Letzten Endes geht es ja nur um Problemkeime und besondere Situationen wie Immunsuppression. Sonst ist Desinfektion der Besucher nicht sinnvoll.
Aber an den Türklinken könnte man schon einiges finden.
Es gab mal eine Untersuchung mit Freiwillgen zu den Infektionswegen von viralen Erkältungen (grippaler Infekt). Soweit ich weiß, war das Design ungefähr so: Die Probenden wurden mit Rhinoviren (banale Schnupfenviren) infiziert. In der hochansteckenden Phase verursachen die Viren (ihr Programm verlangt ja nach Verbreitung) eine Entzündung der Nasenschleimhaut mit Rörung, Schwellung, Tröpfeln und Juckreiz. Man fasst sich also an die Nase. Dauernd. Und mit diesen Fingern fasst man überall hin und deponiert kleine feuchte Spuren mit Viruspartikeln, die eine bestimmte Zeit infektiös sind.
Das Nasensekret der probanden war mit einem Fluoreszenzfarbstoff angefärbt, sodass man im Dunkeln in dem Versuchsraum dann sah, wo die Herrschaften mit der juckenden Nase überall hingefasst hatten.
Möglicherweise war das sogar dieselbe Studie, die zeigte, dass das direkte Anniesen oder Anhusten infektionsverbreitungstechnisch weniger erfolgreich ist, als die Fingerspuren.
Ichn muss mal in meinem Archiv suchen, war echt witzig zu lesen.















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