+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 12
  1. #1

    Registriert seit
    16.07.2012
    Beiträge
    35

    Schüleraustausch / Gastschuljahr

    Hallo an alle,

    mein Sohn möchte in der 10. Klasse ein Schuljahr im Ausland verbringen (2014/2015). Ich finde das toll und unterstütze das. Er möchte vordergründig englischsprachrig unterwegs sein - und die USA wären wohl cool. Mir ist das aus vielerlei Gründen nicht recht, andere Länder wären mir lieber.
    Nun habe ich mich mal versucht schlau zu machen, doch der Markt scheint so unübersichtlich und die Preise sind z.T. extrem hoch.
    Wer hat mit welcher Organisation gute Erfahrungen gemacht und kann davon berichten - gern auch per PIN.
    Ich bin geschieden, arbeite 3/4 TZ und habe 2 Kinder. Der Vater wird sich nur z. T. an den Kosten beteiligen. Allein deshalb wäre natürlich die Chance auf ein (Teil-)Stipendium großartig!
    Vielen Dank schon einmal für eure Hinweise und Erfahrungen!
    LG, Jette

  2. #2

    Registriert seit
    19.02.2009
    Beiträge
    9.874

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    afs-amercan field service, mit der organisation reisten bei uns alle.

    kosten zwischen 6000 und 10000 euro pro jahr, stipendien sollen möglich sein.
    lg
    legrain

  3. #3

    Registriert seit
    01.03.2012
    Beiträge
    15

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    AFS oder/ und sich um ein Stipendium hier bemühen: Parlamentarisches Patenschafts-Programm (PPP)

    Viel Erfolg!

  4. #4
    dieLiebste
    gelöscht

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    Ich würde Neuseeland empfehlen oder eventuell Australien. In Neuseeland wird ein schönes, kultiviertes Englisch gesprochen. Das Land hat eine hohe Sicherheit (im Vergleich z.B. zu den USA), wunderschöne Landschaften und ist vergleichsweise günstig.

    Ich würde GAR NICHT über eine Organisation fahren, sondern es privat organisieren (ist günstiger und das Geld kommt bei den Gastfamilien an statt bei der Organisation). Meine alte Gastfamilie nimmt wohl immer noch privat Schüler auf oder kennt verlässliche Leute, die es tun. Und dann würde ich eine Privatschule empfehlen und dort direkt das Schulgeld bezahlen. Eine gute Jungenschule wäre z.B. Westlake Boys High School in Auckland. Dort kann man direkt bei der Schule den Auslandsaufenthalt organisieren, und sie vermitteln auch Gastfamilien. Vorteil: Man geht nicht unter; neuseeländische Lehrer an Privatschulen kümmern sich sehr, sehr persönlich um Schüler, und die Gastfamilien sind bekannt:
    [...]

    St. Peter and Paul School in Lower Hutt in der Nähe von Wellington (alledings sehr ländlich); dort wird viel Rugby gespielt, und ab und zu trifft man die Mädchen von der Mädchenschule. Die katholischen Privatschulen, teils noch Klosterschulen, sind besonders gut. Am schönsten ist die Nordinsel. Auckland ist sehr beliebt (Riesenstadt, tolle Strände, viele Schulen). Allerdings ist Auckland von Austauschschülern ziemlich überlaufen (50.000 pro Jahr):
    [...]

    Auf der Nordinsel gibt es sehr schöne subtropische Ecken. Die Gegend von Napier ist auch schön; die Südinsel ist kälter, hat mehr Skandinaviencharakter und gefällt mir persönlich nicht besonders. Dann lieber Palmen im Norden! Allerdings ist ganz Neuseeland erdbebengefährdet.


    Grundsätzlich bin ich allerdings seit meiner Austauscherfahrung GEGEN einjährige Schüleraustauschprogramme für 16-Jährige. Man kann mit der Gastfamilie oder mit dem Umfeld gehörig auf die Nase fallen und ist doch abhängig von denen. Ein Jahr ist sehr lange! Die erste Gastfamilie, in der ich war, hatte Riesenprobleme, und ich musste die Familie wechseln. Eine herzensgute Englischlehrerin nahm mich vorübergehend (und ohne dafür Geld zu verlangen) zwei Monate bei sich und ihrer Familie auf; später folgte eine sehr nette Gastfamilie, die meine Schule in Neuseeland mir vermittelt hat. Die Organisation (damals Youth for Understanding) hat mich im gesamten Jahr komplett (!!) hängen gelassen. Nicht schlimm; vor Ort die Neuseeländer waren supernett. Die Kontakte nach Neuseeland halten jetzt schon über 20 Jahre, und meine neuseeländische Familie war auch schon zwei Mal in Deutschland.

