich kann mir schon vorstellen, dass Verkäufer da sauer reagieren. Auf der anderen Seite werde ich Ideenklau auch ohne Kamera nie ganz verhindern können. Wenn man von der Sache an sich was versteht, reichen ja oft schon ein paar genauere Blicke, um zu erfassen, wie was gemacht ist.
    Ich kann aber schon gut nachvollziehen, dass sich Standbesitzer gegen exzessives Fotografieren wehren und wie ich finde auch zu Recht.

    Gruß,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  5. #5
    Avatar von Kitty1670
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Zitat Zitat von GuteLaune Beitrag anzeigen
    Allerdings habe ich auf dem Markt eine entfernte Bekannte getroffen, die handwerklich sehr geschickt ist und auch selbst auf ähnlichen Märkten verkauft. Und die hat hemmungslos mit einer kleinen Digitalkamera alles fotografiert, was ihre gefallen hat: "Damit ich's daheim nachmachen kann"
    Die Aussteller haben etwas säuerlich geschaut. Gesagt hat keiner was. Was haltet ihr davon? Ich fand so offensic htlichen Themenklauf etwas daneben.
    Sehr unverschaemt, ja! Hat sie dies etwa sogar in Hoerweite der Aussteller gesagt?

    25 Eur fuer Mohairhandschuhe finde ich allerdings nicht sehr teuer, soviel kostet ja schon die Wolle, oder?

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

  6. #6
    Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Zitat Zitat von GuteLaune Beitrag anzeigen
    Allerdings habe ich auf dem Markt eine entfernte Bekannte getroffen, die handwerklich sehr geschickt ist und auch selbst auf ähnlichen Märkten verkauft. Und die hat hemmungslos mit einer kleinen Digitalkamera alles fotografiert, was ihre gefallen hat: "Damit ich's daheim nachmachen kann"
    Die Aussteller haben etwas säuerlich geschaut. Gesagt hat keiner was. Was haltet ihr davon? Ich fand so offensic htlichen Themenklauf etwas daneben.
    Das ist nicht daneben, das verstößt gegen das Urheberrecht. Für sich privat darf sie das machen; sie kann sich ein Designerstück nach dem anderen nachbauen und sich jeden Tag daran erfreuen. Gewerbliche Nutzung ist nicht gestattet.
    Und ich habe mich so gefreut! sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das nichts?
    Marie von Ebner-Eschenbach


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  7. #7
    Avatar von GuteLaune
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen
    25 Eur fuer Mohairhandschuhe finde ich allerdings nicht sehr teuer, soviel kostet ja schon die Wolle, oder?

    Kitty
    Für ein ausreichend großes Knäuel Alpakawolle habe ich vorhin in der MIttagspause 8.45 Euro bezahlt.

    Natürlich muss man auch die Arbeit noch rechnen... Aber 25 Euro einfach mal so auf die Schnelle bei Bummel über den Markt, das war mir halt zu viel. So dick habe ich's auch nicht.

    Ok, ich hab auch fachkundig und genau hingeschaut.... aber halt nicht fotografiert. Rechtlich sind die Fotos kein Problem. Es waren ganz normal geschnittene Handschuhe mit Bündchen, Zwickel für den Daumen, Bändchenspitze. Alles kein außergewöhnliches Verfahren, auf dem womöglich Gebrauchsmusterschutz liegt. Es war eher eine moralische als eine rechtliche Frage.

  8. #8
    Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Das ist nicht daneben, das verstößt gegen das Urheberrecht. Für sich privat darf sie das machen; sie kann sich ein Designerstück nach dem anderen nachbauen und sich jeden Tag daran erfreuen. Gewerbliche Nutzung ist nicht gestattet.
    Es ist sehr schwierig, die gewerbliche Nutzung nachzuweisen.

  9. #9
    Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Zitat Zitat von Margali62 Beitrag anzeigen
    Es ist sehr schwierig, die gewerbliche Nutzung nachzuweisen.
    In dem Moment, in dem die von ihr verkauft werden, wohl nicht mehr. Allerdings nicht, wenn es sich um Fäustlinge, Socken oder ähnliche Alltagsgegenstände handelt. Allerdings frage ich mich dann auch, weshalb sie das fotografieren muss.
    Und ich habe mich so gefreut! sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das nichts?
    Marie von Ebner-Eschenbach


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  10. #10
    Avatar von Sugarnova
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    AW: Fotografieren auf dem Kunsthandwerkermarkt

    Schwierig.

    Deine Bekannte finde ich unmöglich.

    Andererseits finde ich es immer wieder interessant, dass Gegenstände öffentlich ausgestellt, aber NICHT fotografiert werden dürfen. Häh?!

    Ich habe das beste Beispiel einer Bekannten, die Leute, die auf Messen/Ausstellungen fotografieren, regelmäßig anschreit (!), aber Nahaufnahmen ihrer Ketten in einem Onlineshop anbietet. Macht überhaupt keinen Sinn.

    Rein rechtlich darf man auf öffenltichen Plätzen Massenszenen fotografieren, d.h. wenn ein Gesicht nicht erkennbar ist. Close-Ups vom Gesicht sind dann schon wieder eine andere Geschichte ... und Gegenstände betrifft das eigentlich nicht.

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