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  1. #51
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Lemon, ich versteh deine Frage auch nicht ganz. Es gibt doch immer Menschen, die ihre alleinige Glückseligkeit nicht in der Berufstätigkeit sehen, nicht nur Mütter? Ist doch ok?

    Man kann denken, die sind zu faul dazu, das ist aber schon sehr calvinistisch. Vielleicht trauen sie sich einfach lustbetonter und entspannter zu leben und nicht alles am Geld zu messen? In Zeiten massenweiser Burn outs find ich das schon überdenkenswert.

  2. #52
    Splendida
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen
    Lemon, ich versteh deine Frage auch nicht ganz.
    Na, da bin ich ja froh, dass ich nicht die Einzige bin, die nicht lesen kann und nichts versteht

    Oder vielmehr - die falschen Mütter versteht, oder eigentlich: alle Mütter versteht. Die, die gleich wieder arbeiten (meist: müssen) und die, die - aus Überzeugung oder weil es sich ergibt - eine Weile zu Hause bleiben.

    Ich habe irgendwas dazwischen gemacht, mich durchlaviert, bis die Kinder größer waren. Und so machen es viele, und es steht mir ebensowenig wie der TE zu, über andere Modelle zu urteilen.

    Wie in einem anderen Strang zu lesen war: Man wird kaum bereuen, dass man den Karrieresprung nicht gemacht hat, eher, dass man keine Zeit zum Leben gefunden hat. Nicht alles am Geld zu messen - das wird wirklich leicht vergessen.

  3. #53

    Registriert seit
    14.07.2009
    Beiträge
    1.275

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    @ schnellschnell

    für jeden deiner beiträge ein

  4. #54

    Registriert seit
    02.08.2012
    Beiträge
    194

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Ach, vielleicht würde die Frage ganz anders diskutiert, wenn die Mütter (und Väter) einfach einen Teil des Einkommens ihrer Kinder DIREKT auf´s Rentenkonto gezahlt bekämen?!

    Ich fänd´s super, weil dann würden endlich mal die begünstigt, die Renteneinzahler produzieren, sich gut um sie kümmern und ihre Ausbildung finanzieren.

    Vielleicht würden sich die Eltern sogar insgesam besser um ihre Kinder kümmern und mehr wert auf Bildung legen.

    Und niemand müsste neidisch sein oder Angst um die Rente der Mutti-Freundin haben.


    Ach, das wäre eine schöne Welt!!!






    (Und diese ganzen Arbeitstiere mit Scheuklappen würden echt mal doof aus der Wäsche gucken.)
    Man darf die Nettigkeit nicht zugunsten der Ehrlichkeit vernachlässigen - die Ehrlichkeit jedoch auch nicht zugunsten der Nettigkeit.

  5. #55
    Lemon_Meringue
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Vor allem bei "Reizthemen" z.B. Muttersein, Kinder, Rauchen, Autos usw. fällt mir auf, daß oftmals das "Verständnis" vor allem daran scheitert, daß die Fragestellungen, die sich aus manchen Beiträgen ergeben (könnten) nicht mit Abstraktionsvermögen angegangen werden sondern immer mit einer reflexartigen Beschreibung des "Eigenen".
    Manchen Themen täte es gut, wenn man sich auch mal vom konkreten Eigenen lösen könnte.
    Genauso hier: Sobald in einem Satz die Kombination von "Mutter" und "Arbeiten" steht, geht unweigerlich (wie ich jetzt weiß) die ewig gleiche Diskussion los. Abstraktion scheint nicht mehr möglich, jede Beteiligte lobt ihr Model über den grünen Klee, bestreitet jegliche Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben könnten vehement und und und.
    Also, ich stelle mir viele Fragen, für mich beinhaltet des von mir dummerweise hier angeschnittenen Thema soviele Aspekte, die mich gerade als Mutter beschäftigen:

    -Gesellschaftlich-Psychologische Aspekte

    Sind Frauen mit der Doppelbelastung, die heute gesellschaftlich oft erwartet wird überfordert?
    Ist nicht vielleicht das Streben danach, alles "ganz toll" zu machen, ein Problem an sich?

