Hallo,
ich bin neu hier und suche direkt Hilfe, weil ich aktuell in einer Art Sinnkrise stecke ;)
Kurz zur Situation: Ich bin 26 und bisher habe ich meine Ziele immer ehrgeizig verfolgt. Heißt, Realschulabschluss, Ausbildung zum Industriekaufmann, ein Jahr in besagtem Unternehmen gearbeitet (nach Ausbildung übernommen worden), dann Fachabitur und seit September diesen Jahres mit dem BWL-Studium fertig.
Bereits Anfang diesen Jahres arbeite ich wieder in meinem alten Unternehmen, allerdings nur als Sachbearbeiter. Und hier fangen die Probleme an.
Ich fühlte mich von Anfang an unausgelastet, gefördert werde ich auch nicht, obwohl ich es fordere und das Arbeitsklima ist auch unaushaltbar (und damit meine ich wirklich unaushaltbar). Daher habe ich mich dazu entschieden, zu kündigen. Ich weiß, nicht gerade clever ohne was anderes zu haben, aber es ging nicht anders. Und das ist auch gar nicht das größte Problem (hoffe ich).
Das größte Problem ist, dass ich momentan nicht weiß, wo ich hin will. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass Vertrieb das ist, was mir beruflich Spaß macht. Nun ist es so, dass das plötzlich weg ist. Wo es früher für mich noch ein reizvoller Gedanke war, ständig unterwegs und sein eigener Chef zu sein, habe ich darauf überhaupt keine Lust mehr. Genauso wenig (und das ist wahrscheinlich am schlimmsten) habe ich keine Lust darauf eine riesige Karriere zu machen. Viel mehr ist es so, dass ich gerne einen Job mit interessanten Aufgaben hätte, ein durchschnittliches Gehalt verdienen möchte, aber möglichst auch noch meine Freizeit nebenher. D.h. ich arbeite gern und auch gerne 8 Stunden am Tag richtig stressig, aber das solls dann auch gewesen sein.
Frage 1: Ist das verwerflich?
Momentan bin ich in der Bewerbungsphase für einen neuen Job. Da mir aber wie erwähnt die Orientierung fehlt, gestaltet sich das schwierig. Es ist in etwa so, als ob man zwar Hunger hat (und weiß, dass man was essen muss), aber auf der Speisekarte einfach nichts findet was einen anmacht. Bzw. was sich vielleicht ganz gut anhört, ist oft auch zu weit entfernt. Umziehen kommt für mich nämlich auch nicht infrage.
Frage 2: Ist das verwerflich? ;) Ernsthaft: Was stimmt nicht mit mir bzw. was kann ich tun?
Tendenziell läuft es auch nicht sooo toll mit den Bewerbungen (auf 10 Bewerbungen kommen im Schnitt vielleicht 2 positive Rückmeldungen). Meine Durchschnittsnote im Studium ist 2,5. Zwar nicht so schlecht aber auch nicht so gut. Gerade große Unternehmen, wo ich doch das eine oder andere spannende Stellenangebot gefunden habe, haben mir direkt abgesagt. Ich hatte zwar schon das eine oder andere Gespräch, aber ich denke, meine Unsicherheit bzgl. dass ich nicht weiß was ich will, spürt man. Und so jemand stellt ja auch niemand ein. Ich war noch nie arbeitslos. Der Gedanke daran hebt auch nicht gerade meine Stimmung.
Hinzu kommt auch noch, dass ich mich (zum ersten Mal! glaubt man das mit 26?) unsterblich in ein Mädchen verliebt habe. Leider hat sie einen Freund. Aber das führt hier zu weit. Auf jeden Fall auch an der Front nur Mist (was mir schon ganz schön zusetzt um ehrlich zu sein) :(
Allen, die bis hierhin gelesen haben erst mal ein großes Dankeschön. Generell weiß ich jetzt auch nicht, was ich von euch will, aber vielleicht hat der eine oder andere trotzdem einen Tipp für mich :D
Vielen Dank und schönen Sonntag.











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war es allerdings noch so, dass man sich die Stellen nicht wirklich aussuchen konnte. Die Frage: "Wo will ich hin? Hat sich schnell erübrigt."

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