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  1. #11

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    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    Hier auch 'mal eine Meinung von der "anderen Seite": Das Problem ist ja nicht, dass sich der eine oder andere Anregungen zum wissenschaftlichen Arbeiten holt ('was völlig okay ist), sondern dass durchaus die Versuchung entstehen kann, mehr als nur die Anregung zu übernehmen - dummerweise sind die auf hausarbeiten.de, amazon etc. zur Verfügung gestellten Arbeiten aber via Google ermittelbar - auch für die Dozenten! Und dann kann es richtig blöd werden, weil das Thema Plagiat durchaus noch immer aktuell ist. Und selbst das mit den Anregungen kann nach hinten losgehen: Wer sagt denn, dass eine mit "gut" oder "sehr gut" bewertete Arbeit genau den Anforderungen bzw. auch dem methodischen Ansatz genau Eures Dozenten entspricht? Will sagen: "sehr gut" bei X. an der Uni Y. kann auch "befriedigend" an der Uni B. bei Prof. Z. werden. Ich finde dieses: Jeder soll lesen, was ich kann, etwas sinnfrei. Ab der Magister- bzw. Diplomarbeit kann man durchaus über ein Publikation nachdenken, wenn die Arbeit wirklich gut ist: Dann kann es sogar extrem nützlich sein. Wobei ich meine Magisterarbeit in der Schublade verstauben lasse, die beiden darauffolgenden Arbeiten aber publiziert habe...
    Es geht immer vorwärts!

  2. #12

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    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    Zitat Zitat von Kupferschwein Beitrag anzeigen
    Wo gibt es denn Möglichkeiten, Arbeiten kostenlos zu veröffentlichen?
    Wenn ich jemanden kenne, der sich interessiert, gebe ich natürlich meine Arbeiten heraus zur Lektüre.

    Und meine Frage zielte nicht darauf ab, ob das solidarisch ist, sondern ob es überhaupt angenommen wird. Ich hab mein komplettes Studentenleben bisher ohne vorgefertigte Arbeiten als Anregung überstanden.
    Wenn es garnicht angenommen werden würde, gäbe es diese Portale auch nicht. Ich denke wieviel man mit einer Hausarbeit verdient, hängt u.a. davon ab, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand genau über dieses oder ein ähnliches Thema nochmal schreibt.

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Solche "Anregungen" aus dem Netz braucht eigentlich niemand. Als Anregungen werden die Arbeiten dann meist auch nicht gelesen - die Ausnahmen tummeln sich natürlich hier in der Bricom - sondern sie werden plagiiert.
    Ich möchte an dieser Stelle gerne verdeutlichen, wie ich es als Anregung verstehe. Mir reicht dazu Inhaltsangabe und Gliederung. Manchmal bekommt man ein Themenspektrum vorgegeben, mit dem man selbst erstmal relativ wenig anfangen kann... und dann kann es nützlich sein zu sehen, wie andere an ein ähnliches Thema herangegangen sind, welche Fragen sie gestellt haben. Mein Ergebnis ähnelte noch nie einer veröffentlichten Hausarbeit, die ich als "Anregung" benutzt habe, was aber auch wirklich selten vorkam. Das war nicht mehr als ein Impuls. Und nein man braucht es im Prinzip nicht, aber es kann nützlich sein, wenn es schon mal da ist. Kommt vermutlich auch auf das Fach an, in welcher Weise.

    Wer den Inhalt für seine eigene Arbeit nutzt oder das gar als Sekundärquelle angibt, naja. Aber ich habe da eine eigene Sichtweise dazu. Wer sich mit fremden Federn schmücken will, bitte. Derjenige muss sich selbst im Spiegel anschauen.

    Ich gehe davon aus, dass eine Arbeit, die ich im Netz veröffentlicht finde, auch von anderen gefunden werden kann, wie Laura schon schrieb.

