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  1. #41
    Honeysuckle-Rose
    gelöscht

    AW: Ich kann nicht mehr

    Zitat Zitat von Ayana2004 Beitrag anzeigen
    Ich schmeiße auch keine emotionalen Stinkbomben, wenn ich fast ohnmächtig bin vor Schmerz, wenn ich sehe wie mein Kind leidet! Ich finde an Weihnachten haben die Probleme der Eltern, keinen Platz. Man kann sich doch für ein paar Stunden zusammenreißen, zumal man es einige Zeit davor versprochen hat.
    Wer keine Kinder hat, kann so etwas nicht nachvollziehen. Ich hätte es auch nicht verstanden, als ich meine Tochter noch nicht hatte.

    Zitat Zitat von Ayana2004 Beitrag anzeigen
    Ich weiß selbst, dass an einem Betrug beide Seiten ihres dazu beigetragen haben,
    Wer sagt das ? Und vor allem, wer sagt, daß immer beide Seiten dazu beitragen? Ist das irgendwo in Beton gemeißelt? Manchmal geht ein Partner halt fremd und es hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Kenne ich von mir selbst und von anderen. Es wäre mir auch nie in den Sinn gekommen, dem jeweiligen Partner irgendeine Mitverantwortung in die Schuhe zu schieben.
    Ich fühlte mich (wegen der Tränen deines Kindes) an meine eigene Situation vor ca. einem Jahr erinnert. Ich fasse mal das Wesentliche ganz kurz zusammen: schlimme Ehekrise, mein Mann hatte sich außerdem anderweitig verliebt, ich schlug der Kleinen zuliebe zunächst eine WG vor (sprich: wir sind kein Paar mehr, leben aber weiterhin gemeinsam in der Wohnung, wo sowieso schon von Anfang an jeder ein eigenes Zimmer hatte). Er meinte, es sei besser, er würde sich eine kleine Wohnung suchen. Als wir es unserer Tochter sagten, brach für sie die Welt zusammen. Er hat es dann schlichtweg nicht über sich gebracht, auszuziehen. Allerdings gibt es hier ein happy end, denn wir haben uns mittlerweile wieder zusammengerauft.
    Ich weiß nicht, wie das bei euch ausgeht, wünsche euch dreien jedenfalls viel Glück !
    Geändert von Honeysuckle-Rose (22.12.2012 um 17:52 Uhr)

  2. #42
    Avatar von chironex_fleckeri
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    AW: Ich kann nicht mehr

    Zitat Zitat von Ayana2004 Beitrag anzeigen
    Also ich habe mittlerweile das Gefühl ich bin in einem falschen Film gelandet.
    Ich habe hier geschrieben, weil ich extrem verzweifelt war, bin. Der Grund dafür ist, dass mein Mann, der vor 3 Wochen ausgezogen ist ,zuerst den heiligen Abend mit uns feiern wollte und letze Woche gesagt hat, dass es keine Weihnachtsamnestie gibt und nicht mit uns feiert.
    Ich muß mit meinem Mann reden, aber ich wollte einfach das Weihnachtsfest vorbeigehen lassen auch im Sinne meines Kindes!
    Dein Mann hat sich doch bereit erklärt, eingeschränkt mit Euch zu feiern. Gespräche führen kannst Du, wann immer Du willst. Du schaffst aber insgesamt eine sehr belastete Situation, wenn Du darauf bestehst, dass an alten Plänen fest gehalten wird, wenn das beispielsweise für Deinen Mann eigentlich nicht akzeptabel ist, und Du ihn mit dem Aspekt Kindeswohl umzustimmen versuchst.

    Ich schmeiße auch keine emotionalen Stinkbomben, wenn ich fast ohnmächtig bin vor Schmerz, wenn ich sehe wie mein Kind leidet! Ich finde an Weihnachten haben die Probleme der Eltern, keinen Platz. Man kann sich doch für ein paar Stunden zusammenreißen, zumal man es einige Zeit davor versprochen hat.
    Ja, es ist ungeheuer schön für Kinder, in einer emotional angespannten Situation mit Eltern zu feiern, die jede Menge Konflikte auszutragen hätten, aber vordergründig Friede, Freude, Weihnachtskuchen spielen. Kinder sind weder blind, noch taub, noch doof, dafür aber extrem empfänglich für innerfamiliäre Spannungen.

