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  1. #31
    Avatar von elli07
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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von Denise71 Beitrag anzeigen
    ....Meine Jugendliebe ist nun das komplette Gegenteil, es paßt hervorragend und das Begehren nach ihm verbrennt mich regelrecht...
    Nur hilft das nichts, wenn diese "Liebe" nicht auf Gegenseitigkeit beruht.....

    Ich denke, deine Jugendliebe hat dir gezeigt, was du selbst von einer Beziehung erwartest. Darüber solltest du mit deinem Mann reden. Wenn das mit ihm nicht lebbar ist, wirst du dich trennen müssen. Dann kannst du dir einen Mann suchen, der deinen Vorstellungen entspricht.

    Gruß, Elli
    §1:
    Wer etwas zu wissen glaubt, oder etwas zu wissen sich anschickt, oder Dritten gegenüber mittelbar oder unmittelbar erworbenes Wissen als sein eigen geltend macht, weiß nicht genug.
    (H.K)

    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  2. #32

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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von Polysonne Beitrag anzeigen
    Sorry, Auf und Ab habe ich wohl woanders gelesen.

    Dein großes Problem ist also nicht der Andere, sondern die schwindenen Gefühle zu deinem Mann. Bist du sicher, dass es nur der Andere daran schuld ist? Oder hat er etwas in dir geweckt (wie z.B. Sex), worauf du nicht mehr verzichten kannst? Dann wird es schwierig sein, wenn du dann wieder nur mit deinem Mann schlafen sollst.
    Von "schuld" würde ich hier nicht sprechen. Der Andere ist in der Beziehung ein komplett anderer Charakter als mein Mann, was mir so gar nicht bewußt war. Ich kannte den Anderen vorher so viele Jahre als Freund (da ist er auch anders als mein Mann, aber Menschen sind ja nun einmal anders), war ihm aber emotional nie wirklich nahe (das hat er wahrscheinlich anders gesehen, aber für mich war er immer irgendwie unnahbar) und hatte beide Männer eher ähnlich eingeschätzt. Diese kurze Zeit der Affäre hat mir einen Einblick gegeben wie der Andere in einer Beziehung ist - und mir hat diese Art des Umgangs miteinander extrem gefallen und natürlich fällt es mir jetzt schwer, auf diese Art des Umgangs wieder verzichten zu müssen. Natürlich ist mir dabei auch aufgegangen, was mir bei meinem Mann nicht (mehr) gefällt, was sich über die Jahre eingeschlichen hat und mir einfach gar nicht mehr aufgefallen ist und mich dementsprechend auch nicht gestört hat. Nun stört es mich, aber ich kann meinen Mann charakterlich auch nicht umkrempeln. Will ich auch gar nicht, er ist eben anders, punkt.

    Zitat Zitat von Polysonne Beitrag anzeigen
    Versuche mal zu analysieren, woran es liegt, dass deine Gefühle weniger werden. Liegt es daran, dass der Fokus in der Zeit, wo ihr euch nicht seht (wie ich verstehe, seht ihr euch nur ab und zu alle paar Wochen), nur auf dem Anderen liegt? Und du dich deinem Mann gar nicht zuwenden kannst?
    Oder liegt es daran, dass du deinen Mann jetzt mit anderen Augen siehst: im Vergleich zum Anderen? Daran wird sich nach Kontaktsperre ja auch nichts ändern.
    Da spielt beides eine Rolle. Leider denke ich fast immerzu an den Anderen und natürlich springen mir die Dinge, die mich an meinem Mann stören jetzt förmlich an. Es gab auch vorher schon Züge an meinem Mann, die mir nicht gefallen haben und ich bin wütend auf ihn, weil er erst jetzt bereit ist, daran zu arbeiten, weil er merkt, dass ihm die Fälle wegschwimmen. "Einfach nur" weil ich das wollte, war er nicht bereit, sich Mühe zu geben - nur jetzt kommt es nicht mehr bei mir an...

    Als ich merkte, dass das mit meinem Jugenfreund mehr werden könnte - d.h. als auch er bereit war, mehr daraus werden zu lassen - gab es eine Szene mit meinem Mann, in der ich so glücklich mit ihm war, dass ich ihm beinahe gesagt hätte, dass ich dabei bin, mich auf eine Dummheit einzulassen. Ich habe es nicht gesagt. Als es konkreter wurde mit meiner Jugendliebe, bin ich zu meinem Mann gegangen und habe versucht, mit ihm darüber zu reden, was ich mir wünsche, was mich stört, was ich gern ändern würde. Die Antwort: Nach 16 Jahren gibt sich niemand mehr Mühe. AHA.

