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  1. #1
    balticqueen
    gelöscht

    Erleuchtung Alkoholfrei mit Baclofen

    Hallo Ihr Lieben,

    ich würde euch gerne von meiner Erfahrung mit dem Medikament Baclofen berichten.
    Seit etwa 10 Jahren trinke ich sehr viel, im Durchschnitt so alle zwei Tage bis zum Blackout. Alles, was ich bisher versucht habe, dagegen zu unternehmen, hat nichts gebracht und ich dachte schon, dass es für mich keine Hilfe mehr gibt. Und nun vor einigen Wochen habe ich einen alten Freund wiedergetroffen, der mir zu Baclofen geraten hat. Nachdem ich mich im Internet dazu schlau gemacht habe, dachte ich mir, dass es auf einen Versuch ankäme und habe es mir verschreiben lassen.

    Das war letzten Freitag. Und seitdem habe ich keinen Alkohol mehr getrunken! Das Baclofen nimmt das Suchtverlangen weg, lindert übrigens auch die Entzugserscheinungen.

    Klar, das ist jetzt erst eine Woche, aber ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich eine ganze Woche lang nichts getrunken habe. Und daher wollte ich dazu beitragen, dass dieses Medikament bekannter wird. Denn offensichtlich wurde ja schon mal bei Jauch und auch in der Brigitte dazu mal ein Beitrag gebracht, aber einschließlich mir kannte das bisher kein Mensch in meinem Umfeld, geschweige denn meine Ärzte.

    Vielleicht gibt es ja auch andere hier, die Erfahrungen mit Baclofen gesammelt haben und sich austauschen wollen?

    LG,
    bc

  2. #2
    Avatar von sandfloh
    Registriert seit
    11.10.2002
    Beiträge
    926

    AW: Alkoholfrei mit Baclofen

    Ist es sinnvoll, sich von der Alkohol- in eine Tablettenabhängigkeit zu begeben, noch dazu mit folgenden Nebenwirkungen (aus onmeda)

    "Sehr häufige :
    Schläfrigkeit, Abstumpfung (vor allem zu Beginn der Behandlung), Übelkeit.

    Häufige Nebenwirkungen:
    Depressionen, Aufgedrehtheit (Euphorie), Wahnvorstellung, Albträume, Verwirrtheit (insbesondere bei älteren Patienten), Müdigkeit, Benommenheit, Willensschwächung, Zittern, Gangunsicherheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Ermüdung, Atemstörungen, Augenzittern, Störungen des Scharfsehens, Sehstörungen, Herzklopfen, Herzleistungsverminderung, niedriger Blutdruck, Würgen, Erbrechen, Mundtrockenheit, Durchfall, Verstopfung, Magen-Darm-Störungen, Brechreiz, Blasenentleerungsstörungen (häufiges Wasserlassen, Bettnässen, Harnzwang), Hautausschlag, Schwitzen, Muskelschwäche, Muskelschmerzen.
    "

    ?
    Ist das Leben nicht schön!?

  3. #3

    Registriert seit
    11.01.2005
    Beiträge
    235

    AW: Alkoholfrei mit Baclofen

    Das ist ein Selbstversuch auf eigenes Risiko. Baclofen hat keine Zulassung in der Verbindung mit Akoholabhängigkeitserkrankungen. Weder in Europe noch in den USA. Ich hoffe für die TE dass sie sich in guter FACHärtzlicher Behandlung befindet!

    Das Thema ist auch nicht neu sondern geht auf ca. 2009 zurück. Anlass war DR. Ameisen welcher von sich behauptete seine Alkoholsucht mittels hoher Dosen von Baclofen geheilt zu haben. Im Selbstversuch. Aber wo ist Dr. Ameisen heute? Letzte Berichte und Veröffentlichungen von ihm gehen auf Frühjahr 2010 zurück.....

    Ausschnitt Ärzte Zeitung online, 01.04.2011, Neue Wege gegen die Alkoholsucht, Verfasser Thomas Müller:
    "Zu Baclofen gibt es bislang recht widersprüchliche Daten. Bekannt geworden ist die Substanz zur Alkoholentwöhnung nicht zuletzt durch die Selbstbehandlung eines bekannten US-Kardiologen, der sich angeblich mit äußerst hohen Baclofendosierungen (bis 270 mg/d) von seiner Sucht befreite.

    Bei Dosierungen über 120 mg/d können jedoch beträchtliche Nebenwirkungen auftreten, warnt Wodarz. Dazu zählen etwa Sedierung, Kopfschmerz, Ataxie, Schwindel, Tremor, Hypotonie und Depressionen sowie Leberwerterhöhungen.

