Ich habe ein Problem, dessen bin ich mir bewusst.
Seit Anfang diesen Jahres gehe ich deswegen wöchentlich zur Beratung und zwei Mal wöchentlich zur Akupunktur.
Trotzdem habe ich Rückfälle, die mich immer wieder runter ziehen. Bei mir handelt es sich um Alkohol und Koks - wenn schon, denn schon.
Der Alkohol macht mir hierbei mehr zu schaffen. Oft ist dieser dann auch der Einstieg für die härteren Sachen. Bei klarem Kopf würde ich nicht auf die Idee kommen, mir was zu besorgen.
Hinzu kommt auch noch, das mein Freund involviert ist, soll heißen, wir machen "es" immer zusammen. Er ist auch in Beratung, sieht auch ein, dass das Gekokse aufhören muss, nur mit dem Alkohol sieht er es nicht so, weil "wir uns ja nicht täglich besaufen". Meiner Meinung nach, muss es dazu gar nicht erst kommen.
Oft bringt er mich dazu, dann doch etwas zu trinken, oder versucht mich nicht davon abzuhalten, wenn ich Alkohol vorschlage. Ich kann mich in dieser Hinsicht nicht auf ihn verlassen.
Ich habe ihm heute noch ein mal deutlich gemacht, wie wichtig mir das ist. Er versteht, dass ich Angst habe und will mich unterstützen und selbst verzichten, aber das hat er auch schon öfters erzählt.
Deswegen versuche ich diesen Weg, sozusagen ein Nichttrink-Tagebuch und hoffe auf eure Unterstützung, Tipps oder Ratschläge.
Frei von Koks: 6. Tag
Frei von Alk: 1. Tag
Heute habe ich wieder einen Beratungstermin wo ich wieder beichten muss, dass ich Rückfällig geworden bin. Das fällt mir immer sehr schwer, obwohl meine Therapeutin mir niemals Vorwürfe oder ähnliches gemacht hat. Aber Verschweigen ist ja keine Alternative, da würde ich mich ja selbst belügen. Danach habe ich gleich den Akupunkturtermin.
Ich habe am Wochenende auch meiner besten Freundin davon erzählt, dass ich Probleme mit Drogen habe. Es ist mir sehr schwer gefallen, ich hatte Angst, dass sie danach nichts mehr mit mir zu tun haben will. Das war natürlich nicht der Fall, ich bekomme von ihr Unterstützung und danach habe ich mich sehr viel besser gefühlt. Ich hatte schon Ewig ein schlechtes Gewissen. Wir kennen uns seit zehn Jahren, koksen tu ich seit sechs Jahren (Oh mein Gott, habe mich gerade ganz schön erschrocken...). Wir hatten dann ein Jahr, wo wir uns gar nicht gesehen haben, weil ich nur am Feiern war. Später habe ich ihr dann davon erzählt, warum dass so war, aber das dieses Problem noch gegenwärtig war, nicht.
Wenn ich nachher zu Hause bin werde ich alle Flaschen entsorgen, Reste wegkippen. Ich werde sogar die Bier-, Wein- und Schnapsgläser und alles andere, was mich an Alkohol erinnern könnte, in einen Karton packen und in den Keller stellen.
Ich will unbedingt wieder diejenige sein, die mein Leben bestimmt.
In diesem Sinne
H.














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