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  1. #1
    JUUJUU
    gelöscht

    Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
    Das letzte halbe Jahr meines Lebens war die Vorhölle. Wir hatten viel Stress: Sehr lange Grippe, Berufliche Veränderung, unsere Tochter auf USA-Reise, ein riesiges Familienfest und bei meinem Schwiegervater wurde Krebs diagnostiziert - alles in 6 Monaten.
    Mitten in diesem Stress und Chaos teilte mir mein Mann plötzlich mit, dass er aus unserem gemeinsamen Schlafzimmer ausziehen würde, weil ihn mein Schnarchen stören würde. Es wurde ziemlich schnell eine Mauer in unserem Wohnzimmer hochgezogen und ich fand mich alleine in unserem Ehebett wieder. Er zog ins Erdgeschoss. Auf mein Nachfragen, wie ich das zu verstehen hätte, hat er mir immer wieder gesagt, dass es kein Problem wäre, dass er nur seine eigenen Räume bräuchte, um zur Ruhe zu kommen etc.
    Aber ich habe tief innen nur Eines gefühlt: Verlassenheit !
    Ich habe immer wieder versucht, mit ihm darüber ins Gespräch zu kommen und ich habe ihn wiederholt gefragt, ob er eine andere Frau habe. Er hat immer wieder verneint und noch dazu hat er mir vorgeworfen in Zeiten großer Belastung (sein Vater hat Krebs) zusätzlichen "Stress" zu veranstalten und mich egoistisch zu verhalten. Dabei habe ich gespürt, wie sehr er sich mir plötzlich entzieht und dass er wie Stein zu mir ist.
    Dazu hat er ab Jahresanfang die Paartherapie, die wir im Jahr davor besucht haben abgebrochen.
    Für beides: Umzug in ein anderes Zimmer und Abbruch der Paartherapie bekam ich von ihm die Schuld zugewiesen: "Ich würde schnarchen" und "Ich hätte ja nicht mitgearbeitet".
    Als er letzte Woche auf einer Geschäftsreise war, habe ich ihm einen Brief geschrieben. Ich habe ihm sachlich und prägnant meine Gefühlslage geschildert. Darauf kam es zu einer Beichte - direkt nach seiner Rückkunft:
    Er hätte mich seit Monaten belogen. Er hat mich betrogen. Es sind Gefühle im Spiel.
    Seither erlebe ich ein Gefühls-Auf-und-Ab. Ich schwanke zwischen "er soll sofort gehen" und "ich möchte ihn nicht verlieren".
    Das Schlimmste ist, dass er sich mir seit der Beichte zwar einerseits annähert. (Blöderweise habe ich sogar mit ihm geschlafen), aber andererseits nicht zu einer Zusage bereit ist, dass er "SIE" nicht wiedersehen wird.
    Wenn ich frage: "Wirst Du sie wiedersehen?", sagt er: "Ich kann es Dir nicht sagen." "Ich bin in einem Prozess."
    Dann macht er wieder Vorschläge, wie wir meinen Geburtstag in einer Woche verbringen könnten: "Schön zu zweit verreisen, Hotel und so." Ich habe geantwortet: "Ernsthaft? Ich möchte meinen Geburtstag mit den Menschen feiern, bei denen ich mir sicher sein kann, dass sie in einem halben Jahr noch an meiner Seite sind.
    Das Schlimme ist, dass er mir gerade damit meine Kraft entzieht - Kraft, die ich momentan eigentlich beruflich und auch für unsere Teenie-Tochter brauche. Ich schlafe kaum noch und bekomme beim Morgenkaffee den ersten Heulkrampf. Ich kann nicht fassen, was er mir gerade antut. Nicht mit dem Fremdgehen - ich habe entschieden zu verzeihen - sondern damit, kein klares Bekenntnis zu mir zu finden.
    Als ich ihn gefragt habe, wie es mit uns weitergehen soll, war seine Antwort: "Ich möchte das Setting aufrechterhalten." Das Setting? WTF? Er konnte mir nicht spezifisch beantworten, was er damit meint. Setting mit IHR - Setting ohne SIE?
    Ich habe ihm heute morgen gesagt, dass er 4 Wochen Zeit von mir bekommt - bis zum (eigentlich angedachten) Urlaub, um mir genau zu sagen, wie sein Lebenskonzept in Zukunft aussehen soll. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich dies mit meinem Lebenskonzept abgleichen werde und im Zweifel meine Konsequenzen ziehe. Ich finde unter diesen Umständen ist eine "offene Beziehung" keine Option. Mein Gefühl sagt mir aber, dass er das zu erreichen versucht.
    (Und das, obwohl es immer gegen SEINE Werte ging)
    Jetzt meine Frage: Was soll ich machen? Natürlich habe ich Sehnsucht nach ihm und würde gerne zu ihm ins Zimmer gehen. Andererseits habe ich gerade das Gefühl erpresst zu werden. Wenn ich jetzt unkompliziert bin, bleibt er eventuell - aber die Hintertür ist noch offen. Ich fühle mich schrecklich. Hat jemand auch so etwas schon erlebt. Ist er ein Sadist, oder warum macht er das mit mir?
    Geändert von JUUJUU (06.06.2017 um 18:15 Uhr)

  2. #2
    Avatar von Ice-30
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    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Warum sollte er sich entscheiden? Er hat doch alles. Dich und die Geliebte.

