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  1. #1
    Avatar von Snorkfraeulein
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    Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Hallo zusammen,

    ich sitze jetzt seit ein paar Stunden bei der Arbeit und kann mich nicht konzentrieren, da ich wie paralysiert bin.
    Ich habe keine Ahnung, wie ich mich verhalten kann/soll/darf, ohne alles schlimmer zu machen.

    Sorry, das wird jetzt vermutlich eine ellenlange Story, vielen Dank an jeden, der bis zum Ende durchhält:

    Wir sind seit bald 8 Jahren zusammen (ich 37, er 32, war aber nie ein Problem) und es ist eigentlich eine tolle Beziehung.
    Als ich neben meinem Hauptjob noch in Abendstudium einen Fachabschluss nachgemacht habe, ist es eine ganze Weile etwas angespannt gewesen, einfach weil ich irgendwann auf dem Zahnfleisch ging. Das hat er aber ganz wunderbar getragen und er hat mir vor fast 3 Jahren (an Silvester) einen Heiratsantrag gemacht.
    Die Hochzeit wollten wir erst nach meinen Prüfungen planen, daher war klar, dass wir frühestens ein Jahr nach dem Antrag heiraten würden.
    Leider habe ich die Prüfung nicht gepackt, da ich in einem Fach durch die Mündliche gefallen bin. Also zog sich das ganze Drama nochmal ein Jahr länger hinaus. Ich war nicht mehr so angespannt, allerdings haben wir die Hochzeit trotzdem nochmal etwas nach hinten geschoben.

    Dann kam der enorme Druck beim Job, der immer schlimmer wurde und ich habe letztes Jahr im September den Arbeitgeber gewechselt. Hier war recht schnell klar, dass das nicht das Wahre ist, aber ich dachte ich beiße mich da jetzt durch und wuppe die Prüfungen.
    Er hat immer ganz wunderbar zu mir gehalten.
    Er ist einfach mein bester Freund und meine große Liebe.

    Zu Weihnachten vor 10 Monaten hat er mir sogar meinen großen Kredit von den Schultern genommen und diesen einfach bezahlt. Er sagte, dass es das für uns beide einfacher macht (ich wollte das nicht) und dass uns das als Paar guttun würde, wenn ich einfach entspannter sein könnte.

    Den darauffolgenden (diesen) Januar habe ich dann die Prüfung bestanden und eigentlich wäre dann endlich alles besser geworden.
    Dann hatte mein Papa Ende Januar jedoch einen Unfall bei der Arbeit und lag 2 Wochen im Koma. Das ist 150 km entfernt und ich bin dann jedes Wochenende nach Hause ins Krankenhaus gefahren. Fast vier Monate lang, bis er dann im April verstorben ist, nachdem wir schon mit Besserung gerechnet hatten.
    Auch hier hat er mich ganz toll unterstützt und ist auch immer wieder mitgefahren, selbst wenn ich 7 Stunden in der Klinink gewesen bin.

    Im März hatte er selbst einen Hörsturz, da er bei der Arbeit sehr großen Druck hatte (immer noch hat) und ich natürlich zusätzlich eine Belastung für ihn gewesen bin. Ich habe das Ganze aber erst Wochen später erfahren, aufgrund vieler Nachfragen etc. da ich überzeugt davon war, er hätte eine andere und würde sich von mir trennen wollen.
    Das lag daran, dass er sehr komisch war, ständig Nachrichten geschrieben hat und empfindlich war. Wie sich herausstellte, hatte er eben diesen Hörsturz, hatte aufgrund dessen viel Kontakt mit seinem ehemals Vorgesetzten und auch zwei Vorstellungsgespräche, um an der Situation etwas zu ändern.
    Sagen wollte er es nicht, da er mich nicht zusätzlich belasten wollte.

    Das ist natürlich Quatsch, er soll immer zu mir kommen, wenn es ihm schlecht geht. Er versprach mir daraufhin, dass er in Zukunft keine Geheimnisse mehr vor mir hat.

    Wir haben wegen seines Hörsturzes einen Urlaub gebucht, als es so aussah, als ob es meinem Papa bessergeht. Der Arzt von meinen Freund sagte, er muss in Urlaub fahren. Mein Papa verstarb zwei Wochen vorher und wir sind dann dennoch gefahren.
    Es war für uns beide gut, wichtig und richtig - wir haben die Zeit zu Zweit genossen und haben wirklich abgeschaltet.