    Wenn ich meine Arbeit oder mein Gedankengut schützen will, weil ich es für sehr wertvoll halte, darf ich es selbstverständlich nicht zum Runterladen veröffentlichen zum Nutzen anderer. Soweit kann man dann auch selbst kommen. Dann muss ich halt auf die paar Euro verzichten.
    Geändert von TellMeWhy (17.12.2012 um 18:53 Uhr)

  3. #13
    VIP Avatar von xanidae
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    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    Mir reicht dazu Inhaltsangabe und Gliederung. Manchmal bekommt man ein Themenspektrum vorgegeben
    Geht mir ähnlich, da ich finde, dass wir da zu wenig Anleitung (Fernstudium) bekommen, obwohl die Anforderung sehr hoch ist.
    Uns wurde z. B. gesagt, dass wir viel zitieren dürfen, wir müssen nur angeben, wo wir das her haben.

    Auf der Suche nach einer Definition für ein bestimmtes Thema habe ich auch diverse Hausarbeiten durch geackert, da die Definition aus den Wissenschaftlichen Büchern und anderen Quellen nicht für mich und meine Idee passte.

    So fand ich eine passende Definition und konnte sogar die Originalquelle besorgen, weil die Studentin ein sehr gutes Literaturverzeichnis geschrieben hat.

    Das ist der nächste Punkt, der mir weiterhilft: das Literaturverzeichnis. Manchmal findet man in der Unibib nicht was man sucht, evtl. liegt es am Suchwort oder am Verzeichnis der Bib. Da finde ich die Originalquellen aus denen zitiert wurde oder die verwendet wurden nützlich, wenn ich ein ähnliches Thema schreiben muss.
    Das mache ich auch bei Büchern so, ich schau mir an, woher die Autoren ihr Wissen haben und lese dort nach.

    Insgesamt finde ich es auch gut einfach eine Hausarbeit zu lesen. Mir fällt es immer wieder schwer, die Anforderungen der Dozenten zu durchschauen. Und da es wenig Anleitung von diesen gibt oder nur kurze Kommentare, die leicht genervt wirken, per Mail, ist das Lesen von anderen Hausarbeiten schon ganz hilfreich.
    Für mich ist oft mehr die Form und Schreibart interessant, wie formuliere ich kurz und knackig, wie kann ich ein Thema wie dieses strukturieren, als der Inhalt an sich.

    Bei uns wird übrigens klar gesagt, dass alle Arbeiten mit einem 'Guttenberg-Programm' (O-Ton, es heißt vermutlich anders) geprüft werden.

    Ich habe eine Arbeit abgegeben, da habe ich viel Literatur verwendet und von 15 Seiten habe ich höchstens 5 selbst formuliert, der Rest ist zitiert und paraphrasiert. 14 Punkte und ein extra Lob für gute Literaturrecherche.

    So viel selber denken soll man bei den normalen Hausarbeiten wohl nicht. Alle anderen, wo ich nicht so exzessiv Literatur verwendet habe, wurden schlechter bewertet
    I go west but your weather has changed
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    When you want me to leave then
    You start to believe I should stay


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  4. #14
    stynalotta
    gelöscht

    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    a ich finde, dass wir da zu wenig Anleitung (Fernstudium) bekommen, obwohl die Anforderung sehr hoch ist.
    Uns wurde z. B. gesagt, dass wir viel zitieren dürfen, wir müssen nur angeben, wo wir das her haben.
    An meiner (ebenfalls Fern-) Hochschule gibt es reichlich Studienbriefe zum Thema Wissenschaftliches Arbeiten. Einzelne Studienbriefe setzen sich ausschließlich mit dem Thema Hausarbeit und den formalen Vorgaben bis ins kleinste Detail auseinander, außerdem haben wir in bisher jedem Semester mindestens drei Präsenzvorlesungen zum Thema Wissenschaftliches Arbeiten. Die sich zum Ende eines semesters explizit mit der Vorbereitung der jeweils zu schreibenden HA beschäftigen und immer wieder auf die zweifelsfrei benannten formalen Vorgaben hinweisen. Da können wir eigentlich nichts falsch machen. Wir werden sowohl telepädagogisch als auch vor Ort reichlich angeleitet.
    Aktuell brüte ich über einer zum Thema Gesundheit und Gesellschaft (respektive Soziologie). Immerhin, die Einleitung steht und ist geschrieben- die eigentliche Gliederung sortiert sich noch in meinem Kopf, mehr oder weniger.