    Du lässt alles mit dir machen ohne Grenzen zu zeigen und die Andere ist sowieso spannend.

    Schmeiss ihn raus. Wie soll er dich vermissen wenn du immer da bist.

    Pack seine Sachen, Schloss tauschen soll er zu seiner Geliebten gehen.

    Verzeihen willst du? Das ist keine Einbahnstraße. Er hält sich alles offen.

    Du solltest agieren nicht reagieren

  3. #3

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    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Zitat Zitat von JUUJUU Beitrag anzeigen
    Dazu hat er ab Jahresanfang die Paartherapie, die wir im Jahr davor besucht haben abgebrochen.
    Offenbar lag da ja bereits schon länger was im Argen, was war der Auslöser für die Entscheidung zur Paartherapie?

  4. #4

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    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Liebe Juujuu,

    erstmal: tut mir leid für Dich, dass Du das mitmachen musst. Wenn ihr schon eine größere Tochter habt, seid ihr ja sicher auch schon lange zusammen?

    Ich habe vor ein paar Monaten Ähnliches mit meinem Mann erleben müssen und ich verstehe dieses Hin- und Hergerissensein zwischen "Kämpfen", "Verzeihen" und "alles Beenden". Da hilft erstmal Abstand. Die anderen haben recht. Bitte ihn, sich was eigenes zu suchen. Glaub mir, der Auszug ist die Härte, aber danach kommt etwas Ruhe rein.

    Und danach überlege Dir, was Du für Dich möchtest. Ich muss rückblickend sagen, dass mich auch die Affäre selber gar nicht so fertig gemacht hat. Nach 15 Jahren Beziehung hätte ich einen "Ausrutscher", auch einen längeren, durchaus verzeihen können, aber sein unfairer Umgang damit - ähnlich wie Du es schilderst: Paartherapie einfach direkt wieder aufgegeben, mich in vielen Punkten vor vollendete Tatsachen gestellt, weitergelogen, auch bei Lappalien, kurz sein ganzer Charakter hat sich zum "Schlechteren" gewandelt, vermutlich auch wegen unbewältigter Dinge in seinem Leben, auch da gab es in der Familie Krankheits- und Todesfälle, zur Einzeltherapie ist er trotz Versprechen dann aber auch nicht - das hat mich mittlerweile überzeugt, dass es besser ist, dass wir nicht mehr zusammen sind. Ohne den nötigen Abstand hätte ich das sicher nicht so schnell gemerkt. (Das heißt natürlich nicht, dass Du zum gleichen Schluss kommen wirst).

    Die Trauer darüber macht mich manchmal noch heute fertig. Ich gehe jetzt alleine zur Therapie, wozu ich Dich auch nur ermutigen kann. Ich bin noch nicht ganz über den Berg - flirten zB. funktioniert noch nicht wieder wie früher, aber ich kann es mir immerhin schon wieder vorstellen - aber es geht mir schon viel besser, professionelle Hilfe ist da wirklich Gold wert. Und ansonsten hilft Weiteratmen. Klingt albern, ist aber so. Wenn Dein Herz nicht wirklich in einem medizinischen Sinne bricht (das gibt es leider echt), wirst Du es überstehen. Einfach einen Fuss vor den anderen.

    Ansonsten hilft Sport (klingt ebenso banal, aber tatsächlich baut es den körperlichen Stress ab), Freunde treffen und viel Reden. Oder Du schreibst eben hier in der BriCom.

    [ediert]
    Geändert von Flau (07.06.2017 um 15:00 Uhr) Grund: Hab mal den Smilie weggemacht