    Weil uns das so gutgetan hat, sind wir dann direkt an Pfingsten noch an den Gardasee gefahren, auch dieser Urlaub war wunderbar.

    Dann kam im Sommer die Diagnose, dass sein Papa an Prostatakrebs leidet und das war natürlich für ihn eine emotionale Belastung. Ich habe versucht ihn zu stützen, allerdings hat er - typisch Mann - die meisten Gespräche dazu abgeblockt bzw. immer mit dem Satz reagiert: ich weiß, dass alles gut wird.
    Ich habe dann einfach beobachtet und versucht für ihn da zu sein, wenn er doch mal etwas gesprächiger zu dem Thema war.
    Hier ist glücklicherweise nach einer OP auch alles gut verlaufen und sein Papa befindet sich aktuell in Reha, so gut wie geheilt.

    Wir sagen uns tatsächlich schon immer täglich, dass wir uns lieben. Auch schreibt er mir sehr oft über den Tag per Whatsapp etc. Wenn er mit Freunden unterwegs ist, dann freue ich mich morgens schon immer darauf seine NAchrichten zu lesen, die er nachts auf dem Heimweg geschrieben hat. Die sind immer wunderschön (auch nach fast 8 Jahren wie sehr er sich freut, wenn er daheim ist und neben mir liegt etc.).

    Vor knapp 3-4 Wochen (ich mache das jetzt rückblickend erst so aus) ist es ein bisschen weniger geworden. Am Wochenende vor einer Woche habe ich dann ziemlich nachgebohrt bzw. ihm gesagt, dass er nicht mehr so kommuniziert wie noch vor Kurzem. Also vor einem Monat war wirklich noch alles wie immer.

    Er meinte dann, dass er gerade auch nicht genau wüsste. Ihn würde etwas bedrücken und er kann nicht ausmachen, was es ist.
    Vergangenen Donnerstag war er dann wieder sehr still und ich habe ihn direkt "befragt". Ich kann bei so etwas leider sehr hartnäckig sein und nicht lockerlassen. Ich bekomme Angst und versuche so viel wie möglich zu erfahren um reagieren zu können.
    So auch hier. Ich habe mehrfach gefragt, ob es an mir liegt. Und er sagte, dass er es nicht weiß. Dass er nicht weiß, ob es an mir liegt.
    Für mich war das ein Schlag ins Gesicht bzw. als ob mir jemand den Boden unter den Füßen wegnimmt. Egal wie unsicher und verwirrt ich in den letzten beiden Jahren gewesen bin, unserer Beziehung war ich mir immer zu 100% sicher.

    Das habe ich natürlich auch zu ihm gesagt. Ob das jetzt so sinnvoll war, darüber kann man streiten. Natürlich habe ich geweint, mich zurückgezogen etc. Er hat dann im Bett immer wieder gesagt, dass er nicht möchte, dass es mir schlecht geht etc, mich in den Arm genommen, mit mir gesprochen.
    Ich bin dann am Wochenende nach Hause gefahren (klar wäre ich lieber bei ihm geblieben) da unsere Mama vor einer Woche wegen eines Burnouts vom Notarzt abgeholt wurde und zeitnah in die Reha muss - ja ich habe 2017 die Scheiße für mich bzw. meine liebsten Menschen gepachtet.

    Er ist wandern gegangen etc. und hat mir gestern auch geschrieben, dass er sich sehr freut, wenn ich wieder da bin. Die Kommunikation war fast wieder wie "davor", vor ca. 1 Monat.
    Als ich daheim war, war es zwar etwas seltsam, aber ich wusste ja, dass er über seine/unsere Situation nachdenken wollte.

    Ich habe natürlich gefragt, ob er nachgedacht hat und ob er noch etwas Zeit braucht um zu reden. Er hat darauf nicht viel gesagt, was so viel hieß, wie "jetzt eher nicht". Das hat mir Angst gemacht und ich habe wieder angefangen zu bohren. Ich komme aus diesem Verhaltensmuster so schwer heraus. Schon während ich es tue, weiß ich, dass ich es lassen sollte. Aber ich kann nicht vor lauter Angst.

