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  1. #41
    wunderbaum
    gelöscht

    AW: Die Pferdesteuer

    Für mich ist glaube ich einer der bedenklichsten Punkte, dass mit der Pferdesteuer ein Sport besteuert wird. Und zwar auch noch einer, in dem Deutschland immer unter den Besten war...

    Ansonsten kann ich mich nur anschließen: wie viele andere Steuern ist auch diese nur dazu gedacht
    der bevölkerung das geld aus der tasche
    zu ziehen.
    Auf eine sinnlose Steuer folgen leicht noch mehrere, und hier besteht vielleicht eine kleine Chance, sich zu wehren und zu zeigen, dass nicht jeder (Steuer)Beschluss von der Bevölkerung akzeptiert wird. So zumindest meine Hoffnung.....

  2. #42
    gesperrt
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    AW: Die Pferdesteuer

    also mir drängt sich eigentlich schon immer der Eindruck auf, diejenigen, die in Deutschland udn weltweit wirklich mit in diesem Sport die Besten waren, waren von jeher diejenigen, die den entsprechenden finanziellen Hintergrund hatten!

    Einfach so ist beim Reitsport nie jemand etwas geworden ... nicht umsonst sieht man da bei Olympia die Leute aus den Königshäusern und Fürstenhäusern mitreiten.
    Erben udn Erbinnen von Millionenvermögen.

    Erfolg im Reitsport ist noch nie ein "Massenphänomen" gewesen ...
    Erfolgreich konnte diesen Sport immer nur diejenigen betreiben, die sich locker und selbstverständlich die besten Pferde und besten Trainingsmöglichkeiten finanzieren konnten.


    Ohne den enstprechenden Hintergrund ist man beim Reiten auch nur eine klitzkleine Nummer, die dankbare mit dem zufrieden sein muß, was andere ermöglichen ...die große Reit- und Reitsportkarriere machen nicht diejenigen, die sich um so Dinge wie 200 Euro Pferdesteuer einen Kopf machen müssen.

    Gruß, B.

  3. #43

    Registriert seit
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    AW: Die Pferdesteuer

    Zitat Zitat von Blondine Beitrag anzeigen
    also mir drängt sich eigentlich schon immer der Eindruck auf, diejenigen, die in Deutschland udn weltweit wirklich mit in diesem Sport die Besten waren, waren von jeher diejenigen, die den entsprechenden finanziellen Hintergrund hatten!
    So ist es, Blondine. Bei uns im Dorf gab's mal einen jungen Mann, der hatte es bis zum Juniorenweltmeister im Springreiten gebracht. Dann ging der Vater pleite und das Pferd musste verkauft werden. Der junge Mann ist dann zwar irgendwohin gegangen, wo's eigentlich Förderung für diesen Sport gab, aber es ist nie wieder was aus ihm geworden. Das Pferd ist dann irgendwann bei Pessoa gelandet und der hat mit ihm auch Turniere gewonnen...

  4. #44
    Avatar von Fender
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    AW: Die Pferdesteuer

    Zitat Zitat von demelza Beitrag anzeigen
    geld aus der tasche ziehen kann, das natürlich auch nicht zweckgebunden ist, sonst wär's ja eine gebühr
    Staatliche Einnahmen aus Gebühren sind nicht zwingend zweckgebunden. Zweckgebundene Gebühreneinnahmen sind eher die Ausnahme, denn die Regel. Der Wikipedia-Eintrag zum Stichwort Gesamtdeckungsprinzip ist falsch.
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  5. #45
    Avatar von demelza
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    AW: Die Pferdesteuer

    Zitat Zitat von Blondine Beitrag anzeigen
    also mir drängt sich eigentlich schon immer der Eindruck auf, diejenigen, die in Deutschland udn weltweit wirklich mit in diesem Sport die Besten waren, waren von jeher diejenigen, die den entsprechenden finanziellen Hintergrund hatten!
    Auch wenn's OT werden könnte:
    mir kommt aus aktuellem Anlass gerade die Dame in den Sinn, die uns letzte Woche in der Firma besucht hat: Die Bronzemedaillengewinnerin im Dressurreiten bei den Paralympics, London 2012. Was diese Dame alles leistet als gehandicappte Sportlerin und freiberufliche Anästhesistin, die ihren Urlaub verbringt, um in Afrika den Ärmsten der Armen in Guinea zu helfen - davor ziehe ich gedanklich immer wieder den Hut.