    Mir scheint ausserdem, dass Du Deinen eigenen Schmerz auf Dein Kind überträgst, und hier ziemlich grenzüberschreitend agierst. Dein Kind ist nicht Du. Wenn Du gerade emotional so fertig bist, dass Du für Dein Kind nicht da sein kannst, such Dir Entlastung, eine Pause, in der Du für Dich sorgen kannst.

    Ich weiß selbst, dass an einem Betrug beide Seiten ihres dazu beigetragen haben, aber es ist jetzt einfach nicht der Zeitpunkt, dieses auszudiskutieren!
    Es schrieb doch auch niemand, dass Du eine Klärung jetzt über Weihnachten herbei führen müsstest. So etwas ist ein Prozess, der seine Zeit braucht.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, ich hätte vielleicht mehrere anteilnehmende Antworten bekommen, wenn ich nicht geschrieben hätte, dass ich eigentlich eine attraktive Frau bin, die mit beiden Beinen im Leben steht und keine kleinen Brötchen backt.
    Aber das ist die Tatsache und das werde ich nicht verschweigen! Trotzdem hat mich der Mensch, den ich liebe und am meisten vertraut habe, sehr verletzt. Auch mein Kind!
    LG
    Ob oder ob Du kein attraktiver Mensch bist, ist doch völlig unerheblich. Dein Partner hat DICH betrogen. Er führt keine Liebesbeziehung mit Eurem Kind, und hat mit ihm keine Ausschliesslichkeit vereinbart. Wieder verquickst Du hier Lebensbereiche und Verantwortlichkeiten.

    Im übrigen schrieb ich nirgends, dass Du Verantwortung für den Betrug übernehmen sollst, sehr wohl aber für die Entwicklung, die Eure Beziehung genommen hat. Daran hast Du zu 50% Anteil. Der Betrug war eine Entscheidung Deines Mannes, er hätte auch andere Wege gehen können, entsprechend muss er diese Entscheidung verantworten.

    Ich teile skirbifax´ Auffassung - Du vermischst da eine Menge Themen, und meines Erachtens benutzt Du Eure Tochter als emotionales Druck- und Rechtfertigungsmittel. Das hat sie gewiss nicht verdient.

    Du könntest TROTZ der schwierigen Situation jetzt überlegen, wie Du ein Weihnachtsfest feiern kannst, das Deinem Kind Freude und Geborgenheit schenkt - vielleicht, indem Du mit Deinem Kind weg fährst, zu Freunden, oder Dich mit anderen Menschen, die Kinder ihres Alters haben, oder mit Eltern ihrer Freundinnen kurz schliesst.

    Es muss nicht auf eine angespannte Maskerade hinaus laufen, nur um auf Biegen und Brechen an Plänen fest halten zu können. Pläne kann man ändern.
    Erkenntnis des Tages: Begegne der Welt lächelnd, und sie lacht zurück

  3. #43

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    AW: Ich kann nicht mehr

    Ich habe es am Anfang schonmal geschrieben,dass ich das Weihnachtsfest als nicht so wichtig bewerten würde.Dann kommen nämlich noch die Geburtstage,Ostern und und und.Jedesmal wirst Du von Deinem Mann erwarten wollen,dass er anwesend ist. Aber so läuft Trennung,man feiert nicht mehr zusammen!!! Das ist ja gerade das Schmerzliche,der Abschied von alten Gewohnheiten...Das ist mit der Grund,warum Dein Mann sich trennt. Er will das nicht mehr.Lass ihn los,lass ihn gehen und er kommt vielleicht zurück.Weihnachten ist das Fest der Liebe und nicht der vorgetäuschten Liebe.
    Dass Du dich beschrieben hast als hübsche Frau,ist doch nicht schlimm.Es zeigt doch nur,wie verletzt Du bist.Aber auch attraktive Menschen werden verlassen....Es klingt eher so: '' Wie kann er es wagen mich zu verlassen,wo ich doch so attraktiv bin...'' Das kenn ich gut,denn ich bin auch ne Prinzessin und Deine Geschichte ähnelt meiner etwas :)

    So,wie ich das hier mitbekomme,geben alle freiwillig Dir Tipps und lesen sich Deine Sorgen durch.Das ist sehr sehr nett,nur solltest Du dieser Hilfe auch ein wenig dankbarer entgegentreten.Du nimmst das hier einfach so an und wenn es nicht so läuft,bist Du eingeschnappt.SORRY,nur meine persönliche Meinung. Die Leute,die Dir hier schreiben brauchen vielleicht auch etwas Zustimmung,dann läuft es sicher besser...

