+ Antworten
Seite 6 von 8 ErsteErste ... 45678 LetzteLetzte
Ergebnis 51 bis 60 von 77
  1. #51

    Registriert seit
    10.10.2012
    Beiträge
    21

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    Hallo atair,
    Danke fürs "Nachbohren". Ich habe nur 1,5 Jahre Erziehungsurlaub gehabt, dann habe ich 5 Jahre zu 50% gearbeitet, mittlerweile habe ich eine 75%-Stelle. Ich bin Beamtin, von den Rentenpunkten meines Mannes habe ich nicht wirklich etwas, weil mir dann in Höhe der Rente des Mannes die Pension gekürzt wird. Ich würde ihm also Rente wegnehmen, hätte aber nicht wirklich mehr im Geldbeutel.
    Ich bin nicht blauäugig. Ja, und das Haus ist kein Millionenobjekt, zumal darauf auch noch ein Haufen Schulden lastet. Aber ich bin zum Glück in der Lage, mich und mein Kind zu versorgen, wir können keine großen Sprünge machen, aber es geht.

  2. #52

    Registriert seit
    10.10.2012
    Beiträge
    21

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    Liebe Physalie,
    Du sprichst mir aus dem Herzen. Das Verhalten meines Nochmannes ist einfach respektlos. Den Gedanken mit der Flucht vor sich selbst hatte ich auch schon, ich denke mein Nochmann steckt in einer Midlifecrisis. Ich bin mal gespannt, ob er irgendwann zu sich selbst zurückfinden wird oder ob er sich den Rest seines Lebens verbiegen will.
    Aber in einem bin ich mir sicher, zurücknehmen werde ich diesen mir fremd gewordenen Menschen nicht mehr.
    Ich wünsche auch Dir weiterhin viel Kraft, ich hoffe wir können irgendwann einigermaßen entspannt auf unsere Erlebnisse zurückschauen.

  3. #53
    physalie
    gelöscht

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    das werden wir sicherlich irgendwann, befürchte nur dass es ein schwerer, steiniger Weg wird....

  4. #54
    Avatar von VanDyck
    Registriert seit
    30.12.2005
    Beiträge
    14.957

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    Zitat Zitat von neuanfangende Beitrag anzeigen
    ... ich denke mein Nochmann steckt in einer Midlifecrisis.
    Das glaube ich nicht.
    Was ist das überhaupt genau ... Midlifecrisis? - Ein Gießkannenbegriff, der verwendet wird, um individuelle Umstände und Begebenheiten eines einzelnen Menschen nicht zur Kenntnis zu nehmen?

    Ich bin mal gespannt, ob er irgendwann zu sich selbst zurückfinden wird oder ob er sich den Rest seines Lebens verbiegen will.
    Ich hatte es ja schon angedeutet: m.E. täuscht du dich in dieser Einschätzung in Bezug auf deinen Mann.
    Der verbiegt sich nicht, wie du schreibst und der muss auch nicht "zu sich selbst zurückfinden" ... gem. deiner Beiträge ist dein (noch)Mann aus meiner Sicht gerade dabei, sich selbst zu finden - und wenn schon, dann hat der sich eher VORHER "verbogen".

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt ...
    The Green Mile

  5. #55
    Avatar von Nolle
    Registriert seit
    04.12.2012
    Beiträge
    1.967

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    Zitat Zitat von VanDyck Beitrag anzeigen
    (...)- und wenn schon, dann hat der sich eher VORHER "verbogen".
    Na, Mensch... dann wüsste ich aber, wen ich für die nächste Oskar-Verleihung nominiere!
    Sich 20 Jahre lang zu verstellen und zu verbiegen - Respekt!!!
    Das ß ist auch nach der Reform nicht aus der deutschen Rechtschreibung verschwunden - nach langen Vokalen (Selbstlauten) bleibt das ß wie bisher erhalten:
    (Stre, Füße, Sp, St, R, M, bl, grüßen, reißen etc.)

  6. #56
    Avatar von VanDyck
    Registriert seit
    30.12.2005
    Beiträge
    14.957

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    Zitat Zitat von Nolle Beitrag anzeigen
    Na, Mensch... dann wüsste ich aber, wen ich für die nächste Oskar-Verleihung nominiere!
    Sich 20 Jahre lang zu verstellen und zu verbiegen - Respekt!!!
    Nee, so kann man das nicht sagen.
    Viele Jahre lang lief es ja gut ... erst die letzten Jahre 'passierte' was - nachzulesen im alten Strang, auf den neuanfangende hingewiesen hat.
    Generell gesagt ist es aber durchaus möglich, sich sozusagen "20 Jahre lang zu verstellen und zu verbiegen"; natürlich nicht in jedweder Hinsicht, sondern hinsichtlich einiger (wichtiger) persönlicher Bedürfnisse an eine Partnerschaft.
    Das ganze muss auch nicht bewusst geschehen - Verdrängung kann da auch eine gewisse Rolle spielen.

    VanDyck
    Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
    dann durchfluten sie mich wie Regen ...
    American Beauty
    Ich habe das Maus zurück geholt ...
    The Green Mile

  7. #57

    Registriert seit
    07.10.2005
    Beiträge
    3.873

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    Zitat Zitat von neuanfangende Beitrag anzeigen
    Er scheint jetzt sowieso ein ganz anderer Mensch geworden zu sein, ich erkenne ihn jedenfalls kaum wieder. Mittlerweile frage ich mich, ob er mir in all den Jahren nur etwas vorgespielt hat....
    ich glaube eher, dass er sich in der langen zeit eurer beziehung zu der person, die er eigentlich sein möchte entwickelt hat. und manchmal bedarf es eines auslösers von außen, das auch leben zu können. das war bei deinem noma die beziehung zu dieser frau. darin hat er sich offenbar gefunden.

    die persönlichkeit entwickelt sich ja weiter, auch die deine. und es ist essenziell, dass du nach so einem schlag ins gesicht auch deine 'kaiserin' in dir entdeckst und konsequent förderst. es ist auch gut, wenn du erkannt hast, dass dieser mann nicht mehr zu dir und deinem leben passt.
    Never regret anything. At one time it was exactly what you wanted.
    Geändert von Chrissiebabe234 (19.12.2012 um 12:01 Uhr)

  8. #58

    Registriert seit
    10.10.2012
    Beiträge
    21

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    Hallo,
    Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen, deswegen will ich nun berichten, wie es mir in letzter Zeit ergangen ist.
    Mittlerweile bin ich seit 9 Monaten von meinem Ex getrennt und sage und schreibe bereits seit 2 Monaten geschieden. Die Scheidung war auch noch ausgerechnet an meinem Geburtstag.
    Ich habe mich allmählich an die Situation gewöhnt, natürlich bin ich immer noch verletzt und wütend. Aufgrund unseres gemeinsamen Kindes werde ich Ex leider nie komplett aus meinem Leben verbannen können. Für mich wäre es einfacher, ich müsste nie wieder etwas mit ihm zu tun haben. Eine Freundschaft mit Ex ist für mich momentan nicht vorstellbar. Vielleicht ändert sich das irgendwann?
    Ex ist im Prinzip wenige Tage nach Aussprechen der Trennung bei seiner Freundin eingezogen, mittlerweile sind die beiden auch schon verlobt. Mein Sohn verbringt im Prinzip seit Anfang an seine Papawochenenden zusammen mit seinem Vater und dessen Freundin. Ein behutsames Herantasten an die neue Frau gab es eigentlich nicht. Nach dem ersten Kennlernen hat er auch schon zusammen mit beiden in einem Bett übernachtet. Toll finde ich das nicht, trotz allem scheint er das ganz gut zu verkraften.
    Ich muss mich in vielen Situationen meinem Kind zuliebe zusammenreißen, das ist manchmal ganz schön kräftezehrend. Es tut mir natürlich auch weh zu sehen, wie sehr sich Ex um die Neue bemüht. Er hat mit ihr mittlerweile schon einige Städtereisen und auch eine zweiwöchige Kreuzfahrt unternommen. Mit mir ist er jahrelang überhaupt nicht verreist, weil ihm Urlaube nach seiner Aussage nichts gegeben haben. Für ihn stand immer seine Arbeit und das Vorantreiben seiner Karriere im Vordergrund.
    Ich kann es immer noch nicht fassen, wie ein Mensch sich auf einmal um 180 Grad umkrempeln und auf einmal Dinge bei ihm möglich sind, die während des Zusammenlebens mit mir unmöglich zu sein schienen. Es ist ja nicht so, dass ich die Dinge, die er jetzt mir ihr macht, auch gern gemacht hätte. Manchmal denke ich, dass ich vielleicht verrückt bin, denn ich erkenne den Menschen, mit dem ich zusammengelebt habe, nicht mehr wieder. Ich komme mir manchmal so vor, als sei ich die Spaßbremse gewesen.
    Seit der Trennung ist sein Verhalten mir gegenüber eiskalt und emotionslos, die 20 gemeinsamen Jahre sind wie weggeblasen. Ich komme zu der Erkenntnis, dass er mich möglicherweise nie richtig geliebt hat und tatsächlich nachdem ich meinen Dienst getan hatte, einfach von heute auf morgen entsorgt hat. Jetzt ist für ihn scheinbar die Zeit gekommen, das Leben zu genießen, aber nicht mit mir, sondern mit einer anderen. Das tut sehr weh, aber ich muss lernen, damit zu leben und nach vorne zu schauen.
    Zurückhaben will ich ihn defintiv nicht mehr, dafür ist die Verletzung , die er mir zugefügt hat, viel zu groß. Ich weiß auch, dass in unserer Ehe nicht alles perfekt war und ich viel zuwenig meine eigenen Bedürfnisse durchgesetzt habe. Mein Fokus lag darauf, dafür zu sorgen, dass es ihm gut geht. Das war ein schwerwiegender Fehler und ich ärgere mich maßlos darüber.
    Ich freue mich auf die Zeit, in der die Verletzung nicht mehr so tief an mir nagt und ich endgültig meinen Seelenfrieden wiedergefunden habe. Es ist aber leider gar nicht so einfach nicht mehr zurückzuschauen und das Vergangene zu begraben. Trotz allem spüre ich, dass ich jeden Tag immer ein bisschen weniger mit der Vergangenheit hadere.

  9. #59

    Registriert seit
    08.06.2011
    Beiträge
    1.424

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    Zitat Zitat von Nolle Beitrag anzeigen
    Na, Mensch... dann wüsste ich aber, wen ich für die nächste Oskar-Verleihung nominiere!
    Sich 20 Jahre lang zu verstellen und zu verbiegen - Respekt!!!

  10. #60

    Registriert seit
    04.11.2012
    Beiträge
    493

    AW: Trennung nach 20 Jahren

    eines Tages wirst Du wieder richtig glücklich sein,das verspreche ich Dir. Beim Einen dauert es manchmal länger,als beim Anderen. Wenn Du eine (Ver)-Sorgerin warst,passt es auch zu Deiner Mentalität, noch nach hinten zu schauen und schwer loslassen zu können.
    Wenn der langjährige Partner sich komplett verändert und eine neue Beziehung lebt, dann tut das verdammt weh. Seine Schroffheit kann auch Selbstschutz sein,denn es muss nicht heißen,dass er innerlich mit euch abgeschlossen hat. Nur er spürt halt noch,dass Du ihn nicht loslassen kannst. Das gibt ihm weiter Macht!
    Das er nun Dinge unternimmt, für die er in der Ehe nicht bereit war, ist auch so typisch...ABER er ist auch sicher nicht für alles zu haben,was ihr so gemacht habt ( Stichwort:Kind...).
    Die negativen Aspekte im neuen Leben des Ex, bekommst Du doch gar nicht mit. Vllt ist er auch nicht so glücklich,wie es scheint. Der will halt auch nicht wieder scheitern.
    Frag ihn mal in ein paar Jährchen, wie es um ihn steht :) Dann hast Du abgeschlossen,bist vielleicht in einer neuen Beziehung und er...er ist vielleicht nicht so glücklich,wie es heute scheint.
    Mit Deinem Traurigsein und dem Nicht-Loslassen - können, stärkst Du unbewusst die neue Beziehung von Deinem Ex-Mann, denn er fühlt sich als toller Hecht der von zwei Frauen begehrt wird,das gibt Aufwind...
    Wirklich,wenn Du komplett mal abgeschlossen hast,werden bei ihm auch die Lampen ausgehen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •