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  1. #21

    Registriert seit
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    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Mein Grauen wäre ehrlich gesagt weiterhin regelkonforme Abnicker von Autoritätsentscheidungen, die so weiter machen wie die letzten 30 Jahre.


    Der Horror war schon. Wir leben mittendrin. Und zwar weil alle mitmachen und ihn keiner in Frage stellt.
    Die Regelkonformität und das "militärartige" wie einige hier kritiklos von der Schule reden, erschreckt mich am meisten.

    Unser Schulsystem ist zertifizierter: Schrott.
    Die Schulen, die meine Kinder besuchen, sind hervorragend. Die Lehrer sind OK bis sehr gut, die materiellen Bedingungen gut bis sehr gut. Gilt für Grundschule und Gymnasium. Manche Lehrinhalte sind fraglich, macher Pädagoge ist keiner. Aber das mittelt sich heraus, perfekt wäre illusorisch.

    Nein, kein Schrott. Und weder PISA noch der deutsche Grundschulvergleich läßt eine solche Aussage zu. Ich vermute, Deine Schulerfahrungen sind etweder 20 Jahre alt oder rein medial.

    Besser geht immer, klar. Aber regelkonforme Abnicker von Autoritätsentscheidungen sehe ich nur selten unter Schulkindern. Da ist es eher unser Wirtschaftssystem, was uns zu Duckmäusern macht.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  2. #22
    antunna
    gelöscht

    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Dort findet man auch die Aussage, daß Hochbegabte/Intelligente eben keine klugen Idioten sind, sondern Intelligenz im Normalfall mit hoher Sozialkompetenz verbunden ist.
    Hans
    Genau, und das vermisse ich oft bei Leuten, die die Hochbegabung ihrer Kinder betonen.

  3. #23
    Bae
    Bae ist gerade online

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    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Und die Probleme, am normalen Alltag teilzunehmen, rühren aus einer Kombination von Charakter und Erziehung. Eine geringe Frustrationstoleranz, ein starker Bewegungsdrang, hoher massiver Medienkonsum und erziehungsunwillige Eltern sind eine schlechte Mischung.
    Bei manchen Jungs würde es, so habe ich den Verdacht, schon sehr positiv wirken, wenn man sie täglich drei, vier Stunden lang an der frischen Luft rumrennen lassen würde.

    Für wahr halte ich auch, dass das enge Korsett namens "Schule" und "Lehrplan" es ziemlich effizient schafft, bei vielen Kindern vorhandene Begabungen effizient zu unterdrücken, wenn diese nicht gerade perfekt dem Schema X entsprechen. Was diese Kinder dann natürlich noch lange nicht zu Hochbegabten macht, sondern einfach zu normalen Menschen mit Talenten.

    grüsse, barbara

  4. #24

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    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Bei manchen Jungs würde es, so habe ich den Verdacht, schon sehr positiv wirken, wenn man sie täglich drei, vier Stunden lang an der frischen Luft rumrennen lassen würde.

    Für wahr halte ich auch, dass das enge Korsett namens "Schule" und "Lehrplan" es ziemlich effizient schafft, bei vielen Kindern vorhandene Begabungen effizient zu unterdrücken, wenn diese nicht gerade perfekt dem Schema X entsprechen. Was diese Kinder dann natürlich noch lange nicht zu Hochbegabten macht, sondern einfach zu normalen Menschen mit Talenten.

    grüsse, barbara
    Viele Kinder lasen sich nicht von "Schule" oder "Lehrplan" unterdrücken. Sie nutzen ihre Freizeit, um ihr Gehirn auf Trapp zu halten. In Deutschland gibt es unzählige Möglichkeiten, sich intellektuell zu fordern, gerade für Kinder und Jugendliche. An Langeweile ist man selbst schuld. Manchmal muß man Schule einfach ertragen, auch das ist eine Form von Intelligenz.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  5. #25
    Avatar von VanDyck
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    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Die Schulen, die meine Kinder besuchen, sind hervorragend. Die Lehrer sind OK bis sehr gut, die materiellen Bedingungen gut bis sehr gut. Gilt für Grundschule und Gymnasium. Manche Lehrinhalte sind fraglich, macher Pädagoge ist keiner. Aber das mittelt sich heraus, perfekt wäre illusorisch.

