Hallo liebe Bri-Crom,
nachdem ich jetzt einige Wochen im Forum "Beziehung im Alltag" gepostet habe (Patchwork und Probleme mit den Eltern), ist es vor drei Wochen zur "Trennung" von meinem bisherigen Lebenspartner gekommen.
Unser Beziehungsstatus als solcher ist nicht abschließend geklärt, jedoch hat er sich umgehend eine Wohnung gesucht, der Auszug wird nächste Woche stattfinden. Und es fühlt sich auch an wie eine Trennung.
Auch wenn ich aufgrund der vorhandenen Probleme (Patchwork, Krach mit meinen Eltern, mangelndes Vertrauen von meiner Seite) denke, dass sein Auszug unumgänglich war, so bekomme ich das emotional noch immer nicht gebacken. Ich versuche den Kontakt auf ein Minimum zu beschränken, merke aber doch, dass ich mich immer wieder auf per sms oder Mail geführte "Diskussionen" einlasse. Einfach, weil er mir so schrecklich fehlt.
Ich weiß, dass es an dieser Stelle besser wäre, den Blick gezielt auf die Dinge zu richten, die nicht gut gelaufen sind.....aber das ist gar nicht so einfach.
Jetzt, wo der Alltagsstreß weg ist, rücken die guten und schönen Dinge aus der gemeinsamen Zeit wieder sehr in den Vordergrund.
Außerdem "wühle" ich in der Vergangenheit, rufe mir wieder und wieder Ereignisse ins Gedächtnis und frage mich, woran es letztendlich gescheitert ist.
Habe Sachen in meinem Tagebuch gefunden.....der erste Streit nach 8 Monaten Beziehung.....er meinte, ich solle wegen einer "kleinen Diskussion" nicht alles so aufbauschen....hat gesagt und so getan, als sei damit alles wieder ok....und hat sich dann doch wie eine "beleidigte Leberwurst" verhalten, zumindest habe ich das so interpretiert.....und damit komme ich nicht klar. Will immer alles klären und komplett aus der Welt schaffen.
Im Nachhinein betrachtet, zeichnete sich damals schon unser Streitmuster ab: es gab Zoff (ganz wichtig auch immer: die Klärung der Schuldfrage...er reagiert ja angeblich immer nur auf meine "Aktionen"), er zog sich zurück und ich war diejenige, die dann wieder den ersten Schritt gemacht hat.
Oft verbunden mit meiner Frage, ob ihm denn überhaupt noch was an mir oder der Beziehung liegen würde. Ich habe ihm auch oft gesagt, dass es besser sei, die Beziehung zu beenden, wenn wir irgendwelche Probleme nicht in den Griff bekommen und zugleich gespürt, dass das sehr schlimm für mich sein würde.
Denn oft habe ich seine mangelnde Kompromißbereitschaft so interpretiert: er geht nicht auf mich zu, zieht sich zurück, sucht nicht nach Lösungen, also ist ihm an der Fortsetzung der Beziehung weit weniger als mir gelegen.
Fühle mich schrecklich.....er unterstellt mir Bindungsprobleme (für Dich gibt es nichts außerhalb deiner Familie...du wünschst dir sicher einen Partner an deiner seite, aber du verhälst dich nicht so), ich zweifle so an mir und frage mich, ob da etwas dran ist. Habe da (bewußt und unbewußt) auch einiges falsch gemacht.
Würde ihn aber auch mich beide als nach außen hin starke Persönlichkeiten mit einem großen Hang zur Mimosenhaftigkeit und Rumgezicke beschreiben.
Oder ist das Scheitern der Beziehung nur eine "gesunde Reaktion", in dem Sinne, dass ich mich von jemandem frei machen mußte, mit dem es (trotz aller Liebe und Gefühle) einfach nicht paßte?
Nächste Woche ist also der Umzug und mir geht es jetzt schon schlecht, wenn ich daran denke. Habe auf jeden Fall dann eine Freundin an meiner Seite, aber es wird doch sehr schwierig werden, wenn es dann endgültig ist.
Würde mich über Eure Beiträge freuen, schreiben hilft mir gerade wieder sehr!!!!
LG











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), aber es tut einem gut, um zu sich selber zu kommen. Und das ist eine viel bessere Basis, auf der man dann weitreichende Entscheidungen treffen kann.