+ Antworten
Seite 5 von 18 ErsteErste ... 3456715 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 50 von 178
  1. #41
    Avatar von linedance
    Registriert seit
    10.01.2011
    Beiträge
    8.133

    AW: "Krankheit als Weg"

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    vom übertriebenen Tennissspielen könntest du aber genauso als Erstes Probleme an Handgelenk bekommen, oder an den Fussgelenken, vielleicht auch an der Schulter oder am Ellenbogen. Warum also ausgerechnet das Knie als Erstes Probleme bereitet, kann durchaus gedeutet werden.

    mein grosses körperliches Thema ist die Kurzsichtigkeit. Die habe ich schon seit ich Kind bin und die ist ein Familienthema, praktisch alle tragen eine Brille. Diese Kurzsichtigkeit ist vermutlich also erblich bedingt, sowohl in biologischer wie auch sozialer Erblichkeit, aber das ändert nichts daran, dass sie mein Leben wesentlich prägt, gewisse Dinge verhindert und andere Dinge erzwingt. Eins der typischen Dinge ist eine gewisse nachgesagte Neigung zur Asozialität, aber wenn ich Leute auf der Strasse nicht grüsse, liegt das vor allem daran, dass ich sie schlicht nicht erkenne, bis sie sehr nahe sind. Und Gesichter kann ich mir einfach nicht merken, lass einem Mann einen Schnauzer wachsen oder einer Frau mit neuer Haarfarbe, und ich bin grad total verloren. Da habe ich im Lauf meines Lebens viele Workarounds gefunden um das mangelnde Sehen zu kompensieren, das hinterlässt einfach Spuren.

    grüsse, barbara
    ach barbara, da könnten wir beide jetzt fachsimpeln ohne ende.

    meine augen werden auch immer schlechter.....also WAS will ich nicht sehen?
    ich will`s nicht wirklich wissen

    was aber meine knieprobleme anbelangt, so kann ich dir X beispiele von tennispartner/innen sagen, die genau wie ich diese probleme haben und zwar NUR wenn sie in der halle spielen.

    diese probleme habe ich auch NUR wenn ich beim wandern bergab gehe. ist schon überlastung.

    also ich interpretiere nicht so viel da rein, frage mich aber schon, wenn mich was anfallartig befällt, was mich da gerade "triggert".
    früher war alles leichter. sogar ich.

  2. #42
    Bae
    Bae ist gerade online

    Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    5.044

    AW: "Krankheit als Weg"

    Zitat Zitat von linedance Beitrag anzeigen
    meine augen werden auch immer schlechter.....also WAS will ich nicht sehen?
    ich will`s nicht wirklich wissen
    Wirklich? Doch, ich will diese Dinge wissen. Weil, wenn ich sie nicht wissen will, haben sie eine Tendenz dazu, im dümmsten Moment wie eine Bombe zu explodieren.



    was aber meine knieprobleme anbelangt, so kann ich dir X beispiele von tennispartner/innen sagen, die genau wie ich diese probleme haben und zwar NUR wenn sie in der halle spielen.
    ja es gibt natürlich auch kollektive Themen. Das heisst nicht, dass sie aus diesem Grund nicht gedeutet werden können. Es weist nur auf die banale Tatsache hin, dass wir Menschen soziale Wesen sind und zu bestimmten Gruppen gehören, die aufgrund der besonderen Umstände ihrer Gruppenzugehörigkeit halt auch zu spezifischen Symptomen neigen.

    Wobei man das natürlich auch ausdehnen und weiter fragen kann, warum sich jemand für Sport B oder Beruf X entschieden hatte, und nicht für etwas Anderes.

