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  1. #1

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    Prophylaxe zur Trauerbewältigung

    Wenn wir uns erst mit der Trauerbewältigung beschäftigen wenn der Trauerfall eingetreten ist, dann ist der Mensch oft überfordert, besonders dann wenn Kinder vor uns gehen. Stirbt der 100 jährige Vater oder die Mutter, ist das Loslassen wohl einfacher.

    Mein Tipp: Sich mit dem Sinn des Lebens und des Sterbens zu befassen macht Sinn.

    Ich tat es und fand dabei folgendes heraus:

    * Der religionslose GOTT macht keine Fehler.

    * Es gibt keinen Tod, sondern nur tote Körper.

    * Das Diesseits und das Jenseits ist ein großes Ganzes.

    * Der menschliche Kern, die Seele, erhält viele male die Gelegenheit zur Inkarnation um zu wachsen und zu reifen
    "Die Wahrheit, lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben, wir müssen uns nach der Wahrheit richten". -Matthias Claudius-
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (05.04.2017 um 15:49 Uhr) Grund: Titel angepasst

  2. #2

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    All das und noch viel mehr hatte ich im Hinterkopf ... ich beschäftigte mich schon seit langem damit ...

    Nichts, aber auch gar nichts hat mir dabei geholfen, mit der Trauer anders umzugehen, als ich umgegangen bin.

    Ich fand das erschütternd, denn dieses "kluge Wissen" hat mich noch mehr erschüttert und zweifeln lassen ...richtiggehend aus der Bahn geworfen ,,,

    Für den Verstorbenen mag es vielleicht so sein, für den Zurückgebliebenen gilt all das "Wissen" nur am Rande, wenn überhaupt!

    Hast du schon einen dir sehr nahestehenden Menschen hergeben müssen?

    Prophylaxe zur Trauerbewältigung?
    Gibt es sowas überhaupt?
    Das dachte ich auch mal ...
    Ich selbst bin eines anderen belehrt worden ...
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (05.04.2017 um 11:58 Uhr) Grund: Titel angepasst

  3. #3
    Moderation Avatar von Marie-Madeleine
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Prophylaxe zur Trauerbewältigung?
    Gibt es sowas überhaupt?
    Nein.

    Man kann nie vorhersagen, wie man letztendlich reagieren wird, wenn man einen nahestehenden Menschen verliert. Das kann ganz anders aussehen, als man dachte.
    Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist.
    Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. (...)
    Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht.
    Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war.

    Wolfgang Herrndorf, "Tschick"
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (05.04.2017 um 11:58 Uhr) Grund: Titel angepasst

  4. #4
    Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Nein.

    Man kann nie vorhersagen, wie man letztendlich reagieren wird, wenn man einen nahestehenden Menschen verliert. Das kann ganz anders aussehen, als man dachte.
    V. a. kommt es dann ja auch immer noch auf die Umstände an, wie jemand stirbt. Der eine schläft friedlich ein und wacht nicht mehr auf, ein anderer leidet ewig, ist in ärztlicher Behandlung ohne dass etwas diagnostiziert werden kann und wenn dann endlich die Ursache gefunden ist, stellt man fest, dass man nichts mehr tun kann und es bleibt nur noch eine Palliativversorgung.
    Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.
    Marie von Ebner-Eschenbach

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    Geändert von BRIGITTE Community-Team (05.04.2017 um 11:58 Uhr) Grund: Titel angepasst

  5. #5
    Avatar von Lizzie64
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    man kann die trauer nicht "bewältigen", bevor ein trauerfall eingetreten ist.

    was für ein ärgerliches thema. (...editiert...)
    Describing the Old Irish verbal system as 'complex' is like referring to the Arctic as 'somewhat chilly'. (Bo)

    Geändert von BRIGITTE Community-Team (05.04.2017 um 11:59 Uhr) Grund: Titel angepasst, OT gelöscht

  6. #6

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    (...editiert...) Aber das Thema an sich finde ich schon berechtigt.

    Der Buddhismus beispielsweise beschäftigt sich sehr ausgiebig mit der Vergänglichkeit bis hin zum eigenen Tod. Ist jetzt nicht so meins, im Moment fordert mich bereits mein Leben voll und ganz.

    Die Todesfälle in meinem Umfeld kamen zudem alle sehr plötzlich mit jeweils unfaßbaren tragischen Umständen. So Sachen, mit denen wirklich niemand rechnet. Nichts bereitet einen darauf vor. Der erste Verlust hat mich sehr früh im Leben erwischt und ich bin bis heute erschüttert, dass der Tod in der Gesellschaft ein Tabu ist. Ich war sehr alleine mit meiner Trauer und es wird auch erwartet, dass man funktioniert. Ein Trauerjahr mit schwarzer Kleidung und einem Minimum an Rücksichtnahme hätte ich angemessen gefunden. Lange habe ich überlegt, im Hospiz zu arbeiten um dem was entgegenzusetzen. Seit 20 Jahren denke ich daran aber das Leben fordert auch von mir so viel, dass ich dem Tod nicht mehr Raum geben kann.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (05.04.2017 um 12:00 Uhr) Grund: Titel angepasst, Reaktion auf OT gelöscht

  7. #7
    Moderation Avatar von skirbifax
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von neustart_jetzt Beitrag anzeigen
    Ein Trauerjahr mit schwarzer Kleidung und einem Minimum an Rücksichtnahme hätte ich angemessen gefunden.
    Inwiefern dir keine Rücksichtnahme widerfahren ist, kann ich natürlich nicht beurteilen; ich habe sowohl von Freunden und auch von Kollegen durchaus Rücksicht erfahren.

    Das mit der Kleidung ist Ansichtssache. Vor ein paar Monaten war ich auf einer Trauerfeier, für die der Dresscode "farbenfrohe Kleidung" galt. Die Hinterbliebenen wollten nicht, dass man Trauerkleidung trägt. Beides hat in meinen Augen seine Berechtigung.
    Wirklich gute Freunde sind Menschen, die uns ganz genau kennen, und trotzdem zu uns halten.
    Marie von Ebner-Eschenbach

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  8. #8

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Marie-Madeleine Beitrag anzeigen
    Nein.

    Man kann nie vorhersagen, wie man letztendlich reagieren wird, wenn man einen nahestehenden Menschen verliert. Das kann ganz anders aussehen, als man dachte.
    genau!

    also, ich lebe im Hier und Jetzt und werde nicht "einüben" was ich irgendwann mal in der oder jener Sitution tun werde oder gar "sollte"....
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (05.04.2017 um 12:00 Uhr) Grund: Titel angepasst

  9. #9
    Avatar von Opelius
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Jeder Mensch sollte sich rechtzeitig Gedanken machen, wie seine Totenfeier aussehen soll. Das mit der Familie bespricht, es schriftlich fixiert, evtl. einen Bestattungsvertrag abschließt und genügend Geld hinterlegt, erspart er den Angehörigen eine Menge Ärger. Genauso wie man eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht einrichtet, die Familie davon in Kenntnis setzt. Und ebenfalls ein handschriftliches Testament erstellt.

    Trauernde Angehörige haben dann eine Richtschnur, an der sie sich langhangeln können. Dann fällt es dem Sterbenden auch leichter, das Zeitliche zu segnen.

    Wer in der Familie über diese Themen nicht sprechen kann und mag, wird nur Ratlosigkeit und evtl. Streit provozieren. Will man das? Natürlich weigern Kinder sich über das Thema zu sprechen und wehren es ab mit Sprüchen : "Du wirst doch 100 Jahre alt". Mag sein, aber eins im Leben ist gewiss, man wird sterben. Ob man den Tod als Beginn des ewigen Lebens sieht, es für einen Schlußpunkt hält oder an eine Wiedergeburt glaubt, ist sehr persönliche Ansichtssache. Aber vorbereitet sollte man sich.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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  10. #10
    Avatar von hexe-38
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Ich habe nur eines vorgegeben: ich möchte eine Feuerbestattung und alles andere handelt bitte, wie es euch am besten geht dabei.

    Die Hinterbliebenen müssen mit dem ganzen Krempel umgehen, da werde ich nicht noch Vorschriften machen. Zumal ich es eh nicht mitkriege gg.
    Ich verliere nicht. Entweder ich gewinne oder ich lerne.
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