    - Frauenpolitische

    Tun wir uns als Frauen einen Gefallen, wenn wir schnell wieder arbeiten gehen? Tun wir uns einen Gefallen, wenn wir uns wenn wir einmal Kinder haben still zurückziehen und aus dem Berufsleben "verschwinden"? Wie können wir uns (und unseren Töchtern) am ehesten helfen, es einmal leichter zu haben mit dem Thema "Familie/Berufstätigkeit"? "Was würden wir unseren Töchtern raten, wenn sie einmal vor der gleichen "Wahl" stehen?
    Wo können wir unsere Stimme an ehesten zu Gehör bringen, was sind vorstellbare Modelle für zukünftige Frauengenerationen?

    Schade, daß gerade diese Themen oft so diskutiert werden, als lebten wir in einer Art Neo-Biedermeier (Totaler Rückzug aufs Private ) und als hätten diese Themen gar keine weitere gesellschaftliche Relevanz.
    Das pure Austauschen von "Ich habe das aber so gemacht und das war ganz toll und wer was anderes sagt ist eine blöde Nuss" tötet jegliche Diskussion.

    Das Thema ist nun einmal voller Ambivalenzen und es wäre doch mal ein Ansatz, ehrlch damit umzugehen, auch wenn das bedeutet daß das eigene Lebensmodell vielleicht an der einen oder anderen Stellle auch als nicht-ideal wahrgenommen wird und kleine Kratzer abbekommt.
    Das ist das Leben.
    Wenn die eine Frau morgens früh zu ihrem Vollzeit- Job als Hedge Fund Managerin (oder als Bäckereifachverkäuferin) fährt, tut es ihr mit Sicherheit leid, ihr kleines Kind an der Kita abzugeben und sie weiß, sie wird es heute vermissen.
    Das zu leugen wäre unsinnig. Obwohl sie gute Gründe dafur hat.
    Wenn eine Frau ein teures, hochqualifizierendes Studium absolviert hat und es nie nutzt, hat das nicht nur eine private Dimension, sondern auch eine feministische, bildungspolitische und psychologische.
    Auch hier wäre ein Leugnen sinnlos.

    Die an sich spannenden und fruchtbaren Diskussionen werden, solange man die Ambivalenz des Themas nicht anerkennt immer, in einem endlosen Austausch von "Ich hab mich so entschieden und das ist der Königsweg. Alle anderen sind neidisch oder blöd"-Geschichten und gegenseitigem Schulterklopfen der jeweiligen "Teams" enden. In denen jeder beschreibt, wir wunderbar, problemlos und toll es bei ihr läuft, daß sie natürlich keine ambivalenten Gedanken hat, daß sie das andere "Team" bedauert, daß sie sich nie nie nie anders entscheiden würde etc pp

    Ich betone, daß das für beide Seiten gilt.

    Aber jeder belibt in seiner eigene kleinen Welt und wir können nicht einmal virtuell über den Tellerrand schauen.

    Schade.

    PS: Schade auch, daß uns in dieser Diskussion auch das Abstraktionsvermögen fehlt, an die Frauen zu denken, die tatsächlich arbeiten, um besagte Kinder durchzubringen.

    Der Blick hier ist ausschlißlich (und ich schließe mich da oft selbst mit ein) der der oft akademisch gebildeten Mittelschichtfrau, die zumindest in der eigenen Wahrnehmung oder temporär eine andere Option hat. Die vielleicht (wie ich z.B. auch) das Glück hat, auch mal vonm Zuhause arbeiten zu können. Die nicht 8 bis 9 Stunden irgendwo an der Kasse sitzt und am Ende des Monats kanppe 1000 Euronen auf dem Konto hat.
    Oder ist das eine schlechte Mutter, die dann eben hätte keine Kinder haben sollen? (Achtung, bewußt provokant formulierte Frage!)
    Irgendwo weiter oben hat jemand etwas von "Arbeitstieren mit Scheuklappen" geschrieben.
    Wir sollten uns mal klarmachen, daß auch viele Frauen solche "Arbeitstiere" sind, wegen ihrer Kinder. Nicht jeder ist eine mehr oder minder komfortabel lebende Mittelschicht-Mutter.
    Auf die sollten wir die Diskussion vielleicht auch mal ausdehnen? Wenn PLatz dafür ist...
    Geändert von Lemon_Meringue (25.10.2012 um 07:22 Uhr)

  6. #56
    VIP Avatar von xanidae
    Registriert seit
    23.02.2001
    Beiträge
    10.108

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Hättest du deinen Eingangsbeitrag so formuliert, wäre die Diskussion deutlich anders ausgefallen. Dazu noch in einem anderen Forum platziert, 'Frauenbewegung' z. B.

