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  1. #1

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    Nicht so viel nachdenken?!

    Hallo zusammen,

    ich würde gerne wissen, was jemand (z.B. ich ;-)), der immer zum Nachdenken / Grübeln neigt, tun kann, um aus dieser unangenehmen Situation herauszukommen. Rausgehen und Hobbys ausüben sind Tipps, die man immer wieder bekommt und die ja auch kurzfristig gut helfen. Aber das kann man ja nun auch nicht den ganzen Tag machen.

    Es sei dazu gesagt, dass ich einen Beruf habe, bei dem ich einen Großteil des Tages zu Hause verbringe und mir die Zeit frei einteilen kann.
    Bei den Gedanken geht es meist - ohne dass es einen konkreten Anlass dazu gibt - Tod, Krankheit, das Elend in der Welt, Liebe, meine Persönlichkeit usw. usf.

    Ich bin sozusagen das Gegenteil vom Verdrängertyp... ich versuche mich mit allem auseianderzusetzen und Lösungen zu finden... anstatt einfach mal alles auf mich zukommen zu lassen oder Situationen so hinzunehmen wie sie sind.

    Hat jemand vielleicht ein paar Tipps für mich?

    Vielen Dank im Voraus.

  2. #2
    Avatar von LaRimbecca
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    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    Zitat Zitat von Simone_01 Beitrag anzeigen
    Ich bin sozusagen das Gegenteil vom Verdrängertyp... ich versuche mich mit allem auseianderzusetzen und Lösungen zu finden... anstatt einfach mal alles auf mich zukommen zu lassen oder Situationen so hinzunehmen wie sie sind.
    Hallo Simone_01,

    mal ein wenig Kaffeesatz-Leserei (und eigentlich nur eine kleine Fragerunde): Kann es sein, dass Du gerne die Kontrolle hast und behalten möchtest? In jeder Lebenslage? Und mit Deiner Grübelei Dingen vorgreifst, die zwar noch nicht eingetroffen sind, aber über Dich hineinbrechen könnten? Oder die wenig fassbar sind, wie die Liebe? Wie geht es Dir damit, dass nicht alles im Leben kontrollierbar ist?
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  3. #3

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    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    Hallo LaRimbecca,

    ja, genau so ist es. Die Tatsache, dass nicht alles im Leben kontrollierbar ist, macht mir schon großes Kopfzerbrechen.
    Hast Du eine Idee, was ich dagegen tun könnte?

    Liebe Grüße.

  4. #4
    Avatar von Anduschas
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    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    Hallo Simone_01

    Ich weiss von was Du sprichst - mir geht es auch oft so!
    Ich bin ein "Grübler"....mache mir viele Sorgen und Gedanken um alles mögliche, vorzugsweise um Krankeit, Tod,um meine letzte gescheiterte Beziehung oder Probleme am Arbeitsplatz.
    Eine gute Bekannte, bei der ich ab und an eine Art "Gestalttherapie" mache, nennt mein Kopfkino immer treffend: "Hirnfick"

    Ich neige vor allem dazu, mich in Dinge und Situationen reinzusteigern, die nicht der Realität ensprechen, z.B male ich mir in den schrecklichsten Einzelheiten aus wie ein zufälliges Treffen mit meinem Exfreund und seiner neuen Freundin verlaufen könnte.

    Was mir dann ( nicht immer, aber immer öfter) hilft, ist folgender Satz, den ich mir in Gedanken vorsage:

    " Ein hilfreicher Gedanke ist ein Gedanke der den Tatsachen entspricht und der mir gut tut"

    Ich habe den Satz mal irgendwo gelesen und er hilft mir oft aus meinem Gedankenkarusell auszusteigen.

    Es gibt noch einen anderen Satz, den ich gut finde:

    "Beschäftige Dich nur mit den Problemen die du gerade hast, nicht mit denen die du haben könntest"

    Vielleicht kannst Du ja damit auch etwas anfangen?

    Anduschas
    " Das Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht"

    (aus Afrika)

  5. #5

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    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    lies/oder hör mal:

    "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" von Eckhart Tolle

    hat mir sehr geholfen ;-)

  6. #6
    Avatar von LaRimbecca
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    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    Zitat Zitat von Simone_01 Beitrag anzeigen
    Hallo LaRimbecca,

    ja, genau so ist es. Die Tatsache, dass nicht alles im Leben kontrollierbar ist, macht mir schon großes Kopfzerbrechen.
    Hast Du eine Idee, was ich dagegen tun könnte?
    Gerade Anduschas letztes Zitat finde ich sehr hilfreich.

    Was mir ein wenig geholfen hat, ist folgendes: Die Tatsache, dass das Leben an vielen Stellen nicht kontrollierbar ist, ist unumstößlich. Jetzt kann ich hingehen und mir für jede Eventualität einen Plan inklusive Plan B und C überlegen und ganz viel Lebenszeit und Energie für etwas einsetzen, dass nur eventuell eintreten wird. Und andererseits kommt es möglicherweise ganz anders.

    Oder ich akzeptiere es, dass das Leben eben Überraschungen bringen kann, auf die ich mich erst dann einstellen kann, wenn sie eintreten. Das bringt im Grunde eine große Entlastung. Ich kann mich dem zuwenden, was gerade in meinem Leben wirklich passiert und das gestalten.

    Jetzt gibt es natürlich Dinge, die sollte man nicht planlos angehen. Unvorbereitet in eine Prüfung gehen und sich überraschen lassen, welche Fragen gestellt werden, kann ganz schön übel ausgehen. Ebenso, wenn ich ein Haus baue und mir nicht vorher überlege, wie die Finanzierung (inkl. einiger Überraschungen ) steht, was umsetzbar ist und was nicht.

    Die Kunst besteht darin, das Eine vom anderen zu unterscheiden. Wie ich finde, eine wichtige, aber sehr schwere Kunst. Klappt auch nicht immer.

    Einen schönen Sonntag!
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  7. #7
    Cashyou
    gelöscht

    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    Zitat Zitat von Simone_01 Beitrag anzeigen
    Hat jemand vielleicht ein paar Tipps für mich?
    Nachdenken nicht als Problem ansehen,sondern zulassen.In dem Moment wo man nachdenkt,verarbeitet man auch etwas.
    Was nicht so schön ist,wenn man in dauerhaftes grübeln verfällt.Dann würde ich sofort einen Gedankenstopp machen und mich einer wichtigen Tätigkeit zuwenden.Nur so holt man sich aus der Tiefe seiner Gedanken und vergeistigt nicht.

  8. #8

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    104

    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    Oh ja, das Problem kenne ich nur zu gut! Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, wie viel Lebenszeit ich schon aufs Grübeln verwendet habe. Was mir fast immer hilft, ist, unter Leute zu gehen, sich mit ner Freundin zu treffen etc. - in dem Moment, wo ich mich auf andere konzentriere, kann ich nicht so dermaßen über mich selbst nachdenken.
    Und wenn ich alleine bin, dann hilft es häufig, sich für ein paar Minuten ein Buch zu schnappen, um das Denken zu "unterbrechen".
    Irgendwo habe ich mal gelesen, sich übermäßig zu sorgen sei wie ein Schaukelstuhl, der hin- und herkippt und doch nicht von der Stelle kommt. Keine Ahnung warum, aber dieses Bild hilft mir manchmal, da es ja letztendlich verdeutlicht, dass wir mit ständigen Grübeleien einfach nicht von der Stelle kommen.

    Ich denke, der Schlüssel ist tatsächlich, bewusst im Hier und Jetzt zu leben, sich die alltäglichen Planungen nur Tag für Tag zu gestatten und sich nicht über Dinge Gedanken zu machen, die (noch) nicht aktuell sind und unter Umständen gar nicht eintreten werden. So "große" Sachen wie Hausbau etc. fallen da natürlich nicht drunter, schließlich ist der Mensch nicht umsonst in der Lage, Situationen durchzuspielen und Optionen abzuwägen

  9. #9

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    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    Ich bin auch ein Grübler und Kontrollfreak, und finde diesen thread sehr hilfreich, danke!!

  10. #10

    Registriert seit
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    281

    AW: Nicht so viel nachdenken?!

    Hallo Simone_01,

    Zitat Zitat von Simone_01 Beitrag anzeigen
    Bei den Gedanken geht es meist - ohne dass es einen konkreten Anlass dazu gibt - Tod, Krankheit, das Elend in der Welt, Liebe, meine Persönlichkeit usw. usf.
    ich bin auch so ein Grübler. Bei mir kommen zusätzlich auch Emotionen hinzu, soll heissen, ich stelle mir die Situation Ex mit neuer Freundin vor und bin dann je nach Tagesverfassung traurig, wütend, eifersüchtig oder sch*** egal.

    Was mir hilft, ist dann zu sagen (sagen wir, ich fühle mich wegen der Grübeleien traurig): "Moment - ICH habe die Gedanken entstehen lassen, deswegen habe ICH auch die Gefühle entstehen lassen. ICH kann also diese Gefühle auch wieder auflösen, weil sie aus MIR kommen. ICH habe mich dafür entschieden, traurig zu sein." Dann esse ich einen Apfel oder rauch ne Kippe aufm Balkon (bin auch home-worker) - ich bewege mich von dem Ort weg, wo ich bin.

    Diesen Tipp mit den Gedanken habe ich aus "7 Schleier vor der Wahrheit". Das Buch selbst ist indiskutable und hirnverbrannt kitschig aufgemacht - aber der Inhalt ist für mich sehr hilfreich.

    Viele Grüße
    Salsaschwedin
    finde heraus, was du gerne tust, und tu's! (coco chanel)

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