Ein mehr oder minder belastendes Thema möchte ich gerne beenden, es geht um eine Patin meiner Tochter. Die Patin war eine gute Freundin von mir, auch Mutter dreier Kinder und über das Patenamt sehr erfreut. Die Schwangerschaft begleitete sie aufmerksam und auch die ersten drei Lebensjahre, wir leben in der gleichen Stadt, sie nahm Anteil am Aufwachsen meiner Tochter, kam oft spontan vorbei und lud zu kleinen Unternehmungen ein. Dann kriselte es in ihrer Ehe, nach eigenen Angaben fühlte sie sich eingeengt , unverstanden, es kam zur Scheidung, bei der ihrem Mann das alleinige Sorgerecht zugesprochen wurde. Mit alten Freundinnen wollte sie nichts mehr zu tun haben, sondern in ihr neues, befreites Leben starten.
Aprupt endete eben auch der Patenkontakt, keine Besuche mehr, kein Glückwunsch zum Geburtstag, nichts. Zwischendurch mal erhielt ich eine flüchtige Karte 'Entschuldige, ich weiß selber nicht mehr, warum ich mich so ablehnend verhalte..', aber das war's.
Ändern kann ich daran nichts, aber es tut schon weh, wenn meine Tochter fragt, 'wer sind meine Paten'? und ich benennen kann 'Tante x (eine Verwandte), zu der auch netter und regelmäßiger Kontakt herrscht, und eben 'Anne', die leider nichts von sich hören läßt. Zu Beginn habe ich sie noch entschuldigt, 'es geht Anne nicht gut, sie hat Probleme', aber mittlerweile bin ich es leid. Und ich bereue es eben auch, diese Fehlentscheidung, und meine ehemalige Freundin hat keinerlei Erklärung nötig. Immerhin habe ich keine unreife Frau Anfang 20 zur Patin gewält, sondern eine erfahrene Frau und Mutter.
Wie kann ich einen sachlichen Brief formulieren und die Patenschaft kündigen? Sicher, der Sachbestand ist auch jetzt gegeben, aber ich möchte gerne für mich diese Angelegenheit offiziell beenden und dies der Patin mitteilen, die sich gegen diese Aufgabe nicht gesträubt hat.
Über Erfahrungen und Vorschläge freue ich mich!










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(27.05.2011)