    Er hat dann eher wütend reagiert und gesagt, dass er sich so gefreut hat mit mir einfach auf der Couch zu kuscheln, Pizza zu essen und etwas anzuschauen und dass ich doch gesagt hätte, ich lasse ihm Zeit. Hier bin ich dann zurückgerudert, habe mich entschuldigt etc.
    Die Quintessenz ist die, dass er meinte, dass er kommendes Wochenende mit mir spricht und bis dahin noch einige Sachen für sich notieren möchte, da er in unseren Streits (die wir natürlich auch immer mal haben, trotz aller Liebe, die man für den anderen empfindet) immer die Hälfte vergisst.

    Klar habe ich das direkt auf mich bezogen. Hier war für mich klar, es geht zu Ende. Das habe ich ihm auch so gesagt. Er hat es weder verneint noch bestätigt. Nur gesagt, dass er mich liebt und dass ich einfach abwarten soll.

    Auch noch wichtig zu erwähnen: Wir waren letzte Woche am Wochenende am Sonntag noch auf einem Gut, das wir für die Hochzeit besichtigt haben. Das hat ihm ganz toll gefallen, er hat direkt geplant und wir haben auch ein Angebot eingeholt, das vergangenen Freitag (perfektes Timing) gekommen ist.

    Jetzt lagen wir gestern Abend im Bett, er hielt mich im Arm und wir haben uns tief in die Augen gesehen. Er hat mir gesagt, dass er mich liebt und er nicht möchte, dass ich traurig bin. Ich habe ihm gesagt, dass ich mit ihm alt werden möchte. Er hat daraufhin erwidert, dass er das auch möchte.
    Vor ein paar Tagen hat er mir ein Bild von zwei Kapuzzineräffchen geschickt, die in einer heißen Quelle sitzen und mit gefrorenen Haaren - er hat dazu geschrieben, dass wir auch bald so aussehen, da wir Ende November (eigentlich) nach Island fliegen.
    Ich habe daher auch noch zu ihm gesagt, dass ich gerne wie diese zwei Äffchen mit ihm in einem Hot-Pot sitzen möchte - woraufhin er auch hier gesagt hat, dass er das auch möchte.
    Dennoch hing über allem so ein Schwermut.

    Als wir das Licht ausgemacht haben, haben wir uns nochmal gesagt, dass wir uns lieben.

    Ich weiß nun nicht, was ich tun soll. Meine Gefühle schwanken zwischen "es kann nicht vorbei sein, ich weiß dass er mich liebt (er würde mich nicht anlügen)" und " ich spüre, dass es vorbei ist (fühlt sich an wie Tod auf Raten)".
    Ich war noch nie so verzweifelt. Ich kann nicht essen, kein Hunger.

    Dazu kommt, dass ich in letzter Zeit sehr schwermütig war, da ich das Gefühl habe, mich selbst verloren zu haben - nicht zu wissen wo ich hin möchte. Am Wochenende jedoch habe ich einen Motivationsschub bekommen und wollte es ab heute anpacken.
    Jetzt traue ich mich nicht, irgendetwas anzupacken. In der Arbeit kann ich nicht (kein Kopf dafür) und privat traue ich mich nicht, da ich Angst habe ich mache das nur, um ihn zu "bekehren".

    Ich weiß nicht ob ich ihm sagen darf, dass ich um ihn kämpfen will, aus Angst ihn unter Druck zu setzen. Ich habe Angst nichts zu machen, aus Angst er könnte es falsch verstehen und ich mache es ihm noch leichter sich von mir zu lösen.

    Ich habe heute auch schon eine Paarberatung herausgesucht, traue mich aber nicht ihm das vorzuschlagen, aus Angst er sieht es als Eingriff, da er ja quasi darum gebeten hat, dass er in Ruhe nachdenken kann. (Grundsätzlich weiß ich aber, dass er so etwas gegenüber aufgeschlossen ist, da er das selbst auch schon anderen geraten hat)

    Ich weiß, dass ich nicht einfach war dieses Jahr und ich will es nicht auf die Schicksalsschläge abwälzen. Ich weiß, dass das eine große Last für ihn war/ist und ich nicht so unbeschwert bin.
    Ich habe Angst, er trennt sich am Wochenende endgültig von mir und ich weiß nicht was ich tun soll.
    Ich liebe ihn wirklich so sehr, das kann ich nicht in Worte fassen.

