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  1. #1

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    Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    Hallo liebe Bri-Crom,

    nachdem ich jetzt einige Wochen im Forum "Beziehung im Alltag" gepostet habe (Patchwork und Probleme mit den Eltern), ist es vor drei Wochen zur "Trennung" von meinem bisherigen Lebenspartner gekommen.

    Unser Beziehungsstatus als solcher ist nicht abschließend geklärt, jedoch hat er sich umgehend eine Wohnung gesucht, der Auszug wird nächste Woche stattfinden. Und es fühlt sich auch an wie eine Trennung.

    Auch wenn ich aufgrund der vorhandenen Probleme (Patchwork, Krach mit meinen Eltern, mangelndes Vertrauen von meiner Seite) denke, dass sein Auszug unumgänglich war, so bekomme ich das emotional noch immer nicht gebacken. Ich versuche den Kontakt auf ein Minimum zu beschränken, merke aber doch, dass ich mich immer wieder auf per sms oder Mail geführte "Diskussionen" einlasse. Einfach, weil er mir so schrecklich fehlt.
    Ich weiß, dass es an dieser Stelle besser wäre, den Blick gezielt auf die Dinge zu richten, die nicht gut gelaufen sind.....aber das ist gar nicht so einfach.
    Jetzt, wo der Alltagsstreß weg ist, rücken die guten und schönen Dinge aus der gemeinsamen Zeit wieder sehr in den Vordergrund.

    Außerdem "wühle" ich in der Vergangenheit, rufe mir wieder und wieder Ereignisse ins Gedächtnis und frage mich, woran es letztendlich gescheitert ist.
    Habe Sachen in meinem Tagebuch gefunden.....der erste Streit nach 8 Monaten Beziehung.....er meinte, ich solle wegen einer "kleinen Diskussion" nicht alles so aufbauschen....hat gesagt und so getan, als sei damit alles wieder ok....und hat sich dann doch wie eine "beleidigte Leberwurst" verhalten, zumindest habe ich das so interpretiert.....und damit komme ich nicht klar. Will immer alles klären und komplett aus der Welt schaffen.

    Im Nachhinein betrachtet, zeichnete sich damals schon unser Streitmuster ab: es gab Zoff (ganz wichtig auch immer: die Klärung der Schuldfrage...er reagiert ja angeblich immer nur auf meine "Aktionen"), er zog sich zurück und ich war diejenige, die dann wieder den ersten Schritt gemacht hat.
    Oft verbunden mit meiner Frage, ob ihm denn überhaupt noch was an mir oder der Beziehung liegen würde. Ich habe ihm auch oft gesagt, dass es besser sei, die Beziehung zu beenden, wenn wir irgendwelche Probleme nicht in den Griff bekommen und zugleich gespürt, dass das sehr schlimm für mich sein würde.

    Denn oft habe ich seine mangelnde Kompromißbereitschaft so interpretiert: er geht nicht auf mich zu, zieht sich zurück, sucht nicht nach Lösungen, also ist ihm an der Fortsetzung der Beziehung weit weniger als mir gelegen.

    Fühle mich schrecklich.....er unterstellt mir Bindungsprobleme (für Dich gibt es nichts außerhalb deiner Familie...du wünschst dir sicher einen Partner an deiner seite, aber du verhälst dich nicht so), ich zweifle so an mir und frage mich, ob da etwas dran ist. Habe da (bewußt und unbewußt) auch einiges falsch gemacht.
    Würde ihn aber auch mich beide als nach außen hin starke Persönlichkeiten mit einem großen Hang zur Mimosenhaftigkeit und Rumgezicke beschreiben.

    Oder ist das Scheitern der Beziehung nur eine "gesunde Reaktion", in dem Sinne, dass ich mich von jemandem frei machen mußte, mit dem es (trotz aller Liebe und Gefühle) einfach nicht paßte?

    Nächste Woche ist also der Umzug und mir geht es jetzt schon schlecht, wenn ich daran denke. Habe auf jeden Fall dann eine Freundin an meiner Seite, aber es wird doch sehr schwierig werden, wenn es dann endgültig ist.

    Würde mich über Eure Beiträge freuen, schreiben hilft mir gerade wieder sehr!!!!

