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  1. #1
    Avatar von Larusridibundus
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    Mann spricht von Trennung

    Hallo,

    Ich bin wirklich ziemlich erschlagen- mein Mann spricht seit Wochen sehr deutlich über Trennung (die ich nicht will).

    Wir haben in meinen Augen eine sehr gute Ehe, das Problrm ist, dass ich mir ein Kind mehr wünsche als er.. total blöd.
    Wir haben zwei Kibder, das erste kam recht spontan als ich noch im Studium war und er den 1. Job hatte, das zweite zwei Jahre später. Ich weiß schon lange, dass er das nicht nochmal so machen würde- für mich wars halt wies war- nicht verhütet, damit ist für mich jedes hätte/ wäre überflüssig. Jedenfalls hege ich schon länger den Wunsch, wir könnten das jetzt nochmal ganz anders genießen, viel mehr auch seinen Vorstellungen entsprechend, ich finde unsere Kinder und Kinder-haben mit ihm toll und auch die Nesthäkchen- Sache (habe selbst Geschwister, die 8 Jahre älter bzw. 14 Jahre jünger sind und hab beides sehr genossen) mag ich sehr.
    Für mich ist es also ein wirklicher Wunsch, er hat sich jetzt knapp zwei Jahre nicht so recht festlegen wollen. Wir hätten ja Zeit. Es war nicht dauernd Thema, gab aber 2-3 Male Streit, wir konnten nicht so gut darüber reden. Wir haben also im August einen Mediator aufgesucht um Streit zu vermeiden und einige Zeit nach dem Termin meinte er, er wolle nicht (ich hab dann auch versucht, Wege zu finden, damit abzuschließen) und müsse ja auch nicht und da hat er das erste Mal von Trennung gesprochen.

    Inzwischen sagt er, seit das Thema konkret wurde, lebt er in Angst dass ich ihn verlasse (was ich geradezu absurd finde, da ich immer betont habe, dass es nur geht, wenn es für uns beide ein Wunschkind ist, noch „verlässlicher“ auf Verhütung geachtet habe..) und schon nach dem ersten Streit eigentlich nicht mehr wollte.

    Im Moment leidet er Trennungsschmerzen (die ich wie gesagt nicht will, aber er meint ich würde ihn irgendwann dafür hassen), ist wütend, seine Gefühle seien verschüttet, wie er wieder zurück in eine Beziehung finden soll, weiß er nicht, höchstens mit Abstand. Alles was wir sonst geplant haben, will er auch nicht mehr, stellt bereits getroffene Entscheidungen in Frage (zB städtisch zu wohnen- das wäre nicht ich, ich gehöre ins Grüne. Er aber nicht und mir ist das nicht wirklich wichtig). Er meint wir hätten keine gemeinsamen Interessen und ohne die Kinder würde uns nicht viel verbinden.

    Ich bin völlig überfahren davon.
    Ich fand, dass es immer eine große emotionale Nähe zwischen uns gab, ich konnte mit ihm über alles reden und er hat mir auch immer erzählt, was ihn beschäftigt, großes und kleines. Ich hatte nie Zweifel, dass wir einander lieben. Wir hatten immer gemeinsame Pläne, gemeinsame Freunde. Natürlich haben wir auch unterschiedliche Interessen, die wir mal getrennt nachgehen mal uns mit dem anderen mitrrißen lassen- beides find ich bereichernd. All diese „normalen“ Probleme- Langeweile, nichts zu reden, Eltern sein, Haushaltsstreit, wenig Sex- hatten wir nicht. Klar gabs mal verschiedene Vorstellungen und auch Streits, aber wir haben immer Lösungen gefunden, mit denen wir gut leben konnten.
    Wir hatten tollen Sex!