  4. #44

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    AW: Ich kann nicht mehr

    Ich finde die Iddee von Honeysuckle Rose gut, das mit der WG, weil wenn Dein Mann wirklich keine Freundin neben her hat (sorry, da bin ich ein gebranntes Kind) dann ist das erst mal keine schlechte Loesung. Vorallem weil ich so oft sehe, dass ein Paar sich scheiden laesst und dann sich neu liiert und die Probleme bleiben die gleichen. Nur kommen jetzt alle moeglichen neuen dazu! Viele denken spaeter: "ich haette einfach eine Auszeit nehmen sollen und bei meiner Familie bleiben sollen. Jetzt sitze ich hier, genauso frustriert wie davor und das, was ich gelernt habe kaeme auch meiner ersten Ehe zu gute."

    Und das ist eben schade. Da haette man vielen viele Traenen und Traumas (den Kindern) erparen koennen. Dass die Eltern in verschiedenen Schlafzimmern schlafen ist fuer die Kids total egal. Was wichtig ist, ob jemand da ist in der Nacht wenn sie Angst haben, wer morgends beim Fruehstueck was lustiges sagt und wer sie zur Schule bringt.

  5. #45

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    AW: Ich kann nicht mehr

    ...aber ich weiss, TE's Mann will bei seinen Eltern im Keller wohnen. Ist ein bischen kindisch. Waescht seine Mutter seine Waesche wieder? Kocht sie fuer ihn?

  6. #46
    Honeysuckle-Rose
    gelöscht

    AW: Ich kann nicht mehr

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Ich finde die Iddee von Honeysuckle Rose gut, das mit der WG, weil wenn Dein Mann wirklich keine Freundin neben her hat (sorry, da bin ich ein gebranntes Kind) dann ist das erst mal keine schlechte Loesung. Vorallem weil ich so oft sehe, dass ein Paar sich scheiden laesst und dann sich neu liiert und die Probleme bleiben die gleichen. Nur kommen jetzt alle moeglichen neuen dazu! Viele denken spaeter: "ich haette einfach eine Auszeit nehmen sollen und bei meiner Familie bleiben sollen. Jetzt sitze ich hier, genauso frustriert wie davor und das, was ich gelernt habe kaeme auch meiner ersten Ehe zu gute."
    Tja, nur daß es dann zu spät ist und man den Kindern meistens ein großes Leid zugefügt hat.

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Dass die Eltern in verschiedenen Schlafzimmern schlafen ist fuer die Kids total egal. Was wichtig ist, ob jemand da ist in der Nacht wenn sie Angst haben, wer morgends beim Fruehstueck was lustiges sagt und wer sie zur Schule bringt.
    So ist es ! Wobei wir von Anfang an getrennte Zimmer hatten (das war meine Bedingung vor dem Zusammenziehen); unsere Tochter findet uns nachts also entweder jeden in seinem Zimmer, oder mal gemeinsam in einem der Betten, und der Hund schläft mal bei mir und mal bei meinem Mann
    Damit ein WG-Modell überhaupt funktioniert, muss man sich allerdings noch mögen; man darf nicht den Respekt voreinander verloren haben, und ein gewisser emotionaler Abstand (keine Eifersuchtsszenen, kein Geschrei, keine Anklagen) ist unabdingbar.
    Bei uns hat es funktioniert und ich bin heilfroh, daß meinem Kind eine Trennung der Eltern erspart geblieben ist. Allerdings haben wir als Paar wieder zueinander gefunden.... ich weiß nicht, ob eine WG als Getrennte eine Dauerlösung gewesen wäre. Aber ganz unvorstellbar wäre das auch nicht. Vielleicht unkonventionell, aber nachdem ich auch genug Scheidungskinder-Elend gesehen habe, hätte ich auf jeden Fall versucht, neue Wege zu beschreiten...

