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  1. #21

    Registriert seit
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    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Warum soll analysieren nicht gut sein?
    Wenn jemand eine Maschine so richtig gut bedienen und können will muss am besten diese Maschine komplett auseinander nehmen und dann versteht er wie sie arbeitet, wo Schrauben sind, die eventuell locker werden können, wo angesetzt werden kann wenn es mal nicht läuft.

    Analysieren hat mit lysieren zu tun- auflösen und warum soll man nicht Dingen auf den Grund gehen um besser zu verstehen??
    Daß man da so "hingetrieben" wird- das Denken auch nicht aufhören kann- zeigt doch, daß da noch Bedarf ist hinzusehen und hinzuspüren.

    Leute können davon durchaus genervt sein, weil sie selber das so nicht machen- nicht können oder wollen und es doch auch anstrengt.
    Wer ein System mal durchstiegen ist-- der kommt natürlich zur Ruhe und man muss nicht denken, daß es einen Punkt gibt an dem man dann gar nie mehr denkt
    Das Leben ist immer im Fluss und wir verändern uns, entwickeln uns weiter.....Neues kommt dazu oder wir erleben uns auf neue Art....es ist doch letztlich sehr spannend sich selber anzusehen, zu verstehen und mit der Welt immer besser klarzukommen weil wir wissen, wer wir sind.
    Würden wir nicht jede Pflanze im Garten auch nur dahin setzen, wo sie am besten gedeiht??

    Was allerdings nur bedingt gemacht werden sollte ist das Analysieren von anderen.
    Bis zu einem gewissen Punkt sicher auch wichtig um Toleranz zu bekommen und zu erkennen, daß man selber oft genug nicht gemeint ist-- aber man kann sich da auch uferlos verzetteln, da man einen anderen nunmal doch nur bedingt erkennen kann.

    Und bei allem kommt die schon erwähnte Übung dazu- heute hat man es nach einer Situation erkannt, morgen spürt man es IN der Situation und irgendwann dann sieht man sich schon voher in die Situation laufen und kann frühzeitig "abbiegen"......dauert alles seine Zeit aber funktioniert und nur deshalb WEIL man hingesehen und erkannt hat.

    kenzia

  2. #22
    Bae
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    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Warum soll analysieren nicht gut sein?
    Wenn jemand eine Maschine so richtig gut bedienen und können will muss am besten diese Maschine komplett auseinander nehmen und dann versteht er wie sie arbeitet, wo Schrauben sind, die eventuell locker werden können, wo angesetzt werden kann wenn es mal nicht läuft.
    Das kann man so nicht sagen.

    Wer gut Auto fahren will, muss Auto fahren. Wohingegen die besten Kenntnisse in Mechanik nichts nützen, wenn man nie in die Kiste sitzt und endlich losfährt und Übungsstunden sammelt.

    In unserer Gesellschaft neigen wir dazu, das Denken zu überschätzen und das Tun zu unterschätzen.


    Daß man da so "hingetrieben" wird- das Denken auch nicht aufhören kann- zeigt doch, daß da noch Bedarf ist hinzusehen und hinzuspüren.
    "Spüren" ist ein gutes Stichwort. Das steht auch des öftern quer zum Denken, ist aber grundlegender und hat im Zweifelsfall den Vorrang vor dem Denken. Manchmal muss man dem eigenen Denken auch sagen, halt die Klappe, hier bist du nicht kompetent, lass jene machen, die Ahnung von der Sache haben - das Fühlen, die Tat.

    und dann muss man natürlich auch nicht alle Gedanken mit allen Menschen teilen, die behält man des öftern lieber für sich.

    Würden wir nicht jede Pflanze im Garten auch nur dahin setzen, wo sie am besten gedeiht??
    ja, aber wir würden sie irgendwann auch einfach mal eine ganze lange Weile lang in Ruhe wachsen lassen. Es hilft ihr nicht, wenn wir sie alle drei Tage aus der Erde herausziehen, um zu schauen, wie lang die Wurzeln in der Zwischenzeit geworden sind.

    grüsse, barbara

  3. #23
    Avatar von Latona
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    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Ein automatisches Gedankenkarussell ist keine Analyse, sondern fruchtlos und belastend.

    Eine Analyse setzt eine etwas methodischere Herangehensweise an das Nachdenken voraus. Indem man sich bewusst dafür entscheidet, verschiedene Sichtweisen auf die Situation zuzulassen, kommt man auch zu anderen Lösungsmöglichkeiten und Handlungsalternativen.

    Wer jedoch immer wieder denselben gedanklichen Pfad entlang tapert, kommt natürlich nicht zu neuen Erkenntnissen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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