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  1. #1

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    Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    Hallo Ihr Lieben,

    habe hier im Forum schon in einem ähnlichen Thread geschrieben, dass ich gerne wegziehen würde. Ich bin im 9. Monat schwanger und habe durch diese "Abstinenzzeit" viel nachdenken können über mein sogenanntes Leben. Es bestand aus Parties, Alkohol, One-Night-Stands im Zuge dessen, noch dazu hatte ich ein nicht ganz so normales Essverhalten (sporadisches "Überessen" mit anschließendem Brechen).
    Seit ich weiß, dass ich schwanger bin (6. SSW) habe ich komplett mit diesen Süchten gebrochen. Ich trinke keinen Tropfen, gehe zwar manchmal noch am Wochenende aus, aber halte entsprechend weniger lang durch.

    Seit ich das tue geht es mir jedoch nicht wirklich besser, weil ich merke und natürlich auch mehr mitkriege als zuvor, dass meine "Freunde" ganz schön viele Süchte haben. Meine eigenen sind mir vorher natürlich auch nicht so sehr aufgefallen, ich bin aber seit einem Jahr in Therapie und habe das dort auch schon angesprochen.
    Es ist nur zurzeit sehr schwierig für mich, mich davon abzugrenzen. Ich esse seit ich schwanger bin normal und gesund, aber allein in meiner WG fällt es mir sehr schwer.
    Hier wohnt eine Person, die wegen Magersucht schon Jahre in Therapie ist. Der andere Mitbewohner hat ebenfalls kein normales Verhältnis zum Essen (er ernährt sich von Käsetoast und Cola). Viele Freunde trinken regelmäßig Alkohol, nehmen aber auch diverse Drogen. Es fühlt sich immer mehr an, wie eine "Zweckgemeinschaft". Und eigentlich wird den ganzen Tag nur herumgehangen...Und am Wochenende wird gefeiert. Beziehungen entstehen meist innerhalb dieses Kreises, oft dadurch, dass man im Rausch miteinander "rumgemacht" hat.

    Es ist nicht so, dass ich Angst habe, dass ich es nicht schaffe, dauerhaft anders mit mir umzugehen. Ich weiß nur nicht recht, wie es dazu gekommen ist, dass ich mir so einen Freundeskreis aufgebaut habe
    Und ich finde auch nicht, dass die Menschen irgendwie schrecklich drauf sind oder so. Ich finde die meisten ja noch immer sympathisch. Aber ich frage mich, ob es normal ist, dass ich so viele (ja, fast ausschließlich!) depressive, süchtige oder sonst wie beeinträchtigte Menschen um mich herum habe...

    Wie schafft man es denn, sich "normale" Menschen zu suchen? Liegt es an mir? Weil ich auch teilweise depressiv bin und ein solches Leben geführt habe?
    Wie durchbreche ich denn diesen Teufelskreis???

  2. #2
    Avatar von Woodstock62
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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    Da Du bisher keine Resonanz hattest, fang ich mal an: Du kennst doch den Spruch "Gleich und Gleich gesellt sich gern"... nein Du ziehst keine "Süchtigen" an. Du warst selbst mal so und somit auch in einem total "normalen" Umfeld für Dich. Jetzt hast Du Dich verändert, Deine Freunde aber nicht. Einfach nur eine Tatsache.

    Du möchtest umziehen? Ja, zum Teufel, warum tust Du es dann nicht? Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du dann auch andere Leute kennen lernst. Wobei... was ist "normal"? Spätestens in der Krabbelgruppe für Dein Kind lernst Du andere Muttis kennen. Ich versteh Dein Problem irgendwo nicht.

    LG Woodstock
    Normale Menschen machen mir Angst!!!

  3. #3

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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    Nonomo, ich verstehe dein problem.
    Du bist dabei, dich zu verändern. du hast wegen deiner schwangerschaft eine andere sicht auf dich, deinen körper und auch dein umfeld erhalten. Ich finde gut, dass du das alles kritisch siehst und weißt, dass eine veränderung für dich wichtig ist!
    ich glaube, ein umzug ist wichtig und richtig für dich. du brauchst für dich und dein baby ein anderes umfeld. vielleicht findest du eine WG mit anderen alleinerziehenden oder du nimmst dir eine wohnung für dich und das baby. du wirst sehen: durch dein kind wirst du viele neue kontakte erhalten und es werden sich neue freundschaften aufbauen. und da du ja jetzt der ganzen sache klar bist, wirst du dann nicht mehr solche leute auswählen, wie deine jetzigen freunde.
    und wer weiß, der/die ein oder andere deiner freunde wird sich ebenfalls verändern und eine freundschaft bleibt bestehen. andere werden dich nicht verstehen, dich plötzlich doof oder verkrampft finden, und mit ihnen wird es eben keine dauerhafte freundschaft sein.

