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  1. #71

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Du antwortest nicht auf Fragen. Und ich schätze, das ist dir auch klar.

    Das ist ab einem gewissen Punkt unhöflich, da nützt auch die Siezerei nichts.
    Sorry, aber welche Frage habe ich Ihnen nicht beantwortet?
    "Die Wahrheit, lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben, wir müssen uns nach der Wahrheit richten". -Matthias Claudius-

  2. #72
    Avatar von Kambara
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Hadie Beitrag anzeigen
    Sorry, aber welche Frage habe ich Ihnen nicht beantwortet?
    Lass gut sein. Zeitverschwendung.
    People are so crackers.
    John Lennon

  3. #73

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Lass gut sein. Zeitverschwendung.
    Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht!
    "Die Wahrheit, lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben, wir müssen uns nach der Wahrheit richten". -Matthias Claudius-

  4. #74
    Avatar von Kambara
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Hadie Beitrag anzeigen
    Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht!
    Ganz recht. Mission impossible.
    People are so crackers.
    John Lennon

  5. #75

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Kambara Beitrag anzeigen
    Ganz recht. Mission impossible.
    Nun verschwendeten Sie schon wieder Zeit.
    Sie scheinen mir ein/e gar putzige/r Zeitgenosse/in zu sein.
    "Die Wahrheit, lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben, wir müssen uns nach der Wahrheit richten". -Matthias Claudius-

  6. #76
    Avatar von Kambara
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Zitat Zitat von Hadie Beitrag anzeigen
    Sie scheinen mir ein/e gar putzige/r Zeitgenosse/in zu sein.
    Ja, so bin ich. Durch und durch putzig.
    People are so crackers.
    John Lennon
    Geändert von Kambara (20.04.2017 um 22:35 Uhr)

  7. #77

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewältigung

    Hallo!

    Natürlich kann man die Reaktion im Trauerfall nicht vorhersehen.
    Natürlich kann man sich auf den Trauerfall vorbereiten.

    Beides schliesste einander nicht aus!

    Denn obgleich jeder Todesfall anders ist (z. B. plötzlicher oder vorhersehbarer Tod, Tod eines jungen Menschen vs. eines "Methusalems", Tod eines Menschen, der um jeden Tag kämpft vs. eines Menschen, der zufrieden mit dem Leben abgeschlossen hat und sich auf den kommenden Schritt freut, usw. usf.) hilft einem die Beschäftigung mit dem Thema generell.

    Meine Frau war verwitwet. Als sie selbst im Sterben lag, sagte sie zu mir, dass wir das Glück hatten, uns vorbereiten und Dinge besprechen bzw. gemeinsame Zeit bewusst geniessen zu können - ihr erster Mann war morgens aus dem haus gegangen und ist nie wiedergekommen...

    Und genau diese Gespräche machten den Unterschied: Während ich zu Beginn jeden Ansatz abwehrte ("Das ist "Plan B" - "Plan A" ist, dass du gesund wirst!"), hat mir dieser stete Tropfen geholfen, mich dem Thema zu öffnen. Und meine Frau sagte mir, dass es ihr gut tue, das Thema offen zu besprechen.

    Auf ihr Anraten machte ich eine Ausbildung zum Hospizhelfer und engagiere mich auch in einem Pflegeheim. Auch dort ist das Thema sehr wichtig.

    Und noch heute, Jahre nach ihrem Tod, merke ich, wie mich manche Ratschläge oder Hinweise, die sie mir damals gab, heute begleiten und mein Leben beeinflussen. Damals habe ich die Tragweite mancher Äusserungen nicht erkannt - etwa, als sie mir mitteilte, dass ich mir unbedingt wieder jemanden suchen und nicht allein bleiben soll.
    Damals fand ich das Geschmacklos ("Du kannst mich doch nicht mnit einer anderen Frau verkuppeln!"), heute weiss ich, dass das eines der grössten Geschenke ist, die Liebende einander geben können (und die Konflikte vermeiden helfen). Sie hat meine neue Partnerin ausgesucht, dazu haben beide viel zu viele Gemeinsamkeiten, um das nur Zufall sein zu lassen.