    Sie erzählte uns auch, wie der Reitsport bei den Gehandicappten gefördert wird: mit 90 Euro pro Monat; das reicht noch nicht mal für den Hufschmied. Was ich damit sagen will: vielleicht ist nicht jeder Sportler auf diesem Gebiet finanziell auf Rosen gebettet oder hat einen entsprechenden Background. Manche müssen sich die Finanzierung ihres Lebens - das für sie der Sport ist - sauer verdienen. Bei denen kann so eine Steuer schon zu Kopfzerbrechen führen.
    Ich. Habe. Meine. Signatur. Gekürzt.

  6. #46
    Avatar von demelza
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    AW: Die Pferdesteuer

    Zitat Zitat von Fender Beitrag anzeigen
    Staatliche Einnahmen aus Gebühren sind nicht zwingend zweckgebunden. Zweckgebundene Gebühreneinnahmen sind eher die Ausnahme, denn die Regel. Der Wikipedia-Eintrag zum Stichwort Gesamtdeckungsprinzip ist falsch.
    ah so. wusste ich noch nicht.
    Ich. Habe. Meine. Signatur. Gekürzt.

  7. #47
    Avatar von Borealis
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    AW: Die Pferdesteuer

    also mir drängt sich eigentlich schon immer der Eindruck auf, diejenigen, die in Deutschland udn weltweit wirklich mit in diesem Sport die Besten waren, waren von jeher diejenigen, die den entsprechenden finanziellen Hintergrund hatten!
    das heisst ja nicht, das alle anderen, die eben nicht so erfolgreich sind, und weniger vermögend sind, das nicht als Sport betreiben.

    Und, daß der Eindruck entsteht, daß der Reitsport eher den wohlhabenderen vorbehalten ist, mag in manchen Gegenden ja sogar seine Berechtigung haben. Hier bei uns auf dem Lande haben unglaublich viele Leute was mit Pferden zu tun, egal, ob reich oder arm. Die Freizeitgestaltungsmöglichkeiten sind hier auch nicht so weit gefächert wie in den Städten.
    Grüsse

  8. #48
    mushunt
    gelöscht

    AW: Die Pferdesteuer

    Zitat Zitat von Borealis Beitrag anzeigen
    Hier bei uns auf dem Lande haben unglaublich viele Leute was mit Pferden zu tun, egal, ob reich oder arm. Die Freizeitgestaltungsmöglichkeiten sind hier auch nicht so weit gefächert wie in den Städten.
    Genau so ist es. Der Pferdesport bzw. Haltung gehört vornehmlich in den ländlichen Bereich.
    Viele kleine Bauern, halten sich mit Pferdehaltung über Wasser, sonst wären sie längst von den großen gefressen worden. Ein paar Hektar reichen schon, um einen Pferdebetrieb zu betreiben.
    Es hängt eine riesige Industrie und Dienstleistung an den Pferden. Wegen ein paar Steuergeldern werden möglicherweise viele Arbeitsplätze abgeschafft.
    Dieses kurzfristige Denken scheint heutzutage normal zu sein. Schneller Profit und nach mir die Sintflut.
    Vielleicht sollte man diesen Stang mal in das Erziehungsforum stellen.
    Wenn Familien auf dem Land ihren Kindern die Ponys abschaffen, weil 200 Euro im Jahr das Fass zum überlaufen bringt. Da wäre keiner dafür, denn die Kleinen lieben doch ihre Tiere, sie tun ihnen gut und sie lernen Verantwortung.
    Wir haben 3 Ponies, mit denen die ganze Familie einen aufwendigen Teamsport betreibt. Das wären dann schon 600 Euro.
    Aber wozu denn Familie, Team, Tierliebe, Sport, Vereinsleben, besteuerter Diesel, teures Futter, Tierarzt, Hufschmied, ehrenamtliches Engagement und Urlaubsverzicht, es gibt ja Fernsehen und PC Spiele, um sich die Zeit zu vertreiben.
    Wenn die Pferdesteuer für jedes Pferd, das neu angeschafft wird, erhoben würde, wäre es mir egal. Aber für die Tiere, die ich schon seit 12 bzw. 17 Jahren habe, fände ich das ungerecht.
    Wir könnten sie nicht mehr verkaufen, sie müssten zum Schlachter, wenn wir sie uns nicht mehr leisten könnten.