    Wir werden allerdings aufgefordert, möglichst viel zu denken und sollen gerne zukunftsträchtige Ausblicke und Lösungswege aufzeigen- was sicher an dem Studiengang (B.A. Pflegemanagement) liegt. Wir sollen nämlich die Lösung für alle derzeitigen und möglichen späteren Probleme liefern *unterstell*

  5. #15
    Moderation Avatar von lunete
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    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    Zitat Zitat von TellMeWhy Beitrag anzeigen
    Wer den Inhalt für seine eigene Arbeit nutzt oder das gar als Sekundärquelle angibt, naja. Aber ich habe da eine eigene Sichtweise dazu. Wer sich mit fremden Federn schmücken will, bitte. Derjenige muss sich selbst im Spiegel anschauen.
    Das sehe ich anders. Derjenige begeht Diebstahl und Betrug und gehört entsprechend sanktioniert. Universitär/institutionell je nachdem durch Nichtbestehen, den Verlust des Prüfungsanspruchs und Exmatrikulation, ggf. Aberkennung von unrechtmäßig erworbenen Titeln, ggf. auch strafrechtlich.
    Da bin ich wirklich für Zero-Tolerance.
    Das ist absolut kein Kavaliersdelikt.
    Aber das auszuführen wäre zu sehr OT.

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Das ist der nächste Punkt, der mir weiterhilft: das Literaturverzeichnis. Manchmal findet man in der Unibib nicht was man sucht, evtl. liegt es am Suchwort oder am Verzeichnis der Bib. Da finde ich die Originalquellen aus denen zitiert wurde oder die verwendet wurden nützlich, wenn ich ein ähnliches Thema schreiben muss.
    Gibt es in deinem Fach keine Fachdatenbanken? Dass man über Bibliothekskataloge nicht allzu weit kommt bei der Recherche glaube ich gern, aber über die Bibliothekshomepages gibt es doch i.d.R. lizensierte Zugänge zu Fachdatenbanken und Fachbibliographien, welche die gezielte Recherche z.B. auch in Zeitschriften oder Sammelbänden ermöglichen.

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Bei uns wird übrigens klar gesagt, dass alle Arbeiten mit einem 'Guttenberg-Programm' (O-Ton, es heißt vermutlich anders) geprüft werden.
    Bei uns auch. Es gibt da einige Softwares. Man kann auch das Google-Prinzip umkehren: Sätze, die ein wenig zu schön und zu glatt sind herausgreifen und mal eingeben... häufig findet man sie dann in Hausarbeiten, unter Google Books oder sogar in Wikipedia Trotzdem sind jedes Semester einige Studierende verzweifelt, dumm oder dreist genug, Plagiate einzureichen.

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Ich habe eine Arbeit abgegeben, da habe ich viel Literatur verwendet und von 15 Seiten habe ich höchstens 5 selbst formuliert, der Rest ist zitiert und paraphrasiert. 14 Punkte und ein extra Lob für gute Literaturrecherche.

    So viel selber denken soll man bei den normalen Hausarbeiten wohl nicht. Alle anderen, wo ich nicht so exzessiv Literatur verwendet habe, wurden schlechter bewertet
    Das sollte man vielleicht nicht generalisieren, denn das ändert sich mit Fach- und Hochschulkulturen bzw. vielleicht auch je nach Qualifikationsstufe, Veranstaltung und Lehrenden. Bei uns würde eine solche Arbeit maximal mit 3-4 bewertet, denn die Lektüre und ihre Zitation und Paraphrase ist nur der erste Schritt, die Grundlage dessen, was beherrscht werden muss. Eigenständige wissenschaftliche Arbeit muss darauf aufbauen. Und wenn das in Angriff genommen wird, geht die Note nach oben - je nachdem, wie gelungen es umgesetzt wird.
    Allerdings lassen wir die Studierenden auch nicht allein.
    Es gibt ausführliche Stylesheets zu den formalen Vorgaben, Möglichkeiten zur Sprechstunde, Vorarbeiten, die geleistet werden müssen (Erarbeitung einer Gliederung und Bibliographie) usw.

