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Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Avatar von Galah
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    165

    Was brauche ich? Das "richtige Maß" finden...

    Im Kontext der Sparthematik wurde mir klar:

    Es gibt Dinge im Leben, von denen ist "mehr" grundsätzlich gut, d.h. eine bewusste Reduktion macht keinen Sinn.
    Bei mir ist das z.B.: Liebe, Geld (- sofern es vom Himmel fällt ), Eigenschaften wie Humor und Freundlichkeit, Freizeit, Fernwandern,...

    Dann gibt es andere, ebenfalls gute Dinge, bei denen man aber in ein Übermaß hineinrutschen kann.
    Individuelle Beispiele:
    • Konsumieren - selbst wenn das Geld dafür vom Himmel fallen sollte, ist irgendwann eine Grenze erreicht, ab der der Konsum zum Ballast wird.
    • Essen - wissen wir alle
    • Belletristik lesen - da hatte ich tatsächlich vor vielen, vielen Jahren mal eine Phase, in der ich das übertrieben hatte
    • Bri

    usw...
    Dinge dieser Kategorie kann man ab einer bestimmten Menge nicht mehr optimal genießen, weil dann eine Gewöhnung und ein Wertschätzungsverlust eintritt. Dazu kommt die Kostenfrage (Geld, Zeit, Energie).

    Daher ist meine zentrale Spar-Frage nicht "Wie spare ich mehr?", sondern die Frage dahinter:
    "Was ist jeweils das genau richtige Maß für mich: Nicht zu wenig und auch nicht unnötig viel."
    Das erforsche ich aktuell bei mir bzgl. verschiedener Konsumbereiche und auch bzgl. meiner Ernährung (jenseits der Kostenfrage). Annahme: In vielen Bereichen bin ich in "unnötig viel" hineingerutscht.

    Diesen Strang habe ich für den Erfahrungsaustausch über Entdeckungsreisen hin zum "richtigen Maß" erstellt.
    "When nothing is sure, everything is possible." (Margaret Atwood)

    "There is a crack in everything, that's how the light gets in." (Leonard Cohen)

    "He just rather liked being at Shangri-La. Its atmosphere soothed while its mystery stimulated, and the total sensation was agreeable." (James Hilton, "Lost Horizon")

  2. #2

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    AW: Was brauche ich? Das "richtige Maß" finden...

    Das finde ich ein spannendes Thema. Das mit dem "in zuviel hineingerutscht" kenne ich.

    Ich fand es vor einigen Jahren mal sehr befreiend, alles an Ausstattung außer Kleidung, Bett, Tisch, Stühlen und Schrank, Herd, Spüle, Kühlschrank und einer Waschmaschine auf einen Schlag loszuwerden.
    Ich war lange mit einer Minimal-Ausstattung unterwegs. So nach und nach hat sich meine Wohnung dann aber doch leider wieder mehr gefüllt.

    Was man an Besitz hat, fordert Aufmerksamkeit und Pflege und damit (Leben-)Zeit. Ich denke, ich treffe Entscheidungen über Besitz-Zuwächse schon sehr bewusst, aber manchmal entwickeln sich doch Wünsche bezüglich Konsumgütern, denen ich dann auch schon mal nachgebe (und mich teilweise hinterher über mich selbst ärgere, weil ich dann doch nicht so bedürfnislos bin, wie ich mich gern hätte). Im Moment denke ich, dass ich schon wieder zuviel an Kleidung und Küchenausstattung habe.

  3. #3
    Avatar von Zinn
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    AW: Was brauche ich? Das "richtige Maß" finden...

    Bei Büchern fällt es mir schwer, das Maß zu finden.

    Zwar halte ich mich seit Jahren relativ konsequent an meinen Buchkaufstopp. Nur ein, zwei Bücher rutschen pro Jahr unter meinem Radar durch, also quasi nichts. Ich komme bestens damit zurecht, keine Bücher zu mehr kaufen. Die Stadtbibliothek ist gut und für Fachbücher gibt es die Fernleihe.

    Doch wie soll ich mich von den hunderten vorhandenen Büchern trennen? Meine Bücher nerven mich physisch, weil sie Staubwischen und Platz einfordern. Andererseits habe ich jedes davon mehrfach gelesen und werde jedes wieder lesen, sonst wäre es längst aussortiert.

    Meine Idealvorstellung ist, dass alle meine Bücher in ein Billyregal (klassische Größe 80 x 28 x 202, sechs Böden) mit Türen (Staubschutz) passen. 4,80 Regalmeter Bücher sollten reichen.

  4. #4

    Registriert seit
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    AW: Was brauche ich? Das "richtige Maß" finden...

    In meiner Zweitwohnung war beim Einzug keine Küche. Behelfsmäßig hatte ich eine Spüle installiert, einen Tischkühlschrank daneben gestellt und darauf eine mobile Induktionskochplatte. Ich hätte es mir nie träumen lassen: mir fehlt nichts. Ich habe gar keine Lust mehr, die Küche zu vermessen, auszusuchen und mit den Handwerkern rum zu kaspern. Ich hatte noch einen großen und einen kleinen Billy mit Glastüren, alle Utensilien sind verstaut. Ich glaube, die 2000 € spare ich mir und gönne mir eins zwei Traumreiseziele.

  5. #5
    Avatar von Lupinensonne
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    AW: Was brauche ich? Das "richtige Maß" finden...

    Zitat Zitat von suikerspin Beitrag anzeigen
    In meiner Zweitwohnung war beim Einzug keine Küche. Behelfsmäßig hatte ich eine Spüle installiert, einen Tischkühlschrank daneben gestellt und darauf eine mobile Induktionskochplatte. Ich hätte es mir nie träumen lassen: mir fehlt nichts. Ich habe gar keine Lust mehr, die Küche zu vermessen, auszusuchen und mit den Handwerkern rum zu kaspern. Ich hatte noch einen großen und einen kleinen Billy mit Glastüren, alle Utensilien sind verstaut. Ich glaube, die 2000 € spare ich mir und gönne mir eins zwei Traumreiseziele.
    Das hört sich toll an!
    Ich habe mir vor 6 Jahren ein tolle Küche einbauen lassen - und ziehe nun um. Die Küche kann ich nicht mitnehmen, da im Haus bereits eine ist. Habe sie an die Nachmieterin verkauft. Leider habe ich nicht mehr so viel dafür bekommen, wie ich gerne gehabt hätte. Daraus lerne ich, nie mehr viel in etwas zu investieren, was man nicht mitnehmen kann.
    Wobei ich jetzt keine Reisen meine, die schönen Erinnerungen nimmt man immer mit.

  6. #6
    Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: Was brauche ich? Das "richtige Maß" finden...

    Das Thema erinnert mich spontan an "Lagom" ("Genau richtig")", quasi die norwegische/schwedische Variante von "Hygge" (Dänemark: "Ich mach´s mir nett").
    Wiki: "Auch das Norwegische (sowie die beiden Schriftsprachen Bokmål und Nynorsk) kennen das Wort. Lagom bezeichnet eine in Schweden weit verbreitete Einstellung zu vielen Dingen: Abneigung gegen Extreme, Bevorzugung des gesunden Mittelmaßes. Lagom bedeutet so viel wie „gerade richtig“, eben nicht zu viel und nicht zu wenig."
    Wer loslässt, hat beide Hände frei

  7. #7
    Avatar von Zinn
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    AW: Was brauche ich? Das "richtige Maß" finden...

    Danke, A_D, Lagom kannte ich nicht. Das Prinzip klingt sehr entspannend. Genau richtig ist auch die Definition von Körpern mit Normalgewicht, die weder verfettet noch runtergehungert sind.

  8. #8
    Avatar von Avocado_Diaboli
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    AW: Was brauche ich? Das "richtige Maß" finden...

    Was ein Friseurbesuch mit entsprechender Lektüre doch an Wissenszuwachs hervorzaubern kann... Ich gebe zu, lagom kannte ich vorher auch nicht. Das ist eine komplette Lebenseinstellung, und da gehört (genau wie du sagst) auch der Körper dazu.
    Wer loslässt, hat beide Hände frei

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