Hallo an alle in diesem Forum. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht. Bin für jeden Ratschlag dankbar.
Mein Mann hat sich Anfang Dezember 2011 von mir getrennt, ausgezogen ist er schon Mitte Oktober 2011. Wir sind seit 32 Jahren verheiratet, haben drei erwachsene Kinder, ein Enkelkind geboren Mai 2011. Wir haben uns mit 16 bzw. 19 Jahren kennengelernt und sind seitdem zusammen.
Mein Mann hatte seit November 2010 eine Affäre, ist jetzt mit dieser Frau zusammen. Ich habe einige Tage nach Weihnachten 2010 von der Affäre erfahren. Fast ein Jahr lang konnte/wollte mein Mann sich nicht entscheiden. Hatte aber angeblich schon seit Jahren vorgehabt, sich von mir zu trennen.
Die Situation im letzten Jahr hat bei mir - wieder - eine depressive Phase ausgelöst. Eine erste "Episode" hatte ich Anfang 1999 ohne erkennbaren auslösenden Anlaß. Hat fast zwei Jahre gedauert. Wegen der jetzigen Depression habe ich einen neuen Job im Mai letzten Jahres nicht antreten können. Bin daher arbeitslos und auch seit längerer Zeit krank geschrieben. Außerdem ist noch meine Mutter im November 2011 überraschend gestorben. Meine Kinder sind seit mehreren Jahren ausgezogen (Studium etc.). Meine Tochter als letzte vor drei Jahren. Ich bin jetzt 53 Jahre alt und seit letztem Jahr wohl auch in den Wechseljahren. Habe jedenfalls seitdem entsprechende Symptome. Also viele Belastungen auf einmal.
Mein Mann hat mich im Laufe des letzten Jahres vollständig demontiert. Gibt mir die Schuld an so ziemlich allen Problemen während der Ehe. Vor allem habe er sich aufgrund meiner gesundheitlichen Defizite (habe auch noch chronische Migräne seit fast zwanzig Jahren) von mir allein gelassen gefühlt. Und er fühle sich überfordert, weil ich nicht voll belastbar bin/war. ICh sei keine Partnerin auf Augenhöhe und die wolle und brauche er. Das tolle, nach seiner Aussage, an seiner Neuen sei, dass sie emotional und finanziell von ihm unabhängig sei. Den Kinden gegenüber nennt er die Belastung, die ich für ihn dargestellt hätte, als Trennungsgrund. Zitat: "Es ging einfach nicht mehr".
Ich kämpfe nun mit jedem Tag. Muss mich zu allem zwingen. Sehe keine Perspektiven und muss mich immer wieder aus schlimmen "Tiefs" herausarbeiten. Stecke also noch voll in der Depression. Ich bin auch in Behandlung, nehme Antidepressiva und mache eine Gesprächstherapie. Die Trennung zu verarbeiten ist an sich schon schwer genug, aber das gesamte Paket zu tragen, geht - fast - über meine Kräfte. Gute Ratschläge, wie "...dann bist Du eben wieder Single, hat auch seine Vorteile..." etc., nützen mir auch nichts. War noch nie "Single", weil seit meiner Jugend mit meinem Mann zusammen. Habe also keine Erfahrungswerte insoweit.
Noch ein Problem: Es ist immer von neuen Beziehungen/Partnern in Zukunft die Rede. Wachsen die auf Bäumen? Im Übrigen kann ich mir nicht vorstellen, mich jemals einem - anderen - Mann nackt zu zeigen. Ich bin übergewichtig, nach mehreren Schwangerschaften habe ich keine schöne Figur mehr (Brust, Bauch, Oberschenkel (starke Cellulitits )). Meine eigene Schuld, ich weiß. Aber ich kann Sport nicht ausstehen. Ein weiteres Problem ist, dass ich bisher noch nie - außer in jungen Jahren - einen Mann getroffen habe, der mich auch körperlich anspricht. Männer in meinem Alter- und älter - empfinde ich nicht als attraktiv.
Danke an alle, die sich die Mühe machen meinen "Roman" zu lesen!![]()











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