    bis zu einem gewissen sinne ist das, was in deinem freundeskreis los ist, ja normal, das war zu meiner studienzeit jedenfalls auch nicht viel anders ;-)
    ich war in dem kreis auch die erste, die ein kind bekam. viele freundschaften haben sich mit der zeit einfach verlaufen und nur einige wenige sind heute noch da (allerdings ist mein studienabschluss jetzt auch schon 15 jahre her)
    das leben verändert sich und mit ihm auch die leute, die uns dabei begleiten.

    ich wünsche dir viel glück!
    Laudrey

  4. #4
    Avatar von _Zitronenmond_
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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    Zitat Zitat von Nonomo Beitrag anzeigen
    Und ich finde auch nicht, dass die Menschen irgendwie schrecklich drauf sind oder so. Ich finde die meisten ja noch immer sympathisch. Aber ich frage mich, ob es normal ist, dass ich so viele ....
    Mach dir keinen Kopp!

    Ich finde das total normal, dass frau das Leben anders betrachtet, wenn sie schwanger ist.
    Es kommen ganz andere Themen dazu.
    Man hat das Leben zu behüten und nicht zu "ertränken" in irgendwas.
    Das ist schön, lebendig und großartig.

    Den meisten deiner Freunde würde es ebenso gehen, hätten sie das Glück, demnächst Vater oder Mutter werden zu dürfen, davon kannst du ausgehen.

    Zieh um, orientiere dich an Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind.
    Und vielleicht bleiben dir ja doch ein paar Freundinnen erhalten, die das erkennen können, wie großartig es ist, ein Kind zu bekommen.
    Das Leben ist wie ein Duschvorhang. Kann schimmeln, muss aber nicht.

  5. #5

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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    hehe, das mit dem keinen Kopp machen werde ich mir merken :-) Gerade möchte ich noch nicht umziehen, auf Dauer ist das sicher ne gute Idee, weil es irgendwie auch eng wird und für eine WG auch eine Feuerprobe. Aber eigentlich finde ich es toll, dass meine Mitbewohner das mit mir zusammen tragen wollen.

    Im WG-Leben waren mein Wesen und die teilweise schwangerschaftsbedingten Launen bisher nie ein Problem, weil dann einfach klar war, dass ich mal Ruhe brauche. Das wussten alle und dann wars gut. Jeder ist ja anders.
    Meine relativ neue Mitbewohnerin kommt nun leider aber etwa ein Mal die Woche für ein "Problemgespräch" zu mir. Wie ich schon erwähnte, ist sie schon seit Langem wegen Magersucht in Therapie und sagt selber, dass sie das stetige Bedürfnis hat, gemocht zu werden. Sie bezieht mein Verhalten immer auf sich und denkt, ich hätte etwas gegen sie persönlich. Teilweise sagt sie auch, dass sie selbst ihr bestes versucht, um mit mir klar zu kommen. Dass ich aber eine sehr schwierige Person sei. Eben nicht zu allen Menschen nett und freundlich.
    Gut, das mag sein, ich bin eben offen und auch manchmal offen von Dingen genervt, sage das dann auch, weil ich keinen Sinn darin sehe, mich zu verstellen. Genauso kann ich nicht jeden Menschen auf der Welt gut leiden und habe auch selber nicht den umgekehrten Anspruch an die Welt. Und sie sagt, ich erinnere sie an ihre Mutter und tischt mir dann eben regelmäßig weinend ihren ganzen Kram auf.

