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  1. #21
    umpapah
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von Lorelei Beitrag anzeigen
    Vor allem, wenn der Mann sich davon macht und sie dann von Hartz IV leben.... Wer zahlt das dann ?
    Oder sie sich davonmachen, weil sie etwas "verpasst" haben.
    Davonmachen ist relativ: meist wird der Mann zum Ausziehen "überredet", weil das kurz vorher angeschaffte Eigenheim ja Familienwohnung ist. Und überraschend schnell findet sich ein "guter Freund".
    Polemisch? Ja, sicherlich. Geb ich offen und ehrlich zu.
    Aber leider oft genug miterlebt im realen Leben.

  2. #22
    Avatar von Sugarnova
    Registriert seit
    15.06.2004
    Beiträge
    15.554

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Sicherlich ist es indiskutabel, wenn man "keine Lust" hat zu arbeiten.

    Allerdings kenne ich viele Frauen, die sich zwischen Job, Kind (Ehe/Partnerschaft findet kaum statt) zerreiben.

    Und, sind wir denn soweit, dass Job und Kind vereinbar sind? Und wenn ich diese Stoffeleien nächstes Jahr bei der Kinderbetreuung sehe - eine Freundin ist Erzieherin, da werden Praktikanten mittlerweile als "vollwertige Erzieher" mitgezählt, damit der Betreuungsschlüssel hinhaut - nicht jedes Kind ist dafür gemacht.

    Sicherlich ökonomisch selbstständig, aber emotional ausgelaugt. Dem Kind tut sowas auch nicht gut.

    Ich kenne einige Frauen mit 3 bis 5 Kindern, die sich bewusst dafür entschieden haben, und die in einer Partnerschaft leben, in der dies möglich ist (obendrein ist Mann so beruflich eingespannt, dass 50-50 einfach nicht möglich wäre).
    Die Frauen und ihre Kinder wirken glücklich mit ihrer Entscheidung.

    Und ja, ich dachte bisher immer, in der Frauenbewegung ging es um eine Unterstützung und Wahlmöglichkeit.

    Nochmal - sicherlich ist "keine Lust" kein Argument, aber würde ich mitkriegen, dass eine Freundin dann über mich so herzieht ...

  3. #23
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Das unterschreib ich zu 100%, sugarnova.

    Ich hab das durch, alleinerziehend mit drei Kindern, und Teilzeitjob. Entspannt ist anders - wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte wär ich auch schön daheim geblieben. Um einen Wiedereinstieg hätt ich persönlich mir keine Sorgen machen müssen, ich hab jetzt mit 49 auf Vollzeit und eine anspruchsvolle Aufgabe gewechselt, kein Problem.

    Hier in München wurde letzte Woche eine Zweijährige von der S-Bahn erfasst und schwer verletzt. Drei Kinder aus einer Gruppe von 19 waren ausgebüxt, sie wurden von 2 Erziehern beaufsichtigt (oder eben auch nicht), die dritte Kraft war eben mit einem Kind in der Eingewöhnung ins Haus gegangen. Das ist nichts was ich vertretbar finde, oder mir für meine Kinder wünschen würde - ich hab es in Kauf genommen weil ich keine Wahl hatte.

    Und ich verstehe jede, die das für sich anders entscheidet und nicht einen Großteil ihrer Energie einem Arbeitgeber weiht, der einem dann vielleicht mit 50 den Tritt in den Hintern gibt und tschüss. Auch das ist nur eine Scheinsicherheit, nach einem Jahr bist du genau da wo die auch sind, die nicht berufstätig waren.

  4. #24
    Splendida
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von AnnaM Beitrag anzeigen
    Was für eine bescheuerte Frage!
    Als wenn Frauen mit kleinen Kindern nicht arbeiten würden. Sie bekommen nur kein Geld dafür.
    Kein Mensch würde auf die Idee kommen, eine Tagesmutter zu fragen, ob sie denn nicht mal lieber arbeiten gehen möchte!
    Ich fand die Arbeit mit kleinen Kindern immer anstrengender als meine eigene, "eigentliche" Berufstätigkeit. Ich fand es wahnsinnig anstrengend, auf ein einjähriges Kind aufzupassen. Bei aller Liebe: Es gab Zeiten, da empfand ich es als Erholung, einmal ungestört putzen zu dürfen. Immer aufpassen, immer präsent sein, manchmal nicht mal denken dürfen, was man will: Ich habe Frauen immer ehrlich bewundert, die das klaglos und gern tun. Natürlich ist das wirtschaftlich ungeschickt, aber das war ja nicht die Frage.

