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  1. #1
    Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Liebe Userinnen, liebe User,

    Sucht in der Familie ist eine schwere Belastung. Angehörige und Partner von Suchtkranken haben mit Aggressionen zu kämpfen, mit Scham, mit Schuldgefühlen, mit Angst. Oft geraten sie selbst an ihre Grenzen und werden womöglich psychisch oder körperlich krank.

    Unser Special zum Thema Sucht finden Sie hier.

    Wir möchten Ihnen vom 1. bis zum 15. November hier die Möglichkeit geben, Ihre Fragen zu diesem Thema zu stellen. Unsere Experten, die erfahrenen Berater Klaus Fieseler und Karin Hentschel, werden diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten beantworten.

    Bitte beachten Sie, dass je nach Zahl der Fragen womöglich nicht auf alle Beiträge eingegangen werden kann. Auch gilt diese Beratung ausschließlich für Angehörige und Partner.

    Falls Sie selbst suchtkrank sind, wenden Sie sich bitte an die regionalen Beratungsstellen.

    Freundliche Grüße
    Ihr Bfriends-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. #2

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    AW: Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Zitat Zitat von Bfriends-Team Beitrag anzeigen
    Liebe Userinnen, liebe User,

    Wir möchten Ihnen vom 1. bis zum 15. November hier die Möglichkeit geben, Ihre Fragen zu diesem Thema zu stellen. Unsere Experten, die erfahrenen Berater Klaus Fieseler und Karin Hentschel, werden diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten beantworten.
    ...Hier in diesem Strang? Bitte um Info, danke!

  3. #3
    Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Hallo darkskye,

    ja, hier in diesem Strang.

    Viele Grüße
    das Bfriends-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  4. #4
    Avatar von Morgain
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    AW: Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Liebes Brigitte-Team,

    danke für diese Initiative, da ja die Angehörigen immer mit-süchtig - also co-abhängig - sind. Und es dauert lange, bis man selbst zu dieser Erkenntnis kommt.

    Ich spreche aus eigener Erfahrung - mein Mann ist Alkoholiker, mein Sohn drogenabhängig. Ich habe, wie bei Co-Abhängigen üblich, lange den Kopf in den Sand gesteckt, alles vertuscht, verheimlicht. Nach vielen Jahren fand ich im Vorjahr die Kraft, unterstützt von einem Suchtkranken-Forum, mir MEIN Problem einzugestehen, mich zu informieren und mir dann einschlägige Hilfe bei einer Therapeutin für Angehörige von Suchtkranken zu holen. Mein Sohn war damals zwar schon in Therapie, aber nur dadurch fand ich die Kraft und Konsequenz auch meinem Mann endlich klarzumachen, entweder der Alkohol oder ich. Seit mittlerweile knapp 1 1/2 Jahren ist mein Mann nunmehr trocken. Und ich hoffe, daß sowohl mein Mann als auch mein Sohn allen Versuchungen auch weiterhin widerstehen werden können.

    Aber auch ich arbeite ständig daran, alte Verhaltensmuster zu vermeiden. Denn auch das ist wichtig.

  5. #5

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    Spielsucht

    Hallo liebes Expertenteam,
    Mein Partner ist spielsüchtig und geht morgen erstmalig zu einer Beratungsstelle. Was kann ich tun (außer seine EC-Karte einzuschließen), um ihm zu helfen? Drohungen und Vorwürfe helfen nicht, sachliche Erklärungen auch nicht, sollte ich mich trennen? Ich kann doch nicht ständig allein Unternehmungen machen nur weil er nicht mit Geld umgehen kann?


    PS. Er ist seit Sommer wg.Depression zu Hause....

  6. #6

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    AW: Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Guten Tag Kersi1,

    Sie möchten Ihren Partner dabei unterstützen, seine Spielsucht zu überwinden. Er macht jetzt einen ersten Schritt, indem er sich in einer Beratungsstelle informiert. Was spricht dagegen, dass Sie mitgehen und sich dort auch informieren? Es ist ja Ihr gemeinsames Einkommen, das er durch seine Sucht verspielt.
    Vorwürfe, Drohungen und Erklärungen helfen bei Sucht wenig. Ihr Partner weiß vermutlich selbst, wie unvernünftig sein Handeln ist und dass man das Geld sinnvoller ausgeben kann. Dennoch spielt er immer wieder. Spielsucht ist eine Krankheit, die man behandeln kann. Verschiedene Kliniken sind darauf spezialisiert und arbeiten mit gutem Erfolg. Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist aber, dass Ihr Partner sich auf die Behandlung einlässt und mitmacht – das ist bei anderen Krankheiten auch so. Die Depression kann man in der Klinik gleich mit untersuchen und bei der Behandlung mit einbeziehen. Oft hängt das Eine mit dem Anderen zusammen. In einer Beratungsstelle bekommt er weitere Informationen dazu.
    Ihre „Vorrednerin“ hier im Forum berichtet, wie sie sich um sich selbst gekümmert hat und sich selbst Hilfe gesucht hat. Sie überprüft ihr Co-Abhängiges Verhalten – ein Verhalten, mit dem sie unbewusst das Suchtverhalten des Angehörigen mitträgt – und sie sorgt für sich. Wie das für Sie selbst gehen kann, können Sie in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige oder in einer Beratungsstelle besprechen.
    Wir wünschen Ihnen und Ihrem Partner für die anstehenden Veränderungen einen guten Anfang. Und wir möchten Sie ermutigen, gemeinsam wieder schöne Dinge zu unternehmen.