    In placebokontrollierten Studien zur Entwöhnung mit niedrigen Dosierungen (30 mg/d) konnte die Substanz bislang nicht überzeugen. Wodarz sieht in Baclofen als Off-Label-Therapie daher allenfalls nach ausführlicher Aufklärung und schriftlicher Einwilligung der Patienten eine Option.

    Die maximale Dosis sollte dabei 75 bis 120 mg/d nicht überschreiten. Als Wirkmechanismus wird vermutet, dass Baclofen die alkoholinduzierte Dopaminfreisetzung im Gehirn dämpft. Zugelassen ist das Medikament derzeit ausschließlich zur Therapie bei bestimmten Formen der Spasti"
    I couldn´t repair your brakes. So I made your horn louder !

  4. #4
    balticqueen
    gelöscht

    AW: Alkoholfrei mit Baclofen

    Zitat Zitat von sandfloh Beitrag anzeigen
    Ist es sinnvoll, sich von der Alkohol- in eine Tablettenabhängigkeit zu begeben
    Baclofen macht nicht abhängig. Natürlich ist man davon abhängig, regelmäßig das Medikament einzunehmen, da sonst das Craving wiederkommt und man sollte es nicht schlagartig absetzen, sondern ausschleichen. Aber eine Abhängigkeit wie vom Alkohol entsteht dabei nicht, dass man also ein Verlangen nach der Einnahme bekommt, wenn man es nicht nach einer gewissen Zeit nachwirft.

    noch dazu mit folgenden Nebenwirkungen (aus onmeda)
    "[I]Sehr häufige :
    Schläfrigkeit, Abstumpfung (vor allem zu Beginn der Behandlung), Übelkeit.
    Als ich letzten Freitag mit der Einnahme angefangen habe, war ich tatsächlich ziemlich schläfrig, das ganze Wochenende über. Dazu leichter Schwindel. Daher habe ich mich für die Woche krank schreiben lassen, da ich mich nicht getraut habe, Auto zu fahren (Ja, ich habe noch Job und Führerschein *glückssache*). Bis heute hat das alles gut nachgelassen, ich werde morgen wieder arbeiten gehen.
    Ich habe übrigens bemerkt, dass mein Schlaf besser geworden ist und ich morgens frisch und ausgeschlafen bin. Müde war ich vorher eigentlich immer und den ganzen Tag lang. Das hat sich verbessert.

    Häufige Nebenwirkungen:
    Also, von diesen Nebenwirkungen habe ich noch nichts bemerkt. OK, eine leichte Euphorie ist schon da, weil auf einmal soviel Raum in meinem Leben ist.

    Aber setzen wir doch mal die Nebenwirkungen des Alkohols daneben, die garantiert einsetzen... endet nicht selten tödlich :-(

    LG,
    bc

  5. #5
    balticqueen
    gelöscht

    AW: Alkoholfrei mit Baclofen

    Hallo sligo,

    Zitat Zitat von Sligo Beitrag anzeigen
    Das ist ein Selbstversuch auf eigenes Risiko. Baclofen hat keine Zulassung in der Verbindung mit Akoholabhängigkeitserkrankungen. Weder in Europe noch in den USA. Ich hoffe für die TE dass sie sich in guter FACHärtzlicher Behandlung befindet!
    Ja, sowohl hausärztlich als auch neurologisch werde ich betreut.
    Baclofen ist in Deutschland zugelassen als Muskelrelaxanz, dies schon seit 50 Jahren. Gilt als gut verträglich selbst in hohen Dosen und hat kein Abhängigkeitspotential.
    Es ist richtig, dass Baclofen bei Alkoholabhängigkeit ein off label use ist. Das ist nicht selten, dass Medikamente auch für andere Erkrankungen eingesetzt werden als für die, für die sie erfunden wurden.
    Das Problem bei Baclofen sehe ich darin, dass das Patent bereits abgelaufen war, als die Wirksamkeit bei Alkoholabhängigkeit entdeckt wurde. Dh., daran kann sich niemand mehr dumm und dämlich verdienen und deswegen weckt der Einsatz wenig Interesse und Forschungsbereitschaft.
    Ich habe meine Hunderterpackung ohne Zuzahlung von der AOK erhalten.

    LG
    bc

  6. #6
    balticqueen
    gelöscht

    AW: Alkoholfrei mit Baclofen

    Zitat Zitat von Sligo Beitrag anzeigen
    Aber wo ist Dr. Ameisen heute? Letzte Berichte und Veröffentlichungen von ihm gehen auf Frühjahr 2010 zurück.....
    Eine interessante Frage, der ich nachgegangen bin. Ich habe folgenden Artikel gefunden:
    Baclofène contre alcool : la consécration d’Olivier Ameisen
    Offensichtlich hat Dr. Ameisen just vor einigen Tagen an einem Kongress zum Thema Baclofen teilgenommen.

    Für alle, die wie ich des Französischen nicht mächtig sind, hier die Übersetzung:

    Baclofen gegen Alkoholismus: Anerkennung für Olivier Ameisen
    übersetzt aus Paris Match | Samstag, 28. Januar, 2012

    Es ist einer, der am Dogma der Abstinenz bei der Behandlung von Alkoholismus kratzt. Olivier Ameisen hielt seinen ersten Vortrag über Baclofen im Hospital Cochin, am Dienstag den 24. Januar.

    „Die Schlacht von Baclofen ist gewonnen“, sagte Professor Bernard Granger, Psychiater an der Cochin und Gastgeber der Veranstaltung, „die Entdeckung von Olivier Ameisen erschüttert das Management der Sucht: der medizinische Fortschritt wird von einem Außenstehenden vorangetrieben“. Der Saal war brechend voll, Sucht-Spezialisten, Ärzte, ehemalige Patienten, Prominente und Journalisten drängten sich auf engem Raum.

    Und in diesem Raum, nach Jean Dausset, dem Nobelpreisträger für Medizin (1980) benannt, spricht Olivier Ameisen, der noch nie zuvor von einer französischen Universität eingeladen worden ist. Was wie ein Zufall aussieht, ist für ihn emotional aufwühlend. „Ich will Ihnen sagen, das Gefühl der Anwesenheit in diesem Theater ist bestimmt von der Erinnerung an den Namen dessen, der als erster meine Arbeit mit Baclofen unterstützt hat. Ich hoffe, dass es zu seinen Ehren beiträgt und ich begrüße die Anwesenheit von Iréne Dausset, seiner Tochter.“ Jean Dausset ist 2009 verstorben.

    Die Vergangenheit von Olivier Ameisen, seine persönliche Reise verfolgt ein aufmerksames Publikum. Der Arzt und Musiker, der unter lähmender Schüchternheit gelitten hat und vor Publikum weder sprechen noch spielen konnte. Eine tiefsitzende Angst und Lähmung ließ ihn immer wieder fliehen, er entdeckte die Wirkung der ersten Glas Whisky im Alter von 30 Jahren die ihm erlaubten sich endlich selbstsicher zu fühlen, bis dann der Abstieg in die Hölle des Alkoholismus begann. Er erzählt von seinen vielen Versuchen die Abhängigkeit zu beenden. Erzählt von Abstinenz, Motivations-Therapie, Verhaltenstherapie und immer wieder von Angstattacken, gefolgt von Alkoholexzessen. Bis zu zwei Sitzungen pro Tag bei AA (Anonyme Alkoholiker) über sieben Jahre, alles blieb erfolglos.

    Schließlich die Entdeckung der Wirkung von Baclofen auf die Sucht. Dank einer Studie an kokainabhängigen Ratten denen in hohen Dosen Baclofen per Pumpe gegeben wurde. Sie lieferten den ersten Hinweis, sie alle wurden gleichgültig gegenüber dem weißen Pulver. Aufgrund verschiedener medizinischer Publikationen über Baclofen, ermutigten ihn Freunde und Kollegen, amerikanische Neurologen zu seinem Selbstversuch und er verabreichte sich hohe Dosen bis zu seiner Heilung. Dies geschah vor über 8 Jahren und hält bis heute an.

    "Wenn man von Baclofen geheilt wird, ist es als wäre man nie krank gewesen“

    Andere Geschichten von „Remission“ werden von Patienten vorgetragen: „In zwei Wochen, nach 17 Jahren der Sucht", „Wenn Sie geheilt werden, werden sie ein neuer Mensch“, „Danke für meine Lebensrettung, „Ein großes Dankeschön für meinen Bruder, er ist geheilt“, etc. ... „Geschichten wie diese gibt es viele, sie handeln von Transformationen, das ganze Leben hat sich verändert“, sagte Professor Granger. Er gesteht zuerst sehr vorsichtig gewesen zu sein, bevor er selbst die Behandlung begonnen hat. Die off-label Beschränkung veranlasste ihn dazu, sehr sorgfältig alle Fälle zu dokumentieren, besonders die Nebenwirkungen habe er sorgfältig beoabachtet und er war erleichtert nur wenige feststellen zu können.