    LG

  2. #2

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    Hallo kamey,

    ich bin eine "Leidensgenossin", stecke ebenfalls mitten in einer Trennung. Es ist zumindest wohl insofern auch mit meine Entscheidung, dass ich weiß, wenn ich wieder bei ihm ankäme, "richtig" agierte, hätten wir wahrscheinlich schon noch eine Chance...

    Und die Abläufe und Strukturen innerhalb unserer beider Beziehungen scheinen sich sehr zu ähneln (das Schmollen, die fehlende Kompromissbereitschaft und auch die Mimosenhaftigkeit...). Ich habe bei uns sogar einen leichten Hang zu Narzissmus und Komplementärnarzissmus festgestellt (so viel zum Grübeln über das Warum, Wieso, über die Vergangenheit... kenne ich nur zu gut!)

    Tja, wann ist es gesund zu gehen, wenn es halt nicht passt, wann sollte man noch kämpfen - wirklich eine große und schwere Frage. Ich versuche auch mich ein bisschen zu fragen: Haben die glücklichen Momente noch überwogen? Wann habe ich mich in seiner Gegenwart wirklich umfassend wohl gefühlt?

    Bei uns gibt es noch viel Unaufgearbeitetes, Unausgesprochenes - und auch das macht mir das Loslassen nicht leicht...

    Aber zumindest hast Du ja schon die Möglichkeit, nächste Woche umzuziehen. Das hat ja auch etwas Positives, oder? (bei uns nicht nötig da Fernbeziehung)

    Ganz viel helfen kann ich Dir gerade nicht, da ich ähnliche offene Fragen habe. Aber mir hilft schon, zu wissen, damit nicht allein zu sein
    Liebe Grüße
    baptista

  3. #3

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    Danke liebe baptista,

    das ist die Frage.....nach allem, was passiert ist und auch nicht klappte.....kämpfen oder nicht?

    Wobei ich da mittlerweile weiß, er will gar nicht "kämpfen" in dem Sinne, das er noch irgendwas für die Beziehung tun will. Ich sei jetzt an der Reihe.

    Und das war der Satz, der bei mir zu der folgenschweren Aussage geführt hat: Dann mußt Du gehen.
    Ich kann und will nicht eine Beziehung führen, in der eine solche Einstellung herrscht und von meinem Partner gelebt wird. Und schon gar nicht meinen beiden Kindern sowas zumuten, da sie schon sehr zum Spielball (seiner) Machtspiele zu werden drohten.

    Ich führe ständig innere Monologe, ja, da gibt es auch noch so einiges, was nicht geklärt ist.
    Weiß aber nicht, ob es Sinn macht, diese mit ihm zu klären, befürchte wieder in den ewig gleichen Gesprächsstrukturen gefangen zu bleiben.
    Loslassen ist so unendlich schwer.

    Habe ihn gefragt, ob wir ein klärendes Gespräch (nach seinem Auszug) führen können, muss für mich wenigstens (als eine Art Schlußpunkt) unseren Status klären. "Offiziell" sind wir ja immer noch zusammen....wobei es sich ganz und gar nicht so anfühlt.
    Aber selbst da eiert er ohne Ende rum (per sms, wie schrecklich), entweder will er nicht derjenige sein, der endgültig Schluss macht oder er hat noch irgendwelche Hoffnungen und macht das von mir abhängig.

    Hast Du einen eigenen Strang oder schreibst Du hier mal was von Deiner Geschichte?

  4. #4

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    Kamey, musst Du denn jetzt unbedingt alles sofort klären?

    Wie wär's wenn Du ihn ausziehen lässt, ein oder zwei Monate abwartest und schaust und ihm auch diese Zeit gibst und dann die Statusfrage stellst?

  5. #5

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    @ambiva

    Bin halt so gestrickt.....immer sofort alles klären.

    Vielleicht bilde ich mir ein, dass es den Leidensweg der Trennung abkürzt, keine Ahnung.

    Aber vielleicht hast Du Recht, einfach mal nichts tun und sehen was passiert.
    Habe auch Angst, dass er (wie in meinem anderen Strang schon mehrfach von anderen geschrieben/angedeutet) eine narzisstische Persönlichkeit hat.....ohne mir allzuviele Gedanken um ihm zu machen, in diesem Fall würde ich die Beziehung auf gar keinen Fall länger als notwendig fortführen wollen, da ist weiteres Leiden für mich vorprogrammiert. Oder ist er nur ein ganz normaler Mann, der nun (zurecht) über das abrupte Ende unserer Beziehung enttäuscht ist?

