Liebe Community,
ich bin Ende 40 und seit kurzer Zeit geschieden. Meine Kinder im Pubertätsalter leben bei mir.
Der Scheidung ging eine 2,5jährige Trennungszeit und davor eine mehrjährige Krisenzeit voraus.
Eigentlich sieht alles gut aus: ich habe eine gute Arbeitsstelle, keine finanziellen Probleme, die Kinder entwickeln sich weiterhin recht gut, sie haben regelmäßig Kontakt zum Vater.
In Kürze ziehen wir drei aus dem gemeinsamen Familienhaus aus, ich habe ein anderes (kleineres) Haus hier in der Umgebung zur Miete gefunden.
Die eine "Capbreton" kommt gut klar: gut aufgestellt, zuversichtlich, aktiv, gut drauf.
Aber die "andere"... hat häufig das Gefühl, in einem Film zu sein, der nicht ihr eigener ist. Trauert immer noch um die zerbrochene Ehe. Vermisst die Zweisamkeit. Den ehemals besten Freund. Kriegt es nicht gebacken, einen neuen interessanten Mann kennenzulernen. Hat keine so richtig enge gute Freundin. Kennt viele Leute, die irgendwie auch alle in Problemen stecken, muss wohl an der Altersgruppe liegen.
Steckt irgendwie fest, ist immer mit einem Päckchen Traurigkeit unterwegs.
Ich suche aktiv neue Kontakte zur Freizeitgestaltung, stelle aber auch immer wieder fest, dass bei mir eine Art innere Sperre vorhanden ist. Bis zu einem bestimmten Punkt und nicht weiter. Hinzu kommt, dass die Menschen, die auch als Single "unterwegs" sind, häufig auch schwere Päckchen zu tragen haben.
Auch belastet mich sehr, dass meine einzige Schwester mich im Stich gelassen hat. Wir hatten jahrelang engen Kontakt, ich war aber meistens die "Gebende".
Das kann ich momentan nicht sein. Will ich auch nicht.
Ich habe keine Vorstellung, wie es sein sollte, dass es mir besser geht.
Aus dem Umfeld höre ich öfter mal Bemerkungen wie "Ach naja, nach so einer Zeit muss man das ja auch mal abgehakt haben".
Ratlos
Capbreton











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Auch das könnte doch ein Anknüpfungspunkt sein.
Genieße das, was du hast, denn es ist kostbar!
und das stimmt sicherlich auch. Leider sind das dann auch grad keine Themen, die mich mal aufhellen würden.