  5. #5
    JUUJUU
    gelöscht

    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Ich habe das heute auch verstanden, was ihr schreibt. Ich bin ziemlich heftig ausgerastet, nachdem ich ein berufliches Projekt wegen Unkonzentriertheit fast vor die Wand gefahren hätte und im Anschluss in Tränen ausgebrochen bin. Ich habe ihm eine SMS geschrieben, dass er mich sadistisch behandelt und das so nicht weitergeht.
    Um mich abzuregen war ich Joggen. Als ich vom Joggen kam, wollte er sprechen.
    Ich hab ihn ziemlich angebrüllt. Vor allem, als er sagte, er "müsse" ja die Beziehung beenden "aus Pflicht" und "er hätte es mir besser nicht gesagt". Da bin ich ziemlich ausgeflippt und hab ihm gesagt, dass ich kommende Woche zum Rechtsanwalt gehen werde um meine Rechte abzuklären, weil er mir den Boden unter den Füßen wegzieht.
    Ich bin nicht stolz auf meinen Aussetzer, aber ich hatte keine Kontrolle mehr. Ich habe gesagt, solange ich nicht höre, dass ich die EINZIGE Frau in seinem Leben bin, soll er mich nicht mehr anfassen.
    Und ich habe ihm auch gesagt, dass ich - sollte es zur Trennung kommen - eine Löwin sein werde, was die Kinder betrifft. Es ist sowieso schon immer mein Job gewesen, die kids zu versorgen und zu betreuen. Er macht das nur wenn ihm danach ist.
    Wir sind seit 22 Jahren ein Paar und seit 15 Jahren verheiratet.
    Natürlich gab es schon Höhen und Tiefen. Gerade auch wegen der Rollenverteilung.
    Er hat seit einigen Jahren eine persönliche Krise, ist beruflich unzufrieden und sucht nach Inhalten, die ihn ausfüllen. Bei mir dagegen explodiert es beruflich geradezu und es geht eine Tür nach der anderen auf und ich habe eine sehr enge Verbindung zu beiden Kindern.
    Ich spüre auch Neid und er versucht mitzuhalten, was er gar nicht müsste.
    Es gab schon viel, was er ausprobiert hat: Schlagzeug spielen, Malerei, Sport, Gartenarbeit, dann hat er monatelang an seinem "neuen" Zimmer umgebaut.
    Jetzt die Affaire. Ich nehme in diesem Sinne nicht ernst. Aber es ärgert mich, dass ich mich schon davon beeinflussen lassen, dass er "seinen" Weg einfach nicht findet.
    Es ist wieder ein weiterer Versuch, seine Probleme NICHT bei der Wurzel zu packen.
    Es ist wieder ein Versuch, sich besser zu fühlen, ohne zu gucken, was das eigentliche Problem ist.
    Das ist auch der Grund, warum wir bei Paartherapie waren. Er hat seine Unzufriedenheit an den Küchentisch heimgetragen, hat die Kinder und mich täglich angeschnauzt, miese Stimmung verbreitet und uns einen Urlaub der Hölle beschert.
    Nach diesem Urlaub hat ich damals gesagt: Entweder Paartherapie oder die Sache ist gelaufen.
    Und eigentlich dachte ich bis Ende des Jahres, wir wären auf einem guten Weg.
    Dann begannen die Turbulenzen: Grippe, Drama in meiner Ateliergemeinschaft, neues Atelier, Kranker Opa, Konfirmation ...
    Wir haben eine weile Pause von der Therapie gemacht, weil uns die Dinge einfach überrollt haben. Als dann wieder etwas Ruhe einkehrte, habe ich angeregt, wieder hinzugehen.
    Da hat er abgelehnt "ICH hätte ja nicht mitgearbeitet". Unfassbar !
    Mittlerweile weiß ich natürlich, dass dort schlichtweg seine Affaire aufgeflogen wäre.

    Ich kann nicht einfach den Schlüssel unseres gemeinsamen Hauses austauschen. Es gehört zur Hälfte ihm und ich möchte so auch nicht agieren. Wir hatten viele wertvolle Jahre und ich glaube noch immer daran, dass es die Beziehung im Grunde wert ist, zu kämpfen.
    Ich möchte mir selbst wirklich klar werden, ob ich den Schlussstrich ziehen möchte.
    Naja. Nach unserem Streit ist er weggefahren und ich dachte nur "Dann fahr halt zu der Alten". Mir ging es dabei deutlich besser als vorher. Soll er doch gehen !

    Aber eben kam eine SMS: "Ich bin nicht bei ihr. Ich esse beim Griechen und denke nach."
    Na Hoffentlich.
    "Ich bin nicht sadistisch". "Aber Du guckst seit Monaten ungerührt zu wie deine Partnerin leidet?"
    Geändert von JUUJUU (06.06.2017 um 23:36 Uhr)

  6. #6
    Avatar von Beachnoodle
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    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Juujuu, es klingt schlimm, was Du da durchmachst.


    Nun ja er ist kein Sadist. Er ist ein ertappter Fremdgönger. Mid-Life-Crisis?
    Der Klassiker ist, dir die Schuld am Zustand der Ehe zu geben. Du hast nicht mitgearbeitet, du schnarchst.
    Vorher war es was Anderes was du nicht gemacht hast, er konnte nicht anders, er musste fremdgehen....

    War die Paartherapie von dir initiiert? Was war dafür der Anlass? Wie war seine Mitarbeit?