    Millionen Männer dürften froh sein, das Haus zu verlassen und einer "geregelten" Tätigkeit nachzugehen. Bei der man am Abend mit irgendetwas fertig ist - außer mit den Nerven.

    Allerdings gibt es auch genügend Jobs, auf die ich keine Lust hätte. Warum soll man das nicht offen sagen -?

  5. #25
    Lemon_Meringue
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von Felicitas80 Beitrag anzeigen
    ich finde, darum geht es hier nicht. Die genannten Frauen sagen nicht "ich bleibe zu Hause, weil es der Familie gut tut" oder "ich bleibe zu Hause, weil ich Vollzeitmama sein will" - sondern sie sagen "ich habe keine Lust, arbeiten zu gehen" und ich lese daraus, dass sie das Kind somit als Entschuldigung vorschieben.
    Genau darum ging es mir, Danke.

  6. #26
    Moderation Avatar von skirbifax
    Registriert seit
    30.05.2009
    Beiträge
    34.951

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von Felicitas80 Beitrag anzeigen
    Bei Freunden meine ich, wenn ich sage "ehrlich gesagt, habe ich keine Lust" genau das was ich sage!
    Aber gut, wir kennen ja alle nicht die genauen Umstände und jeder interpretiert es anders.
    Das durch die diese Aussage allerdings gesagt wird, dass das Kind der eigenen Faulheit Vorschub leisten soll, sehe ich allerdings auch nicht. Wie schon mehrfach gesagt, muss ein Job + Kinderbetreuung passen. Dann braucht man auch noch Unterstützung vom Umfeld - seien es Großeltern, der Partner oder ein anderes Netzwerk. Ganz allein ist man allein.

    Und dann gibt es noch den Haushalt; auch hier im Forum sind viele Klagen zu hören, dass der Partner nicht wirklich mitzieht. Und wenn ich einen eher "unpraktischen" Beruf hätte, mein Partner meint "Schatz, mach ruhig, aber auf mich brauchst du nicht zu zählen" und mein Wunsch zu arbeiten nicht exorbitant ausgeprägt wäre, würde ich auch sagen "ich habe keine Lust zu arbeiten". Das hieße allerdings nicht, dass es Faulheit ist - die Berufstätigkeit zöge so viele potentielle Probleme nach sich, dass man (zunächst) verzichtet.
    Und ich habe mich so gefreut! sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut – ist das nichts?
    Marie von Ebner-Eschenbach


    Moderatorin für:

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  7. #27
    Lemon_Meringue
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von AnnaM Beitrag anzeigen
    Was für eine bescheuerte Frage!
    Als wenn Frauen mit kleinen Kindern nicht arbeiten würden. Sie bekommen nur kein Geld dafür.
    Kein Mensch würde auf die Idee kommen, eine Tagesmutter zu fragen, ob sie denn nicht mal lieber arbeiten gehen möchte!
    Und was für ein bescheu... ähm, gepflegter Tonfall...

  8. #28
    Lemon_Meringue
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Ich wollte kein erneute Fass " Zuhause bleiben versus Berufstätig sein als Mutter" aufmachen. Weil ich davon ausgehe, daß die meisten Menschen, Männer wie Frauen, arbeiten gehen weil sie das Geld brauchen.
    Mir ging es tatsächlich eher darum, daß diese Frauen keinerlei zu dieser Entscheidung passenden finanziellen Background haben.
    Und ja, ich kenne sie gut, daher eher kein "Themenender". Die Spekulationen über die Wortwahl "mir bekannte Frauen" gehen in die falsche Richtung. Aus Gründen der relativen Anonymität " wäre es konterproduktiv, wenn ich haarklein beschriebe, in welcher Beziehung ich genau zu ihnen stehe.