    Die Entdeckung von Olivier Ameisen, weit vor allen anderen amerikanischen Wissenschaftlern, er wollte nicht warten, bis Ergebnisse von Tests vorliegen würden, die zur offiziellen Verschreibung notwendig sind. Dr. Rudolf Stohler, Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Sucht der Universität Zürich bestätigt „wunderbare Ergebnisse“ über den Zeitraum eines Jahres. In Frankreich nahm von diesen Ergebnissen keine Notiz, man war der Ansicht „es sei das Werk eines Exzentrikers.“ Das positive Feedback, das jetzt in Frankreich zu hören ist, kommt von der Basis. Die zunehmende Zahl der geheilten Patienten organisiert sich in Gruppen und sie kommunizieren über das Internet, zusammen mit Allgemeinmedizinern und Psychologen, die Baclofen off-label verordnen.

    Diese medizinische Entdeckung ist unbequem

    Woher kommt die Abneigung gegen Baclofen? Ist es die Annahme von Ameisen, dass Alkoholismus eine biologische Krankheit ist, das „Symptom“ aus einem Mangel an einem Hormon im Gehirn entsteht und Baclofen in der Lage ist diesen Mangel zu kompensieren? Eine Hypothese, die das Verständnis für die Krankheit des Alkoholismus und die Veränderungen bei den Patienten destabilisieren die Fundamente der Suchtbehandlung und der Psychiatrie. „ist die bevorstehende Zulassung eines neuen Medikaments der Grund – er nennt Nalmefen – wegen Ineffizienz und einem Risiko von Bauchspeicheldrüsenkrebs im Jahr 1991 von der FDA abgelehnt?“, fragt Ameisen. „Vielleicht ist der Grund in den Kosten für Baclofen zu finden, das als Generika unschlagbar kostengünstig ist?“, fragt Ameisen weiter, Nalmefen wird ein vielfaches kosten und so gut wie unwirksam sein, wie allgemein prognostiziert wird.

    Die Legitimität der randomisierten Studie, die kommen soll in diesem Jahr sollte wird angezweifelt und das Zulassungsprotokoll wird behindert. Olivier Ameisen und Professor Granger stellen die Frage: „warum bedenkt man nicht, dass Menschen sterben wenn ein wirksameres Medikament nicht für alle Patiente zugänglich gemacht wird und schließlich, „wir haben noch nie ein revolutionäres Medikament mit einer double-blind-Studie in der Psychiatrie entdeckt.“

    Oder ist es Ist es die Originalität der Figur, die alles durcheinander bringt? Der erste Arzt, der seinen Alkoholismus sein Eingeständnis öffentlich macht? Was sind die wahren Interessen der Afssaps (Agentur für Medikamentensicherheit in Frankreich) und was verstört die Suchtforscher so daran? Der Bucherfolg, die Bewunderung, die darauf gefolgt ist – sie ist gerade dabei, den Verlauf einer Krankheit zu verändern? Das Abenteuer Baclofène fängt gerade erst an.

    Vanessa Boy-Landry - Parismatch.com

  7. #7
    balticqueen
    gelöscht

    2. Woche vorbei

    Hallo,

    jetzt ist bereits die zweite Woche ohne Alkohol vorbei!

    In dieser Woche habe ich wieder gearbeitet, es gab sehr viel zu tun, ich hatte kaum Zeit für Pausen. Abends war ich sonst dann immer so kaputt, dass ich nicht mehr gewusst habe, wo hinten und vorne ist und habe "zur Entspannung" zum Alkohol gegriffen.

    In dieser Woche ist das anders gewesen.
    Nachdem die Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit und Benommenheit nicht mehr aufgetreten sind, bin ich fitter denn je. Mit Alkohol war ich eigentlich immer müde, fühlte mich kaum leistungsfähig und hatte keine Kraft mehr neben der Arbeit für schöne Dinge in der Freizeit. Mit dem Baclofen hat sich mein Schlaf erheblich verbessert, wenn ich morgens aufwache, brauche ich meinen Kaffee und danach bin ich wach und gut drauf. Ich schlafe beim Autofahren nicht mehr fast ein...

    Nach der Arbeit bin ich natürlich auch erledigt, aber nicht mehr so planlos und völlig neben mir. Früher konnte ich mich nur noch aufs Sofa werfen und meine 3-4 l Bier oder 2 Flaschen Wein hinunterstürzen. Die Woche über habe ich mir eine Kanne Tee gekocht, es mir gemütlich gemacht und war damit sehr zufrieden.