    Zitat Zitat von stynalotta Beitrag anzeigen
    A
    Aktuell brüte ich über einer zum Thema Gesundheit und Gesellschaft (respektive Soziologie). Immerhin, die Einleitung steht und ist geschrieben- die eigentliche Gliederung sortiert sich noch in meinem Kopf, mehr oder weniger.
    Tipp: Einleitung immer zum Schluss schreiben, wenn man tatsächlich weiß, was man gemacht hat und wo man ergebnisweise gelandet ist.
    Das erspart Rewrites.

    Zitat Zitat von stynalotta Beitrag anzeigen
    Wir werden allerdings aufgefordert, möglichst viel zu denken und sollen gerne zukunftsträchtige Ausblicke und Lösungswege aufzeigen- was sicher an dem Studiengang (B.A. Pflegemanagement) liegt. Wir sollen nämlich die Lösung für alle derzeitigen und möglichen späteren Probleme liefern *unterstell*
    Ein solcher Ansatz deckt sich auch mit meinem Wissenschaftsverständnis.
    Nicht Reproduktion, sondern Innovation, eigenständiges Denken und zwar möglichst schon früh im Studium


    Lunete
    Geändert von lunete (18.12.2012 um 10:32 Uhr)

  6. #16
    stynalotta
    gelöscht

    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    Einleitung immer zum Schluss schreiben, wenn man tatsächlich weiß, was man gemacht hat und wo man ergebnisweise gelandet ist.
    Das erspart Rewrites.
    Danke für den Tipp- ich fahre bisher andersrum besser. Am aktuellen Beispiel der Soziologie bekomme ich den Brückenschlag von der allgemeinen Soziologie (an sich schon ein riesiges Feld) hin zu dem Bezug auf mein persönliches Berufsfeld wesentlich schneller hin, wenn ich mich meiner Fragestellung mittels der Einleitung nähere und dort bereits klarmache, warum ich mich im Hauptteil welchem Thema eigentlich widme.
    Meistens ergeben sich daraus bereits meine thematischen Schwerpunkte und damit die Gliederung. Wo ich in der Arbeit landen werde, weiß ich allerdings schon.

    Ich bin aber sowieso jemand, der ziemlich stringent von a über b zu c und dann d denkt und handelt, von daher entspricht dieses chronologische Verfahren mehr meinen naturgegebeben Macken.

  7. #17
    Avatar von Kupferschwein
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    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    Danke Lunete für deinen sehr ausführlichen Bericht.

  8. #18

    Registriert seit
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    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    Zitat Zitat von lunete Beitrag anzeigen
    Das sehe ich anders. Derjenige begeht Diebstahl und Betrug und gehört entsprechend sanktioniert. Universitär/institutionell je nachdem durch Nichtbestehen, den Verlust des Prüfungsanspruchs und Exmatrikulation, ggf. Aberkennung von unrechtmäßig erworbenen Titeln, ggf. auch strafrechtlich.
    Da bin ich wirklich für Zero-Tolerance.
    Das ist absolut kein Kavaliersdelikt.
    Aber das auszuführen wäre zu sehr OT.
    Ja, solange eine Debatte darüber, dass Guttenberg ein Plagiat begangen hat eine riesen Empörung auslöst und die Zeitungen ausfüllt, ist die Welt in Ordnung.

    Von was musste in dieser Zeit in der Politik nochmal abgelenkt werden?
    Oder suchte man einen Grund ihn von der Bildfläche verschwinden zu lassen?

    Nein ich wollte das klar stellen... ich bin nicht gegen die Sanktionierung von Plagiaten/Täuschungsversuchen. Aber diese Möglichkeit besteht nun mal, ob nun Hausarbeiten veröffentlicht werden oder nicht.
    Wen interessiert es, ob in irgendeiner Hausarbeit, von der lediglich Einleitung und Schluss gelesen und der Rest überflogen wird und die dann irgendwo verstaubt, ein paar Sätze geklaut sind von einer anderen Hausarbeit, die ebenfalls irgendwo verstaubt. Ich finde das NICHT löblich, aber in diesem Fall muss derjenige sich eben nur vor sich selbst dafür verantworten.
    Don't let them dictate to you the definition of yourself.

