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  1. #2321

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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Liebe WeisseKatz!

    Es fühlt sich gerade an wie in einer anderen Situation vor ca 20 Jahren:

    Ich stehe, mit einem dicken Seil an den Füßen, in 50 m Höhe auf einer kleinen Platform.
    Es ist ganz still hier oben, obwohl unter mir ein Jahrmarkt tobt.
    Ganz leise spüre ich den Wind, der mich sanft zu schieben scheint. Ich verharre kurz, denn ich weiß, wenn ich erstmal falle, gibt es kein Zurück mehr. Ich genieße dieses (dachte damals -einmalige) Gefühl- und springe!

    Damals hatte es sich gelohnt.
    Ich vertraue, daß auch in dieser Analogie des Loslassens alles gut geht.

    Dir wünsche ich , daß du schön den Durchblick behältst und daß du dich angemessen abgrenzen kannst.
    Wie oft seht ihr euch?

    Lg🌻

  2. #2322
    Avatar von WeisseKatz
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Wie oft wir uns sehen?

    Nun, das mit dem Abgrenzen klappt ganz gut. Er kam immer intensiver in mein Leben, wollte sogar mit in meinen Yoga Kurs!!!

    Da er unter diesen Bedingungen die Anwesenheit der anderen Frau spürbar in mein Leben getragen hat, habe ich interveniert.

    Jetzt wird es weniger. Wobei er für much intensive "Blöcke" einschiebt, die ich leider sehr genieße.

    Mir gelingt es mittlerweile, mich in der Zwischenzeit emotional zu distanzieren.

    Das tut mir gut und bringt mich zurück in mein altes Leben, das ohne ihn ja ganz ok war.

    Wahrscheinlich wird das der Weg zum Ende sein. Er ist extrem bedürftig und betreuungsintensiv. Ihm wird bald etwas fehlen und er wird sich ungeliebt fühlen.

    Dann muss wohl die Nächste her. So kennen wir das ja.

    Aber ich bin gewappnet. Ärgere mich nur über mich, dass ich nicht klar bin. Mache mir wieder das Leben schwer. Für den Falschen.

    Seufz...

    WeisseKatz
    Choisir, c'est renoncer à tout le reste

  3. #2323
    Avatar von WeisseKatz
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Erledigt. Und bei Weitem nicht so schwer und langwierig wie beim 1. Mal.

    Erleichtert und befreit!!!
    Choisir, c'est renoncer à tout le reste

  4. #2324

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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von WeisseKatz Beitrag anzeigen
    Erledigt. Und bei Weitem nicht so schwer und langwierig wie beim 1. Mal.

    Erleichtert und befreit!!!
    Gratuliere!

    Ich hab nächste Woche ein Beratungsgespräch bei einer Familienrechtlerin.😏
    Liebste Grüße Orchidee

    Die schönsten Jahre einer Ehe sind ja die, wo Du das Brotmesser noch mit dem Griff zuerst anreichst.

  5. #2325
    binmalwiederda
    gelöscht

    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von WeisseKatz Beitrag anzeigen

    Jezt ist es aber schon anders, denn von Anfang an war mein Alarmsystem an und ich habe mich erst gar nicht so tief verfangen, gefühlsmäßig.

    D.h. er erkennt sie und spricht darüber. Zumindest meistens im 2. Anlauf. Er ist also bereit, die Maske abzunehmen.

    Aktuell leide ich weniger an seinen Lügen und Manipulationen. Das hat er sehr schnell aufgegeben, weil ich dafür eben zu "wissend" war und er es ja eben auch nicht mehr kann. Ich leide jetzt an der Wahrheit.


    Ich frage mich, was mich da wieder angetriggert hat und warum mich kein "normaler" Mann antriggert. Also bei mir sitzt diesbezüglich immer noch irgendwo eine Schraube locker.
    Liebe WeisseKatz,

    wie war die Familie um Dich in Deiner Kinderheit zu Dir?

    Ich glaube nicht, dass es hilfreich ist für die eigene Beziehung, wenn man darin die Rolle der Psychologin einnimmt. Die wenigsten verdauen so viel Entblößung und lieben einen dafür.

    Hast Du z.B. als Kind auch schon geblickt, was so rundherum um Dich getan wurde? Wie wurde auf Dich Einfluss genommen und geschah dies zu Deinem Guten oder eher weniger? Wie waren die einzelnen Familienmitglieder zu Dir? Was war Deine Meinung zu dieser Familie, hast Du Dich dort überhaupt wohlgefühlt? Wie wolltest Du auf die anderen Einfluss nehmen, was war Dir dabei besonders wichtig? Wem wolltest Du helfen? Mit solchen und ähnlichen Fragen kannst Du Deine in Deinem Hirn angelegte Art Beziehungen zu führen für Dich ans Licht bringen und dann hoffentlich in der Vergangenheit einordnen.

