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  1. #1

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    Zuviel Sparen ?

    Hallo zusammen,
    angenommen, ich lebt gut , gibt das Geld aus, wofür ihr für richtig haltet, und den Rest investiert ihr in Aktien.
    Jetzt rechnet ihr aus, wenn ihr weiter so investiert und die Aktien genau so entwickeln wie die letzten 30,50,100 Jahre, ihr mit dem Investment Ende 40 nicht mehr arbeiten müsst - (für Ältere: nimmt an ihr seid noch unter 40).
    Was macht ihr? Weiter so, und dann nicht mehr arbeiten (was macht ihr mit der freien Zeit?) ? Jetzt viel mehr Geld ausgeben (Wofür, wenn ihr bis dahin alles was ihr brauchtet gekauft habt?) Zwischenlösung?

  2. #2
    Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Zuviel Sparen ?

    Ich kann dir nur sagen, was ich mache, wenn ich am Wochenende zwei Millionen im Lotto gewinne - denn das ist der Betrag, den ich brauche um bis zum Lebensende nicht mehr arbeiten zu müssen. Denn dann kann ich die nächsten Jahre rd. 4.000 monatlich ausgeben - was deutlich mehr ist, als ich jetzt ausgebe und habe noch einen Puffer für die späten Jahre in denen ich auch noch eine Rente erhalte und vermutlich noch ein Erbe. Die 2 Mio reichen für rd. 40 Jahre.

    Dann höre ich binnen sechs Monaten auf zu arbeiten (so lange brauche ich zur ordnungsgemäßen Abwicklung).
    Ich habe weiter meine laufenden Kosten für Wohnung, Krankenversicherung, etc.hier würde ich auch nicht mehr ausgeben als bisher.

    Ich würde in der gewonnen Zeit intensiver meinen Hobbies nachgehen, viel Reisen, Sprachen lernen, meine angefangenen Buchprojekte weiter entwickeln. Vielleicht ganz neue Interessen und Hobbies entwickeln. Das kostet natürlich Geld, aber das ist bereits einkalkuliert und viele meiner Hobbies sind sehr preisgünstig.

    Meine Arbeit ist alleine Zweck um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, ich glaube nicht, dass sie mir auch nur eine Minute fehlen würde.


    Und wenn doch - dann lebe ich mein Leben erst mal ein paar Jahre wie oben beschrieben und wenn mein Job mir dann doch fehlt - dann suche ich mir eben einen neuen.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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  3. #3

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    AW: Zuviel Sparen ?

    Ich würde es auch ungefähr so wie Promethea machen.

    Zwei Millionen - und HerrKlein und ich hätten wohl keine finanziellen Sorgen mehr - eine paradiesische Vorstellung. Ich würde meinen Job zwar behalten, aber reduzieren und manche Aufträge nicht mehr annehmen (ich bin selbständig). HerrKlein würde wohl seinen aktuellen Job, der ihm eh nicht gefällt, kündigen und sich in aller Ruhe einen schönen Job hier in der Nähe suchen. Sein derzeitiger Job ist wirklich nur ein Broterwerb für ihn.

    Irgendwann käme bei uns noch das Erbe unserer Eltern, Rente, Lebensversicherung etc. dazu.

    Ich würde meine Hobbies pflegen, vielleicht ein Buch schreiben, die Reisen machen, die ich mir schon lange wünsche, und sollte ich mich langweilen, kann ich mir ja immer noch einen Job suchen.

    Aber Langeweile kenne ich eigentlich nicht...
    Sich selbst darf man nicht für so göttlich halten, dass man seine eigenen Werke nicht gelegentlich verbessern könnte. (Ludwig van Beethoven)

    Vielleicht gibt es schönere Zeiten; aber diese ist die unsere. (Jean-Paul Sartre)

  4. #4
    Moderation
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    AW: Zuviel Sparen ?

    Wenn ich aufhöre, zu arbeiten, kann ich nicht weiter so investieren, weil ich dann (den ganz großen Lottogewinn, der mir erlaubt, vom Nettoertrag meines Vermögens zu leben, mal ausgenommen) nicht mehr den Cash Flow für Anlagen hätte, sondern statt dessen einen Entnahmeplan bräuchte.

    Ich würde also das gleiche tun wie jedes Jahr bei der Budgeterstellung, nämlich überlegen: Wofür reicht mein Geld? Und wie wichtig ist mir das?

    Sollte ich feststellen, daß es tatsächlich für "nicht mehr arbeiten" reicht, würde ich mich über eine Zeit von einem Jahr aus meinen gefühlten moralischen Verpflichtungen gegenüber meinem Team in der Arbeit lösen (zur Zeit sind die gefühlten moralischen Verpflichtungen ein Jahr wert, ich hatte Zeiten, da wären sie kaum die Kündigungsfrist wert gewesen), dann erst mal ein ausgiebige Bedenkzeit nehmen, und dann anfangen, all die Sachen zu machen, zu sehen und zu lernen, zu denen man einfach nicht kommt, wenn man arbeitet. Ich habe da eine lange Liste.

    Letztes Jahr war ich einige Wochen bei weitgehendem Wohlbefinden wegen einer Verletzung krankgeschrieben und habe festgestellt, wie schnell und entspannt ich in einen Tagesablauf aus Reha-Sport, Musikmachen, Lesen, Schreiben, und mit Freunden Kaffee trinken komme. Und das selbst, wenn ich nicht laufen kann!