    Ich bin immer noch fassungslos, wie unspektakulär das alles abgelaufen ist. Am Donnerstag, den 19.01. habe ich das letzte Mal Alkohol getrunken. Seitdem ist das Verlangen dazu nicht mehr da! Wein ist für mich jetzt nur noch ekliger Süßkram. Auf Bier habe ich gelegentlich schon noch Lust gehabt, gerade auch an freien Tagen. Aber diese Lust ist etwas völlig anderes als das Craving, das dich dazu bringt, meilenweit nachts zu laufen, um dir was zu trinken zu besorgen. Gegen die Lust kann ich allein mit meiner "Willensstärke" ankommen, es reicht, mir vorzustellen, was Trinken bewirkt und ich bin wieder "kuriert".

    Ich will nicht mehr trinken, selbst wenn ich könnte. Und ich könnte ja, mir verbietet es niemand. Ich hatte sogar eingeplant, dass es sicherlich auch mal Rückfälle geben könnte.
    Falls das vorkäme, würde ich anderntags mit dem Baclofen weitermachen. Für mich hat es bis jetzt funktioniert, endlich eine Lösung...

    Bis zur nächsten Woche,

    bc

  8. #8

    Registriert seit
    03.02.2012
    Beiträge
    13

    AW: Alkoholfrei mit Baclofen

    Liebe baltic queen, ganz herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg!

    Ich habe mir gestern auch baclofen bestellt. Das wird aber zwei Wochen dauern, bis es kommt. In dieser Zeit will ich versuchen, auch ohne abstinent zu bleiben, falls das gut klappt, nehm ich vielleicht dann das baclofen gar nicht erst.
    Es gibt ja sogar ein baclofen Forum. Habe da viel gelesen. Die Dosierung scheint ja ein schwieriges Thema zu sein. Wie handhabst du das?
    Erstmal herzliche Grüße von seeboje

  9. #9
    balticqueen
    gelöscht

    AW: Alkoholfrei mit Baclofen

    Hallo Seeboje,

    Zitat Zitat von seeboje Beitrag anzeigen
    Liebe baltic queen, ganz herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg!
    Vielen Dank. Ich kann es selbst kaum glauben.

    Ich habe mir gestern auch baclofen bestellt. Das wird aber zwei Wochen dauern, bis es kommt. In dieser Zeit will ich versuchen, auch ohne abstinent zu bleiben, falls das gut klappt, nehm ich vielleicht dann das baclofen gar nicht erst.
    Wie spannend! Wenn du es ohne Baclofen schaffst, wäre es natürlich klasse. Aber so hast du das Baclofen noch im Hintergrund, falls es schwer wird oder es nicht ganz klappt.

    Es gibt ja sogar ein baclofen Forum. Habe da viel gelesen. Die Dosierung scheint ja ein schwieriges Thema zu sein. Wie handhabst du das?
    Ich bin immer noch dabei, mich an die optimale Dosierung heranzutasten: so viel wie nötig, so wenig wie möglich. Momentan bin ich wochentags auf morgens und mittags je 12,5mg und abends 25mg. Am Wochenende kann es auch mal mehr werden.

    LG,
    bc

  10. #10
    balticqueen
    gelöscht

    3. Woche vorbei

    Die dritte Woche habe ich ebenfalls ohne Alkohol verbracht.

    Dabei ist mir aufgefallen, dass bei Nachlassen der Baclofenwirkung direkt wieder diese Stimme in meinem Kopf auftaucht, die mir sagt, dass es doch nicht so schlimm wäre, ein bißchen was zu trinken...die alle Einwände beiseite wischt und es für völlig OK hält, sich Alkohol zu besorgen...
    Ich handhabe das dann so, dass ich nicht unbedingt dagegen ankämpfe, sondern zuerst dem Baclofen eine Chance gebe. Mit der Ansage, dass wenn das nicht hilft, ich ja immer noch los kann. Das Baclofen wirkt sehr schnell, etwa nach 10 Minuten, und ich kann dabei zusehen, wie die Stimme immer schwächer wird, das Craving nachläßt, die Gedanken an Alkohol nachlassen und die Vorstellung von Wein, Bier etc. abstoßend wird.

    Nebenwirkungen verspüre ich keine mehr. Ich kann morgens 12,5mg einnehmen und dann zur Arbeit fahren. Auch auf der Arbeit beeinträchtigt das Baclofen mich nicht.

    Ich würde sagen, dass das "zufriedene Abstinenz" darstellt.
    Allerdings traue ich dem Frieden immer noch nicht so ganz. Es kann doch nicht sein, dass das so einfach und leicht abläuft...?

    Ich melde mich nächste Woche wieder

    LG,
    bc

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