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  1. #11
    flauschkissen
    gelöscht

    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Zitat Zitat von Evelyn09 Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung ist, dass das was Du als Rattern im Kopf beschreibst, in dem Moment zur Ruhe kommt, wenn Kopf und Gefühl im Einklang stehen - also wenn ich das was ich denke auch spüren kann. Genau dann bekomme ich neue Energie und Impulse weiter zu gehen und dann gewinne ich auch wieder Vertrauen, weil ich weiss, dass das Gefühl mir in Zukunft den Weg weisen wird, so dass ich nicht Gefahr laufe, Fehler zu wiederholen ohne das zu bemerken.

    Manchmal hadere ich etwas damit, so ein nachdenklicher Mensch zu sein und dann bin ich etwas neidisch auf die Zeitgenossen, die einfach weiter gehen - habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass es sehr sehr unangenehm sein kann, mit Menschen zu tun zu haben, die ihr eigenes Verhalten und auch das anderer nicht reflektieren und dann bin ich auch wieder mit mir ganz zufrieden. Ich weiss nicht, ob man sich das aussuchen kann, zu welchem Typ man gehört.

    Lieben Gruß

    Evelyn
    Erstmal vielen Dank Evelyn
    Tipps und Erfahrungen von "Leidensgenossinnen" helfen mir immer eher.
    Ab wann war das denn bei dir im Einklang? Ich weiß was du meinst und habe das Gefühl genau darauf noch zu warten. Im Kopf hat es längst Klick! gemacht. Alles ist schlüssig und einleuchtend und "fühlt sich richtig an". Nur an der "Umsetzung" haperz es noch etwas. Ich bin z.B viel selbstbewusster geworden, tue mich aber schwer damit, es umzusetzen.

    Es gibt viele die unfassbar genervt von meinem Nachdenken und reflektieren sind und es nicht nachvollziehen können. Anfangs hat mivh das auch runtergezogen, ich dachte, ich sei unnormal und man könne so nicht (glücklich) leben. Aber wie sollen wir Vieldenker sonst leben? Wir können ja nur so. Auch wenn es dich manchmal stört, glaub mir : Jeder Gedanke hat einen Grund. Wir sind eben die Philosophen unserer Zeit

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Oh, ich sollte hinzufügen:
    Wichtig finde ich, dass sich diese Analysen um dich selbst drehen. Warum habe ich so gehandelt? Warum fühle ich so? Was genau tut mit weh? Was kann ich anders machen?

    Wenn sie sich darum drehen, warum andere Menschen so oder so gehandelt haben und was andere Menschen anders machen sollten, sollte man sich wirklich nicht länger den Kopf zerbrechen.
    Danke auch dir nochmal .Wie oben schon beschrieben ist mein Problem quasi Kopf und Umsetzung. Ich weiß wer ich bin und was ich will. Aber wie setze ich das um? Wie werde ich all diese alten Gewohnheiten los?
    Geändert von flauschkissen (23.12.2012 um 09:50 Uhr)

  2. #12
    Moderation
    Registriert seit
    09.09.2003
    Beiträge
    3.167

    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Zitat Zitat von flauschkissen Beitrag anzeigen

    Danke auch dir nochmal Cariad
    Ich habe erst viel über uns und ihn nachgedacht, aber inzwischen geht es um mich. Wie oben schon beschrieben ist mein Problem quasi Kopf und Umsetzung. Ich weiß wer ich bin und was ich will. Aber wie setze ich das um? Wie werde ich all diese alten Gewohnheiten los wie z.B ständig einen Partner zu haben, den Sündenbock zu spielen aus Angst vor (schlimmeren) Konsequenzen oder mich über ihn "zu informieren"?
    In einem Buch, das ich gerade lese, wird vom "oberen" und vom "unteren Weg" gesprochen. Auf dem oberen Weg ist man (kurz gefasst), wenn Verstand und Gefühl im Einklang sind und alles Handeln bewusst und absichtsvoll passiert. Auf dem unteren Weg ist man in Situationen, in denen der Verstand ausgeschaltet ist und wir rein affektgetrieben handeln.

    Dieses Bild kann helfen, sich diese verschiedenen Zustände bewusst zu machen. Man kann lernen zu erkennen, wann man auf den unteren Weg gerät, und dann innehalten: Was tue ich da gerade? Will ich das wirklich, ist es hilfreich und absichtsvoll? Ist es sinnvoller, erstmal zu warten, bis ich wieder auf dem oberen Weg bin, und erst dann zu handeln?

    Könnte dir diese Vorstellung helfen?

  3. #13
    flauschkissen
    gelöscht

    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    In einem Buch, das ich gerade lese, wird vom "oberen" und vom "unteren Weg" gesprochen. Auf dem oberen Weg ist man (kurz gefasst), wenn Verstand und Gefühl im Einklang sind und alles Handeln bewusst und absichtsvoll passiert. Auf dem unteren Weg ist man in Situationen, in denen der Verstand ausgeschaltet ist und wir rein affektgetrieben handeln.

    Dieses Bild kann helfen, sich diese verschiedenen Zustände bewusst zu machen. Man kann lernen zu erkennen, wann man auf den unteren Weg gerät, und dann innehalten: Was tue ich da gerade? Will ich das wirklich, ist es hilfreich und absichtsvoll? Ist es sinnvoller, erstmal zu warten, bis ich wieder auf dem oberen Weg bin, und erst dann zu handeln?

    Könnte dir diese Vorstellung helfen?
    In gewisser Weise ja, um sich vor Augen zu führen, was passiert.
    Auf gewisse Weise aber auch nicht, denn was muss nun getan werden um Handlung zu Gedanken zu "bekommen" um den oberen Weg "auszufüllen"?