    Wenn es Dinge sind, die immer wieder mal vorkommen, schau ich mir sie schon näher an. Und ziehe im Falle eines Falles auch in Betracht, die damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten zu verändern oder ganz aufzugeben, wenn es sein muss.

    grüsse, barbara

  3. #43
    Avatar von linedance
    Registriert seit
    10.01.2011
    Beiträge
    8.133

    AW: "Krankheit als Weg"

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wirklich? Doch, ich will diese Dinge wissen. Weil, wenn ich sie nicht wissen will, haben sie eine Tendenz dazu, im dümmsten Moment wie eine Bombe zu explodieren.


    nicht wirklich...aber, was nutzt es mich zu quälen wenn ich z.b. was eh nicht ändern kann?





    ja es gibt natürlich auch kollektive Themen. Das heisst nicht, dass sie aus diesem Grund nicht gedeutet werden können. Es weist nur auf die banale Tatsache hin, dass wir Menschen soziale Wesen sind und zu bestimmten Gruppen gehören, die aufgrund der besonderen Umstände ihrer Gruppenzugehörigkeit halt auch zu spezifischen Symptomen neigen.

    Wobei man das natürlich auch ausdehnen und weiter fragen kann, warum sich jemand für Sport B oder Beruf X entschieden hatte, und nicht für etwas Anderes.

    Wenn es Dinge sind, die immer wieder mal vorkommen, schau ich mir sie schon näher an. Und ziehe im Falle eines Falles auch in Betracht, die damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten zu verändern oder ganz aufzugeben, wenn es sein muss.

    grüsse, barbara
    tennis ist für mich sozusagen das non plus ultra.
    also muss ich erst am krückstock gehen, bevor ich mich entschliesse damit aufzuhören.
    ich habe die wahl, denn ich war auch von anderen sportarten mal sehr begeistert: z.b. radfahren.
    ich leide also bewusst, was im klartext heisst, ich gebe das tennisspielen nicht auf.
    n o c h überwiegt der fun-faktor.
    spiele ich dosiert, klappt diese überlegung immer noch...
    mein mann ist ein schritt weiter, er musste operiert werden.
    er tut so, als würde ihm das tennis spielen nicht fehlen, aber das stimmt nicht.
    mit tennis kann man sehr viel stress abbauen.
    übrigens: bei meinem mann kann ich mir garnricht vorstellen, wo es ihm an demut fehlen sollte....

    aber was rede ich da, es geht hier ja um das sich-damit-auseinander-setzen warum einen gerade diese krankheit befällt?
    denn es k ö n n t e einen ja auch eine andere krankheit befallen...

    vieles stimmt von dahlkes aussagen, bezogen auf den auslöser.
    es hat wohl noch niemand geschadet, mal hier mehr in sich reinzuhören, auch wenn es manchmal unangenehm ist.
    früher war alles leichter. sogar ich.

  4. #44
    Bae
    Bae ist gerade online

    Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    5.044

    AW: "Krankheit als Weg"

    Zitat Zitat von linedance Beitrag anzeigen
    nicht wirklich...aber, was nutzt es mich zu quälen wenn ich z.b. was eh nicht ändern kann?
    Weil hinter der Qual der Friede ist. ich bin davon überzeugt, irgendwann müssen wir alle das angucken, was schmerzhaft und nicht zu ändern ist. ich mach's lieber selbst, mit meinem Tempo und mit kleinen Schritten und in einer sicheren Umgebung und folglich einigermassen kontrolliert, als dass ich eines unschönen Tages vom Leben dazu zwangsverknurrt werde, und das dann typischerweise in der dümmsten aller Situationen.


    grüsse, barbara

  5. #45
    Avatar von mmoonixx
    Registriert seit
    12.01.2008
    Beiträge
    228

    AW: "Krankheit als Weg"

    Hi schafwolle,
    Kein Mensch will krankwerden (abgesehen davon wenn bestimmte psychische Krankheiten vorliegen).
    Einem Menschen die Schuld für die eigene Krankheit in die Schuhe zu schieben führt zu noch mehr Unwohlsein.

    Wenn der Mensch gesund ist und keine schwerwiegenden Probleme in seinem Leben hat und sich eher wenig mit medizinischen Sachfragen beschäftigt, kann man davon ausgehen dass dieser Mensch fürsorglich mit sich selbst umgeht, weiss wer und was er ist.

