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  1. #1
    Avatar von Charlotte03
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    Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Hallo ,Ihr Lieben,

    lange Zeit befanden wir - die "Gründerinnen" dieses Stranges uns im Strang "Betrogene Ehefrau sucht Gleichgesinnte".

    Das Thema ist uns wichtig.
    Wir befinden uns in der Situation, dass unsere Partner (momentan sind es eher die männlichen Teile eines Paares) aus den unterschiedlichsten Gründen eine andere Beziehung aufgebaut haben. Bei der einen oder anderen ist die "Sache" insofern geklärt, dass die Partner in der Ehe bleiben möchten, andere Paare befinden sich noch in der Klärung - wie geht es weiter mit uns? Wieder andere stehen vor der Trennung.
    Andere erleben die Situation des Betruges erneut...

    Wir möchten raus aus der Opferrolle. Und der Titel hemmt uns ...
    Wir wurden (und werden) zwar betrogen, aber wir möchten in diesem Strang uns weiter darüber austauschen und dennoch in die Zukunft sehen können.
    Auch, wenn es immer wieder Trauer und Angst geben wird, Wut und Tränen!

    Wir laden Euch ein mitzu disuktuieren, sich mit uns zu freuen an Fortschritten in ein gutes Leben für uns (alle) und mit uns zu trauern, wenn die Zeit dafür da ist.

    Charlotte
    Alles Liebe

    C.

    "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt"
    Kant.

    Weihnachten ist das Fest an dem immer einer beleidigt ist -
    ich bin es auch dieses Mal nicht!

  2. #2
    Avatar von Charlotte03
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    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    So,
    damit "neue" Leser/innen nicht in den alten Strängen wühlen müssen, stelle ich mich kurz vor:

    Mein Mann hat(te?) eine Affäre mit einer Familienfreundin, die er mir nach Abschluss beichtete.
    Leider dachten wir, wir könnten es totschweigen und so weiter machen. Dies ging (natürlich) schief. Denn eine Affäre ist immer der Ausdruck einer Störung in einer Paarbeziehung und die gab es, da wir uns nur noch als Eltern sahen und nicht mehr als Liebespaar...

    Ein Jahr nach seiner Beichte, wurde mir klar, wie intensiv diese Affäre gewesen war, denn er dachte noch viel an sie und wusste nicht mehr, welche Frau ihm wichtiger war.

    Darauf begannen wir eine Paarberatung, die aus verschiedenen Gründen in die Hose ging. Vielleicht waren wir zur falschen Zeit am falschen Ort. Er öffnete sich nicht, ich verbündete mich mit der T., ich wollte um jeden Preis an der Ehe festhalten. Er ließ seine Affäre wieder aufleben. Dies habe ich nach einige Zeit mitbekommen.
    Die Beratung haben wir abgebrochen...
    Er bekannte sich zu mir. Dann wieder zu ihr.

    Mittlerweile sind wir bei einem anderen T. Der T. ist männlich und konnte bisher sowohl mich als auch meinen Mann ansprechen. Ich hoffe, dass wir zu einem guten Ergebnis kommen.
    Ein gutes Ergebnis heißt für mich:
    Entweder gemeinsam oder alleine, aber micht mehr das Hin und Her.
    Mein Hauptwunsch ist zur Zeit gemeinsam.
    Ich suche ab und an Wohnungen für mich und die Kinder.
    Wie es weiter gehen wird, weiß ich nicht...

    Gruß

    C.
    Alles Liebe

    C.

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  3. #3
    Avatar von themir
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    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen

    Wir möchten raus aus der Opferrolle. Und der Titel hemmt uns ...

    ... es wäre vielleicht gut von dem Begriff *Opfer* weg zu kommen, da das Bleiben in einer Beziehung zu einer bewußten Entscheidung gehört (und die Betrachtung als *Opfer/Täter* bringt keine gute *Laune*) ...

  4. #4
    Avatar von Charlotte03
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    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Ja, weg vom Opfer.

    Ich bin ein Opfer meines Schnüffelns - und will es nicht mehr sein. (Da bin ich ja auch Täterin). Ich habe es so satt zu schnüffeln. Ich empfinde dies als so negativ...

    und andererseits zieht es mich magisch hin.

    Und dabei will ich doch Vorschusslorbeeren geben, uns beiden Mut machen. Und mag nicht mehr nur negativ denken.

    Eine Freundin meinte, ist o.k., dass Du schnüffelst, denn er hat Dich ja betrogen.
    Das finde ich echt schwierig.

    Diese Freundin und ihre Mann (12 Jahre verheiratet), schnüffeln gegenseitig in handys, Kontoauszügen und Jackentaschen.
    Finde ich nicht so gut.

    Wie geht es Euch damit?

    fragt Charlotte
    Alles Liebe

    C.

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  5. #5

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    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Ich bin ein Mensch, der in Partnerschaften immer mal wieder in Gefahr gerät gelebt zu werden.

    Es dauerte ein Vierteljahr bis mir klar wurde, dass, wenn ich mein Leben nicht aktiv in die Hand nehme, es wohl ein anderer für mich tun wird.

    Ich musste mich nicht entscheiden, ob ich an der Ehe festhalten möchte. Mein Mann musste eine Entscheidung treffen, die tragfähig war.

    Solange er dies nicht konnte, habe ich mich komplett zurückgezogen.

    Ich habe mir kurzer Hand eine günstige Wohnung gesucht und bin mit Kind und Haustieren ausgezogen. Da habe ich nicht lange diskutiert und ihn auch nicht gefragt. Habe mein großes Auto gegen ein kleines getauscht, das ich bezahlen konnte.

    Ich habe mir mein Nest gebaut und damit eine Rückzugsmöglichkeit gefunden. Dort konnte ich mich von dem Entsetzen erholen und gut überlegen, was ich mir – unabhängig von meinem Mann - von einer Partnerschaft wünsche. Gleichzeitig bin ich in Therapie gegangen und zum Anwalt.

    Das hört sich vielleicht ein bisschen hart und sachlich an, war es aber gar nicht.
    Ich habe vorher schon so gelitten, dass ich einfach nicht mehr konnte und mich schützen musste. Klare Verhältnisse und das Regeln der Finanzen halfen in meinem Fall sehr.

    Mein Mann war noch längere Zeit unklar, aber ich habe sein Problem nicht mehr zu meinem gemacht. Ich wünschte mir auf keinen Fall die Anwesenheit eines Menschen, der im Grunde gar nicht bei mir sein will.

    Ich muss aber auch klar sagen, dass ich meine Entscheidungen nicht angstfrei getroffen habe, aber besser so, als Zuhause einen geistig abwesenden, ständig ungehaltenen und unentschiedenen Mann zu haben und sein Elend auch noch tragen zu wollen, damit ich die Situation kontrollieren kann.

    Das ist meiner Meinung nach zwar verständlich, aber gleichzeitig auch das Schlimmste, was man sich selbst antun kann. Eine Situation kontrollieren zu wollen, die sich nicht kontrollieren lässt. Nicht durch Handy-Schnüffeln, nicht durch Kreuzverhöre oder Taschenkontrolle. Man kommt, wie meine beste Freundin sagt, immer nur vor die Stirn und kann dem Partner weder ins Hirn noch ins Herz schauen.

    Aber man fühlt, trotz Angst und Vertrauensbruch, wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, ob der Partner von Herzen (wieder) bei einem ist.

    Deswegen schrieb ich in Charlottes anderem Strang auf die Frage:

    Was geht gar nicht?
    Lügen und Heimlichkeiten (kommen eh früher oder später ans Tageslicht)

    Was muss sein?
    Annahme und Mitgefühl

    Wenn mein Partner, der mich durch sein Fremdverlieben (wenn auch unabsichtlich) verletzt hat, nicht in der Lage ist, mich zu trösten und dadurch zur Heilung beizutragen, WAS SOLL ICH DANN MIT SO EINEM???

    Es scheint für jeden Menschen auch wieder die Sonne, auch wenn er denkt, dass sein ganzes Leben zu Bruch geht.

    Ganz liebe Grüße

    KleineBlume
    Geändert von KleineBlume (26.09.2010 um 16:37 Uhr) Grund: Absätze eingebaut

  6. #6

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    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Hallo zusammen,
    Schnüffeln bringt doch nur Ärger und Frust.
    Sollte man dem Partner -trotz allem was war- nicht etwas Vertrauen entgegenbringen???
    Das ist leicht gesagt, manchmal ist die Ungewissheit gross....
    Trotzdem kann man auf d Schnüffeln und Misstrauen eine weiter Zukunft bauen...??
    AUßerdem: Wenn ich es schaffe, nicht zu Schnüffeln, sondern eisern zu bleiben, habe ICH Grund auf MICH stolz zu sein.

    LG
    schräubchen

  7. #7
    Avatar von Charlotte03
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    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Man kommt, wie meine beste Freundin sagt, immer nur vor die Stirn und kann dem Partner weder ins Hirn noch ins Herz schauen.

    Aber man fühlt, trotz Angst und Vertrauensbruch, wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, ob der Partner von Herzen (wieder) bei einem ist.
    Wieso beschäftigt mich das alles wieder so?

    Vielleicht, weil er morgen wieder bis Freitag weg ist?
    Weil er zwei (2!!) Wochen am Stück zuhause war?

    Oder, weil ich morgen T-sitzung habe?

    Schwierige, schwierig...

    Manchmal wünschte ich mir, Kleine Blume, ich hätte es so gemacht wie Du.

    Sag, wie ist es weitergegangen, oder, wie geht es weiter?

    Wenn ich es schaffe, nicht zu Schnüffeln, sondern eisern zu bleiben, habe ICH Grund auf MICH stolz zu sein.
    Stimmt!!!

    Ent-scheidungen treffen...
    Alles Liebe

    C.

    "Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt"
    Kant.

    Weihnachten ist das Fest an dem immer einer beleidigt ist -
    ich bin es auch dieses Mal nicht!

  8. #8

    Registriert seit
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    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Zitat Zitat von Charlotte03 Beitrag anzeigen
    Manchmal wünschte ich mir, Kleine Blume, ich hätte es so gemacht wie Du.
    Kannst Du doch immer noch.

    Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben.

    Hör auf Dein Herz, auch wenn Du wirklich große Angst hast.

    Kannst Du ganz klar sagen, dass Du Dich geliebt fühlst und er von Herzen bereut?

    Was hast Du zu verlieren?

    Wenn Dein Mann wirklich bleiben will, dann kannst Du ihn gar nicht verlieren.

    Liebe Grüße

    KleineBlume

  9. #9
    kangal2
    gelöscht

    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Hi KleineBlume..

    Kompliment, wie Du das alles auf die Reihe bekommen hast, mit so einer klaren Sicht und Blickwinkel.

    dein erster Beitrag liest sich so gut und ich würde mir sehr wünschen so klar und geradlinig mit der Situation umzugehen..

    Aber man fühlt, trotz Angst und Vertrauensbruch, wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, ob der Partner von Herzen (wieder) bei einem ist.
    Ja, das Gefühl hatte ich am vergangenen WE und wurde wieder in die Hölle geschickt.

    LG
    kangal

  10. #10

    Registriert seit
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    AW: Vorwärts auf neuen Wegen - Während und nach der Krise?!

    Zitat Zitat von kangal2 Beitrag anzeigen
    Hi KleineBlume..

    Kompliment, wie Du das alles auf die Reihe bekommen hast, mit so einer klaren Sicht und Blickwinkel.

    Nee, nee, Kangal. Anfangs überhaupt nicht klar. Nur schockiert, entsetzt, gelähmt. Nicht fassen können und wirklich völlig unfähig mit der Situation umzugehen.
    Ich schrieb ja eingangs: Ich gerate in Gefahr gelebt zu werden. Auch ich reagiere erst, wenn der Leidensdruck zu groß wird.

    dein erster Beitrag liest sich so gut und ich würde mir sehr wünschen so klar und geradlinig mit der Situation umzugehen.

    Klar und gradlinig ja. Aber mit mächtig Sch*** in der Hose.
    Das darf ich hier nicht verhehlen, aber gut getan hat es. Das war DER BEFREIUNGSSCHLAG. Mich nicht mehr einwickeln zu lassen und zu meinen Werten zu stehen. DIE sind nicht verhandelbar. Die können gar nicht verhandelt werden. Man kann seine Wesensart nicht ändern.


    Ja, das Gefühl hatte ich am vergangenen WE und wurde wieder in die Hölle geschickt.

    Dann wirf ihn raus. Konsequent und sofort, sonst leidest Du bis zum St. Nimmerleins-Tag.
    Ich bin in einer Nacht- und Nebel-Aktion ausgezogen. Ich wurde so lange bewusst angelogen und dadurch kontrolliert, dass mir leider keine andere Wahl blieb. Das meinte ich mit: "ich habe nicht diskutiert". Das hätte ich nicht gekonnt. Mein Mann hätte alle Register gezogen, mich wieder einzuwickeln und ich wette, es wäre ihm auch gelungen. Telefone also aus der Wand gerissen, damit er nicht merkt, dass Zuhause keiner rangeht und mich vom Acker gemacht (er wohnte wochentags in einer anderen Stadt). Der hätte mich seelisch noch fertiger gemacht als ich eh schon war und das konnte ich mir nicht mehr gefallen lassen.

    LG
    kangal
    Ich für meinen Teil kann heute sagen, dass ich erst mit diesem Abstand (räumlich und durch eine Kontaktsperre) in der Lage war, mich selbst wieder zu spüren und damit entscheiden zu können, was und wie es für mich stimmt. Die Angst war - trotz einer völlig neuen Lebenssituation und einer ungewissen Zukunft - plötzlich wie weggeblasen.

    Ganz feste gedrückt von

    KleineBlume
    Geändert von KleineBlume (26.09.2010 um 18:25 Uhr) Grund: Ergänzung zum besseren Verständnis

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