  7. #47

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    17

    AW: Ich kann nicht mehr

    Hallo,
    Ich möchte mich für die vielen Antworten bedanken. Es waren für mich teils sehr kritische, auch angreifende dabei und ich fühlte mich sehr missverstanden.
    Mir geht es jetzt besser, weil ich doch mitfühlende Meinungen @annakathrin, @honeyrose Suckle @ sweetheart bekommen habe.
    Mein Mann und ich haben Eheproblem, das ist nicht abzustreiten und ich bin auch froh, dass wir Abstand haben.
    Die Idee zu seinen Eltern zu ziehen, ist eine ökonomische, wobei ich es auch kindisch finde. Seine Mutter ist natürlich heilfroh, dem Buben die Wäsche zu machen und ihm sein Leibgericht zu kochen. Es geht meinem Mann dort sehr gut. Er hat sich den Keller sehr schön eingerichtet. Meine Tochter ist auch sehr viel bei ihm. Und er ist auch sehr viel bei uns.
    Heute kommt er, um den Weihnachtsbaum aufzustellen und morgen will er vormittags mit meiner Tochter das Essen für die Feiertage einkaufen.
    Was mir einfach so zu schaffen gemacht hat, ist, dass er für sich entschieden hat, den heiligen Abend ohne uns zu feiern.
    Wenn er dies von Anfang an gesagt hätte, dann wäre es natürlich auch schmerzhaft gewesen, aber ich hätte mich irgendwie darauf einstellen können, aber 5 Tage vor Weihnachten, mit den Worten, weil er das nicht schafft, finde ich sehr Mies!!
    Für meine Tochter ist wirklich die ganze Welt zusammengebrochen. Da nützt auch kein " der Papa hat dich immer lieb, bzw. Er wird immer für dich da sein".
    Genau das hat er mit dieser Aktion nicht bewiesen!
    Ich setze ihn auch nicht unter Druck. Ich habe seit dem er ausgezogen ist, versucht jeglichen Kontakt abzubrechen, außer es sind Dinge, die unsere Tochter betreffen. Ich habe ihm nicht einmal vorgehalten, dass er ausgezogen ist.
    Im Gegenteil ich lebe mein eigens Leben mit meiner Tochter weiter. Wir fahren auch am 26.12. weg. Meinem Mann geht es wie gesagt sehr gut. Er führt ein Junggesellenleben mit Familienanschluss. Wann immer er will, kann er unsere Tochter sehen.
    Ich hoffe seh bzw. Wünsche ich mir, dass er dieses Leben nicht zu sehr genießt, sondern wieder zu uns zurückkehrt. Aber wie gesagt, ich lasse ihn jetzt so machen, wobei er mir auch gleichzeitig vorwirft, dass ich mich für unsere Situation nicht interessiere. Was ich momentan mache ist falsch!!
    Es kommt mir alles wie ein Albtraum vor. Meine Freundin meinte, ich soll ihm zeigen, dass ich ihn noch liebe und um ihn werben, dann wird er wieder kommen. Ich weiß nicht, ob dies eine gute Idee ist.

  8. #48
    Avatar von Scooter2
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    AW: Ich kann nicht mehr

    Was mir so spontan beim Lesen auffällt,dass er derzeit,trotz der Probleme,irgendwo alles und trotzdem nix hat.Ich würde an Deiner Stelle zusehen,dass er nicht einfach so zu Euch in die Whg. kommt.Er soll seine Kleine bei sich empfangen und bei sich verköstigen.Das nimmt Dir auch den Druck,ihn jedesmal sehen zu müssen!
    Aber nach den Festtagen würde ich ein Gespräch vorschlagen,an dem Eure Tochter bei ihren Grosseltern ist.Ein ernsthaftes Gespräch muss einfach stattfinden!Nach Möglichkeit sollten beide aufschreiben was an Fragen anliegt und wie die Zukunft aussehen könnte,auch ob eine WG möglich wäre-ich finde diese Idee sehr gut,aber nur machbar wenn beide das wollen.Ihr solltet versuchen so ruhig wie möglich zu bleiben weil: im Zorn sind schnell Dinge gesagt die nie wieder zurück können und das wäre sicher nicht gut.Es muss nicht alles sofort gelöst werden,aber es muss geredet werden.Solange Partner im Gespräch sind haben sie doch Chancen auf eine gemeinsame Zukunft.
    Versuche der Tochter Sicherheit zu geben,dass sie Euch beide weiterhin lieben darf,denn das was zwischen Euch ist,ist nicht ihre Sache!Sie darf und soll ihren Vater weiterhin lieben dürfen.
    Die Idee Deiner Freundin ihn zu becircen finde ich nicht besonders gut und ich meine mit gutem Umgang und guten Gesprächen erreichst Du mehr. Sagen dass Du ihn immer noch liebst und Dir viel an ihm liegt sollst Du aber schon.

  9. #49

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    AW: Ich kann nicht mehr

    Um ihn werben? Das wuerde ich nicht. Da wuerde ja sein Verhalten mit Aufmerksamkeit belohnt werden. Wenn man Hunde trainiert, muss man auch lernen, schlechtes Verhalten nicht mit Aufmerksamkeit zu belohnen, sonst tun sie es immer wieder. Was besser funktioniert und was auch das Gegenteil von liebevoller Aufmerksamkeit ist (negative Aufmerksamkeit liegt zu nahe and liebevoller, wenn das fuer Dich Sinn macht) ist nicht interessiert sein.

    Das macht ja auch Sinn. Du musst jetzt erst mal Dich und Deine Tochter in psychische "Sicherheit" bringen bevor Du Dich wieder um ihn und seine Spirenzchen kuemmern kannst. Deswegen finde ich es prima, wenn ihr weg seit. Gutes timing! Dann soll er erst mal schauen wie viel Spass es macht mit seinen Eltern Sylvester zu feiern. Kuemmere Dich um Dich selber und Deine Tochter. Mach' einen Spa Besuch oder schaut einen lustigen Film an, habt eben Spass zu zweit. Und wenn er anruft wuerde ich immer gleich sagen: "rufst Du an um mit X (Namen Deiner Tochter) zu reden? Ich finde, bevor er nicht nachgedacht hat und einen Plan hat, soll er auch nicht mit den Privilegien eines Vaters und Ehemanns belohnt werden. Dass er immer per Telefon Steicheleinheiten bekommt. Er muss erst einmal ein richtiges Verlust-Erlebnis haben, sonst geht es nicht in seinen Kopf rein, was er angestellt hat.

  10. #50

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    9.874

    AW: Ich kann nicht mehr

    liebe ayana!

    es ist sehr schwer, miterleben zu müssen, wie das kind den papa vermist, ausgerechnet zu weihnachten.
    du kannst sein verlassen nicht abmildern, es ist in seiner verantwortung. aber die unberechenbarkeit seines auftretens ist für das kind nicht schön.

    sage ihm, du respektierst seine entscheidungen, und du möchtest dem kind eine wahre atmosphäre zumuten.
    du wirst es aber nicht in der ambivalenz lassen. wenn er weihnachten mit der kleinen verweigert, wirst du es ihr sehr ruhig und schön machen ohne ihn.

    was du deinem kind vermitteln kannst und sollst, ist, dass du euch beiden zutraust, enttäuschungen und schmerz zu meistern.
    lebe es, und lebe damit vor, dass man als grosse und kleine frau auf sich achten muss, weil das darüber entscheidet, wie gut es einem geht.
    tue mit deinem kind einem menschen in der dritten welt, einem menschen hier, und einem tier etwas gutes, denn verlassene leiden daran, die liebe nicht mehr zu erhalten, und genauso stark, die eigene liebe nicht mehr fliessen lassen zu können

    ihr müsst oder dürft
    jeden tag drei mal weinen und traurig sein, und dreimal wieder damit aufhören.
    jeden tag mindestens einmal was gutes für den körper tun, baden, schwimmen, laufen, springen, und wieder ruhen.
    jeden tag mindestens einmal etwas gutes für die seele tun, singen, eislaternen basteln, märchen erzählen, schreiben, viel zeichnen, sprechen, geliebte menschen anrufen, spielen, hörbücher hören, in die stille horchen, vielleicht beten, und dann wieder belanglos oder gelangweilt sein.
    jeden tag etwas verrücktes tun, und wieder normal werden.
    ihr müsst genug schlafen und genug warmes trinken.


    gehe öfters aus der situation raus, fahre manchmal zu freunden, aber richte es auch daheim in ein, zwei ecken neu und heimelig ein. vielleicht durch einen (tüll-?)rückzugsbaldachin.


    sorge für 30 kleine überraschungen, die in unregelmässigen abständen das heimkommen spannend machen. mal ist ein bündel bunter wollstücke zum basteln unterm baldachin, mal ein blatt, eine gekaufte rose, oder kaufst du dir selbst eine blume oder ein buch, und entdeckst es vor deinem kind. vielleicht zeichnet es dir ein bild. es sollte bloss keine nascherei die belohnung sein. schenke deinem kind symbole, anhänger oder kleine kartons für freude, für traurigkeit, und für "mittendrin".

    wenn es geht, mache mit deinem mann feste zeiträume aus, in denen ihr telefonisch erreichbar seid, und fixe zeiten und orte für treffen, ich glaube es ist für die grosse und kleine frau nicht gut, daheim immer in wartestellung zu sein, ob er sich meldet oder nicht. sonst liegt immer eine spannung in der luft.

    schenke dem kind, wo immer möglich, sichere strukturen in der unsicherheit.

    ihr müsst wiederkehrende rituale pflegen.
    das gibt halt.
    lg
    legrain
    Geändert von legrain (24.12.2012 um 13:41 Uhr)

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