    Wie kann ich mich denn da abgrenzen? Keinen Kopp machen ist ja gut, aber ich fühle mich teilweise schuldig für etwas, das eigentlich ihr Problem ist...und teilweise kotzt es mich regelrecht an. Dieses ständige Sich-Erklären-Müssen, Rechtfertigen, wo man es nicht sollte.
    Sie hat sich sicher ihre Probleme nicht ausgesucht, aber bin ich denn zuständig, ihr ihre "Filme" ständig zu nehmen??
    Das ist wirklich sehr anstrengend und zermürbend, da ich ihr anscheinend immer wieder Anlass gebe, dass sie sich schlecht fühlt, ohne dass ich dies will. Da geht es um Kleinigkeiten, dass ich einen Kaffee ablehne, weil ich gerade in nem ganz anderen Film bin und mich zu einem Termin beeilen muss. Oder wenn ich nett sage, dass es schon ok ist und sie sich nicht 5 mal für etwas bedanken muss.
    Danach macht sie sich zunächst mehrere Tage Gedanken und kommt letztlich völlig aufgelöst zu mir...
    Und wenn ich mir vorstelle, dass ich die nächsten Monate mit wöchentlichen Aufarbeitungsgesprächen verbringen muss...puhh. Ich finde sie ja nicht bescheuert oder so, aber ich frage mich, wie ich ihr deutlich machen kann, dass sie einfach mal gelassen bleiben soll. Und dass ich vor allem nicht ihre Mutter/Therapeutin bin"!!!

    Wie mach ich das denn???
    Geändert von Nonomo (01.08.2012 um 18:40 Uhr)

  6. #6

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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    Hallo Nonomo,

    kannst Du ihr das nicht einfach auf eine freundliche Art sagen? Dass Du Dich und vor allem jetzt mit der Schwangerschaft nicht ständig mit ihren Problemen auseinander setzen kannst. Anscheinend ist die Nähe für sie ja auch nicht gut und da wäre ein wenig Distanz doch für beide Seiten hilfreich. Ich habe schon Verständnis dafür, dass jemand mit einer Magersucht in einer schwierigen Situation ist und dass sie Hilfe sucht, aber Deine Position und Dein berechtigter Wunsch, Dich abzugrenzen kann ich auch gut verstehen. Sie hat das ja schon erkannt, dass sie Dich wohl mit ihrer eigenen Mutter verwechselt, die Schwierigkeiten mit ihrer Mutter kann sie ja nicht mit Dir lösen. Mach ihr einfach klar, dass Du mehr Distanz brauchst. Ich denke, sie braucht eher professionelle Hilfe, so verstrickt sie sich ja nur immer wieder aufs Neue in die Probleme mit ihrer Mutter. Es würde ihr vielleicht sogar mehr helfen, wenn Du ihr das klar aber freundlich zurück meldest als Dein zeitweise offenes Ohr und Dir würde es auch guttun. Hey, Du bist im 9. Monat schwanger, konzentrier Dich auf Dich und auf das Baby und lass Dir keine Schuldgefühle einreden - Du bist wirklich nicht ihre Mutter.

    Und ich finde das ganz toll von Dir, dass Du für Dich und das Baby Deine alten schlechten Gewohnheiten aufgegeben hast. Respekt. Würde Dir aber auch raten, Dir eine "gesündere" und entspanntere Umgebung zu suchen und umzuziehen.

    Lieben Gruß

    Evelyn
    Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte sein
    Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten sein
    Achte auf Deine Taten, denn sie werden Deine Gewohnheiten
    Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter
    Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal
    Geändert von Evelyn09 (01.08.2012 um 23:33 Uhr)

  7. #7

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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    Das wird nur schlimmer werden, wenn das Baby da ist.

    Ich spekuliere jetzt mal ganz wild und du kannst mir folgen oder auch nicht. Es sind nur Ideen, ich habe in meiner Schwangerschaft eine ähnlich anspruchsvolle Mitbewohnerin gehabt. Es war am Anfang meiner Schwangerschaft und ich hatte echte existentielle Probleme und sie hat mir übel genommen dass ich nicht immer zur Verfgung stand, sie nicht angeguckt hätte oder irgendwie angeguckt hätte usw. usw.

    Deine Mitbewohnerin konkurriert um Aufmerksamkeit und sie ist neidisch und eifersüchtig. Vielleicht bist du ihrer Mutter wirklich ähnlich oder es ist einfach die Tatsache dass du schwanger bist.
    1. Variation, sie neidet dir die Schwangerschaft weil sie selber einen Kinderwunsch hat den sie nicht zulassen kann
    2. Variation, sie hat jüngere Geschwister und durchlebt mit dir nochmal ein Kindheitstrauma

    So oder so ist das eine ungünstige Konstellation. Wenn das Baby da ist wirst du ihr noch weniger Aufmerksamkeit schenken können, und sie wird es dir weiter übel nehmen. Sie wird um deine Aufmerksamkeit buhlen. Entweder wird sie dein Baby angreifen (verbal oder mit Taten) oder sie fängt an sich mit um das Baby 'zu kümmern' und wird übergriffig.

    Bei uns hat sich das damals so geregelt dass sie mit großem Tamtam ausgezogen ist als ich im 6. Monat war. Nicht ohne beim letzten Gespräch noch ausgiebig zu rauchen und ihre Rechnungen nicht gezahlt hat.

    Du schuldest ihr nichts, du bist für ihre Gefühle nicht verantwortlich. Was sie tut ist eine Belastung und Unverschämtheit, ganz besonders weil du im 9. Monat bist. Ihr Verhalten ist sehr agressiv wenn sie jeden Atemzug von dir kommentiert. Ich weiß sie macht sich klein und jammert rum, aber es ist agressives Verhalten wenn man jemanden vorwirft er hätte ein Getränk abgelehnt oder falsch geguckt.
    Sie ist in Therapie, da kann sie ihre Gefühle bekrakeln.

    Praktische Tipps kann ich dir leider nicht geben, aber ich denke es wird damit enden dass einer von euch beiden auszieht. Wie werten die anderen Mitbewohner ihr Verhalten?

    Du kannst dich nur abgrenzen und dafür sorgen dass die anderen Mitbewohner dich unterstützen.
    Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
    Karl Valentin

  8. #8

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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    hallo nochmal und vielen Dank für Eure Antworten,

    Cassis, das ist ja wirklich heftig, was Du da erlebt hast. Ich habe die ganze Zeit versucht, das nicht so zu analysieren und irgendwie trotzdem locker zu sehen. Die Frage, warum sie Dinge so tut, wie sie sie tut, habe ich mir sicherlich auch schon gestellt. Sie schmiert es mir ja als "Erklärung" auch immer wieder aufs Brot. Ihre Mutter habe sich immer verkrochen und tot gestellt, und sie - die Mitbewohnerin - habe sich verantwortlich gefühlt, den Frieden in der Familie zu wahren.
    Neulich hatte ich dann auch mal ein paar Tage, wo ich nur gepennt habe (ja, klar, so eine Schwangerschaft ist eben manchmal auch anstrengend). Und zack, es war eben dann ihr "Auftrag", zu kucken, ob sie etwas falsch gemacht hat, weil wir ja drei Tage nicht miteinander geredet hätten.
    Das Schlimme ist, dass ich langsam auch wirklich genervt von ihr bin und meine Sympathie langsam schwindet, ich kann es nicht ändern. Es ist alles so verkrampft, und teilweise spüre ich ihren Stress selber fast körperlich. Sie sucht das Gespräch, aber man merkt fast immer, dass sie vorher minutenlang darüber nachgedacht hat, was sie mich nun fragen kann. Ich fühle mich dann in der Zwickmühle, ihr ständig ein gutes Gefühl vermitteln zu müssen, obwohl ich keine Lust habe auf krampfige Gespräche...
    Sie war ein halbes Jahr im Ausland und in dieser Zeit haben sich die Dinge hier einfach eingespielt. Es ging immer locker zu, jeder hat gemacht, was er so machen wollte, man hat einfach locker und ohne Stress zusammen gelebt. Es hat einfach gefluppt. Ich muss aber dazu sagen, dass meine anderen beiden Mitbewohner Männer sind, und die machen sich eben nicht so Sorgen, dass irgendwas falsch läuft. Es war auch mein einer Mitbewohner, der gesagt hat, ich könnte doch einfach hierbleiben mit dem Kind und wir kriegen das schon geschaukelt. Beide Männer haben sofort gesagt, sie fänden das sehr spannend und wollten es auf jeden Fall versuchen, eine WG mit Baby.
    Als sie dann wieder kam, fing es bei uns allen an: sie fragte z.B., ob wir die "Regeln" geändert hätten, jemand habe ihr Shampoo genutzt, ohne sie zu fragen. Da kam es auch mit dem einen Mitbewohner zum Eklat, weil der sich erlaubte, zu sagen, sie solle sich nicht so anstellen/aufregen, denn wenn das Shampoo leer sei, würde er eben ein neues kaufen. Daraufhin bekam er eine Email von ihr, in der stand, dass er bitte ihre Bedürfnisse ernst nehmen solle. So kommt es immer wieder zu kleinen Auseinandersetzungen, allerdings gehen die Jungs damit eben einfach locker um und sagen: "Hey, alles ok, reg dich nicht auf". Und auf mich hat sie sich jetzt anscheinend eingeschossen...

    Ich bin mir daher nicht sicher, ob die anderen es wirklich als so ein heftiges Problem ansehen, da sie eben in letzter Zeit nicht (mehr) "zur Rede gestellt" wurden. Ich bin halt auch im Mutterschutz und arbeite nicht mehr, daher oft daheim. Ihr Freund ist nun auch noch für vier Wochen weg und ich mit ihr alleine, was dann nochmal ätzender ist, vorher war es oft eine Erleichterung, weil sie sehr oft tagelang bei ihm war. Mittlerweile bin ich ja schon im 10. Monat und nächste Woche ist der Termin. Noch tut sich nix, aber sie schleicht die ganze Zeit um mich herum. Gleich will sie mit mir frühstücken. Und ich kriege hier wirklich die Krise, weil ich morgens eigentlich gerne in Ruhe mit Zeitung frühstücke...solche Kleinigkeiten stressen dann einfach sehr, denn ich weiß genau, es wird sie wieder umwerfen, wenn ich das sage.
    Und so ist alles ein einziger Krampf...

    Cassis, Du hast gewiss Recht, dass es auf einen Auszug hinauslaufen wird. Ich fand diese Vorstellung, mit Kind in einer WG, eben wirklich toll, und auch, dass ich hier von den anderen so getragen werde. Wir haben das Gästezimmer gemeinsam zum Kinderzimmer umfunktioniert und die Männer sind gespannt und freuen sich. Sicher wollte ich ohnehin nicht ewig hier bleiben. Aber jetzt ausziehen, das wollte ich eigentlich nicht.
    Es kommt mir so ausweglos vor, weil ich auch selber das Gefühl habe, dass es nur schlimmer wird...
    Ich sollte vielleicht wirklich mal mit den anderen sprechen.

  9. #9

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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    Wieso Du? Sie soll ausziehen.

    Wenn ihr drei miteinander zurechtkommt und sie auch Kleinigkeiten stören liegt es doch auf der Hand wer gehen soll.

    Kannst du nicht mal was von den Männern übernehmen und nicht so auf ihr Ansprüche eingehen??? Du bist nicht ihre Mutter. Punkt. Wenn die Situation bei ihr ähnliche Gefühle hervorruft gehört das in ihre Therapie. Aber du hast da gar nichts zu bearbeiten, grenze dich ab.

    Du bist hochschwanger und willst deine Ruhe, und die läßt sie dir nicht. Auf deine Befindlichkeiten nimmt sie überhaupt keine Rücksicht, fordert aber enorm viel.
    Den Vorwurf mit den geänderten Regeln kenne ich übrigens auch. Meine Mitbewohnerin war mal zwei Monate nicht da, und machte uns dann Vorwürfe es hätten sich Dinge um sie herum geändert.

    Alles Gute noch für die nächsten Wochen,

    Cassis
    Eigentlich bin ich ganz anders, ich komme nur so selten dazu.
    Karl Valentin

  10. #10

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    AW: Ziehe ich/ziehen mich "süchtige" Menschen an?

    Hallo Nonomo,

    um Deine Eingangsfrage zu beantworten:
    das war halt bisher Dein Umfeld.

    Da Du es aber von jetzt auf gleich geschafft hast, für Dein Baby gesund zu leben - Hut ab dafür! - denke
    ich, daß Du doch eine recht starke Persönlichkeit haben dürftest.

    Was nun Deine Mitbewohnerin angeht:
    Ihre Mutter habe sich immer verkrochen und tot gestellt, und sie - die Mitbewohnerin - habe sich verantwortlich gefühlt, den Frieden in der Familie zu wahren.
    Das ist traurig, aber NICHT Dein Problem.

    Ich würd ihr sagen, ich bin nunmal so, ich hab nix gegen Dich, aber im Moment brauche ich meine Kraft für mich und mein Baby, und wenn Dich das runterzieht, darfst Du gerne gehen.

    Laß Dich da nicht einwickeln!

    Alles Gute!

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