    Was mir aber auffällt, auch in dem Diskussionsverlauf hier: Natürlich kann jeder es machen wie er möchte oder finanziell verkraftbar findet, aber kann es sein, daß es ein kleines Tabu ist, ein bischen genauer nachzufragen, ob die Entscheidung nicht in den Beruf zurückzukehren, im Einzelfall finanziell sinnvoll für die Frau ist?
    Nur ein bischen genauer hinzusehen bedeutet nicht, etwas zu verurteilen.
    Die Reaktionen sind mir da oft ein bischen defensiv und wütend.
    Ich kann nicht sagen, daß meine Entscheidung berufstätig zu bleiben jemals von meinem Umfeld kritisiert worden wäre, genau so wenig verurteile ich Frauen, die es anders machen. Warum auch?
    Aber ein bischen unter die Lupe legen darf man diese Entscheidung (im Falle meiner 3 "Bekannten") schon, oder?
    Ich kenne aus dem Studium eine andere Frau, die mit heute 4 Kindern nicht einen Tag nach ihrem abgeschlossenen Studium gearbeitet hat. Sie hat als "Normalo" wie es das (schwere) Schicksal so wollte, in den internationalen Geldadel "eingeheiratet". Wird also garantiert mit bis ins Alter gut gefülltem Konto aus der Ehe gehen, sollte diese mal scheitern. Um sie mache ich mir absolut keine Sorgen. Das trifft aber nicht auf viele Frauen zu, die ich kenne.

    Und wie gesagt: Eine der 3en sagte mir explizit, daß ihr Kind schon 2 Jahre vor "Plan" zur Welt gekommen sei, weil sie vom Vollzeitarbeiten "Die Faxen dick" hatte.
    Geändert von Lemon_Meringue (24.10.2012 um 18:16 Uhr)

  9. #29
    Splendida
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von Lemon_Meringue Beitrag anzeigen
    Genau darum ging es mir, Danke.
    Äh - wofür jetzt bedanken? Dass jemand deiner Meinung ist?

    So. Da gibt es nun Frauen, die ihre Kinder deiner Meinung nach als Entschuldigung dafür nehmen, dass sie "nicht arbeiten".

    Zu Recht wird eingewendet: Sie arbeiten doch. Nur eben nicht außer Haus. Oder aber: Vielleicht möchten sie, aber es wäre für alle Beteiligten nur Stress. Oder aber: Nun ja, aber sie verdienen dann ja auch kein Geld.

    Das ist dir wiederum alles nicht recht, du möchtest sicher sein: Die haben einfach keine Lust. Wirklich, so gar nicht.

    Anders ausgedrückt: Die sind faul.

    Was machen wir denn nun - gesetzt der Fall, alle sind deiner Meinung? Kollektive Fassungslosigkeit?

  10. #30
    Splendida
    gelöscht

    AW: Haben Mütter keine Lust, zu arbeiten?

    Zitat Zitat von Lemon_Meringue Beitrag anzeigen
    Was mir aber auffällt, auch in dem Diskussionsverlauf hier: Natürlich kann jeder es machen wie er möchte oder finanziell verkraftbar findet, aber kann es sein, daß es ein kleines Tabu ist, ein bischen genauer nachzufragen, ob die Entscheidung nicht in den Beruf zurückzukehren, im Einzelfall finanziell sinnvoll für die Frau ist?
    Nun gut, wenn es dir darum gibt: Dazu gibt es doch wirklich endlos viele Diskussionen hier. Das als "Tabu" zu betrachten ist absurd. Es wird wieder und wieder betont: Nein, finanziell sinnvoll ist das nicht. Das ist absoluter Mainstream, überall, echt.

    Es gibt eine Reihe von Gründen, eine Zeitlang beruflich auszusetzen. Wenn Frauen solche Gründe haben und keine Lust haben, darüber zu diskutieren und dann einfach nur "keine Lust" sagen, kann ich das verstehen. Die sind niemandem rechenschaftspflichtig.

    Warum müssen sich Frauen immer alles gegenseitig aufs Butterbrot schmieren? Warum bist *du* jetzt angepiekt, weil ein paar Argumente kommen, die dir nicht so passen?

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