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Ergebnis 41 bis 50 von 385
  1. #41
    testo_in_chiaro
    gelöscht

    AW: Trennung und Depression

    Zitat Zitat von amazone41 Beitrag anzeigen
    Sehs positiv: Du hältst Deinen NM ja schon für dumm, diese Masche würde mir nicht gerade zu mehr Respekt vor dem Mann verhelfen.
    Das kann man auch von zwei Seiten sehen. Es ist doch eine schlechte Bilanz, sich einzugestehen, 20 Jahre mit einem "dummen" Menschen gelebt zu haben. Oder? Man hätte ja mal früher aufwachen können. Schön finde ich das nicht, den Partner, mit dem man eine lange Zeit geteilt hat, als dumm zu erkennen. Ich weiß, dass dies eine Methode ist, eine Trennung zu verkraften. Dennoch, bei meinem jetzigen Partner bin ich sicher, dass wir selbst bei einer Trennung eine solche Bilanz nie ziehen würden.

  2. #42
    Avatar von never_the_less
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    AW: Trennung und Depression

    @ LadyLiz:


    Zitat Zitat von LazyLiz Beitrag anzeigen
    Seine Neue scheint nun regelrecht die Errettung dieses armen Mannes aus seiner schrecklichen Ehe zu ihrer Mission gemacht zu haben

    Vielleicht habt ihr ja Antworten?
    Hoffentlich hat sie viel Spaß dabei. Die Frage ist, wie lange er von ihr "gerettet" und gepampert werden möchte, bis er sich bevormundet und "eingeengt" fühlt.

    Ich glaube, wenn Männer die Mitleidsplatte auflegen, regt sich bei uns Frauen - ich kann mich da leider nicht ausschließen - der Mutterinstinkt.
    In diesem Augenblick verabschiedet sich aber auch der gesunde Menschenverstand, weil alles nur noch durch diese Brille gesehen wird und man an dem armen Mann ja wieder gut machen muss, was seine Ex "zerstört" hat.
    Leider bin ich auch immer wieder gern in diese Falle getappt, bis irgendwann der Zeitpunkt kam, an dem ich "Mitgefühl" mit seiner Ex bekam.

    Die Frage ist: Willst Du ihn zurück, wenn er - nicht unwahrscheinlich - wieder zurückgekrochen kommt?
    Die Gefühle lassen den Verstand nach ihrer Pfeife tanzen.. (Hedwig Dohm)

    Heitere Resignation - es gibt nichts Schöneres.
    (M. v. Ebner-Eschenbach)

  3. #43
    testo_in_chiaro
    gelöscht

    AW: Trennung und Depression

    Zitat Zitat von never_the_less Beitrag anzeigen
    Ich glaube, wenn Männer die Mitleidsplatte auflegen, regt sich bei uns Frauen - ich kann mich da leider nicht ausschließen - der Mutterinstinkt.
    Was für ein Glück, dass ich den nicht habe. Bei Mitleidsplatten regt sich bei mir der Fluchtinstinkt.

  4. #44
    Avatar von never_the_less
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    AW: Trennung und Depression

    Sei froh!

    Mittlerweile würde ich diese Typen auch recht schnell als Jammerlappen einstufen...
    Die Gefühle lassen den Verstand nach ihrer Pfeife tanzen.. (Hedwig Dohm)

    Heitere Resignation - es gibt nichts Schöneres.
    (M. v. Ebner-Eschenbach)

  5. #45
    testo_in_chiaro
    gelöscht

    AW: Trennung und Depression

    Na, dann hätte ich aber immer noch meinen Verstand. Ich finde es schon sehr nützlich, den in allen Lebenslagen einzusetzen ... Ist aber für die Bri zu revolutionär, ich weiß ; -)

  6. #46
    Avatar von Ampelmann
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    AW: Trennung und Depression

    Zitat Zitat von testo_in_chiaro Beitrag anzeigen
    Na, dann hätte ich aber immer noch meinen Verstand. Ich finde es schon sehr nützlich, den in allen Lebenslagen einzusetzen ... Ist aber für die Bri zu revolutionär, ich weiß ; -)
    Ääh, ich fände etwas Revolutzertum nicht so verkehrt!
    Und gegen Verstand ist ja wohl nichts einzuwenden;-)

  7. #47

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    18.05.2006
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    16.049

    AW: Trennung und Depression

    LazyLiz,lass Dich drücken-ich musste grinsen ob Deiner Bemerkung,dass Männer nicht auf Bäumen wachsen...Ich verwende das ganz andersrum und sagte zu meinem Angetrauten auch schon mal:wären wir Frauen nicht,würdet ihr Männer noch auf den Bäumen leben .Ich muss Dir wohl nicht sagen,dass er den Spruch nur mässig lustig fand .
    Aber im Ernst,guck ob sich in Deiner Nähe ein Mittagstisch findet,an dem Du mithelfen kannst.Meine Mutter hat,um die magere Haushaltkasse aufzumöbeln,immer mal wieder Zimmer vermietet.Vielleicht wäre etwas in die Richtung was für Dich,oder vllt.B&B.
    Mir gings vergangene Woche mal einen Tag nicht so gut und abends bin ich dann raus,zur Post mit einem Brief und dann ne halbe Std. gehen,aber ohne Ausrede wie Walkingstöcke...einfach so!War für mich schon sowas wie ne Mutprobe und brauchte ÜBERWINDUNG aber danach war ich ganz stolz auf mich
    Du schaffst das und hier wird ja auch geholfen,manchmal eben mit etwas Humor.
    Der Zynismus ist meine Rüstung, der Sarkasmus mein Schwert und die Ironie mein Schild.


    Die Götter lieben Fliegen und Dummköpfe -darum haben sie so viele davon gemacht




  8. #48
    Avatar von LazyLiz
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    AW: Trennung und Depression

    Danke für eure Antworten!

    Glücklicherweise bin ich schon zu 90 % so weit, mir die Abwertungen meines Mannes nicht mehr zu eigen zu machen. Ganz schaffe ich es noch nicht. An schlechten Tagen habe ich damit noch zu kämpfen. Das eigentliche Problem für mich ist erfahren zu müssen, dass mein Mann nach über dreißig Jahren gemeinsamen Lebens so schlecht über mich denkt. Das erschüttert mich. War ich die ganze Zeit tatsächlich so blind? Ich hatte immer eine sehr hohe Meinung von ihm. Hätte nie gedacht, dass er sich irgend jemandem gegenüber so niederträchtig verhalten könne. Anscheinend hatte ich die ganze Zeit ein falsches Bild von ihm. Oder kann ein Mensch sich in so kurzer Zeit so sehr verändern??

    testo_in_chiaro:
    Ich hoffe, mit "blöd" meinst Du jetzt nicht mich?

    Ampelmann:
    Sprichst Du aus eigener Erfahrung?

    testo_in_chiaro:
    Um noch etwas richtig zu stellen: Bis zu seiner Affäre war ich eigentlich die Dominantere in unserer Ehe. Ich habe mir auch nie Gedanken darüber gemacht, was meinem Mann gefällt und was er für richtig hält. Schon bevor ich von der Affäre erfahren habe, ist mir aufgefallen, dass er mich zunehmend abfällig behandelt hat. Das kannte ich bisher gar nicht und hat mich dann ja auch stutzig gemacht. Während des letzten Jahres hat er das dann noch ausgeweitet, in jeder Beziehung. Als hätte er alle Hemmungen abgelegt und würde jetzt allen "Müll", der sich in den letzten dreißig Jahren angesammelt hat, über mir auskippen. Das hat mein Selbstwertgefühl fast kaputt gemacht. Auch wenn mein Verstand mir jetzt sagt, dass das bestimmte, nicht in meiner Verantwortung liegende Gründe hatte, tut es doch sehr weh. Und es nicht einfach, sich innerlich gegen diese massive Herabwürdigung zur Wehr zu setzen. Aber ich kann mir immerhin schon sagen, ich bin wie ich bin, und ich bin auch "Jemand"! (Auch wenn ich nicht golfe, reite, Tennis spiele und Marathon laufe, wie diese Dame. Was mein Mann natürlich toll findet. Häh? Hätte er das alles finanzieren wollen?? (Mir fehlt hier ein böser Smily!)

    Dumm ist für mich der Oberbegriff für u. a.
    - sich eigene Fehler nicht einzugestehen und eigenes Fehlverhalten zu verdrängen.
    - unehrlich gegenüber sich selbst zu sein.
    - nicht zu reflektieren, nicht zu lernen und sich nicht weiter zu entwickeln.
    - den neuen Partner zu idealisieren und den alten nur negativ zu sehen.
    - den neuen Partner mit dem alten zu vergleichen und diesen dabei abzuwerten. Es handelt
    sich um zwei völlig verschiedene Menschen mit völlig verschiedenen Biographien.
    - eine neue Beziehung mit einer dreißigjährigen Ehe gleichzusetzen und zu bewerten.
    - sich nicht wirklich ernsthaft um den Erhalt der Ehe zu bemühen und nicht auch selbst etwas zu ändern.