    Ein kranker Körper ist immer ein 'Hilfeschrei'. Dass soll nicht heisen dass man jedes kleine 'Wewechen' psychologieren muss - man sollte sich nur selbst fragen: Was brauche ich in diesem Moment?
    Solche Überlegungen führen oftmals zu einem Punkt wo man sein ganzes Leben umkrempeln müsste.

    Schuld und Verantwortung sind zwei verschiedene Themen. Verantwortung für mich selbst zu tragen bedeutet u.a. nicht immer die Umwelt, die Anderen dafür verantwortlich zu machen wie es mir geht.
    Wenn ich selbst nicht weiss was mir gut tut, was ich für ein einigermassen ausgeglichenes Leben brauche, wie kann ich mich schuldig machen?
    Das eigene Leben ist wie eine Pflanze : so wie man sie pflegt gedeiht sie -oder auch nicht...

  6. #46

    Registriert seit
    29.01.2010
    Beiträge
    2.375

    AW: "Krankheit als Weg"

    Ich staune immer wieder, bis zu welch erschreckendem Ausmaß insbesondere Frauen bereit sind, auf Scharlatane wie Dahlke & Co. hereinzufallen und völlig haltlose Äußerungen so lange zurechtzubiegen, bis sie passen.

  7. #47
    Bae
    Bae ist gerade online

    Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    5.044

    AW: "Krankheit als Weg"

    Zitat Zitat von mmoonixx Beitrag anzeigen
    Ein kranker Körper ist immer ein 'Hilfeschrei'. Dass soll nicht heisen dass man jedes kleine 'Wewechen' psychologieren muss - man sollte sich nur selbst fragen: Was brauche ich in diesem Moment?
    Solche Überlegungen führen oftmals zu einem Punkt wo man sein ganzes Leben umkrempeln müsste.
    Wer sich diese Fragen allerdings regelmässig stellt, wird in den meisten Fällen oft nur zum Punkt kommen, wieder mal früh ins Bett gehen, heissen Tee zu trinken und ein faules Wochenende einzulegen - das reicht dann schon, um die Batterien wieder aufzufüllen.

    Leider gibt es die weit verbreitete Tendenz, Unwohlsein nicht ernst zu nehmen und auszukurieren, sondern per Pille die Symptome wegzuschlucken und die Signale zu ignorieren. Ich versteh's auch nicht ganz - wenn bei jemandem im Auto auf einmal ein rotes Lämpchen brennt, käme ja auch niemand auf die Idee, das Problem zu "lösen", indem einfach die Birne des Lämpchens rausgeschraubt wird.

    grüsse, barbara

  8. #48

    Registriert seit
    16.02.2006
    Beiträge
    6.723

    AW: "Krankheit als Weg"

    Zitat Zitat von Honeysuckle-Rose Beitrag anzeigen
    Ich staune immer wieder, bis zu welch erschreckendem Ausmaß insbesondere Frauen bereit sind, auf Scharlatane wie Dahlke & Co. hereinzufallen und völlig haltlose Äußerungen so lange zurechtzubiegen, bis sie passen.

    Genau!
    Mich stört, dass es angeblich alles so einfach ist.
    Du hast Husten - also bellst du die Welt an und heischt um Aufmerksamkeit,
    Du hast Verstopfung - also bist du ein geiziger Mensch, der ungerne gibt
    Du hast Durchfall - irgendwas stinkt dir
    Du hast Rücken - du bürdest dir zuviel Last auf
    Du hast eine Eierstocksentzündung - du kommst mit deinem Frausein nicht klar...
    Du hast zu lange, zu kurze, zu häufige oder ausbleibende Blutung - dito :-((
    und...aufgepasst, meine Damen in den Wechseljahren - hier kommt die Tepperwein'sche Deutung für
    Hitzewallungen: du willst der Welt (vor allem der Männerwelt!!)zeigen, was für eine heiße Frau du noch bist...aua.

    Ihr merkt schon - ich habe diese Bücher irgendwann auch mal gelesen. Ich habe sie dankend weiter verschenkt.

    Man kann in alles etwas hineindeuten, wenn man nur etwas Phantasie hat, sogar in Kniebeschwerden oder ein Hühnerauge unter der Fußsohle... Warum können Magenbeschwerden nicht einfach drauf hindeuten, dass man etwas Falsches/nicht mehr frisches gefuttert hat, statt ein psychologischen Brimborium drumrum zu machen?
    Mir wird regelmässig übel, wenn ich was Kaltes trinke...

    Ich bin zwar schon der Meinung, dass jede Krankheit eine psychische Komponente hat.
    Aber ich habe was dagegen, hier pauschal die Ursache "aufzudecken", wie es Dahlke & Co. tun.
    Da wir alle unterschiedlich sind, haben auch unsere Beschwerden unterschiedliche Ursachen - man darf es sich nicht so leicht machen.

    Bei mir haben die Kniebeschwerden andere Ursachen als Tennis...ich bin vor Jahren mal umgeknickt und merke das ab und zu immer noch. Außerdem ist mein linkes Bein geringfügig kürzer als mein rechtes. Was Dahlke nun dazu sagen würde???

    Bleibt bei Krankheiten also das zu tun, was ein verantwortungsvoller Arzt tun sollte: genau hinzusehen, hinterfragen, abklären, es ernst nehmen, sich auch die Seele ansehen - aber eben nicht nur.
    Ich finde, diese Bücher fördern Vorurteile gegenüber kranken Menschen.
    Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen, ohne sich die Frisur zu zerstören..
    (geklaut)

    Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst...

  9. #49

    Registriert seit
    16.02.2006
    Beiträge
    6.723

    AW: "Krankheit als Weg"

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    vom übertriebenen Tennissspielen könntest du aber genauso als Erstes Probleme an Handgelenk bekommen, oder an den Fussgelenken, vielleicht auch an der Schulter oder am Ellenbogen. Warum also ausgerechnet das Knie als Erstes Probleme bereitet, kann durchaus gedeutet werden.

    mein grosses körperliches Thema ist die Kurzsichtigkeit. Die habe ich schon seit ich Kind bin und die ist ein Familienthema, praktisch alle tragen eine Brille. Diese Kurzsichtigkeit ist vermutlich also erblich bedingt, sowohl in biologischer wie auch sozialer Erblichkeit, aber das ändert nichts daran, dass sie mein Leben wesentlich prägt, gewisse Dinge verhindert und andere Dinge erzwingt. Eins der typischen Dinge ist eine gewisse nachgesagte Neigung zur Asozialität, aber wenn ich Leute auf der Strasse nicht grüsse, liegt das vor allem daran, dass ich sie schlicht nicht erkenne, bis sie sehr nahe sind. Und Gesichter kann ich mir einfach nicht merken, lass einem Mann einen Schnauzer wachsen oder einer Frau mit neuer Haarfarbe, und ich bin grad total verloren. Da habe ich im Lauf meines Lebens viele Workarounds gefunden um das mangelnde Sehen zu kompensieren, das hinterlässt einfach Spuren.

    grüsse, barbara
    Ich bin ja auch kurzsichtig und habe mal nachgeforscht.
    Intressanterweise komme ich aus einer kurzsichtigen Familie. Mutter wars, Oma auch, davor wahrscheinlich auch. Es könnte sich also auch um eine genetische Disposition handeln.

    Noch Erfahrung spricht für die Gene : war in jungen Jahren öfters in Nordafrika in Wüstengebieten - habe die Erfahrung gemacht, dass etliche Leute dort wesentlich "hellere" Sinne haben als wir - sie sehen Dinge, die wir kaum erahnen können, hören hesser und haben einen ausgesprägteren Geruchssinn. Von ihrer Intuition mal ganz zu schweigen...ich nehme an, sie sind (oder waren) auf ihre Sinne mehr angewiesen als wir.
    Für mich stelle ich fest: wenn ich viel vor dem PC hocke, werden meine Augen vorübergehend schlechter - sie erholen sich, wenn ich Urlaub habe, PC meide und mich viel in der Natur aufhalte. Meine Augen scheinen sich auf mein Leben irgendwie einzustellen..