    Ich kenne Schüler, die 3 Monate dort waren (teils in den Sommerferien) und ohne Zeitverlust in der deutschen Schule im Jahrgang verbleiben konnten. Das ist günstiger. Längere Auslandsaufenthalte finde ich vor allem nach dem Abi oder - noch besser - während des Studiums sinnvoll, weil man dann fachlich etwas davon hat. Für Studenten ist der Auslandsaufenthalt dann viel günstiger zu organisieren: Es gibt Stipendien vom DAAD und Teilstipendien, z.B. das Erasmus-Stipendium.
    Geändert von Analuisa (21.01.2013 um 19:25 Uhr) Grund: Kommerzielle Links gelöscht, bitte eine Suchmaschine bemühen oder per PN erfragen

  5. #5
    dieLiebste
    gelöscht

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    YfU bietet immer noch den Neuseelandaustausch an (regulärer Preis für ein Jahr 9.900 Euro), auch mit Teilstipendium:

    Schüleraustausch-Stipendien aus dem YFU-Stipendienfonds.

    Die Ansprechpartnerin vor Ort war nicht vorhanden (sie zog 3 Wochen nach meiner Ankunft nach Japan um); als meine Gastfamilie unerträglich wurde, bekam ich keinen Ersatz vorgeschlagen. Die Organisation in Hamburg stellte sich taub, reagierte gar nicht!!!

    Wo die Kohle geblieben ist, frage ich mich. Die 9.900 Euro brauchen die nicht. Mir fiel auf, dass die Organisation selbst ordentlich Geld verheizte. So flog die Tochter des damaligen Leiters in HH immer mit nach Neuseeland und viel Geld ging in eine Luxus-Rundreise, an der die Tochter "als Begleiterin" teilnahm, und in Vorbereitungsseminare. Mein ganz persönlicher Eindruck (von damals, als Schülerin): das Geld versickerte bei YfU und bei der Familie des damaligen Leiters.

    Bei meiner Gastfamilie kam GAR NICHTS an von dem Geld. Und die hatten riesige Geldprobleme. Ihnen war versprochen worden, dass ihre Tochter im Jahr nach meinem Aufenthalt für ein Jahr nach Deutschland dürfte - das sollte der "Lohn" sein. Aber wir hatten noch nicht einmal das Geld für eine Schuluniform und die teuren Schuhe der Schuluniform!!! Und meine Eltern auch nicht, denn die mussten noch ein Jahr lang eine amerikanische Austauschschülerin bespaßen, sie hatten einen Haufen Geld für meinen Austausch bezahlt, bezahlten mir zusätzlich noch Taschengeld - und dann kamen noch Ausgaben hinzu???!!!

    Die Organisationen verdienen sich eine goldene Nase mit den Austauschschülern. Bei der Privatschule, die ich besuchte, kam übrigens auch kein Geld an, aber damals war die Schule sehr idealistisch.

    Warum suchst du sonst nicht ein Internat (!!!) - boarding school - für deinen Sohn? Dann wäre er nicht von einer Gastfamilie abhängig. Und regelst das direkt mit der Schule? Oder organisierst es sonstwie privat?
    Geändert von Analuisa (21.01.2013 um 19:25 Uhr) Grund: Begründung s.o.

  6. #6
    dieLiebste
    gelöscht

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    Wenn du dein Geld sinnvoll ausgeben willst, kannst du auch eine Schule in England suchen. Dann sind die Flugkosten entsprechend niedriger, und im Notfall kannst du deinen Sohn dort einfach abholen. Eine der günstigsten und besten Privatschulen (teils Internat):

    Warwick School, Independent day and boarding school for boys aged 7-18.

    Ich würde mich direkt an die Schule (!!!) wenden und mich nach den Kosten eines dreimonatigen Aufenthalts erkundigen. Die meisten Privatschulen in England stecken in einer finanziellen Krise. Ich kenne einige Mädchenschulen, die um jeden Austauschschüler konkurrieren und teils akzeptable Angebote machen.

    Ein Jahr im Internat kostet allerdings bei den günstigen Privatschulen offiziell fast 23.000 Pfund. Lass dir einfach ein nettes Angebot für drei Monate machen. Es gibt einen großen Verhandlungsspielraum, weil viele britische Privatschulen wegen der Wirtschaftskrise und der veränderten Gesellschaftsstruktur kurz vor dem Ruin stehen. Traurig, aber wahr.

    Eine viel günstigere Alternative zum Schüleraustausch wäre ein Summer Camp in Großbritannien. Unbedingt direkt über die Organisation in London organisieren, damit dein Sohn mit Muttersprachlern unterwegs ist statt mit einer Gruppe von Austauschschülern.

    [...]

    Toll ist Camp Beaumont; die Organisation nutzt übrigens englische Internatsgebäude für ihre Summer Camps:

    [...]

    Und ich würde gar nicht jetzt buchen, sondern erst während der Sommerferien spontan. Denn Camp Beaumont hat jedes Jahr Last-Minute-Angebote, dass man für die Hälfte des Preises dorthin kann, weil sie ihre Camps vollbekommen wollen. Also in den E-Mail-Verteiler aufnehmen lassen!
    Geändert von Analuisa (21.01.2013 um 19:26 Uhr) Grund: s.o.