    Rechne eigentlich auch damit, dass es mir in ein, zwei Monaten wieder besser gehen wird.....aber ob ich dann schon die Kraft habe, mich einem "neuen Anlauf" zu widersetzen bzw. ob ich nicht insgeheim bis dahin darauf hoffe und so nie wirklich "frei sein" werde von ihm, ich weiß es nicht.

  6. #6

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    Hallo kamey,

    ich habe deine Geschichte mit Interesse verfolgt, da es bei mir, in Ansätzen, ähnliche Schwierigkeiten waren, die das Zusammenleben belasteten. Mein Freund ist damals im Januar auch ausgezogen, ohne dass der Beziehungsstatus richtig geklärt gewesen wäre. Auch ich habe damals gedacht, dass es für mich "einfacher" wäre, wahrscheinlich habe ich auch gehofft, den Leidensweg verkürzen zu können. Der Wunsch ist berechtigt, denn wer leidet schon gerne?

    Aber ich sehe bei mir, dass das "Leiden" in vielfacher Hinsicht hilfreich war... ich habe mir ganz ähnliche Fragen gestellt wie du. Aber teilweise war ich durch den Stress der Auseinandersetzungen und den Wunsch, mich selber zu schützen, so blockiert, dass ich manches an meinem eigenen Verhalten gar nicht wahr haben wollte (meinem Freund ging es ganz am Anfang sehr ähnlich). Natürlich war vor allem ER "schuld" daran, dass es nicht funktionierte, denn ich hatte, aus meiner Sicht sooo viel getan, bin ihm so sehr entgegengekommen etc. Erst nach einiger Zeit des Abstands waren wir beide in der Lage, diese Dinge, hinter denen sicher guter Wille steckte, auch kritisch zu betrachten. War ich in der Lage, mir überhaupt zugestehen zu können, dass auch mein Handeln, welches unser beider Bestes beabsichtigte, vielleicht nicht unbedingt für diesen Zweck geeignet war.

    Ein Beispiel vielleicht: ich bin auch der Meinung, dass es gut und sinnvoll ist, Probleme zeitnah zu klären, dass Vertrauen in einer Partnerschaft wichtig ist und eine Beziehung dann gut ist, wenn eine Atmosphäre herrscht, in der man sich gegenseitig vertrauen kann. Aber ich war irgendwann so festgefahren, so genervt von meinem Freund und seinem Verhalten, davon, dass er nicht mit mir redete, nicht sagte, was er wollte, dass ich gar nicht merkte, dass unsere Beziehung, SO wie sie wahr, gar nicht die vertrauensvolle Basis bot, in der jemand hätte aus sich kommen können und sich dem anderen anvertrauen können. Ich merkte gar nicht, dass ich, je mehr ich nörgelte und ihn bedrängt, dass er doch endlich mit mir reden sollte, die Bedingungen schuf, unter denen ich selber mich nicht jemandem "anvertraut" hätte *seufz*. Wie gesagt, wir hatten uns gegenseitig, aber auch jeder sich selber, vollkommen aus den Augen verloren, steckten in einer "Schlacht" fest, in der wir einfach um uns schlugen und vollkommen aus den Augen verloren hatten, was wir eigentlich erreichen wollten.

    Was ich damit sagen möchte... manchmal braucht man einfach etwas Abstand und muss zur Ruhe kommen, um wirklich zu sehen und zu spüren, woran man ist. Das geht dir wahrscheinlich so und deinem Freund auch. Es ist nicht leicht, diesen Zustand der Ungewissheit auszuhalten (meine Beiträge hier zeugen davon ), aber es tut einem gut, um zu sich selber zu kommen. Und das ist eine viel bessere Basis, auf der man dann weitreichende Entscheidungen treffen kann.

    Wie gesagt, es ist vielleicht einfacher, jetzt eine Entscheidung zu treffen, sich jetzt konsequent trennen und man hat etwas, an dem man sich "festhalten" kann. Aber selbst, wenn dieser Mann überhaupt nicht zu dir passen sollte, kannst du dir die Zeit nehmen, Abstand gewinnen, zur Ruhe kommen, dir diese Beziehung genau anschauen, dir überlegen, wo es nicht passt und dich dann trennen. Dann wirst du aber nicht irgendwelche Gefühle von Wehmut oder Bedauern verdrängen müssen, sondern wirst wissen, dass es gut ist, so wie es ist. Das kannst du aber erst, wenn du dir darüber sicher bist. In einem so aufgewühlten und schwankenden Zustand kann man aber kaum "sicher" spüren, was man braucht.