    Klaus Fieseler und Karin Hentschel

  7. #7

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    AW: Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Hallo an Alle,man bin sooo froh das ich so ne Seite gefunden habe und endlich mit einigen mein Leid teilen kann,heute hab ich nur schnell ne Frage und hoffe vom Expertenteam eine Antwort zu bekommen,es ist fünf nach zwölf,die Kurzfassung :mein Sohn (23)ist schon sehr früh mit Drogen in Berührung gekommen und hat nie den Absprung gefunden,es nutzte kein Flehen,kein bitten,keine Drohung,kein schimpfen nichts....naja jedenfalls hat er immer gearbeitet nach der Schule hat auch gott sei dank seine 3jährige Ausbildung beendet und ist in der Firma std-weise bis dato übernommen wurden,nun ist wohl was durch gesickert,er hat so oft verschlafen,lief rum wie so n Zombie,total abgemagert sah total krank aus,hier zu hause war es die Hölle,naja jedenfalls hat er vor ca. 1 Monat endlich erkannt das es so nicht weiter geht da er kurz vorm durchdrehen war.......er ist ENDLICH zum Doc,dort musste er auch eine Behandlungsvereinbarung unterschreiben,am Anfang der Substitutionsbehandlung hat er einfach so weiter gemacht wie bisher(er ist auch noch stark Tablettenabhängig) ;jetzt seit einer Woche nicht mehr ausser Kiffen(das würde der Arzt zulassen???!!);aber nun zurück zu seinem AG ,der will jetzt das sich mein Sohn vom Betriebsarzt untersuchen lassen soll und evtl. eine Therapie macht??Darf er das bis jetzt ist es noch nicht offiziel aber wenn er zugibt das er Drogensüchtig ist dann ist das doch ein Kündigungsgrund oder nicht,er hat ja nur einen befristeten Vertrag,selbst wenn er es macht danach wird sein Vertrag bestimmt nicht verlängert...
    ach ich kann bald nicht mehr wenn er noch seine arbeit verliert dann hab ich auch verloren!!!danke schonmal lg

  8. #8
    Avatar von Morgain
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    AW: Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Orientierungslose - in welchem Land bist Du denn zuhause? Die Gesetzeslage dürfte in Österreich und Deutschland wohl differieren.

  9. #9

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    AW: Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Hallo Orientierungslose,

    die Angehörigen von Drogen- oder Alkoholabhängigen sind von den Problemen stark mitbetroffen, weil sie sich immer wieder Gedanken über Lösungen der Suchtprobleme machen und helfen wollen, aber häufig enttäuscht werden. Oft scheinen die Angehörigen dabei stärker um eine Lösung bemüht als die Abhängigen selbst. So stellen Sie hier auch die Fragen, die eigentlich ihr 23jähriger erwachsener Sohn stellen müsste.

    Bei einer Substitutionsbehandlung wird nicht die Ursache der Abhängigkeit behandelt, sondern man ersetzt einen Stoff (Heroin) durch einen ähnlichen Stoff (Methadon), der legal und in von den Apotheken kontrollierter Qualität erhältlich ist. Zwar wird in den Behandlungsvereinbarungen der Konsum anderer Drogen und Medikamente ausgeschlossen, aber das wird oft unterlaufen und nicht durchgehend kontrolliert.

    Den Arbeitsplatz wird er so nicht auf Dauer halten können. Drogenkonsum und Arbeit lassen sich nur schwer vereinbaren. Bei einer betriebsärztlichen Untersuchung vor einer Festanstellung wird man die Drogenabhängigkeit feststellen. Und man wird auch feststellen, dass Ihr Sohn in diesem Zustand nicht für die Arbeit geeignet ist – so ist zum Beispiel das Bedienen von Maschinen oder das Autofahren unter Drogeneinfluss nicht zu verantworten. Ihr Sohn müsste also klären, in welchem Umfang er überhaupt arbeitsfähig ist.

    Ihnen selbst möchten wir ein wenig Selbstfürsorge empfehlen, die bei Angehörigen von Suchtkranken oft zu kurz kommt. Durch diese Vernachlässigung wird auch Ihre Gesundheit beeinträchtigt. Zur Selbstfürsorge gehört eine Abgrenzung von dem Abhängigen, der die Verantwortung übernehmen sollte und nicht nur seine Eltern über seine Lage nachdenken lassen sollte. Unterstützung dabei bekommen Sie in einer Suchtberatungsstelle, dort werden auch Angehörige beraten. Zudem geben die Beratungsstellen Informationen über andere Behandlungsmöglichkeiten außer der Substitution. Sie können sich in Ihrer Region auch an die Selbsthilfegruppen wenden oder an Selbsthilfegruppen für Angehörige und dort wieder eine Orientierung finden. Über die Internetseiten des Bundesverbandes der Elternkreise Website des BVEK können Sie noch weitere Informationen bekommen und auch nach Elternkreisen für Eltern von Drogenabhängigen in Ihrer Region suchen.

    Mit freundlichem Gruß

    Ihr Expertenteam

  10. #10
    Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Expertenberatung: Sucht in der Familie

    Liebe Userinnen, liebe User, liebes Experten-Team,

    wir danken Ihnen allen für Ihre Fragen, Anmerkungen und Antworten.

    Freundliche Grüße
    Ihr Bfriends-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

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