    Nun gibt er sich Mühe, aber mit mir hat das wohl eher weniger zu tun - ich allein war ihm die Mühe ja nicht wert, so fühlt es sich jedenfalls an.

    Was passiert, wenn ich das mit meiner Jugendliebe endlich überwinden kann und wir (mein Mann und ich) irgendwann wieder an einem Punkt sind, wo ich unzufrieden bin? Wird er mich dann wieder abbügeln mit: Nach 20 Jahren gibt man sich keine Mühe mehr? Und was dann? Soll ich dann die nächsten 30 Jahre unglücklich in meiner Beziehung sein - und daran denken, was vielleicht mit dem Anderen hätte sein können (in der Vorstellung natürlich idealisiert, keine Frage)? Oder soll ich mich dann trennen und sagen, nun ist es aber genug? Dann ist es auch schon jetzt genug, denn sein Bemühen startete wie gesagt erst, als ich dem Anderen schon vollends verfallen war - solange ich vorher zu ihm gegangen bin, kam da nichts.

    Zitat Zitat von Polysonne Beitrag anzeigen
    Da du den Anderen so selten siehst, hättest du durchaus die Zeit an deiner Ehe zu arbeiten. Wenn du denn wüsstest, was genau du "bearbeiten" willst...
    Ja, natürlich hätte ich Zeit an meiner Ehe zu arbeiten, ich habe auch schon an eine Paartherapie gedacht, aber ich müßte dafür mit Sicherheit (sonst hätte das ja keinen Sinn), meine Jugendliebe aufgeben und das versuche ich schon so lange ohne Erfolg, warum sollte das nun plötzlich klappen?

  3. #33

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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Nur hilft das nichts, wenn diese "Liebe" nicht auf Gegenseitigkeit beruht.....

    Ich denke, deine Jugendliebe hat dir gezeigt, was du selbst von einer Beziehung erwartest. Darüber solltest du mit deinem Mann reden. Wenn das mit ihm nicht lebbar ist, wirst du dich trennen müssen. Dann kannst du dir einen Mann suchen, der deinen Vorstellungen entspricht.

    Gruß, Elli
    Da hast Du wohl ein wahres Wort gesprochen - in beiden Absätzen.

    Aber eine Familie kann man nicht so einfach verlassen und ich bin auch nicht der Typ Mensch, der sich "einfach" verliebt. Wie gesagt, bei mir spielt es schon eine sehr große Rolle, dass dies ein Mensch aus meiner Vergangenheit ist, den ich schon geliebt habe, lange bevor an meine Familie irgendwie zu denken war. Etwas Ähnliches ist mir in den vergangenen Jahren nicht passiert.

    Es geht mir um diesen einen Menschen und wenn ich mit dem sowieso nicht zusammen sein kann - weil das möglicherweise / offensichtlich nicht auf Gegenseitigkeit beruht, warum soll ich dann mehrere andere Menschen unglücklich machen? Wahrscheinlich sollte ich sogar dankbar darüber sein, dass es nicht auf Gegenseitigkeit beruht, denn so muss ich mir "nur" Gedanken darüber machen wie ich über meine Jugendliebe wegkomme - ohne die zusätzliche Versuchung wie ein Leben MIT ihm aussehen könnte...

  4. #34
    Avatar von VanDyck
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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von Denise71 Beitrag anzeigen
    Ja, natürlich hätte ich Zeit an meiner Ehe zu arbeiten, ich habe auch schon an eine Paartherapie gedacht, aber ich müßte dafür mit Sicherheit (sonst hätte das ja keinen Sinn), meine Jugendliebe aufgeben und das versuche ich schon so lange ohne Erfolg, warum sollte das nun plötzlich klappen?
    Nochmal kurz zu dem Punkt:

    Nein, das stimmt nicht, dass du deine Jugendliebe aufgeben müsstest, wenn ihr eine Paartherapie macht.
    Kein vernünftiger Paartherapeut würde das von dir 'verlangen' (sofern er es überhaupt wüsste).
    Eher sogar im Gegenteil: man geht zumeist davon aus, dass die Dynamik/Konstellation, wie sie bei Beginn der Paartherapie vorherrscht, nicht verändert werden sollte während der Therapie.

    Eine Paartherapie geht nicht davon aus, "so nun machen wir euch mal wieder gesund und fit, damit ihr zusammen bleibt" ...
    Es kann auch so laufen, dass die ganze Sache eher zu einer 'Trennungsbegleittherapie' wird, so dass beide 'besser' aus der Beziehung rausgehen können, sozusagen ihren Frieden mit der Trennung machen.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
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  5. #35
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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von Denise71 Beitrag anzeigen
    Ja, natürlich hätte ich Zeit an meiner Ehe zu arbeiten, ich habe auch schon an eine Paartherapie gedacht, aber ich müßte dafür mit Sicherheit (sonst hätte das ja keinen Sinn), meine Jugendliebe aufgeben und das versuche ich schon so lange ohne Erfolg, warum sollte das nun plötzlich klappen?