  9. #19
    Moderation Avatar von lunete
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    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    Zitat Zitat von TellMeWhy Beitrag anzeigen
    Wen interessiert es, ob in irgendeiner Hausarbeit, von der lediglich Einleitung und Schluss gelesen und der Rest überflogen wird und die dann irgendwo verstaubt, ein paar Sätze geklaut sind von einer anderen Hausarbeit, die ebenfalls irgendwo verstaubt. Ich finde das NICHT löblich, aber in diesem Fall muss derjenige sich eben nur vor sich selbst dafür verantworten.
    Sorry fürs OT, darauf muss ich kurz antworten:

    Das interessiert jeden, der ehrliche Arbeit geleistet hat, zuallererst die Verfasser des plagiierten Textes, aber auch diejenigen, die sich für ihre Arbeit anstrengen, vielleicht sogar quälen, die Verzicht auf sich nehmen - denn wiss. Arbeit ist auch für Studierende kein Zuckerschlecken. Plagiat ist ein Schlag ins Gesicht aller ehrlichen Wissenschaftler. Geistiges Eigentum ist gesetzlich geschützt.
    Das interessiert auch die Institutionen, die dadurch beschädigt werden. Es gibt einen wissenschaftlichen Ethos, es gibt aber auch Rankings, es gibt Qualitätsmaßstäbe der universitären Ausbildung und letztlich auch gewisse Ausbildungsziele, die durch die Universität bedient werden müssen. All das wird durch Plagiate unterlaufen und in letzter Konsequenz ad absurdum geführt.
    Plagiat ist Stillstand, wenn nicht Rückschritt und behindert dadurch Wissenschaft. In der Einheit von Forschung und Lehre trifft das auch für Studierendenplagiate zu.
    Plagiate verschwenden Steuergelder. Egal ob ein verbeamteter Professor seine Daten schönt oder ob irgendein Studi - dessen Ausbildung immer staatlich subventioniert ist - irgendwelche Bücher abschreibt
    Die Sanktionierung von Plagiaten ist damit in meinen Augen ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, im Kleinen wie im Großen.
    Wenn Studierende zum ersten Mal erwischt werden, bekommen sie bildlich auf die Finger geklopft, müssen die Veranstaltung und den Leistungsnachweis wiederholen und werden belehrt und ermahnt. Man kann diesen Fehler ein Mal machen. Vielleicht wusste man es nicht besser. OK.
    Aber danach sollte, finde ich, jeder Fall strikt gehandhabt werden.
    Dass sich das auch politisch instrumentalisieren lässt ist gar keine Frage. Wenn die Gutti-Sache etwas gutes hatte, dann, dass das Problem breiter ins öffentliche Bewusstsein getragen wurde.
    Allerdings werden Plagiate leider immer noch als Kavaliersdelikt gesehen und das darf nicht sein.

    Auch wenn die Aussagen oben teils überspitzt sind, im Kern würde ich jede einzelne halten wollen und man könnte auch weiteres ergänzen.

    Aber das gehört wohl nicht mehr hier her.


    Lunete

  10. #20

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    AW: Veröffentlichung von Hausarbeiten

    @lunete:

    Ich habe nachgedacht und muss dir im Prinzip Recht geben!

    Das Problem liegt aber sicherlich nicht darin begraben, dass Hausarbeiten veröffentlicht werden.

    Dass es kein Zuckerschlecken ist diese zu schreiben durfte ich schon oft genug erfahren

    (Ich habe aber wirklich von Dozenten selbst schon gehört, dass sie hauptsächlich Einleitung und Schluss lesen und alles was dazwischen steht ist nicht so wichtig... Plagiate werden so natürlich auch nicht aufgedeckt).

    Desweiteren sollte man als Dozent aufpassen, nicht jeder Arbeit zu erstmal mit Skepsis zu begegnen. Tatsächlich habe ich überhaupt nur ein einziges mal eine wörtliche Rückmeldung enthalten auf eine Arbeit. Die Arbeit war sehr gut, aber anstatt Lob kam mir die Dozentin mit Skepsis entgegen, es wäre so ausgreift formuliert, sie könne sich das kaum vorstellen... aber gefunden hätte sie nichts, na sowas
    Don't let them dictate to you the definition of yourself.

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