    Er fühlt sich jetzt all die Jahre zu kurz gekommen und ein bißchen lässt er grad kein gutes Haar an mir/ uns. Er sagt er ist wütend auf mich, aber zu genau will er das nicht ausführen um nichts zu sagen, was er hinterher bereut.
    Es tut mir natürlich weh, zu hören dass er Dinge vermisst hat, aber ich versuche möglichst konstruktiv damit umzugehen, habe ihm angeboten, ganz in Ruhe zu reden, was er vermisst und ändern möchte, natürlich will ich dass er glücklich ist. Dann will er nicht reden. Ich habe ihm Zeit gelassen ohne zu drängen, habe aber Angst dass wir bald gar nicht mehr reden, das geht ja schon Wochen so. Wenn ich sage, er soll ein paar Tage rauskommen und sich für sich selbst klar werden, sagt er, wir müssen viel reden, das müsse sich entwickeln. Wenn ich dann frage wann wir reden, ist alles gesagt. Er lebt fortan nur noch für die Arbeit. Sage ich, dass die Situation für uns alle belastend ist, fragt er ob mir klar ist, was eine Trennung bedeutet. Ich bin finanziell von ihm unabhängig, das bestreitet er aber.
    Vor ein paar Tagen habe ich dann gesagt ICH brauche Abstand, mir ist dieses feindselige zu viel, da kam er mit wehenden Fahnen angesaust und wollte reden und hat sich entschuldigt fürs feindselig sein.
    Im Grunde weiß ich also nicht was er will. Ich habe wahnsinnige Angst ihn zu verlieren, richtigen Liebeskummer, das habe ich ihm gesagt, aber wenn da so gar nichts kommt, ich weiß auch nicht. Ich war letztes Wochenende und auch diese lange mit den Kindern unterwegs, die nächsten beiden sind wir verabredet, er will nicht mit. Er ist öfter abends mit Freunden weg, hat auch mehr Kontakt in WhatsApp zu Kollegen/ innen, sonst hat er sich da ziemlich rausgehalten.
    Wir haben gestern sehr lange telefoniert und wollten uns eigentlich diese Woche abends zusammen setzen. Ich hatte vorgeschlagen wo hin zu gehen, er meinte eigentlich er sei zu angespannt und ich hätte das ja noch nie vorgeschlagen...
    Daher mal sehen. Aber im Grunde bin ich ratlos.

    Danke fürs lesen, ist leider lang und verworren.

  2. #2
    Moderation Avatar von Charlotte03
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    AW: Mann spricht von Trennung

    Was macht ihr beide für Euch? Ohne Kinder... einfach als Paar.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung""Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?""Serien, Shows & Soaps"und...Userin

  3. #3
    Avatar von taggecko
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    AW: Mann spricht von Trennung

    Das hört sich so an, als habe Dein Mann sich anlässlich der Kinderfrage überlegt, ob er sich nochmal für längere Zeit festlegen will und das macht ihm Bauchschmerzen. Hast Du den Fokus sehr auf den Kindern, dass das sein sich nicht gesehen werden Gefühl erklären könnte ?

  4. #4
    Avatar von brighid
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    AW: Mann spricht von Trennung

    könnt ihr zu dieser mediation zurückgehen? also wieder termine ausmachen und dort miteinander reden?

    dein posting liest sich für mich als hättet ihr jahrelang aneinander vorbeigelebt und konkrete aussprachen vermieden.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  5. #5
    Avatar von Larusridibundus
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    AW: Mann spricht von Trennung

    Vermutlich zu wenig... wir gehen schon aus oder auch mal bummeln, waren auch mal ein Wochenende zu zweit weg. Aber vermutlich zu selten.
    Eine zeitlang waren wir mindestens einmal pro Woche gemeinsam Mittag essen, aber inzwischen arbeiten wir zu weit voneinander entfernt um das regelmäßig zu machen.