    Und wenn dieser Mann nicht so "unreif" ist, wie er dir manchmal erschienen ist (es könnte ja auch sein, dass er sich irgendwann in eine Position der Selbstverteidigung gedrängt gefühlt hat, aus der heraus er auch nicht mehr "klar" handeln konnte und mit etwas Abstand SEINE Fehler, seinen Beitrag an den Problemen und der Eskalation erkennen könnte), dann könnt ihr vielleicht in ein paar Wochen oder Monaten gemeinsam entscheiden, wie es weitergehen soll...

  7. #7

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    Vielleicht sollte ich da wirklich mal an mir arbeiten und versuchen, das "Aushalten" und "Abwarten" zu erlernen.

    Liebe daisymiller, auch wenn es vielleicht nicht so gedacht war, Dein Beitrag macht mir Hoffnung, dass es vielleicht doch nochmal etwas werden könnte.....wobei ich momentan überhaupt nicht weiß, ob das gut für mich wäre.

    Habe eben auch ein riesengroßes Vertrauensproblem (er auch) und ob wir uns Dinge, die in dieser schwierigen Zeit passieren (könnten) dann so einfach verzeihen würden?

    Im Moment ist da nur Frust und Traurigkeit auf beiden Seiten, wobei er bestreitet, dass es mir auch schlecht geht (er ist ja derjenige, der eine neue Wohnung suchen mußte und den ganzen Hantier mit Umzug etc hat, so sein O-Ton), was definitiv aber nicht so ist.
    Er unterstellt auch ständig, dass alle meine Bemühungen, ihm wenigstens bei irgendwelchen praktischen Dingen zu helfen, lediglich dazu dienen, ihn möglichst schnell los zu werden und Platz für den nächsten zu schaffen.

    Ziemlich verfahrene Situation

  8. #8

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    Liebe kamey,

    ich habe zwei eigene Stränge zu Teilaspekten der Geschichte - vielleicht schreibe ich auch demnächst mal mehr (grad nicht so viel Zeit). Ich kann übrigens auch überhaupt nicht gut abwarten und entwickeln lassen! Ganz schlimm...
    Und mich beschäftigt das mit den narzisstischen Tendenzen sehr. Woher kommt denn bei Dir die Vermutung?

    Mich sprach auch gerade das an: hat man überhaupt eine Umgebung geschaffen, in der der andere loslassen, einen sehen konnte? Hätte das etwas geändert?

    Wie war denn dein Ex in seinen früheren Beziehungen?
    Im Übrigen glaube ich fast, für einiges ist ein erst mal klarer Schlussstrich besser - sonst laufen die alten Muster einfach immer weiter... Zumindest eine klare Kontaktsperre für eine Weile?
    Auch wenn mir das grad auch total schwer fällt...
    LG Baptista

  9. #9

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    Liebe baptista,

    auf die narzisstischen Tendenzen bin ich durch Denkanstösse hier im Forum gekommen. Sowas kann aufgrund einer Schilderung von Außen ja niemand seriös attestieren, habe mittlerweile zu dem Thema gelesen und muss sagen: ja, das wäre zumindest eine Erklärung für sein Verhalten.

    Oder um es kurz zu sagen: "Psycho" (O-Ton einer Freundin als sie ihm zum ersten Mal traf wegen seines auffällig distanzlosen Verhaltens)

    Ist ja auch eigentlich egal, warum er so ist wie er ist. Habe mir diese Frage schon oft gestellt, aber selbst wenn ich eine zutreffende Antwort darauf hätte-ändern kann ich daran gar nichts.

    Was meinst Du mit der Umgebung, in der der andere Loslassen konnte?
    Wir hatten ja immer unsere Zeiten (ohne unsere jeweiligen Kinder), die wir als Paar sehr genossen haben. Die waren aber (bis auf das letzte Mal) durchweg harmonisch...irgendwie wollten wir diese kostbare Zeit auch nicht mit Streit und Alltagsproblemen belasten.