    In der Mittagspause habe ich ihm vorhin einfach nur ein Herz über Whatsapp geschickt (das haben wir öfter gemacht, wenn wir aneinander denken), er hat es gesehen und nicht geantwortet. Was mir bisher nicht wirklich etwas ausgemacht hat, hat mich jetzt in ein so tiefes Loch geworfen, dass ich nicht mehr denken kann.

    Am liebsten möchte ich nach Hause gehen, da ich um 16 Uhr einen Agenturtermin habe und einfach zu 100% nicht bei der Sache bin.

    Ich habe das Gefühl, ich reiße in zwei Stücke.

    Ich weiß nicht was ich tun soll. Ihm sagen was ich fühle und dass ich kämpfen will oder es lassen? Was ist, wenn er denkt, es ist mir nicht wichtig?

    Vielen Dank an jeden, der bis hierhin durchgehalten hat.
    Sonnige Grüße,
    das Snorkfräulein
    Geändert von Snorkfraeulein (16.10.2017 um 14:44 Uhr)

  2. #2
    Avatar von Loop1976
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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    ihr habt euch nicht getrennt.
    redet doch erst einmal vernünftig miteinander.

    da gibt es im moment doch gar nichts zum kämpfen

    oder hat er gesagt, dass er dich nicht mehr will und ich habe es überlesen?
    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  3. #3

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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Lass euch doch einfach mal ein wenig zur Ruhe kommen. So wie du das geschrieben hast, ist dein Freund doch ein sehr liebevoller Partner, du liebst ihn und er dich auch.

    Die letzten Jahre waren wirklich eine Herausforderung für euch. Soviel wie da bei euch los war, das hätte manche andere Beziehung sicher nicht überlebt. Aber er äußerst sich ja immer noch so, dass er dich heiraten möchte.
    Versuche doch einfach, ihn in Ruhe zu lassen, er scheint ja nicht so der große Redenschwinger zu sein. Unterstütze ihn so gut du kannst, tu ihm Gutes, koch mal was Schönes für ihn. Er hat ja auch viel für dich getan und sich selbst zurück gestellt.
    Hut ab vor so einem jungen Mann!y
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

  4. #4
    Avatar von Snorkfraeulein
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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Hallo ihr zwei, ich war noch nicht fertig, da fehlte noch etwas. Ich weiß nicht, warum die Vorschau schon direkt veröffentlicht wurde.
    Er sagte, dass er es nicht weiß. Er hat nicht verneint, dass wir uns trennen könnten.
    Sonnige Grüße,
    das Snorkfräulein

  5. #5

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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Drama, Drama, Drama wo keines ist! Das Problem ist Deine Ungeduld, er geht rational an alles ran, will nochmal in Ruhe nachdenken und sich seine Gedanken notieren...

    Kein Wort von Trennung, Hochzeitsplanung läuft, er schreibt i. A. nicht ständig diese dämlichen WhatsUp Nachrichten, ist doch wurscht, er kommt doch jeden Tag nach Hause!

    Das Problem liegt in Dir Verlustangst und Ungeduld, Worst case Szenarien im Kopf, die aktuell reine Phantasien sind....
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  6. #6
    Avatar von Snorkfraeulein
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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    ihr habt euch nicht getrennt.
    redet doch erst einmal vernünftig miteinander.

    da gibt es im moment doch gar nichts zum kämpfen

    oder hat er gesagt, dass er dich nicht mehr will und ich habe es überlesen?
    Wie gesagt, es wurde irgendwie schon veröffentlicht, obwohl ich noch gar nicht fertig war.

    Ich war schon einmall in so einer Situation, als ich Anfang 20 war. Es hat damals genau gleich begonnen. Der schrittweise Rückzug.
    Ich kann es nicht erklären, ich fühle es irgendwie.
    Sonnige Grüße,
    das Snorkfräulein

  7. #7
    Avatar von Dharma-
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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Du bist echt anstrengend und ich bewundere deinen Zukünftigen.

    Ich wäre schon lange ausgerastet. Meine Güte nochmal es ist doch nichts passiert. Er ist gestresst, du bist gestresst, ihr hab bei allem was es gibt hier geschrieen.

    Nun lass doch mal los! Laß Ruhe einkehren. Der Mann hatte einen Hörsturz.


    Wovor hast du solche Angst, dass du nicht ein paar Tage die Klappe halten kannst?

    Lenk dich ab mach Sport und putz das Haus.