  6. #6
    Avatar von Larusridibundus
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    AW: Mann spricht von Trennung

    Zitat Zitat von taggecko Beitrag anzeigen
    Das hört sich so an, als habe Dein Mann sich anlässlich der Kinderfrage überlegt, ob er sich nochmal für längere Zeit festlegen will und das macht ihm Bauchschmerzen. Hast Du den Fokus sehr auf den Kindern, dass das sein sich nicht gesehen werden Gefühl erklären könnte ?
    Ich weiß nicht. Wir wollten zB ein Haus kaufen, eine gemeinsame berufliche Selbstständigkeit war ein Traum von uns. Da hatte er keine Bauchschmerzen.
    Ich wollte das halt gern planen und die Kinderfrage klären- ich bin jetzt 37 geworden. Er hat sich davon unter Druck gesetzt gefühlt als ob nichts anderes mehr wichtig wäre. Hat er auch gesagt, ich hab ihm geantwortet, dass das nicht stimmt, ich halt nur alterstechnisch das Thema nicht mehr um Jahre verschieben kann.

  7. #7
    Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Mann spricht von Trennung

    Liebe Lachmöwe,

    Es klingt für mich so, als ob bei deinem Mann was in Gang gekommen ist, das vermutlich eigentlich nicht so direkt mit eurer Beziehung zu tun hat. Sondern mit einer Entwicklung und Konturierung seiner selbst.

    Er verortet das aber anscheinend hauptsächlich in eurer Beziehung und deinen Wünschen an sie.

    Wenn es gelingen kann, im Dialog zu bleiben, aber nicht alles auf "euch" zu beziehen, und wenn du, bei aller notwendiger Abgrenzung, auch etwas Positives daran sehen kannst, dass er mit seinen eigenen Bedürfnissen deutlicher wird, dann muss seine Entwicklung nicht eure Ehe übern Haufen werfen.

    Aber dazu müsste er beizeiten auch selbst erkennen, dass nicht "du schuld" bist, sondern ihr beide Wünsche haben dürft, die nicht immer leicht zusammenpassen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  8. #8
    Avatar von brighid
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    AW: Mann spricht von Trennung

    @ mary.

    das eine ist, dass ihm jetzt bewusst wird dass er zu kurz kam. in seiner wahrnehmung kommt da etwas an.
    das andere ist, dass es auch zu seinen "aufgaben" in einer beziehung gehört- die eigenen wünsche und vorstellungen eben nicht wortlos dem andern zu überlassen.

    er sollte lernen für sich selbst da zu sein. für seine bedürfnisse. die formulieren zu können- ohne eben alles gleich in die tonne kloppen zu wollen.

    beziehung bedeutet auch arbeit. eine beziehung will pfleglich behandelt werden.

    und da möchte ich euch nochmal die mediation, einen "übersetzer" empfehlen.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  9. #9
    Avatar von Larusridibundus
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    AW: Mann spricht von Trennung

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    könnt ihr zu dieser mediation zurückgehen? also wieder termine ausmachen und dort miteinander reden?

    dein posting liest sich für mich als hättet ihr jahrelang aneinander vorbeigelebt und konkrete aussprachen vermieden.
    Zuerst hatte der Mediator schon ganz gute Ansätze. Letztlich blockt mein Mann das Thema Kind ab. Ich fand daher, dass das nicht so wahnsinnig viel gebracht hat- eher im Gegenteil. Es ging dann schon recht schnell um Trennung, da meinte der Mediator dann auch nur noch, ich müsse halt verzichten- was ich ja von Anfang an gesagt habe.

    Mein Mann blockt allerdings bei dem Gedanken, dass ich seinetwegen verzichte genauso- Kind geht nicht, kein Kind geht nicht, Trennung (dann kann ich den Kinderwunsch mit jemand anderem umsetzen- ist natürlich Quatsch) glücklich ist er mit nichts, dazu hat der Mediator eigentlich gar nichts mehr gesagt außer „verschiedene Lebensentwürfe“ und wir waren dreimal da.

  10. #10
    Avatar von brighid
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    AW: Mann spricht von Trennung

    das liest sich: dein mann ist am schwimmen. er rudert und weiss mit sich selbst nicht was er will, wo er ist, wo für ihn oben und wo unten ist.

    umso wichtiger da im gespräch zu bleiben- finde ich.

    und wenn ihr euch angewöhnt über vermeintlich belangloses zu sprechen. einfach mit sich wieder eine form von kommunikation "einschleicht".
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