    Wie war mein Ex in früheren Beziehungen?
    Er stellte das immer so dar, als habe er "schwierige" Partnerinnen gehabt: aus zerrütteten Familienverhältnissen, selbstmordgefährdet, in psychiatrischer Behandlung, bulimisch, ohne Selbstwert. Allesamt furchtbar eifersüchtig, obwohl er nie was getan hat (fremdgehen).

    Er hat auch ganz offen darüber berichtet, was er alles jeweils getan hat (buchstäblich alles), um diese Frauen zu retten, um sie daraus zu holen und dass es ihm viel, viel leichter fiele, etwas zu geben anstatt etwas von jemandem anzunehmen.

    Problematisch waren auch oft seine Beziehungen zu den Vätern der Exen (so wie bei mir auch).

    Alle Beziehungen, mit denen er dann auch relativ zügig gemeinsame Wohnungen bezog, gingen kurz danach in die Brüche. Wobei zwei Varianten zu sehen sind:
    a) die Frau ging (ausgerechnet) zurück zu ihrem eigenen Ex
    b) eine Trennung im totalen Chaos, teiweise mit vollständigem Kontaktabbruch von Seiten der Frau

    Teilweise pflegte er aber anschließend noch Monate und Jahre nach der offiziellen Trennung nach intensive Mail- und sms-Kontakte zu einigen der Exen.....wahrscheinlich diente dies der gegenseitigen "Aufarbeitung"der Beziehung, ich weiß nichts Näheres.

    Seine Beziehungen waren allesamt äußerst kurzlebig (unsere fast zwei Jahre sind schon seit einiger Zeit sein Höchstwert).

    Eifersucht war in den Beziehungen wohl stets ein Riesen-Thema und ja, ich kann mir auch vorstellen warum: er hat in unserer Partnerschaft von Anfang alles Mögliche angestellt, um mich eifersüchtig zu machen (bewußt oder unbewußt). Ich habe das bemerkt und es anfangs als Versuche, seinen eigenen "Marktwert" hervorzuheben abgetan.
    Letztendlich hat er aber auch gelogen, was beispielsweise seine sms-Kontakte zu anderen Frauen anbetraf. Es waren teilweise 100 Stück am Tag, ob man das heutzutage als "harmlos" ansieht oder nicht, spielt im dem Fall keine Rolle, er hat mich auf entsprechende Nachfrage einfach glatt belogen.



    Ich falle insofern aus dem Muster der Partnerinnenwahl, als dass ich grundsätzlich keine derart problembeladene Frau bin. In der Situation unseres Kennenlernens befand ich mich jedoch gerade in einer persönlich schwierigen Situation und da hat er mich auch ein Stück weit "gerettet".
    Zum Glück sind die Rahmenbedingungen wieder besser, aber anstatt sich mit mir zu freuen, dass alle Dinge, die unser Zusammenleben belasten könnten, geklärt sind, fühlt er sich seitdem überflüssig.

    Das mit der Kontaktsperre halte ich mehr oder weniger gut ein.
    Im Allgemeinen simst er, mittlerweile schaffe ich es auch, nicht zu antworten bzw. das Handy auch mal nen Tag wegzulegen. Wird aber von seiner Seite aus auch zunehmend weniger.
    Ich arbeite noch an meinem Verhalten, denn es trägt wesentlich dazu bei, mich von der "elektronischen Fessel", die durch unseren mehr oder weniger permanenten sms-Kontakt (während der Beziehung) entstand, zu befreien.

    LG

  10. #10

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    AW: Trennung auf meinen Wunsch....jetzt gehts mir schlecht

    liebe kamay,

    100 mails pro tag an andere frauen, liebe kamay, da brauche ich nicht lange nachdenken, da ist etwas schwer in unordnung fuer das du nicht verantwortlich bist und das du auch nicht aendern kannst.

    das alleine waee fuer mich schon ein trennungsgrund, aber nicht aus eifersucht.

    Weisst du, wenn man deine beziehung nicht mit verklaerendem blick sondern nuechtern betrachtet sieht man , sie wird dir nie gut tun. Du bist jetzt im entwoehnungsstatium, das ist immer schmerzhaft und solange du herumeierst, wirst du deinen schmezlichen zustand noch verlaengern.
    Bringe die trennung bewusst hinter dich und es wird dir mit jedem tag besser gehen und das einzige wunder, das sich ereignen wird: eines tages wird er dir gleichgueltig sein und du wirst nicht verstehen, was du in ihm gesehen hast.

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