ich kenne die situation von der anderen seite des pultes.
menschen fotografieren auf schönen märkten.
wenn es reine handarbeit ist, rechtfertigt schon der stundenaufwand den preis.
ist es ein individuell gestaltetes kunstobjekt oder kunsthandwerkliches produkt, so wird meistens die nachahmung nicht mehr ganz einfach jedem möglich, zum beispiel weil es das material gar nicht im einzelhandel gibt.
lg
legrain
Wer Angst hat vor Nachahmern, darf dann aber auch keine Fotos seiner Produkte im Webshop veröffentlichen. Jedenfalls keine sehr detaillierten.
Um wirklich urheberrechtlich geschützt zu sein, müsste man das Produkt dann wohl entsprechend anmelden, als Patent oder so. Das wird bei kunsthandwerklichen Produkten schwierig, es sei denn, man versucht, sich das besondere Design schützen zu lassen.
Und wenn man dann mitkriegt, dass dieses Design kopiert wurde, kann man dagegen vorgehen. Aber das muss man ja erst mal mitkriegen, dass es tatsächlich kopiert wurde, und im Bereich der unzähligen Webshops wird das schwierig.
"Das bastele ich nach, um es zu verkaufen" ist ja nur erst mal eine geäusserte Absicht, und die ist ja wohl kaum strafbar. Besonders respektvoll gegenüber den betroffenen Kunsthandwerker/innen ist es natürlich nicht, denn hier will jemand offenbar seine eigene Phantasie auf Kosten anderer schonen.
Kunsthandwerker/innen, die etwas Besonderes zu verkaufen haben, sollten im eigenen Interesse ihr Herstellungsgeheimnis bewahren. Tatsächlich lassen sich viele Sachen nämlich gar nicht so einfach kopieren, wie hier ja schon geschrieben wurde: Besondere Materialien und Herstellungsverfahren garantieren das Original. Und dann kann man gegenüber solchen Plagiator/innen auch gelassen bleiben.
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
Geändert von Latona (14.11.2012 um 15:54 Uhr)
Genau so schauts rechtlich aus. Kenne es aus anderer Sicht...allerdings nicht was KunstHANDWERK angeht sondern Tanzkunst. Meine Choreografien dürfen ausser mir NUR meine Schülerinnen öffentlich aufführen...weil ich da mein Urheberrecht drauf habe....aber wenn wer zuhause im stillen Kämmerlein nachtanzt ...meinetwegen auch vor GG oder Kids...kann ich nichts dagegen machen und will ich auch garnicht...weiss es ja auch nicht ;-)....und bei Kunsthandwerklichen schönen Dingen wie Schals...Handschuhen oder meinetwegen Töpferwaren oder Schmuck...wenns für den eignen Gebrauch ist kann niemand was gegen haben wenns nachgebastelt wird. Sollte es aber verkauft werden und somit ein Erwerb daraus entsteht...wäre es Diebstahl bzw. Verletzung des Urheberrechts. Apropos ..ich hole mir auch Inspirationen für Deko auf Märkten...hole mir aber die Zweige dafür aus dem Wald und dekoriere damit nur MEINE Wohnung ...und hirne gerade warum meine Tattoo´s im Sommer manchmal fotografiert werden....ob die wohl wer nachstichelt?
Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein![]()
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Der rechtliche Aspekt ist eine Sache, aber hier geht es um Umgangsformen. und ich finde das geschilderte verhalten schon ziemlich daneben, es waere mir peinlich.
Anständig ist es nicht.
Urheberschaft und Urheberrecht werde ja diskutiert. Nicht nur in China gibt es Plagiatoren.
Auf den meisten Messen gibt es aus gutem Grund ein generelles Fotografierverbot. Auf Modemessen ganz besonders. Vermutlich könnte der Veranstalter eines Handwerksmarktes eine solche Regelung auch festlegen. Käme aber vielleicht etwas komisch.
Wer etwas besonderes zu bieten hat, könnte sich durchaus sein Design schützen lassen. Je nach Menge kostet das sieben Euro pro Design.
Es gibt aber auch eine positive Seite. Nur wenn einer vom anderen nach Kräften abkupfert bleiben die Dinge in Bewegung. Etwas weiter entwickeln, den Vorsprung behalten, neue Ideen beim Design und der Herstellung, nur so werden die Sachen ständig erneuert und ständig besser. Wenn jeder nur eine Entwurf machen brauchte und niemand etwas ähnliches machen könnte, dann brauchte sich ja keiner mehr was Neues auszudenken.
"Sollten Ihnen meine Aussagen zu klar gewesen sein, müssen Sie mich missverstanden haben" (Alan Greenspan)
Wie ist man eigentlich ins Internet gekommen als es noch keine Computer gab?
Kaum macht man's richtig, schon funktioniert's
Leider ist diese Signatur, die Text von McT beinhaltet, in Deinem Land nicht verfügbar, da die LMAA die Verlagsrechte hieran nicht eingeräumt hat.
Das tut uns leid.
ich glaube, man sollte hier begrifflich zwischen handarbeit und kunsthandwerk unterschieden.
zur illustration ein beispiel. ich durfte vor langer zeit auf einem echten kunstmarkt verkäufer spielen. zwischen neu interpretierten, mittelalterlich anmutenden seidenmützen, miniaturmalerei auf hinterglas als schmuck, glasschmuck, silberschmuck, lederschmuck, holzskulpturen und kerzenkunst.
am besten ging der lederschmuck.
die tschechischstämmigen künstler sahen mich immer wieder ihre sachen bewundern gehen.
daraufhin boten sie mir an, die technik von ihnen lernen zu dürfen. einfach so. ohne zu zahlen.
nach einem tag schmirgeln und formen kaufte ich mehrere ihrer fertigen stücke. ich wusste nun noch mehr, was ihre arbeit wert war, und was für ein mist dagegen das war, was ich selbst mit verkaufen hatte dürfen.
ein künstlerischer handwerker wird seine arbeit nicht so schnell in gleicher qualität kopiert sehen.
nachmachen wollen viele, allein vom wollen zum können ist es weit.
lg
legrain