Hallo liebe BriCom,
nun bin ich also auch hier gelandet. Immer wieder habe ich interessiert alle möglichen Foren durchgelesen, seit Jahren schon und oftmals habe ich schon sehr gute Beiträge und Tipps gelesen, die mir auch manches Mal selber schon geholfen haben.
Heute habe ich aber den Entschluß gefaßt mich hier anzumelden und selber etwas zu schreiben, da ich nämlich ein Problem habe und nicht weiß warum es zu meinem Problem wird, da eigentlich, rein vernunftsmäßig alles schon ganz klar ist.
Ich bin im Trennungsforum, also ganz klar geht es um Trennung. Ich habe heute Morgen ausgesprochen, was schon lange in mir schlummert, ich möchte mich von der Beziehung zu meinem Lebensgefährten trennen, mich lossagen, alleine weitermachen. Warum ? Weil ich weiß, dass sich unsere Probleme nie ändern werden, dass ich mit seinen "Macken " nicht leben kann, dass ich mir mein Leben mit 45 anders vorgestellt habe. Weil ich merke, dass ich neidisch und vorallem traurig auf andere Beziehungen schaue und genau in dem Moment auch feststelle was mir fehlt und was mein Partner mir nie geben wird.
Ich weiß, dass ich so nicht leben möchte. Ich habe gekämpft um unsere Liebe um unsere Beziehung ich habe geredet, mir den Mund fusselig geredet, ich habe versucht ohne Vorwürfe klar zu machen wie ich mich fühle, er erwidert nichts, das seit Monaten, nein eigentlich schon seit 2 Jahren. Er hat Grenzen, meine Grenzen überschritten, wir passen nicht zusammen,, ich die aktive, lebenslustige, kontaktfreudige, emotionale und offene Person, er das krasse Gegenteil: nur aktiv bei der Arbeit, kontaktscheu, introvertiert und emotional total verschlossen. Er braucht keine körperliche Nähe ich dagegen sehr. All das zeigt mir ganz klar, dass es mit uns nicht weitergeht und auch seine Reaktion heute Morgen auf meinen Ausspruch: "Ich will so nicht mehr, ich kann so nicht mehr, ich will mich von dir trennen!" war soetwas von klassisch für ihn : " Macht mir nix, dann ist das eben so !" bloß keine Gefühle zeigen, bloß den Spieß schnell rumdrehen und verletzen bevor man ihn verletzen könnte.
Ich weiß, es ist der einzig richtige Weg, ich muss alleine weiter machen, und trotzdem tut es mir weh im Herzen, es fühlt sich einsam an, es fühlt sich leer an und ich bin sehr sehr traurig. Mir fällt es schwer mir das Leben ohnen ihn vorzustellen, obwohl ich genau weiß, dass es eigentlich auch erleichternd sein wird, weil diese Beziehung für mich schon lange keine Bereicherung mehr ist, sondern nur ein Taktieren und Rücksichtnehmen und mich zurück nehmen.
Warum nehme ich nicht endlich auch gedanklich meine Beine in die Hand und renne auch gedanklich weg? Warum bin ich nicht schon lange gegangen? Ich verstehe mich selber nicht mehr. Und warum kann ich ihn gedanklich nicht loslassen, trotz des Wissens, dass es nicht die beziehung ist, die ich führen möchte, bzw. die mich ausfüllt und auch größtenteils glücklich macht?
Ich habe es ausgesprochen heute, aus einer Kleinigkeit heraus, weil es schon so lange in mir brodelt, aber schaffe ich den Sprung wirklich?
Ich weiß nicht, ob irgendwer hier versteht was ich meine, ich weiß nicht, ob irgendwer meine wirren Worte nachvollziehen kann, aber es tut gut es runterzuschreiben !
Verwirrte Grüße
MeNinnie










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Er ist gefühlsarm und auch unreif und sein verhalten jetzt finde ich mehr als kindisch. Aber so war es immer, leider. Ihm ging es in Streitgesprächen immer darum die Macht zu haben und Recht haben, mehr als einmal habe ich ihm gesagt, dass es eben nicht darum geht Recht oder Unrecht, Schuld oder nicht Schuld.....sondern um Lösungen um Ursachen und darum wie wir das ändern können... er hat es nie verstanden. Und versteht es wohl auch heute nicht. Den ganzen Tag spielt er schon wieder sein Machtspielchen. Hat mir heute Mittag den Drucker abgebaut hier, obwohl er wußte ich brauche ihn, hat ihn mitgenommen in seinen Lagerraum im Hof und sich mit samt Drucker eingesperrt. Ich musste bitteln und betteln damit er endlich die Türe aufmacht und mir den Drucker gibt, weil ich dringend Dokumente ausdrucken mußte die heute noch weg mußten.
Sei froh, dass Du ihn los bist!