    Im Moment übe ich mal wieder...es gibt erste Erfolge. Wenn es nur nicht so anstrengend wäre..
    Nun könnte man deuten, dass ich was nicht sehen will. Stimmt bei mir nicht - ich bin neugierig, wissbegierig.

    Ich grüße lieber einmal zu viel als einmal zu wenig...ist für eine Geschäftsfrau in einem kleinen Kaff einfach gesünder ;-).. Bestimmte Leute kann ich mir auch nicht merken: das hat aber nichts mit ihrem Aussehen zu tun. Mir ist das furchtbar peinlich...wüsste gerne, warum..als wären sie meinem Gehirn nicht wichtig genug, um gespeichert zu werden :-((
    Fairness ist die Kunst, sich in den Haaren zu liegen, ohne sich die Frisur zu zerstören..
    (geklaut)

    Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst...

  10. #50
    Bae
    Bae ist gerade online

    Registriert seit
    03.07.2005
    Beiträge
    5.044

    AW: "Krankheit als Weg"

    Zitat Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
    Noch Erfahrung spricht für die Gene : war in jungen Jahren öfters in Nordafrika in Wüstengebieten - habe die Erfahrung gemacht, dass etliche Leute dort wesentlich "hellere" Sinne haben als wir - sie sehen Dinge, die wir kaum erahnen können, hören hesser und haben einen ausgesprägteren Geruchssinn. Von ihrer Intuition mal ganz zu schweigen...ich nehme an, sie sind (oder waren) auf ihre Sinne mehr angewiesen als wir.

    Für mich stelle ich fest: wenn ich viel vor dem PC hocke, werden meine Augen vorübergehend schlechter - sie erholen sich, wenn ich Urlaub habe, PC meide und mich viel in der Natur aufhalte. Meine Augen scheinen sich auf mein Leben irgendwie einzustellen..
    Das hier spricht eher für Übungs- und Verhaltensaspekte, und Beeinflussung durch die Umgebung.Vor 500 Jahren hatten alle unsere Vorfahren keine Brille, inzwischen ist eine Sehhilfe schon eher der Normalfall und nicht die Ausnahme. Auf dem Nähforum, wo ich auch schreibe, gibt es mehrere Leute mit gleich starker Brille wie ich sie habe - was in allen andern Kontexten die totale Ausnahme ist.

    Trösten tut mich etwas die traditionelle Ansicht, dass Leute, deren physische Augen schlecht sehen, grössere Chancen haben, geistige Welten zu sehen. Homer soll blind gewesen sein. Aldous Huxley, der mit "brave new world" ein visionäres Buch geschrieben hat, ist als junger Mann fast erblindet... mir scheint, Konsequenzen und zukünftige Entwicklungen abschätzen zu können, könne ich durchaus ziemlich gut, und wenn es dafür eine physische Kurzsichtigkeit braucht, nun, der Deal ist nicht der Schlechteste.

    ich üb im Moment das Leben ohne Brille - was nicht immer und überall geht, aber manchmal - und habe festgestellt, dass ich schon nach kurzer Zeit viele Dinge anders sehe. Weniger im wörtlichen Sinn, viel mehr im übertragenen Sinn. Ich bin auch wissbegierig und neugierig, was nicht verhindert, dass ich meine blinden Flecken habe, wo ich noch nicht mal auf die Idee komme hinzuschauen. Ich weiss inzwischen auch, dass meine blinden Flecke erfahrungsgemäss dort liegen, wo ich spontan widersprechen wollte: "Was iiich?? Sicher nicht!". dort wo ein eher neutrales bis gleichgültiges "was ich? hm keine Ahnung, hab ich noch nie überlegt. Könnte sein, könnte nicht sein. weiss nicht." kommt ist die Chance grösser, dass es kein wichtiges Thema ist.

    Ausserdem bin ich der Auffassung, dass Bücher wie jene von Dahlke (Tepperwein kenn ich nicht) nur dann zu Vorurteilen führen, wenn man nicht genau hinschaut, was da tatsächlich gesagt wird.

    grüsse, barbara

+ Antworten
Seite 5 von 18 ErsteErste ... 3456715 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •