Im Großen und Ganzen stimme ich mit Dir überein. Aber einiges muss ich hier doch klar stellen:
1.
Ich behaupte nicht, dass ich Depressionen wegen der Wechseljahre habe! Ich weiß nicht mal, ob ich in den Wechseljahren bin, da ich eine Hysterektomie hatte. Wirklich schlimme Schweißausbrüche habe ich auch nicht. Es könnte nur vom Alter her hinkommen. Daher vermute ich das. Dass Depressionen in den Wechseljahren auftreten, habe ich aber hautnah bei zwei Freundinnen miterlebt. Und auch andere Wechseljahresbeschwerden. U. a. bei etwas älteren Kolleginnen in den letzten Jahren. Schweißausbrüche im Halbstundentakt bei der Arbeit. Die sind auch keine Einbildung. Man konnte es sehen. Der Unterschied ist wohl, wie stark ausgeprägt und wie belastend diese Beschwerden sind und empfunden werden. Und ich stimme Dir zu, dass ich diese nicht unbedingt als behandlungsbedürftig ansehe. Ich habe das jedenfalls nicht vor. Augen zu und durch!![]()
2.
Ich stehe der Tendenz, jede Verstimmung und jeden Frust gleich als behandlungsbedürftig anzusehen, auch skeptisch gegenüber. Manches muss man einfach mal aushalten können.
Aber: Hast Du selbst Erfahrung mit Depressionen, also schon gehabt? Wenn nicht, kannst Du das - denke ich - nicht beurteilen. Eine Stimmungsschwankung ist wirklich keine Depression. Stimmungsschwankungen sind in der Regel nicht so schwer, dass man nicht mehr arbeitsfähig ist, und Stimmungsschwankungen sind nach kürzerer Zeit - Stunden, Tage oder auch mal ein oder zwei Wochen - wieder von selbst vorbei. Depressionen sind etwas ganz anderes! Auch etwas anderes als Trauer nach Todesfällen, Trennungen etc. Eine Depression ist eine Krankheit, die Jahre andauern kann. Man ist nicht mehr man selbst. Und man hat keinen wirklichen Einfluß auf den Verlauf und die Dauer. Stell Dir vor, Du hast eine Grippe mit hohem Fieber oder irgendeine andere körperliche Krankheit. Kannst Du dann sagen, so, morgen bin ich wieder gesund? Ich muss mich nur genug zusammenreißen, dann hört das Fieber auf?
Wie ich schon schrieb, ist die Verarbeitung der Trennung nicht das eigentliche Problem für mich. Das ist auch schwer, aber ich kann über den Verstand damit umgehen. Ich reflektiere und lerne daraus. In der Depression ist das aber nicht mehr möglich. Man ist nicht in der Lage klar zu denken, Dinge realistisch zu sehen. Man empfindet nur Niedergeschlagenheit, Verzweiflung, Trostlosigkeit, Perspektivlosigkeit, Freudlosigkeit, hat keinen Antrieb und keinerlei Interesse an und für irgend etwas. Für mich persönlich fühlt es sich an, als laste ein riesiges Gewicht auf mir, das ich mit mir herumschleppen muss. Ich kann nicht mehr gerade und aufrecht gehen. Und, wenn es ganz schlimm ist, hat man - generalisierte - Angst, die sich in regelrechte Panikattacken steigern kann mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Luftnot etc. Und nicht zuletzt kommen Suizidgedanken dazu. Das kennen wohl fast alle Depressive.
Ich gehe nicht zum Spaß zur Therapie, sondern weil diese mir hilft die Dinge "im rechten Licht" zu sehen. Und wenn man es gerade so schafft zu "überleben" und nicht völlig unterzugehen, hat man nicht die Kraft sich auch noch über sein Gewicht Gedanken zu machen oder gar Diäten einzuhalten. Im Übrigen habe ich inzwischen wieder ein paar Kilo abgenommen. U. a. weil ich versuche mich möglichst gesund zu ernähren mit viel Obst, Joghurt, fettarmem Essen etc. Aber ich brauche jeden Tag auch ein paar kleine Highlights, u. a. eben meine Kaffeestunde am Nachmittag mit einem guten Buch. Meine Therapeutin ist übrigens sehr schlank!
3.
Zum Seniorenschwimmen möchte ich, auch wenn ich "schon" 53 Jahre alt bin, eigentlich noch nicht gehen.Im Übrigen wird das Schwimmbad während dessen wohl nicht für andere Besucher gesperrt sein? Ins Hallenbad gehe ich generell nicht gern, ist mir nicht sauber genug. (Ja, ja, ich weiß, ich bin sehr pingelig.
) Außerdem bin ich Brillenträgerin (kurzsichtig!) und dann ist das mit dem Schwimmen so eine Sache.
Geändert von LazyLiz (08.07.2012 um 12:18 Uhr)
Diesen Mut hätte ich gern!Leider muss man erst mal ins Wasser gelangen! Der Weg dahin ist für mich immer die Hölle. Ich hatte, was meinen Körper anbelangt, noch nie ein großes Selbstbewußtsein. Halbwegs nur in ganz jungen Jahren (bis Mitte zwanzig), als ich noch sehr schlank war. Seit meinen Schwangerschaften (vier) und den damit verbundenen Gewichtszunahmen, bin ich sehr unglücklich über meine Figur.
Das geht mir auch so! Ich sehe direkt lauter grauhaarige Dauerwellen vor mir, die langsam ihre Bahnen ziehen.![]()
Asche auf mein Haupt. Ich meinte Frauenschwimmen. Hust. Ist aber eben so, dass da meist Frauen ab 35 oder so mitmachen (nichts grau-bläuliche Haare ;- )), bei uns ist das Schwimmbad in der Tat dann für Männer, Kinder, Jugendliche gesperrt.