    Ich denke, dass Du im Grunde wie jeder Mensch, ein förderliches, liebevolles und unterstützendes Umfeld benötigst, so dass Entwicklung und Lebensfreude Dir möglich ist. Dass er noch eine andere hat, kann tief verletzen. Ich würde das so nicht tolerieren und ihm da weder als Geliebte noch als Psychologin zur Verfügung stehen, dafür ist er mir zu sehr ein Täter, der Schaden anrichtet in meinem Leben, Unterstützung sieht anders aus.

    Wichtig ist aber auch, den alten Erfahrungen einen neuen guten Rahmen zu geben. Denn weitere Selbstabwertungen tun eben nicht gut. Z.B., wenn Du viel durchgehalten hast, dann ist das im Grunde eine sehr positive Eigenschaft, die Du Dir auch selbst zu nutze machen kannst. Du hast dann aber ordentlich Ausdauer, die Du auch für positive eigene Ziele nutzen kannst, wo Du diese bisher für andere hattest. Wenn Du gern andere Menschen berätst, ja, vielleicht kannst Du beruflich etwas in dieser Richtung machen oder eben sonst Dich in die Gesellschaft positiv einbringen, da wo es gewünscht ist. Du kannst eine weise Frau werden. Ist doch eine schönes Bild für das Alter. Das ist eine Ressource und auch Du darfst Dich endlich selbst gut beraten. Du zu allererst. Intelligent für gute Problemlösungen scheinst Du zu sein. Nutze das für Dich jetzt.

    Auch wenn Dich jetzt Dein Verhalten stört, bitte sieh Dich nie so abwertend an, dass Du eine Schraube locker hast. Das möchte ich hier nie wieder lesen. Das ist so destruktiv und abwertend und führt definitiv nicht zur Auflösung der Muster. Du musst rückwärts gehen in Deinem Leben, wohl möglich bis zur Schwangerschaft und Dich fragen, wann Dein Gehirn diese Art von Umgang gelernt hat mit einer schwierigen Situation? Wo genau dieses Verhalten absolut richtig war und Dir geholfen hat diese Situation zu überstehen?
    Auch Verharren in einer Beziehung kann eine Reaktion sein, genau wie Flucht. Es ist eben Erstarrung und diese kann einem passieren, wenn die Kraft fehlt und die Situation zu lange schlecht bis hin zu bedrohlich war. Dann ist auch Runterfahren, Kraft tanken, für sich selbst sorgen angesagt. Ja, das kann bedeuten, dass Du Deinen Krafträuber aber schnellstens aus Deinem Leben verbannen solltest und Dich Dir widmen, bis auch ein Marathonlauf für Dich selbst wieder möglich ist.

    Überlege Dir also wirklich gut, wen Du retten und wem Du helfen musst. Dir oder ihm? Mir wäre die Antwort klar.
    Geändert von binmalwiederda (31.03.2017 um 06:40 Uhr)

  6. #2326
    Avatar von WeisseKatz
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Was für ein toller, ausführlicher Beitrag, den ich mir noch sehr oft durchlesen werde!

    Ganz herzlichen Dank!

    Ich weiß ja um so Vieles schon und merke an meiner aktuellen Verfassung und dem Umgang mit der jetzigen Situation, dass ich schon ein sehr großes Stück weiter gekommen bin.

    Der erste Auslöser kam im Dialog hier. Und auch jetzt ist dieser wieder sehr hilfreich.

    Es stimmt, ich berate andere gern und werde auch gern zu Rate gezogen.

    Habe auch schon darüber nachgedacht, mich beruflich in diese Richtung weiter zu entwickeln. Allerdings weiß ich nicht, wo ich anfangen soll.

    Und ich sage auch nicht mehr, dass ich eine Schraube locker habe. Versprochen! :-)
    Choisir, c'est renoncer à tout le reste

  7. #2327
    binmalwiederda
    gelöscht

    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von WeisseKatz Beitrag anzeigen
    Was für ein toller, ausführlicher Beitrag, den ich mir noch sehr oft durchlesen werde!

    Ganz herzlichen Dank!

    Gerne, weißt Du musst Dir das einfach sinnbildlich mal so vorstellen, dass unser Gehirn auf Energiesparen eingestellt ist. Gewohnheiten laufen in ihm auf Autopilot und Veränderung ist erst mal Anstrengung bis sie eine eingespielte Vernetzung im Gehirn hat und die alte überlagert.

    Achtsamkeit kann helfen, aber auch mal Runterfahren, schon mal viel mehr Abstand in diese komische Beziehung einbauen und wenn er dann zur anderen geht, dann kannst Du es doch im Prinzip gleich vergessen. Denkst Du denn wirklich, dass es für Dich keinen ungebundenen Mann ohne weiteren Anhang und mit guter Beziehungsfähigkeit gibt? Ich glaube das ja nicht.

  8. #2328
    Avatar von WeisseKatz
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von binmalwiederda Beitrag anzeigen
    Gerne, weißt Du musst Dir das einfach sinnbildlich mal so vorstellen, dass unser Gehirn auf Energiesparen eingestellt ist. Gewohnheiten laufen in ihm auf Autopilot und Veränderung ist erst mal Anstrengung bis sie eine eingespielte Vernetzung im Gehirn hat und die alte überlagert.

    Achtsamkeit kann helfen, aber auch mal Runterfahren, schon mal viel mehr Abstand in diese komische Beziehung einbauen und wenn er dann zur anderen geht, dann kannst Du es doch im Prinzip gleich vergessen. Denkst Du denn wirklich, dass es für Dich keinen ungebundenen Mann ohne weiteren Anhang und mit guter Beziehungsfähigkeit gibt? Ich glaube das ja nicht.
    Guten Morgen,

    ich habe mir nochmals "das Chinesische Zimmer" durchgelesen. Für mich persönlich ist es ein Schlüsselbeitrag hier. In meinen Worten heißt das: "Wenn es zu schön ist um wahr zu sein, ist es nicht wahr".

    Wenn ich mich von außen in meiner aktuellen Geschichte betrachte, dann sehe ich auch wieder meine Bedürftigkeit: Wärme, Zärtlichkeit, Aufmerksamkeit und unterstützende männliche Energie haben mir gefehlt. Und zwar sehr.

    Ich hatte zwar ein befriedigendes Leben und war nicht einsam. Aber diese Dinge, bekommt man ja eben nur in einer Liebesbeziehung zu einem Mann.

    Wärme und Zärtlichkeit waren Dinge, die er mir aus ganzem Herzen geben konnte. Da habe ich gemerkt, dass er ganz authentisch war und noch viel bedürftiger als ich. Das hat mich vor allem für ihn eingenommen.

    Wir haben auch vieles andere geteilt, einfach, weil wir es beide mochten. Aber ich habe zwischen den Zeilen immer wieder das "Chinesische Zimmer" gespürt. D.h. dass er mit bewusst erlerntem Verhalten versucht hat, mich für sich zu gewinnen. Ich habe ihn zwar gewähren lassen, bin aber nicht darauf eingegangen.

    Das wiederum hat ihn misstrauisch gemacht. Er hat Euphorie von meiner Seite vermisst. Und mit meinen ganz natürlichen Abgrenzungen konnte er nicht umgehen. Auch hier hat er gelernt, dass man es, als erwachesener, reifer Mensch einfach hinnehmen muss, wenn die Frau z.B. von einer mehrtägigen Geschäftsreise aus USA kommt und Jetlag hat, dann erstmal eine Nacht zuhause schlafen möchte.

    Wenn es nach ihm gegangen wäre, wäre ich aber sofort zu ihm gefahren. Bzw. er selber hätte es so getan. Einfach weil er sich nicht auf sein Zuhause gefreut hätte und die Leere dort gefürchtet hätte.

    Er fühlte sich also nicht ausreichend geliebt.

    Grundsätzlich brauchte er einerseits unglaublich viel Nähe. Andererseits hat er sich auch darin verloren und musste danach sofort mit Gewalt Abstand dazwischen bringen. In meinem Fall mit der anderen Frau. In Zeiten, in denen er versucht hat Ausschließlichkeit mit einer Frau zu leben, hat er dann gestritten oder er war nicht mehr in der Lage Sex zu haben.

    Wenn wir nicht verabredet waren und er plötzlich spontan Lust bekam mich zu sehen, musste ich manchmal absagen, weil ich anderweitig verabredet war. Wir hatten ausdrücklich darüber gesprochen, dass jeder auch sein eigenes Leben hat. In diesen Fällen, hat er dann oft einfach "die andere" herbei geordert.

    Seine Einstellung zu seinem Verhalten ist, dass er in seinem Leben keine Kompromisse mehr machen möchte. Was für ihn heisst, wenn er jemanden liebt, ihn sehr mag oder ihm sonstwie nahe steht, hieße das nicht, sich einschränken zu müssen. Für ihn bedeutet Einschränkung bereits eine augenblickliche Sehnsucht nach menschlicher Nähe nicht sofort befriedigen zu können.

    Was wiederum zeigt, dass es im Grunde auch beliebig für ihn ist.

    Er sieht nicht das komplexe Individuum sondern nur einzelne Facetten. An mir hat er z.B. meine Warmherzigkeit und Offenheit gemocht. Ich war sein "Heim". Die andere Frau ist wohl kühler, beherrschter, logischer in ihrer Denkweise. Das zieht ihn dort an.

    Oft habe ich Sätze aus seinem Mund gehört, die nicht von ihm stammten. Das war dann der "Hut", den er sich von ihr aufgesetzt hat, vermute ich. Im Gegenzug, wird er bei ihr wahrscheinlich manches kundgetan haben, was ich gesagt habe.

    Er selbst, weiß in ganz vielen Dingen offensichtlich nicht, wer er ist oder aber ihm fehlt das Selbstvertrauen, einfach so zu sein, wie er ist. Er hat mehrfach zu mir gesagt, dass er nicht weiß, was er sucht.

    Ich kannte das von meiner vormaligen Beziehung. Im Kern und in der Körperlichkeit konnte man Teile der "echten" Persönlichkeit erkennen, die liebenswert waren. Bei anderen Dingen war vieles erlernt, der "gute" Mensch zur Schau gestellt. Und in manchen Momenten der Offenheit wurde klar, dass sie eigentlich lieber nach ihren ganz eigenen moralischen Gesetzen leben wollten. Und irgendwie glauben sie auch, sie hätten ein Recht darauf, weil für sie Menschen und vor allem Frauen im Kern ohnehin schlecht sind und man ihnen nicht vertrauen kann.

    Zurück zum Chinesischen Zimmer. Vieles, was die Zeit mit ihm so besonders und schön gemacht hat, waren also Dinge, die nicht echt waren.

    Das verwirrt mich, weil es mir gefallen hat.

    Ich wünsche mir Vieles, was er mir aufrichtig gegeben hat, in einer Beziehung und glaube nun, dass ich es nur in Verbindung mit so einem Mann haben kann. Da ich den ganzen Rest, den ich mit so einem Mann auch habe (Lügen, Betrügen, Rücksichtslosigkeit, Unaufrichtigkeit, emotionale Unreife) auch bekomme, denke ich momentan, für mich gibt es keinen Mann, mit dem ich eine glückliche, erfüllte Beziehung führen kann.

    Entweder das Eine oder das Andere.

    So viel zu deinem letzen Satz, liebe binmalwiederda. "Denkst Du denn wirklich, dass es für Dich keinen ungebundenen Mann ohne weiteren Anhang und mit guter Beziehungsfähigkeit gibt?"

    Ich habe in meiner nun 3 jährigen Singlezeit 3 Männer kennengelernt, die ungebunden, ohne großartige Altlasten und mit guter Beziehunsfähigkeit daher kamen und aufrichtig mit mir zusammen sein wollten. Ich habe mich offen und ruhig auf sie eingelassen und den Dingen Zeit gegeben, sich zu entwickeln. Aber ich habe mich weder verliebt, noch haben sie mich sonst irgendwie begeistert. Und ohne Gefühl ist für mich keine erfüllende Sexualität möglich.
    Allerdings sind alle 3 auch mit großer Bedürftigkeit zu mir gekommen. Es ging auch hier in allererster Linie darum, nicht allein zu sein. So richtig gemeint fühlte ich mich nicht.

    Ich erinnere mich an eine Stelle in "Wenn Frauen zu sehr lieben". Da heisst es, relativ zum Ende, wenn man in einer ansonsten guten Beziehung, keine Lust auf Sex hat, ist das im Grunde ein Zeichen der eigenen Heilung. Man ist am richtigen Ort und muss dann anfangen, seine Sexualität mit dem Mann zu entwickeln, der einem gut tut.

    Wenn ich in diesem Zusammenhang an die drei "normalen" Männer denke, fühle ich aber eine sehr große Hemmung. Sie haben mich sexuell so gar nicht angezogen.

    Und auch bei meinem Exmann war das in langen Phasen so. Wir haben eine sehr gute, harmonische Beziehung geführt aber Sex war für mich sehr schwierig mit ihm.

    Ich bin traurig über mich selbst, dass das immer noch so tief sitzt. Mein Therapeut begleitet mich ja schon eine ganze Weile in diesen Dingen und ist auch sehr gut im Thema was destruktive Beziehungen, Nähe-Distanz-Problematuk und Persönlichkeitsstörungen angeht. Aber in diesem Punkt sind wir offensichtlich noch nicht zum Abschluß gekommen.

    D.h. ich habe in meiner Sexualität in dieser Geschichte schon einen Unterschied gemerkt. Das lag aber wohl nur daran, dass dieser Mann nicht ganz so "schlimm" war, wie der davor. Ist ja auch schon ein Fortschritt.

    Ich bin Ende 40. Und mein Freundes- und Bekanntenkreis erlaubt sich manchmal ganz vorsichtig zu sagen, dass es wohl insgesamt eher an den Männern liegt, dass in unserer Alterklasse keine guten Beziehungen mehr zustande kommen. Ich glaube sogar, dass die meisten Männer in ihrer Entwicklung einfach stehen bleiben. D.h. auch wenn sie 10 Jahre älter sind als ich, werden sie noch unreif sein.

    Ich habe schon manche Frau getroffen, die mit Anfang 50 gesagt hat, dass für sie das Thema Beziehung abgeschlossen ist.

    Das alles macht mich traurig. Ich möchte mich noch nicht damit abfinden.

    Lieber Gruß,
    WeisseKatz
    Choisir, c'est renoncer à tout le reste
    Geändert von WeisseKatz (03.04.2017 um 08:17 Uhr)

  9. #2329
    Avatar von WeisseKatz
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    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von binmalwiederda Beitrag anzeigen
    Gerne, weißt Du musst Dir das einfach sinnbildlich mal so vorstellen, dass unser Gehirn auf Energiesparen eingestellt ist. Gewohnheiten laufen in ihm auf Autopilot und Veränderung ist erst mal Anstrengung bis sie eine eingespielte Vernetzung im Gehirn hat und die alte überlagert.
    Und noch etwas ist mir aufgefallen. Ich tue mich sehr schwer loszulassen, auch wenn es mir nicht gut tut.

    Immerhin bin ich jetzt in der Lage, den Kontakt komplett und konsequent abzubrechen. Was mich große Anstrengung kostet.

    Ich hatte ja schon 2 Versuche, mit ihm Schluß zu machen. Bin dann aber ans Telefon gegangen, wenn er mich angerufen hat und war sofort wieder in seinem Bann. Schlimmer noch, ich habe den Hörer aufgelegt und fühlte mich total gut. Kontakt zu ihm hat mir eine richtige Energiespritze gegeben.

    Weil ich das weiß, bin ich jetzt nicht mehr ans Telefon gegangen. Ich merke, dass ich mich so besser lösen kann. Aber mich zieht ein unwiderstehlicher Drang z.B. zu Facebook und seinen Aktivitäten dort und ich lese mir immer wieder unsere letzten Emails durch. D.h. ich halte immer noch die Verbindung, energetisch.

    Momentan habe ich nicht die Kraft, das zu lassen, obwohl ich weiß, dass es besser wäre.

    Und ich weiß, würde er plötzlich und unerwartet hier bei mir auftauchen...ich würde schwach werden. Und es schon einige Wochen später wieder bereuen.
    Choisir, c'est renoncer à tout le reste

  10. #2330
    binmalwiederda
    gelöscht

    AW: Mr. Mc Münchhausen - Teil II

    Zitat Zitat von WeisseKatz Beitrag anzeigen

    Momentan habe ich nicht die Kraft, das zu lassen, obwohl ich weiß, dass es besser wäre.

    Und ich weiß, würde er plötzlich und unerwartet hier bei mir auftauchen...ich würde schwach werden. Und es schon einige Wochen später wieder bereuen.
    Hm, wie wäre es, wenn Du einfach mal andere Männer datest? Ich meine, er hat ja auch eine Andere? Klar, aus Rache sollte frau das nicht tun, besser wäre eine passende Haltung dahinter. Du hast ja auch ein Recht auf Glück und nicht nur diese Vasallentreue unter allen Umständen. Bin momentan leider etwas in Eile, aber mache mir noch Gedanken dazu. Ich glaube wichtig ist in jedem Fall, dass Du ganz viel tust, was Dir Freude bereitet und sehr auf Dich achtest, was Dir gut tut.

    Das chinesische Zimmer kenne ich leider nicht.

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