  4. #14

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    483

    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Im Prinzip bin ich auch ein eher nachdenklicher Mensch und weil mein Reflektieren Selbst- und Umfeldanalyse umfasst ist es schon ziemlich komplex und führt bisweilen zur Ambivalenz.

    Da ich aber daran glaube, dass das Verstehen der Vergangenheit ein wichtiges Fundament ist um in der Zukunft etwas persönlich Sinnvolles aufbauen zu können, bin ich gefordert mir ein möglichst klares Bild von den Ereignissen der Vergangenheit zu machen. Hierbei ist für mich wichtig:

    a.) das Vergangene vor meinem "inneren Auge" aus der Beobachterposition wiederzuerinnern.

    b.) Die wiedererinnerte Situation "zurückzuspulen" und versuchen sie emotional wiederzuerleben.

    c.) Im Bewusstsein, dass Wiedererinnern und Wiedererleben aufgrund von Verdrängungs- und Vergessensprozessen nicht objektiv sein können, beschäftige ich mich intensiv mit den gegenwärtigen Folgen der gemachten Erfahrungen und versuche zu reflektieren inwieweit eine Verbesserung meiner persönlichen Lebenssituation möglich ist, indem ich meine lebensgeschichtlich geprägten Denk-, Glaubens- und Verhaltensmuster und deren Prägung und Berechtigung hinterfrage.

    d.)Diese Reflexion ist nur unter Einbeziehung der realen systemischen Bedingungen möglich, und muss so natürlich auch die Analyse meiner Mitmenschen und Mitwelt einschließen.

  5. #15
    Bae
    Bae ist offline

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    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Zitat Zitat von flauschkissen Beitrag anzeigen
    Aber wie setze ich das um? Wie werde ich all diese alten Gewohnheiten los wie z.B ständig einen Partner zu haben, den Sündenbock zu spielen aus Angst vor (schlimmeren) Konsequenzen oder mich über ihn "zu informieren"?
    1) Langsam, Schritt für Schritt. So tiefgreifende Veränderungen brauchen Zeit und viele Wiederholungen, bis sie zu neuen guten Gewohnheiten geworden sind.

    2) immer anhand konkreter Anlässe. Meist gibt es ja so einige typische Situationen, in denen du dir im Nachhinein sagst "mist, jetzt hab ich's schon wieder gemacht!".

    3) fang mit den kleinen leichten Veränderungen an und taste dich langsam zu den grossen schwierigen vor.

    4) mach täglich etwas, das du noch nie gemacht hast - einen neuen Weg gehen, ein neues Produkt kaufen, ein neues Gericht essen, eine neue kreative Technik testen, irgend etwas. hauptsache neu.

    grüsse, barbara

  6. #16

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    77

    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Ob das ganze analysieren wirklich was nützt? Meistens sind doch auch Gefühle mit im Spiel und da zeigt zumindest mein Verstand mir eine Fata Morgana und legt sich schon mal schlafen ... Ich denke schon, dass ich aus meinen Fehlern nachhaltiger lernen sollte, ich bemühe mich, schaffe es aber nicht immer Bei Männern nicht wirklich, bei Fehlern im Job nachhaltiger.

  7. #17
    flauschkissen
    gelöscht

    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Zitat Zitat von susanne_50 Beitrag anzeigen
    Ob das ganze analysieren wirklich was nützt? Meistens sind doch auch Gefühle mit im Spiel und da zeigt zumindest mein Verstand mir eine Fata Morgana und legt sich schon mal schlafen ... Ich denke schon, dass ich aus meinen Fehlern nachhaltiger lernen sollte, ich bemühe mich, schaffe es aber nicht immer Bei Männern nicht wirklich, bei Fehlern im Job nachhaltiger.
    Bei mir ist es andersrum : Bis auf ein bisschen Eifersucht haben sich die Gefühle schlafen gelegt

  8. #18
    Moderation
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    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Wenn die Eifersucht das Problem ist, glaube ich, dass deine Analysen sogar noch nicht tief genug gegangen sind.

    Was steckt hinter der Eifersucht? Angst, verlassen zu werden? Warum? Oder Eitelkeit, für einen Mann nicht die Beste, Tollste, Einzige zu sein? Die Sorge, du könntest zu kurz kommen, über den Tisch gezogen werden? Was fühlt sich daran so schlimm an?

    Eifersucht gehört für mich zu den Gefühlen, die in den meisten Fällen gar nichts bringen und darum völlig verzichtbar sind.

    Grüße, Cariad

  9. #19

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    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Eifersucht ist ein Gefühl das ich so nicht kenne, ich denke immer, wenn jemand mit mir nicht mehr zusammen sein will, dann hat es seine Gründe und wieso sollte ich ihm mißtrauen, wenn wir uns lieben. Klar bin ich dann seine Eins! Auch als mich mein Ex betrogen hat, war es Enttäuschung, aber keine Eifersucht.

  10. #20
    Avatar von Evelyn09
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    939

    AW: Wie weit ist es gesund Dinge zu analysieren?

    Hallo Flauschkissen,

    zu Deiner Frage: wie schon geschrieben kann es manchmal sehr lange dauern bis Kopf und Gefühl im Einklang sind. Manchmal kommt ein Gefühl ganz plötzlich und unerwartet, wenn ich gar nicht an das eigentliche Problem denke, und dann spüre ich welches Gefühl dafür ausschlaggebend war, dass ich kopfmässig so gefangen war. Oft ist es Trauer.

    Lieben Gruß

    Evelyn
    Wenn die Macht der Liebe über die Liebe zur Macht siegt, wird die Welt Frieden finden (Jimi Hendrix)

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