    Oder im Freundeskreis: Sterbenskranke Freunde suchen das Gespräch - das Angehörige mitunter nicht leisten können bzw. wollen.

    Insofern sage ich:
    Auf den Einzelfall genau vorbereiten kann man sich nicht.
    Aber generell mit dem Thema auseinandersetzen kann sehr hilfreich sein.

    Nach dem Tod meiner Frau habe ich die besten Gespräche nicht mit engen Freunden oder der Familie, sondern mit Menschen geführt, die das bereits erlebt hatten.

    Es gibt nicht DEN Weg - suche Dir DEINEN Weg.

    Gruss von

    LEER

  8. #78

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Hallo!

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    neustart, hast du Trauerkleidung getragen?

    In meinen 20ern hatte ich nach einem "unfassbaren" Todesfall in meiner Umgebung das Bedürfnis, für einige Monate schwarz zu tragen und habe das auch gemacht. Das ist auch die Bitte an die Umgebung, Rücksicht zu nehmen. Ich finde das überhaupt nicht unzeitgemäß.

    Wenn z.B. mein Mann oder ein Sohn sterben würde, würde ich sicher wieder das Bedürfnis haben, schwarz zu tragen.

    Allerdings wird heutzutage von vielen einfach so schwarz getragen - da fällt es u.U. gar nicht auf, wenn jemand Trauerkleidung trägt.
    Eben!
    Es ist keine Vorschrift, sondern eine Möglichkeit.
    Ich habe fast zwei Jahre schwarz getragen, zum Leidwesen meiner Familie, die ständig auf mich einredete, es sei doch mal gut...
    Das aber nicht als ein Muss oder als Statement ("Schaut mal, wie doll traurig ich bin!"), sondern weil ich nicht anders konnte.
    Sehr oft habe ich mir abends etwas freundlicheres herausgelegt - was ich dann am Morgen einfach nicht anziehen konnte.

    Irgendwann kam der Tag, an dem ich mit dunkelblauen Jeans wieder begann. Eine Kollegin sprach mich diskret darauf an und gab mir positive Rückmeldung ("Du wirkst nicht mehr so negativ, steht dir gut!"). Und dann ging es in kleinen Schritten. Am Ende kam der Bart ab - und die Kollegen witterten sofort eine neue Frau (die es aber nicht gab) oder tippten auf eine verlorene Wette (ebenfalls falsch).
    Es war einfach ein symbolischer Schritt - so, wie Frauen zum Friseu gehen...

    Traditionell hatte Trauerkleidung die Funktion, den Träger zu schützen - denn da war alles in Aufruhr und manches lief nicht rund.
    Und das Trauerjahr sollte ja zugleich historisch auch (rechtliche) Sicherheit schaffen - durch das Eheverbot sollte eben auch klar sein, wer von wem abstammte und entsprechend erbberechtigt war.
    Die Kleidung zeigte also auch: Der/die ist momentan nicht "auf dem Markt" (salopp gesagt).

    Ich habe diese Zeit in schwarz gebraucht. Und selbst danach war noch vieles im Argen.

    Gruss

    LEER

  9. #79

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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    Hallo!

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    In unserer Gesellschaft ist der Tod eine Tabuzone.
    Der Tod wird ignoriert.

    Auch, wenn der ganz persönliche Trauerprozess nicht vorgezogen werden kann, ist doch die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod sozusagen eine Vorbereitung dazu.
    Wo das Thema Tod totgeschwiegen wird- wie in unserer Gesellschaft- da macht einem das Thema auch Todesangst.

    Und ich glaube schon, dass in den östlichen Kulturen mit dem gesamten Thema viel sanfter und eingebetteter umgegangen wird- was für die Betroffenen sicher auch schöner ist.
    Sehr treffend formuliert!

    LEER

  10. #80
    Moderation Avatar von Simplemind66
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    AW: Prophylaxe zur Trauerbewätigung

    @Leer

    Deine Zeilen sind mir sehr wichtig.

    Danke dafür.
    simplemind
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    Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
    George Bernhard Shaw

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