    Dein Eingangsbeitrag ist weder abstrakt noch auf der Metaebene angesiedelt. Er beschreibt dein persönliches Erleben a) lieber nicht zu arbeiten, wenn das Geld stimmt und b) deine Verwunderung über die Begründungen dieser Frauen und deine persönliche Bewertung dieses Erlebens:
    ich finde nur mit dieser Begründung jegliche Berufstätigkeit auf Eis zu legen, zumal ohne jede Berufserfahrung, keine sehr vernünftige Entscheidung.
    In der Kommunikation bestimmt der Empfänger den Inhalt der Botschaft.

    Das Thema ist nun einmal voller Ambivalenzen und es wäre doch mal ein Ansatz, ehrlch damit umzugehen, auch wenn das bedeutet daß das eigene Lebensmodell vielleicht an der einen oder anderen Stellle auch als nicht-ideal wahrgenommen wird und kleine Kratzer abbekommt.
    Wer geht hier nicht ehrlich damit um? Wer hat die Ambivalenzen?
    Well the white queens creep and the tom cats peep
    It's a long life full of long nights
    but it's not what I was waiting for
    I used to dream in the dark of

    Palisades Park
    Counting Crows

  7. #57
    umpapah
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen
    Hier in München wurde letzte Woche eine Zweijährige von der S-Bahn erfasst und schwer verletzt. Drei Kinder aus einer Gruppe von 19 waren ausgebüxt, sie wurden von 2 Erziehern beaufsichtigt (oder eben auch nicht), die dritte Kraft war eben mit einem Kind in der Eingewöhnung ins Haus gegangen. Das ist nichts was ich vertretbar finde, oder mir für meine Kinder wünschen würde - ich hab es in Kauf genommen weil ich keine Wahl hatte.
    .
    Sowas passiert Müttern natürlich nicht.

    Es kommt immer auf den Einzelfall an, man kann in diesem Thema nichts, aber auch gar nichts verallgemeinern.

  8. #58
    Avatar von AnnaM
    Registriert seit
    29.12.2000
    Beiträge
    10.195

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Auch nicht die Eingangsfrage!!!
    Stumpfsinn, Stumpfsinn,
    du mein Vergnügen,
    Stumpfsinn, Stumpfsinn,
    du meine Lust.
    Gäb's keinen Stumpfsinn,
    gäb's kein Vergnügen,
    gäb's keinen Stumpfsinn,
    gäb's keine Lust.

  9. #59
    meinLeben
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von Lemon_Meringue Beitrag anzeigen
    Vor allem bei "Reizthemen" z.B. Muttersein, Kinder, Rauchen, Autos usw. fällt mir auf, daß oftmals das "Verständnis" vor allem daran scheitert, daß die Fragestellungen, die sich aus manchen Beiträgen ergeben (könnten) nicht mit Abstraktionsvermögen angegangen werden sondern immer mit einer reflexartigen Beschreibung des "Eigenen".
    Manchen Themen täte es gut, wenn man sich auch mal vom konkreten Eigenen lösen könnte.
    Genauso hier: Sobald in einem Satz die Kombination von "Mutter" und "Arbeiten" steht, geht unweigerlich (wie ich jetzt weiß) die ewig gleiche Diskussion los. Abstraktion scheint nicht mehr möglich, jede Beteiligte lobt ihr Model über den grünen Klee, bestreitet jegliche Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben könnten vehement und und und.
    Du liest hier doch offensichtlich auch nur das was du lesen möchtest. Die Beiträge, die so geschrieben sind wie du es gerne hättest überliest du einfach. Denn die gibt es hier auch. Nur entspricht der Inhalt vielleicht nicht deinen Vorstellungen?!

  10. #60
    umpapah
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Ich überleg: Wenn jetzt ein Vater beschliessen würde "ich hab die Faxen dicke" und auf Vollzeitvater und Hausmann umschwenkte, wie dann die Diskussion verliefe.
    Frauen gesteht man die Wahlmöglichkeit zu, es sei deren Sache. Wie sieht das bei den Männern aus?
    Bisher stieß ich da nur auf Unverständnis.

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