Wo fange ich an? Vielleicht beginne ich mit dem Status quo, denn dieser lässt sich leicht in einem Satz zusammen fassen:
Seit vier Monaten stecke ich in einer Affäre und kann nicht mehr, es zermürbt mich zu sehr!
Als wir uns trafen war das Liebe auf den ersten Blick, auch wenn ich mir meine Gefühle erst viel später eingestehen konnte. Es passierte beim Einkaufen und wir waren beide so perplex und durcheinander, dass an die Erledigung der Einkäufe eigentlich nicht mehr zu denken war. Er ging mir nicht mehr aus dem Kopf und so trafen wir uns immer öfter „zufällig“ beim Einkaufen im Supermarkt. Irgendwann kamen wir ins Gespräch, sehnsuchtsvolle SMS wurden ausgetauscht, das erste Date folgte.
Alles soweit so schön, einziges Problem: beide steckten wir in einer Beziehung. Der Imperfekt bezieht sich auf mich, denn ich habe mich mittlerweile von meinem Partner getrennt, obwohl einer kleiner Sohn involviert ist. Ich war sehr unglücklich in dieser Beziehung. Da mein Geliebter alleine lebt (er ist geschieden, hat aber wie gesagt eine Partnerin) trafen wir uns oft bei ihm und es waren wunderschöne gemeinsame Stunden.
Irgendwann sagte er mir, dass er sich in mich verliebt hat und er sagte es auf eine Weise, die keinen Zweifel daran ließ, dass es die Wahrheit war. Und auch ich verliebte mich in ihn. Wir sprachen auch über unsere jeweiligen Partner und während ich ihm sagte, wie unglücklich ich war, sagte er mir, dass er eigentlich in seiner Partnerschaft zufrieden wäre.
Er sagte aber auch, dass sich die Gefühle zu seiner Partnerin extrem abgekühlt hätten, seitdem wir uns kennen gelernt hätten und er selbst nicht mehr genau wisse, was er wolle.
Wir beide schienen also mit der Situation überfordert und überrumpelt zu sein. Ich selbst habe mich mit Händen und Füßen versucht dagegen zu wehren, habe es beendet, aber länger als eine Woche haben wir es nie ausgehalten. Wir ziehen uns gegenseitig an wie zwei Magnete, es ist einfach stärker als wir. Er selbst hat von Schicksal gesprochen. Und es könnte alles so schön sein, wenn..............
ja wenn er sich mal entscheiden würde. Denn während ich bei meinem Ex-Partner ausgezogen bin und mittlerweile mit meinem Sohn alleine lebe, - auch, weil ich die Lügen und das doppelte Spiel nicht weiter spielen konnte - ist bei ihm alles beim Alten. Im Moment schafft er das nicht, sagt er. Sein Gewissen quält ihn, er will ihr nicht weh tun. Hinzu kommt seine Angst. Die Angst vor Veränderung, die Angst vor dem Neuen. Er sagt, ich erinnere ihn an seine erste große Liebe, er hat den Verlust irgendwie nie überwunden, vielleicht ist auch die Angst vor neuen Wunden?
All diese Fragen machen mich mürbe. Er redet auch nicht gerne darüber – ich mittlerweile auch nicht mehr. Irgendwie habe ich abgeschlossen, die Hoffnung aufgegeben, vielleicht will er diese Liebe gar nicht in die Realität umsetzen. Dann denke ich wieder, gib ihm noch Zeit. Ich habe jetzt einen anderen Mann kennen gelernt, auf den ich mich aber auch nicht einlassen kann, weil die Gefühle für ihn so stark sind.
Aus den unterschiedlichen Foren weiß ich mittlerweile, dass Männer sich offenbar allgemein schwerer damit tun, sich zu trennen. Ist es Feigheit, Bequemlichkeit oder bevorzugt er das warme Nest, das ich ihm nicht geben kann, weil die Leidenschaft zu groß ist?
- Fakt ist, dass dies alles einfach nur weh tut...
Ich habe ihm gesagt, dass ich jemanden kennen gelernt habe und habe für mich beschlossen, mich vorerst nicht mehr bei ihm zu melden, um für Klarheit zu schaffen, was FÜR MICH gut ist. Vielleicht mögt ihr mir bei dieser Entscheidungsfindung helfen.
Mit Dank, Eure LonelyRiver











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