Hmm, meinst du? Ich glaube, dass ist mehr so ein Männer-Ding. Männern wird ja von klein auf eingebläut, dass sie später eine Familie ernähren müssen. Während bei Frauen, glaube ich, eher die "Folge-deinem-Herzen"-Einstellung vorherrscht. Das ist jetzt natürlich sehr pauschal, ich weiß.
Mein Sohn ist im Moment bei einem männlichen Kinderphysiotherapeuten in Behandlung und ich gebe zu, das ist für mich sehr ungewohnt. Ich habe mich noch nicht getraut ihn zu fragen, ob er eine Frau hat (er trägt einen Ring) und ob diese denn das Geld nach Hause bringt. Denn reich wird er mit seinem Job bestimmt nicht.
Nein. Die Alternative wäre, den Beruf der Erzieherin (und des Erziehers, Kinder brauchen auch männliche Vorbilder) attraktiver zu machen.
Ich für meinen Teil möchte nicht, dass mein Kind von schlecht ausgebildeten Erziehern/Lehrern erzogen und unterrichtet wird, die womöglich auch noch weder Spaß an der Arbeit noch die nötige Geduld haben.
In jedem Beruf, der mit Menschen, und vor allem mit Heranwachsenden zu tun hat, sollte man diese Menschen auch mögen.
... fairytales of yesterday will grow, but never die ...
Ich wäre auch dafür den Beruf der Erzieherin attraktiver zu machen. Aber selbst wenn man das angehen würde, es würde immer noch einige Jahre dauern bis dann das Personal da ist.
Und wer spricht denn bitte davon, dass man Leute zwangsverpflichten soll, die an der Tätigkeit kein Interesse haben?
Es wird aber wohl auch einige Menschen geben, die Geduld und Interesse mitbringen, aber eben noch keine Ausbildung in dem Bereich haben. Es dürfte aber z.b. eine berufstätige Mutter ihr kleines Kind auch nicht bei Oma und Opa abgeben, die auch nicht über eine Erzieherausbildung verfügen.
Dass der Beruf des Erziehers/ der Erzieherin gnadenlos unterbezahlt ist, ist eine alte Kamelle, ebenso wie der Beruf des Krankenpflegers/ der Krankenschwester (stimmen die Begriffe überhaupt noch?) unterbezahlt sind. Das könnte man von so gut wie allen Berufen im sozialen Bereich sagen. Wer sich heute noch dafür entscheidet, hat nen Hau weg *ironiemodus an und aus*
Ich glaube nicht mal, dass alle, die im erzieherischen Bereich tätig sind und keine entsprechende Ausbildung haben, deswegen unbedingt schlechter sein müssen als jemand, der z.B. den Beruf der Erzieherin von der Pieke auf gelernt hat. Was entscheidend ist, ist die Bereitschaft, sich einzufühlen, sich zu engagieren.
Ich erlebte schon Frauen, die "Bloß keinen Krach, bloß keine kleinen Kinder!" forderten und dennoch von der Arge ausgerechnet im Grundschulbereich eingesetzt werden sollten. Da ist natürlich Hopfen und Malz verloren
Andererseits kenne ich Leute, die zwar "Quereinsteiger" sind, sich aber mit aller Liebe und Hingabe ihren Aufgaben widmen.
Du weißt vielleicht, wie es mit Provisorien ist: man gewöhnt sich daran. Deshalb sollte man es schon von vornherein "richtig" machen.
"Bei Oma und Opa abgeben" halte ich in den allermeisten Fällen auch nicht für die richtige Lösung.
Übrigens ist es ein kleiner Unterschied, ob ich ein einzelnes ("eigenes" / "aus meiner Familie stammendes") Kind, oder von mir aus auch zwei, drei davon, betreue, oder ob ich 10 bis 20 Kinder mit unterschiedlichster Begabung und Herkunft erziehen will.
Im Übrigen kommt es, wie bereits gesagt, auf das Kind selbst an, Charakter, Alter...
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Kinderbetreuung ist wirklich gnadenlos unterbezahlt, klafr machen ja fast nur Frauen.
Meine Tochter lebt in München, da gibt es immer wieder Probleme Im Hort und auch im KIGA, weil bewährte und beliebte Kräfte kündigen.
Ich habe nichts gegen geteilte Meinungen, so lange meine gilt und alle Anderen sie teilen!"
Ah, Mocca, du warst schneller als ich.
Klar sind Quereinsteiger nicht notwendigerweise schlechter. Aber es kommt eben nicht nur auf das "sich einfühlen können" an. Nicht umsonst werden Erzieherinnen 5 Jahre ausgebildet.
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Dann muss man eben noch 5 Jahre warten. Und selbst mit "provisorischen" Kräften würde man ja auch allenfalls einen kleinen Teil des Bedarfs decken können.
Also ich finde einfach man muss pragmatisch an die Sache rangehen. Irgendwelche idealistische Vorstellungen bringen uns nicht weiter. Auch wenn ich sie nachvollziehen kann.