    Ich meine, das siehst du ganz richtig. Warum sollte es plötzlich klappen ?

    Deine Gefühle sind ausserordentlich stark und da hilft auch das Geplauder in einer Therapiestunde überhaupt nicht weiter. Da werden bloss Wunden bei deinem Mann aufgerissen.

    Zu bedenken ist, dass du dich nach deiner Jugendliebe verzehrst, weil ihr euch nicht täglich sehen könnt. Was würde denn konkret passieren, wenn dies möglich wäre ?

    Da deine Jugendliebe anscheinend Langzeitbeziehungen nicht leben kann, wäre ihm deine intensive Nähe dann vermutlich bald zuviel des Guten.

    Insofern würde ich an deiner Stelle diese Leidenschaft weiterhin neben deiner Familie ausleben. Es ist DEIN Leben und du hast nicht die Verpflichtung, allen Menschen um dich herum auf die Nase zu binden, was da Besonderes bei dir abläuft.

  6. #36

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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Nochmal kurz zu dem Punkt:

    Nein, das stimmt nicht, dass du deine Jugendliebe aufgeben müsstest, wenn ihr eine Paartherapie macht.
    Kein vernünftiger Paartherapeut würde das von dir 'verlangen' (sofern er es überhaupt wüsste).
    Eher sogar im Gegenteil: man geht zumeist davon aus, dass die Dynamik/Konstellation, wie sie bei Beginn der Paartherapie vorherrscht, nicht verändert werden sollte während der Therapie.
    Danke für diesen Hinweis - das wußte ich gar nicht. Hast Du schon mal eine Paartherapie gemacht oder warum kennst Du Dich so gut aus?

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    Eine Paartherapie geht nicht davon aus, "so nun machen wir euch mal wieder gesund und fit, damit ihr zusammen bleibt" ...
    Es kann auch so laufen, dass die ganze Sache eher zu einer 'Trennungsbegleittherapie' wird, so dass beide 'besser' aus der Beziehung rausgehen können, sozusagen ihren Frieden mit der Trennung machen.

    VanDyck
    Da hast Du natürlich Recht, dass es auch darauf hinauslaufen könnte...

  7. #37

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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Ich meine, das siehst du ganz richtig. Warum sollte es plötzlich klappen ?

    Deine Gefühle sind ausserordentlich stark und da hilft auch das Geplauder in einer Therapiestunde überhaupt nicht weiter. Da werden bloss Wunden bei deinem Mann aufgerissen.

    Zu bedenken ist, dass du dich nach deiner Jugendliebe verzehrst, weil ihr euch nicht täglich sehen könnt. Was würde denn konkret passieren, wenn dies möglich wäre ?
    Es würde mir gut gehen. Ganz einfach. Das war damals schon so und heute hat es noch immer die gleiche Wirkung - auch ganz ohne Sex...

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Da deine Jugendliebe anscheinend Langzeitbeziehungen nicht leben kann, wäre ihm deine intensive Nähe dann vermutlich bald zuviel des Guten.
    Tja, wahrscheinlich. Obwohl er aufgrund seines extremen Zeitmangels immer Partnerinnen hatte, mit denen er zusammen gearbeitet und zusammen gewohnt hat und auch wir haben uns damals in der Schule fast täglich gesehen. Also unmöglich wäre das wohl nicht, aber da das alles nicht gehalten hat, scheint das zumindest kein dauerhaft möglicher Zustand zu sein... Täglich wäre sicher auch nicht "nötig", dafür habe ich auch zu viele eigene Verpflichtungen in meinem Leben, aber so 3 x pro Woche fände ich schon schön...

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Insofern würde ich an deiner Stelle diese Leidenschaft weiterhin neben deiner Familie ausleben. Es ist DEIN Leben und du hast nicht die Verpflichtung, allen Menschen um dich herum auf die Nase zu binden, was da Besonderes bei dir abläuft.
    Tja, das würde ich gern, aber ich kann immer weniger mit meinem Mann und der merkt das natürlich...

  8. #38
    Avatar von VanDyck
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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von Denise71 Beitrag anzeigen
    Danke für diesen Hinweis - das wußte ich gar nicht. Hast Du schon mal eine Paartherapie gemacht oder warum kennst Du Dich so gut aus?
    Sicher wird es auch TherapeutInnen geben, die dir mglw. sagen, dass es problematisch ist, weiterhin einen Geliebten zu haben während der Therapie.
    Mir ist das aber nicht bekannt. Desweiteren kenne ich drei Therapeutinnen als Bekannte - die sehen es jedenfall so wie ich.
    Und ja: vor vielen Jahren machte ich eine Paartherapie und es WURDE zur 'Trennungsbegleittherapie'; habe ich aber auch schon mal von einem anderen ehemaligen Paar gehört, bei denen war es genauso.

    VanDyck
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  9. #39
    Avatar von Polysonne
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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von Denise71 Beitrag anzeigen
    Natürlich ist mir dabei auch aufgegangen, was mir bei meinem Mann nicht (mehr) gefällt, was sich über die Jahre eingeschlichen hat und mir einfach gar nicht mehr aufgefallen ist und mich dementsprechend auch nicht gestört hat. Nun stört es mich, aber ich kann meinen Mann charakterlich auch nicht umkrempeln. Will ich auch gar nicht, er ist eben anders, punkt.



    Da spielt beides eine Rolle. Leider denke ich fast immerzu an den Anderen und natürlich springen mir die Dinge, die mich an meinem Mann stören jetzt förmlich an. Es gab auch vorher schon Züge an meinem Mann, die mir nicht gefallen haben und ich bin wütend auf ihn, weil er erst jetzt bereit ist, daran zu arbeiten, weil er merkt, dass ihm die Fälle wegschwimmen. "Einfach nur" weil ich das wollte, war er nicht bereit, sich Mühe zu geben - nur jetzt kommt es nicht mehr bei mir an...
    Für mich klingt es gegensätzlich. Einerseits willst du ihn akzeptieren, wie er ist, und nicht verändern. Und andererseits bist du wütend, dass er erst jetzt bereit ist, daran zu arbeiten, weil er Angst hat dich zu verlieren.

    Ich glaube, du musst erstmal selbst rauskriegen, was genau du von deinem Mann erwartest.

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Deine Gefühle sind ausserordentlich stark und da hilft auch das Geplauder in einer Therapiestunde überhaupt nicht weiter. Da werden bloss Wunden bei deinem Mann aufgerissen.
    Das "Geplauder", wie du es so nett nennst, ist nicht dafür da um den anderen aus dem Kopf zu bekommen. Sondern genau das zu klären: was erwarten die beiden voneinander? Was muss man dafür tun? Ist es realistisch? Und sie sind dafür bereit? Das hat mit dem anderen Mann überhaupt nichts zu tun und er muss da auch nicht erwähnt werden.

  10. #40

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    AW: Warum komme ich über den anderen einfach nicht hinweg?

    Zitat Zitat von Polysonne Beitrag anzeigen
    Für mich klingt es gegensätzlich. Einerseits willst du ihn akzeptieren, wie er ist, und nicht verändern. Und andererseits bist du wütend, dass er erst jetzt bereit ist, daran zu arbeiten, weil er Angst hat dich zu verlieren.

    Ich glaube, du musst erstmal selbst rauskriegen, was genau du von deinem Mann erwartest.
    Naja, ich WOLLTE, dass mein Mann bereit ist, mit mir über meine Wünsche zu sprechen (so wie ich auch immer bereit war/bin über seine zu sprechen) und dass er auch bereit ist, diese zu erfüllen, sofern es in seiner Macht steht und nicht gegen seine Überzeugungen spricht. Einfach, weil ich finde, dass eine Beziehung ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist und der andere es verdient hat, dass man die Wünsche des Partners achtet und respektiert. In unserem speziellen Fall ging es unter anderem auch um sexuelle Wünsche, die wir durchaus schon einmal ausgelebt haben - ich habe also nichts verlangt, was er nicht hätte geben können. All das hat er mir verweigert.

    JETZT wünsche ich mir eigentlich gar nichts mehr, weil es nichts mehr gibt, was bei mir ankommt. Er hat nichts geändert, solange es nur mein Wunsch war, weil ich ihm nicht wichtig genug war oder weil er keine Lust hatte oder oder oder. Jetzt, wo er plötzlich doch die Notwendigkeit sieht, etwas zu tun, nutzt es (mir) nichts mehr, weil es für mich einfach keine Wertigkeit mehr hat. Es hat nichts damit zu tun, dass er "plötzlich" entdeckt hat, dass ich ihm die Mühe doch wert bin, sondern nur damit, dass er seine Fälle davon schwimmen sieht.

    Ich bin wütend, weil ich das Gefühl habe, diese Änderung/Einsicht kommt zu spät und dass das nicht hätte sein müssen, weil er genug Zeit hatte, mir dabei zu helfen, diese Ehe zu retten - wenn er denn nur mal reagiert hätte, als noch was ging...

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