  7. #7
    Avatar von geniesserin
    Registriert seit
    31.03.2008
    Beiträge
    3.329

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    Hallo,

    unser Sohn war 2009/2010 für 11 Monate in Kanada, im engl.-sprachigen Raum. Er ist über EF gereist, und hat sich -bzw. wir uns auch- jederzeit gut betreut gefühlt.

    Wir haben zwischendurch überlegt, doch die USA vorzuziehen, haben aber aus Gründen des Schulniveaus, des deutlicheren Englisch's und auch der Sicherheit dann doch Kanada ausgewählt - was auch dem ursprünglichen Traum unseres Sohnes entsprach.

    Zeitgleich hat eine Familie aus der Klasse unseres Sohnes für deren Tochter einen Highschoolaufenthalt in Kanada privat organisiert. Ich kann mich erinnern, dass es sehr aufwändig und auch zeitintensiv war, die jeweiligen Dokumente/ Visa usw.. zu beschaffen.

    Ich würde -da dann vor Ort doch immer jemand ansprechbar ist- jederzeit wieder per Organisation reisen (lassen). Sicher ist das sehr teuer (bei uns war ein Jahr USA bei ca. 6-7.000 Euro, Kanada bei ca. 10.000 Euro).

    Die Tipps mit den Stipendien und dem PPP kamen ja schon, das ist sicher den Versuch wert.

    Die Alternative, in England sowas wie Summer School zu machen, mag günstiger sein- ich kenne mich damit nicht aus, jedoch ist halt auch die Frage, um was es konkret bei euch geht: Ein Jahr im entfernten Ausland ist für die Kids auch ein riesiger Entwicklungssprung. Dort gilt es, sich auch mit schwierigen Situationen zu arrangieren, evtl. holt man jemanden aus näherer Distanz auch eher mal nach Hause?

    Ich bin gespannt, wie ihr entscheidet- es war für unseren Sohn eine wunderbare Erfahrung, und er würde es jederzeit wieder machen.
    Liebe Grüsse, Geniesserin



    Keep on running!!

  8. #8

    Registriert seit
    22.01.2013
    Beiträge
    1

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    Hallo,
    kann mich einigen der anderen Antworten anschliessen und Neuseeland empfehlen. Unsere Tochter war gerade ein halbes Jahr lang dort und das war auch genau die richtige Dauer, ein Jahr hätte ich für sie (und für uns ) zu lange gefunden. Wir haben den Aufenthalt ohne Agentur organisiert um Kosten zu sparen. Ist in Neuseeland über direkte Kontakte zur Schule relativ problemlos möglich. Habe unsere Erfahrungen und viele Infos in einem Blog zusammengestellt: schuljahrneuseeland.de
    Geändert von mkr (23.01.2013 um 11:29 Uhr) Grund: Link entlinkt

  9. #9
    gesperrt
    Registriert seit
    23.01.2013
    Beiträge
    9

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    Ich kann dir Kanada sehr empfehlen! Im Grunde genommen ist Kanada das gleiche Land wie die USA, nur dass es in Kanada nicht so viele Vollidioten mit Waffen gibt und die Menschen einfach netter und aufgeschlossener dir gegenüber sind. Außerdem sind Kanadier nicht so eingebildet. Sicherlich ist Kanada kein billiges Land aber es macht Spaß einfach nur dort zu sein. Empfehlen kann ich dir Vancouver, Victoria und Kelowna.

    Übrigens hat dein Sohn dort auch noch die Chance auf Französisch zu wechseln wenn er will ;)

  10. #10
    Avatar von geniesserin
    Registriert seit
    31.03.2008
    Beiträge
    3.329

    AW: Schüleraustausch / Gastschuljahr

    Zitat Zitat von CharlotteYork Beitrag anzeigen
    Ich kann dir Kanada sehr empfehlen! Im Grunde genommen ist Kanada das gleiche Land wie die USA, nur dass es in Kanada nicht so viele Vollidioten mit Waffen gibt und die Menschen einfach netter und aufgeschlossener dir gegenüber sind. Außerdem sind Kanadier nicht so eingebildet. Sicherlich ist Kanada kein billiges Land aber es macht Spaß einfach nur dort zu sein. Empfehlen kann ich dir Vancouver, Victoria und Kelowna.

    Übrigens hat dein Sohn dort auch noch die Chance auf Französisch zu wechseln wenn er will ;)
    *unterschreib*


    Und -wie gesagt- ist das Schulniveau dort auch ein gehobeneres, vergl. mit den Staaten. Und so ein Jahr ist ja nicht als reines Spaßjahr zu betrachten.
    Liebe Grüsse, Geniesserin



    Keep on running!!

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •