Ich verstehe nicht, wie oft die Ernsthaftigkeit einer Beziehung oder einer Beziehungsanbahnung daran gemessen wird, ob man die Freunde des anderen kennenlernt. Für mich ist das absolut kein Gradmesser, aber vielleicht gehöre ich da einer Minderheit an. Wobei es darum ja auch nicht vorrangig geht!
Deinen Erzählungen nach war er von Anfang an offen zu dir, was die Tatsache angeht, dass er im Moment noch keine Beziehung will, aufgrund von negativen Erfahrungen. Ich frage mich jetzt, warum du das Ganze unbedingt definieren musst? Warum kannst du es nicht einfach laufenlassen und schauen, was passiert.
Verletzt werden kannst du so oder so. Es wird dich verletzen, wenn du es jetzt beendest. Es wird dich verletzen, wenn es vielleicht in ein paar Monaten endet.
Ich glaube Rotweinliebhaberin hat geschrieben, dass du es auch einfach als Sahnehäubchen auf deinem Leben sehen könntest. Kannst du das?
In der Kennenlern- und später auch Anbandelungsphase mit meinem Partner war (bedingt durch Erfahrungen in der Vergangenheit) das Wort "Beziehung" für mich eher negativ behaftet. Ich war (und bin es noch) total verliebt, aber eine Beziehung? Nein, ich doch nicht!
Eine Freundin sagte mal zu mir: Dir ist schon klar, dass du gerade mit 180 km/h auf eine Beziehung zurast, oder? Und ich wieder: Quatsch, ich bin zwar verliebt, ich genieße die Zeit mit ihm, das Küssen, aber Beziehung? Iih, nein!
Und ehe ich mich versah, ohne dass ich es gemerkt oder forciert hätte, nach ein paar Monaten sprach ich von ihm als meinem Freund und ab da konnte ich es auch nicht mehr leugnen, dass ich in einer Beziehung bin.
Was ich damit sagen will: Vielleicht geht es ihm ja ebenfalls so (bzw. hat er ja auch wohl teilweise schon gesagt) und wenn du ihm die Zeit gibst, die er braucht, ohne auf eine Definition von dem zu drängen, was ihr miteinander habt, dann löst sich das Problem von alleine.
Ich wünsche es dir!