    So gesehen habe ich wohl mit einem "dummen" Mann zusammen gelebt. Und es ist wirklich schmerzhaft, das zu realisieren. Auch wenn mir das vage schon bewußt war. Aber man versucht ja auch immer Dinge zu sehen und zu finden, die für den Partner sprechen. Jeder hat ja sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften.

    amazone41:
    Zur Zeit habe ich wirklich nicht viel Respekt vor meinem NM. Insofern sehe ich tatsächlich Positives in der Trennung. Zumindest wird mir so einiges klarer.

    never_the_less:
    Also, ich glaube nicht, dass mein NM zurück kommt. Ich könnte die Frage, ob ich ihn zurück nehmen würde, zur Zeit auch nicht uneingeschränkt mit "Ja" beantworten. Wenn er das wollte und ich hätte den Eindruck, bei ihm hätte sich auch etwas bewegt, sprich weiter entwickelt, dann vielleicht. Ich denke im Übrigen aber, dass seine Neue irgendwann aufgibt. Die wird auch noch merken, wenn sie sich da eingefangen hat.
    "Jammerlappen" hört sich gut an!

    testo_in_chiaro:
    Nur über meinen Verstand bewältige ich derzeit die Trennung! Die Gefühle hinken leider noch etwas hinterher.

    Libellchen:
    Danke, drück Dich zurück! Ich versuche, langsam wieder in meinem Beruf Fuß zu fassen. Werde im August zwei Wochen Urlaubsvertretung machen mit Aussicht auf stundenweise Beschäftigung in Zukunft. Mache mir auch gerade Gedanken darüber einen Bügelservice aufzumachen. Wenn ich etwas kann, dann Hausarbeit. Jahrelange Übung! B&B hört sich interessant an. Wie hat Deine Mutter das gemacht? War ihr Haus denn dafür geeignet, oder musste sie extra umbauen/renovieren etc.? (Antwort vielleicht über PN?)
    Wenn ich in einem Tief bin, versuche ich irgendwelche körperlichen Arbeiten in Haus und Garten zu verrichten. Auch wenn es nicht viel ist, gibt es ein gutes Gefühl. Vor allem, wenn man hinterher sieht, dass man etwas geschafft hat. (Werde gleich die Terrasse mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten)

    Liebe Grüße an alle
    LazyLiz

  9. #49
    Avatar von Ampelmann
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    AW: Trennung und Depression

    @LazyLiz
    Natürlich

  10. #50
    Avatar von Sariana
    Registriert seit
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    20.638

    AW: Trennung und Depression

    Zitat Zitat von LazyLiz Beitrag anzeigen
    testo_in_chiaro:
    Um noch etwas richtig zu stellen: Bis zu seiner Affäre war ich eigentlich die Dominantere in unserer Ehe. Ich habe mir auch nie Gedanken darüber gemacht, was meinem Mann gefällt und was er für richtig hält. Schon bevor ich von der Affäre erfahren habe, ist mir aufgefallen, dass er mich zunehmend abfällig behandelt hat. Das kannte ich bisher gar nicht und hat mich dann ja auch stutzig gemacht. Während des letzten Jahres hat er das dann noch ausgeweitet, in jeder Beziehung. Als hätte er alle Hemmungen abgelegt und würde jetzt allen "Müll", der sich in den letzten dreißig Jahren angesammelt hat, über mir auskippen. Das hat mein Selbstwertgefühl fast kaputt gemacht. Auch wenn mein Verstand mir jetzt sagt, dass das bestimmte, nicht in meiner Verantwortung liegende Gründe hatte, tut es doch sehr weh. Und es nicht einfach, sich innerlich gegen diese massive Herabwürdigung zur Wehr zu setzen. Aber ich kann mir immerhin schon sagen, ich bin wie ich bin, und ich bin auch "Jemand"! (Auch wenn ich nicht golfe, reite, Tennis spiele und Marathon laufe, wie diese Dame. Was mein Mann natürlich toll findet. Häh? Hätte er das alles finanzieren wollen?? (Mir fehlt hier ein böser Smily!)
    Möglicherweise fühlt(e) sich dein Mann von dir entmannt, nicht mehr als Mann gesehen und wahrgenommen, wenn du, nach deiner eigenen Aussage "die Hosen anhattest" und es dich nicht interessierte, was ihm gefällt und/oder er für richtig hält.

    Nun fühlt(e) er sich gesehen als Mann, ihm wurde zugetraut sich mit der Trennungsgeschichte der neuen Frau in seinem Leben auseinander zu setzen.
    Evtl. sind ihm dabei ein paar Dinge aufgefallen, die lange Jahre selbstverständlich waren.

    Hast du ihn denn respektvoll behandelt, all die Jahre zuvor?
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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