    Ich bräuchte wesentlich weniger als zwei Millionen, da ich keine 40 mehr bin, und schon gewisse Rentenansprüche erworben habe.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. #5

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    1.843

    AW: Zuviel Sparen ?

    Wenn ich derzeit "gut lebe", wie im Eingangs-Thread geschrieben, würde ich erst einmal gar nichts ändern. Wobei ich mit gut nicht ausschließlich finanziell meine, sondern dass das gesamte Leben rundum passend ist (oder Geld nicht das Instrument ist, um eventuell Umpassendes zu ändern).

    Warum soll man an irgendwelchen Schrauben drehen, wenn alles gut läuft und stimmt?
    (Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass das mit Ende 40 auch nicht anders aussehen wird.)

    Wenn man gar nichts vermisst, was sich mit Geld erfüllen lässt, dann füllt sich das Aktiendepot eben weiter, und irgendwann hat man dann vielleicht die richtige Idee, was man mit dem Geld machen möchte (oder es freut sich eben ein Erbe über eine satte Starthilfe).

  6. #6
    Avatar von Zinn
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    AW: Zuviel Sparen ?

    Mit 200.000 Euro wäre ich bei fünf Prozent Kapitalertrag (vor Kapitalertragssteuer) bei meinen geringen Ausgaben aus dem Quark.

    Ich würde nie wieder erwerbsarbeiten und könnte jeden Monat gut 200 Euro für größere Ausgaben und späteren Inflationsausgleich zurücklegen. Im Rentenalter würde ich mit der zusätzlich dazu kommenden Rente leben wie die Made im Speck.

    Zum Glück habe ich die zweitbeste Lösung bereits verwirklicht: Ich gebe wenig genug aus, um schon jetzt nur wenig arbeiten zu müssen.

  7. #7
    Avatar von Nocturna
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    AW: Zuviel Sparen ?

    Zuviel sparen? Kommt in meinem Wortschatz nicht vor und ich bin nicht aus Schwaben. Ich bin schon als Jugendliche mit dem Vorsatz angetreten, zu jeder Zeit immer genug Geld zu haben. Mit fortschreitendem Alter habe ich die Ziele höher gesteckt und obwohl ich schon einiges erreicht habe, habe ich noch die eine oder andere Vorstellung.

    Dass man, sofern man rechtzeitig mit Aktien angefangen hat, spätestens mit 50 herum schon sehr nette Dividenden erhält und auch mal das Sahnehäubchen abschöpfen kann, ohne gleich den Kuchen zu vernaschen, ist das Besondere an Aktien und macht das Weitersparen noch reizvoller.
    Kinder sind das Einzige, was in einem modernen Haushalt noch mit der Hand gewaschen werden muss.

  8. #8

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    AW: Zuviel Sparen ?

    Zu viel sparen kann es eigentlich nicht geben. Wenn ich soviel hätte das ich nicht mehr arbeiten müsste: Ich würde erstmal unbezahlten Urlaub nehmen und mir solche Wünsche wie eine Reise nach Australien erfüllen. Dann würde ich in Teilzeit weiter arbeiten, da mir ansonsten einfach langweilig zu Hause werden würde.

  9. #9
    Moderation
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    AW: Zuviel Sparen ?

    Der Archetyp des "zuviel sparens" ist der Geizkragen, der auf einer mit Geld gefüllten Matratze in einer ungeheizten Wohnung verhungert.

    Auf weniger comichaftem Niveau würde ich da aber jeden sehen, der das Jetzt komplett dem Irgendwann mal opfert. (Wobei die angenehme Gewißheit, zwischen sich und dem Ruin genug Geld plaziert zu haben, um ein oder zwei Schläge ins Kontor wegzustecken, aber dem "Jetzt" zuzuordnen ist.)
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  10. #10

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    AW: Zuviel Sparen ?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Der Archetyp des "zuviel sparens" ist der Geizkragen, der auf einer mit Geld gefüllten Matratze in einer ungeheizten Wohnung verhungert.
    Lach nicht, aber eine mittlerweile verstorbene Großtante von mir könnte man diesem Typus zuordnen. Sie war Schneidermeisterin, hatte eine sehr gutgehende Maßschneiderei für betuchte Leute und mehrere Angestellte. Sie lebte immer extrem sparsam - sie hat sich nie mehr als eine Einzimmerwohnung geleistet, ging nie essen, kaufte auch immer nur die billigsten Lebensmittel, verreist ist sie sowieso nie...Als sie noch arbeitete, sagte sie immer, sie müsse für ihr Alter sparen. Aber auch im Ruhestand leistete sie sich nichts.

    Sie hatte keine Kinder und hatte in ihrem Testament verfügt, dass ihr Vermögen zwischen ihren Neffen und Nichten aufgeteilt wird. Bei ihrer Testamentseröffnung staunten alle Erben Bauklötze, als sie erfuhren, wieviel Geld zusammengekommen war. Sie waren allesamt der Meinung, dass meine Großtante sich viel mehr hätte leisten können. Sparen ist ja an sich nicht falsch, aber das muss nicht bis zur Selbstkasteiung gehen, wenn es auch anders geht.
    Sich selbst darf man nicht für so göttlich halten, dass man seine eigenen Werke nicht gelegentlich verbessern könnte. (Ludwig van Beethoven)

    Vielleicht gibt es schönere Zeiten; aber diese ist die unsere. (Jean-Paul Sartre)

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