  9. #49
    Shrike
    gelöscht

    AW: Die Pferdesteuer

    Zitat Zitat von Hummelchen Beitrag anzeigen
    Bei uns im Wald werden zum Beispiel sehr viele Reitwege angelegt, das kostet bestimmt was.
    dafür werden in vielen Gemeinden bereits Abgaben von Pferdebestizern bezahlt.

    Die Pferdesteuer ist ein eine Luxussteuer: genau wie bei der Hundesteuer sind die Einnahmen nicht Zweckgebungen. Die Gemeinde, die diese Steuer nun versucht einzuführen, gibt offen zu, dass es darum geht Haushaltslöcher zu stopfen. Das Geld wird in keinster Weise dazu benutzt irgendwas "pferde-gebundenes" zu finanzieren. Also nix mit davon werden Reitwege gebaut.

    Eine Pferdesteuer ist genauso sinnvoll und ist auch argumentativ genauso gut einzuführen wie ein Steuer für Katzen (im Gegensatz zu Hundehaltern müssen Katzenhalter die Kacke von ihren Stubentigern noch nicht mal einsammeln) oder Mountainbikes.

    Ich finde das alles völlig sinnfrei.

    Ein großes Herz oder warum manche Liebe wehrhaft macht! « altwerdenisnixfuerweicheier

  10. #50
    Shrike
    gelöscht

    AW: Die Pferdesteuer

    Außerdem sind Pferde und der Reitsport ein interessanter Wirtschaftsfaktor in Deutschland an dem viele reichlich mitverdienen:

    "Zum Schluss noch bei „unserem Glauben an das Pferd“ ein Blick auf den Wirtschaftsfaktor Pferd ganz allgemein. Nach den Zahlen der FN gibt es nach wie vor mehr als eine Million Pferde und Ponys in Deutschland. Ihre Zahl hat sich in den letzten 35 Jahren verdreifacht. Drei bis vier Pferde ergeben nach jüngsten Erhebungen einen Arbeitsplatz. Danach verdienen in Deutschland mehr als 300 000 Menschen ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt durch Pferde und Pferdesport, davon zwischen 7000 und 10 000 durch Reitunterricht sowie Ausbildung von Reiter und Pferd. Mehr als 10 000 Firmen, Handwerksbetriebe und Dienstleistungsunternehmen haben direkt oder indirekt das Pferd als Hauptgeschäftsgegenstand. Rund 2,6 Milliarden Euro geben laut der FN-Statistik Reiter, Fahrer, Voltigierer und Züchter jährlich für laufende Kosten in Pferdesport und -haltung aus. Bei Verbandsauktionen im Jahr 2007 wurden 3 481 Pferde und Ponys für rund 61 Millionen Euro versteigert. Insgesamt lag der Pferdeverkauf 2007 nach Hochrechnungen in Deutschland bei einer Größenordnung von 500 Millionen Euro."

    Quelle: Kräftige Wachstumsimpulse bestimmen Geschehen am nationalen und internationalen Pferdesportmarkt : BSI - Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie e. V.

    Werden also 3-4 Pferde abgeschafft, weil man das Geld nicht hat oder keine Lust hat der Gemeinde eine Luxussteuer zu finanzieren fällt ein Arbeitsplatz weg. Na, da nenn ich die Einfuhr dieser Luxussteuer ja mal sehr vorausschauend!

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