    Nein, kein Schrott. Und weder PISA noch der deutsche Grundschulvergleich läßt eine solche Aussage zu. Ich vermute, Deine Schulerfahrungen sind etweder 20 Jahre alt oder rein medial.

    Besser geht immer, klar. Aber regelkonforme Abnicker von Autoritätsentscheidungen sehe ich nur selten unter Schulkindern.
    Entspricht alles ziemlich genau meinen Erfahrungen (mit den Schulen meiner Jungs).

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
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    Ich habe das Maus zurück geholt ...
    The Green Mile

  6. #26
    tilbage
    gelöscht

    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Mein Grauen wäre ehrlich gesagt weiterhin regelkonforme Abnicker von Autoritätsentscheidungen, die so weiter machen wie die letzten 30 Jahre.
    Ich würde dir zustimmen, wenn die jetzigen "Hochbegabten" denn Rebellen wären ... sind sie aber nicht.

  7. #27
    Bae
    Bae ist gerade online

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    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Viele Kinder lasen sich nicht von "Schule" oder "Lehrplan" unterdrücken. Sie nutzen ihre Freizeit, um ihr Gehirn auf Trapp zu halten. In Deutschland gibt es unzählige Möglichkeiten, sich intellektuell zu fordern, gerade für Kinder und Jugendliche. An Langeweile ist man selbst schuld. Manchmal muß man Schule einfach ertragen, auch das ist eine Form von Intelligenz.
    Ich habe etwas höhere Ansprüche an eine Schule, als durch Langeweile oder (wahlweise) Überforderung charakterbildend zu wirken im Sinne, dass Sitzfleisch entwickelt wird.

    Ausserdem steht gerade für Grundschüler nicht der Intellekt im Vordergrund der gelernt-werden-müssenden Themen, sondern eher das Soziale, und Dinge, die auswendig gelernt werden. Und bitte nicht noch mehr Theorie, sondern mehr Erfahrungen, handfeste.

    grüsse, barbara

  8. #28
    tilbage
    gelöscht

    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Zitat Zitat von _Farmelli Beitrag anzeigen
    Ich hab lieber einen nervösen, hyperaktiven und unterforderten, als jemanden der nie sein eigenes Gehirn zum Denken benutzt.
    1) Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    2) Wenn du so jemanden im Büro sitzen hättest, würdest du das nicht sagen.

  9. #29
    antunna
    gelöscht

    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Farmelli, es soll sogar intelligente, sozial kompatible Menschen geben.

  10. #30

    Registriert seit
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    AW: Sind das wirklich alles hochbegabte Kinder?

    Als ich vor nunmehr fast 30 Jahren für 3 Wochen auf Schüleraustausch in Kalifornien war, sprachen mich meine Gasteltern auf mein großes Sprachtalent an, fragten, wie ich sonst in der Schule sei und ob ich besonders gefördert würde. Ich hatte keine Ahnung, was sie meinten.
    Sie sagten dann, in USA würden die Kinder in regelmäßigen Abständen flächendeckend getestet, damit besonders begabte Kinder auffallen und entsprechend gefördert werden könnten.

    Hier ist es so, dass irgendwer den Verdacht aussprechen muss (was natürlich oft nur getan wird, wenn es Probleme mit dem Kind gibt) und die Eltern sich dann selbst um das Testen kümmern müssen.
    Damit haftet dem Begriff auch gleich der Ruch an, dass die Eltern was Besonderes aus dem Kind machen wollen, eine Entschuldigung für sein Verhalten finden wollen etc.

    In meinem näheren Umfeld kenne ich kein Kind, das offiziell den Stempel "Hochbegabung" trägt oder wo Eltern damit hausieren gehen. Das einzige "Kind", das ich da kenne, ist der inzwischen 23-jährige Sohn einer Kollegin.
    (Der damit übrigens erst ins reine kam, als er 1 Jahr auf Schüleraustausch in Kanada verbrachte, wo Leistung keine Schande war.)
    Ich frage mich immer, in welchen Kreisen denn diese Inflation von Hochbegabung stattfindet. In meinem Umfeld nicht.

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