    Ehrlich, ich sehe da keinen Grund zu kämpfen. DER Mann bekommt keine Luft bei deiner Inquisition.
    Nur Prinzessin richtet ihre Krone -
    Königin zückt ihr Schwert!

  8. #8
    Avatar von Snorkfraeulein
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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Drama, Drama, Drama wo keines ist! Das Problem ist Deine Ungeduld, er geht rational an alles ran, will nochmal in Ruhe nachdenken und sich seine Gedanken notieren...

    Kein Wort von Trennung, Hochzeitsplanung läuft, er schreibt i. A. nicht ständig diese dämlichen WhatsUp Nachrichten, ist doch wurscht, er kommt doch jeden Tag nach Hause!

    Das Problem liegt in Dir Verlustangst und Ungeduld, Worst case Szenarien im Kopf, die aktuell reine Phantasien sind....
    Diese "dämlichen Whatsappnachrichten" gingen schon immer eher von ihm aus. Ich nutze mein Handy tatsächlich fast gar nicht. Da es ihm aber so wichtig ist bzw. einer seiner Haupt-Kommunikationswege über den Tag, habe ich mich hier über die Jahre angepasst.
    Es hat bei ihm tatsächlich sehr viel zu bedeuten, dass er sich da nicht mehr so viel meldet, er nutzt es ja trotzdem ständig.

    Und ich KENNE ihn einfach. Innerlich hat er sehr viel Abstand genommen. ich bilde mir das wirklich nicht ein.
    Sonnige Grüße,
    das Snorkfräulein

  9. #9
    Avatar von Snorkfraeulein
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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Zitat Zitat von Dharma- Beitrag anzeigen
    Du bist echt anstrengend und ich bewundere deinen Zukünftigen.

    Ich wäre schon lange ausgerastet. Meine Güte nochmal es ist doch nichts passiert. Er ist gestresst, du bist gestresst, ihr hab bei allem was es gibt hier geschrieen.

    Nun lass doch mal los! Laß Ruhe einkehren. Der Mann hatte einen Hörsturz.


    Wovor hast du solche Angst, dass du nicht ein paar Tage die Klappe halten kannst?

    Lenk dich ab mach Sport und putz das Haus.

    Ehrlich, ich sehe da keinen Grund zu kämpfen. DER Mann bekommt keine Luft bei deiner Inquisition.
    Ich habe einfach Angst, dass es dann zu spät ist.

    Wenn er einen Entschluss fast - egal welchen - dann fasst er den zu 100%. Dann gibt es kein Zurück. Und den Entschluss fasst er bis zum Wochenende.
    Sonnige Grüße,
    das Snorkfräulein

  10. #10
    Avatar von Snorkfraeulein
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    AW: Ich möchte kämpfen, habe jedoch Angst davor

    Aber ihr habt mir trotzdem geantwortet, ich werde nichts tun bis zum Wochenende.

    Moment. Eine Sache habe ich noch vergessen...
    Unser Papa wurde eingeäschert, die Asche nach Holland gebracht und dort darin ein Baum gepflanzt (seine Frau hat da entschieden und wir Kinder fanden das eine schöne Idee). Dieser Baum ist am Mittwoch bei uns Zuhause im Allgäu angekommen und soll jetzt am kommenden Wochenende eingepflanzt werden im Kreis der Familie.

    Dass der Baum da ist, habe ich ihm noch gar nicht gesagt, aus Angst ihn unter Druck zu setzen. ich wollte nicht, dass er denkt mich schon wieder irgendwie auffangen zu müssen.
    Selbstverständlich möchte ich bei der Familienzeremonie anwesend sein. Allerdings traue ich mich nicht das zu sagen, da ich Angst habe es manipuliert ihn in eine Richtung. Ich will nicht, dass er sich unbegründete Sorgen um mich macht und ich möchte aber auch nicht, dass er denkt mir wäre unser Gespräch nicht wichtig genug.

    Also ich werde das Thema nicht mehr ansprechen, so gut es geht.
    Mir ist aber klar, dass ich das mit der "Bestattung" vor dem Wochenende auf den Tisch bringen muss.

    Ich weiß selber, dass ich in manchen Situationen unmöglich bin. Ich arbeite tatsächlich hart an mir, aber es fällt mir häufig schwerer als es das tun sollte.
    Sonnige Grüße,
    das Snorkfräulein

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