    Ist scheinbar noch nicht sicher ob er mit der Neuen weitermachen kann.
    Er will unbedingt Abstand. Baut sich ein Schlafzimmer. Dann wieder Sex mit dir.
    Er eiert also herum.
    Kann auch sein, dass er wegen Kindern, kranker Vater etc. jetzt mal noch da ist.
    Oder mit der Neuen geht es nicht so schnell voran.
    Daher wenigstens die getrennten Schlafzimmer.

    Ja gut, Du hast ihm jetzt 4 Wochen Zeit gegeben. Ob Du dich dran höltst musst Du wissen.
    Du willst deinen Lebensplan abgleichen. Ja ok. Was möchtest Du denn?

    Gehört euch das Haus gemeinsam?
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer
    Geändert von Beachnoodle (07.06.2017 um 00:14 Uhr)

  7. #7
    Avatar von Beachnoodle
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    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Juujuu, uups mein Post hat sich mit deinem gekreuzt. Danke für die Antworten
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

  8. #8
    Avatar von Beachnoodle
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    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Juujuu, wie alt ist dein Mann denn?
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

  9. #9
    Avatar von Beachnoodle
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    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Ja, richtig, dass oft empfohlene Rausschmeissen und Schlösserwechsel, geht nicht. Er kann den Zutritt einklagen. Es ist auch sein Haus.

    Wut ist kein guter Ratgeber. Auch wenn ich es verstehe. Dein Ausraster ist da ok.
    Meine Güte, da wird einem grade mal der Boden weggezogen. Da kann man schon mal explodieren.
    Nur die Beschimpfungen/Schimpfnamen für diese Frau, lass es, dass bringt nichts.
    Ich verstehe es. Beherrsch dich. Er ist das Problem, nicht Sie.

    Wie alt sind die Kinder? Und Du?
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer
    Geändert von Beachnoodle (07.06.2017 um 00:13 Uhr)

  10. #10
    JUUJUU
    gelöscht

    AW: Betrogen und Belogen, Gebeichtet und er hält sich noch die Türe offen

    Ich muss gleich weg, deshalb nur kurz und knapp:

    Ich werde 47. Ich war lange Zeit für die Kinder da und habe von Zuhause selbständig gearbeitet, um dies zu ermöglichen. Meinen beruflichen Werdegang habe ich lange der Tatsache unterstellt, dass er in seinem Beruf von Anfang an mehr verdient hat. (ich war Studentin, als unser Sohn kam).
    Seit die Kinder größer sind, habe ich meine berufliche Tätigkeit ausgeweitet und es wächst stetig. Trotzdem bin ich nachmittags noch immer zuhause tätig, weil unsere Tochter keine Ganztagsschule besucht.
    Das war unser Konzept. Unser gemeinsames bisher.
    Ich bin tageweise im Einsatz, arbeite nachmittags Zuhause unter unserem Dach und auch am Wochenende oft, da ich mit Kindern arbeite.
    Er er wurde vergangenes Jahr 50, war zu Beginn unserer Beziehung 4 Tage in der Woche tätig, damit ich einen Tag arbeiten konnte, hat dies aber irgendwann unterbrochen.
    Inzwischen ist er ausgelaugt von der Ernährerrolle, weshalb es ihm seit einigen Jahren schlecht geht. Weil er mit diesem Konflikt nicht umgehen konnte und seine latente Aggression in die Familie getragen hat, waren wir bei der Paartherapie.
    Er hasst seine Arbeit. Allerdings ändert er auch nichts.
    Seither versuche ich beruflich mehr zu erreichen und ich habe meine Mutter um einen Teil des Erbes gebeten (als es ihm richtig schlecht ging) um den Kredit zu entlasten. Das habe ich getan, damit er seine Arbeitszeit verkürzen kann. Er hat dies aber letztlich nicht getan.
    Statt dessen sucht er Ersatzbefriedigung in Dingen, die nicht zu ihm passen. Er probiert rum.
    Das wäre auch ok. Aber diesmal ist er zu weit gegangen.

    Das Problem ist für mich nicht die Frau. Ich wäre sogar offen gewesen für eine offene Beziehung.
    Das Problem ist Lügen und dieses Geheimhaltungsding und natürlich der Umstand, dass ich für alles die Schuld in die Schuhe geschoben bekomme.
    Und ich weiß sehr genau, dass es für ihn nur "entweder - oder" gibt.
    Ich wäre dann seine Haumagd und die Liebe bekäme die andere - je nach Lust und Laune.

    Ja, ich weiß, ich muss mich zusammenreißen. Aber gestern musste es einfach raus. Wie er da saß - in Opferhaltung und keinen klaren verständlichen Satz rausgebracht hat. Ich hätte am liebsten das Zimmer zerschlagen.
    So ich muss los. Danke Euch.

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