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  1. #1
    Avatar von spatz
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    Erleuchtung Immer neue Hunde-Fragen

    Liebe Hunde-Freundinnen und Freunde,

    wie manche von Euch wissen, haben wir seit 2 1/2 Monaten den dreijährigen Mischlingsrüden Carlos. Carlos stammt aus Ungarn und wurde aus einer Tötungsstation befreit, von wo er im Sommer in das hiesige Tierheim gebracht wurde.

    Wir sind total verschossen in unseren Hund und freuen uns jeden Tag über seine Fortschritte . Er kann schon ganz viel und hat mit ziemlicher Sicherheit eine gute und liebevolle Erziehung gehabt und auch einmal in einem Haus gelebt, denn das ist ihm gar nicht fremd. Er ist freundlich und charmant.

    Allerdings tun sich auch immer mal wieder Probleme auf .

    Momentan: er geht abends nach dem letzten Gassi ganz vorsichtig und langsam die Treppe hoch, um im Jugendzimmer beim Spatzenteen zu übernachten, weil er nicht allein im Erdgeschoss bleiben möchte (wo er die erste Zeit problemlos geblieben ist). In Ordnung, Hund und Teen freuen sich und beide sind morgens auch gut ausgeschlafen .

    Problem: der Hund geht die Treppe nicht mehr runter . Nicht mit Leckerchen, nicht an der Leine auf Kommando "Fuß", nicht mit gut zureden, nix zu machen. Herrchen trägt ihn schließlich, damit er überhaupt wieder runterkommt . Der Teen und ich können ihn nicht tragen, zu unhandlich .

    Wie kriegen wir das hin? Die Treppe ist eine offene Holztreppe, die wir wegen des Hundes schon mit Sisal-Stufenmatten ausgelegt haben, weil sie sonst zu rutschig ist.

    Ideen?

    Danke schon mal für Eure Anregungen, ich bin sicher, da kommt was .
    ... and nothing else matters

  2. #2
    Avatar von TajMahal
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    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    Ich könnte mir vorstellen, es erst mal mit 1-2 Stufen zu versuchen, wenn das sitzt, eine Stufe mehr, wenn nicht, eine Stufe zurück. Immer mit einem Erfolg aufhören.
    Grüßle
    TM



    Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)

  3. #3
    Avatar von Schnuffelwuff
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    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    Hallo Spatz! Der Süsse hat Angst. Ich kann das aus Hundesicht auch nachvollziehen. Weil ja im Gegensatz zu uns Zweibeinern der ganze Körper in Schräglage gerät.

    Versucht es mal mit einer kurzen Leine und einem festen Griff, indem Ihr mit ihm zusammen die Treppe runterschreitet. Nicht bemitleiden!!
    Einer wartet unten und spornt an. Das Leckerchen gibt es, wenn er es geschafft hat.

  4. #4
    Nemesis59
    gelöscht

    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    Ich denke das liegt am Sisalbelag, das fühlt sich für viele Hunde und Katzen nicht gerade angenehm an. Versuchs mal mit einem Belag den er im Haus so auch hat.

  5. #5
    Nemesis59
    gelöscht

    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    @Schnuffelwuff

    Zitat:Versucht es mal mit einer kurzen Leine und einem festen Griff



    Sorry, aber SOWAS geht überhaupt nicht ! Der Grund warum der Hund sich so verhält muß beseitigt werden. Mit so einem Unsinn riskierst du auf der Treppe nicht nur einen Sturz denn er wird sich wehren, du machst auch sein Vertrauen kaputt.

  6. #6
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    Nicht unbedingt! Das Vertrauen kommt ja nicht dadurch, dass du ihn in seiner Angst bestärkst und seine Unsicherheit akzeptierst.

    Es kann sehr wohl eine Lösung sein diese Angst zu ignorieren und ihm Vertrauen dadurch zu geben dass man ihm zeigt, da gehen wir jetzt zusammen durch. Dadurch kann man ihm Sicherheit geben, dass ich als Halter das entscheide und die Verantwortung für ihn übernehme.

    Bei Rütter gab es mal so eine Fall - lief dann so ähnlich. Je mehr nämlich die Besitzer rumgetan haben, umso mehr kam beim Hund an: es muss tatsächlich gefährlich sein da runter zu gehen - sonst würden sie es ja einfach machen mit mir.

    Der Hund meint ja nur es ist gefährlich - eine Ursache muss es nicht unbedingt geben. Und so kann er lernen: da schau her, passiert ja gar nix Schlimmes. Und weg ist die Angst.

  7. #7
    Avatar von TajMahal
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    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    Man muss ihn aber nicht gleich vom 10m-Brett schubsen

    Ich würde erst mal mit dem Beckenrand anfangen und dann steigern.

    Ich meinte in meinem ersten Post übrigens 1-2 Stufen von unten, kann man auch falsch verstehen.
    Grüßle
    TM



    Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt's nicht. (Adenauer, Konrad)

  8. #8
    Nemesis59
    gelöscht

    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    @schnellschnell

    DAS kannst du so mit einem Kind machen, es ist eine sehr menschliche "Einstellung". Wir haben es hier aber mit einem HUND zu tun, da sind menschliche Maßnahmen und Vorstellungen fehl am Platze.

  9. #9
    Avatar von Schnuffelwuff
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    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    Zitat Zitat von Nemesis59 Beitrag anzeigen
    @Schnuffelwuff

    Zitat:Versucht es mal mit einer kurzen Leine und einem festen Griff



    Sorry, aber SOWAS geht überhaupt nicht ! Der Grund warum der Hund sich so verhält muß beseitigt werden. Mit so einem Unsinn riskierst du auf der Treppe nicht nur einen Sturz denn er wird sich wehren, du machst auch sein Vertrauen kaputt.
    Doch das geht sehr gut! Ich spreche aus langjähriger Erfahrung!

    Es geht nicht um Zwang, sondern darum, Führung für den unsicheren Hund zu übernehmen.

    Glaub mir, wenn man einen Hund hat, der in seinem vorigen Leben 7 Jahre verprügelt und vernachlässigt wurde, lernt man wie man Liebe und Sicherheit vermittelt.
    Und da bin ich immens stolz drauf: Heute habe ich einen glücklichen, meist selbstbewußten Hund.
    Eine 14 jährige Wolfshundmischlingdame, 14!!! das muß uns erst mal jemand nachmachen.
    So alt wird nur ein Tier das das Leben liebt. Echte Wolfshunde werden 7, 8 Jahre alt.

    Sorry, war jetzt off Topic! Ich mußte mal eben angeben!

  10. #10
    Avatar von Schnuffelwuff
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    AW: Immer neue Hunde-Fragen

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen
    Nicht unbedingt! Das Vertrauen kommt ja nicht dadurch, dass du ihn in seiner Angst bestärkst und seine Unsicherheit akzeptierst.

    Es kann sehr wohl eine Lösung sein diese Angst zu ignorieren und ihm Vertrauen dadurch zu geben dass man ihm zeigt, da gehen wir jetzt zusammen durch. Dadurch kann man ihm Sicherheit geben, dass ich als Halter das entscheide und die Verantwortung für ihn übernehme.

    Bei Rütter gab es mal so eine Fall - lief dann so ähnlich. Je mehr nämlich die Besitzer rumgetan haben, umso mehr kam beim Hund an: es muss tatsächlich gefährlich sein da runter zu gehen - sonst würden sie es ja einfach machen mit mir.

    Der Hund meint ja nur es ist gefährlich - eine Ursache muss es nicht unbedingt geben. Und so kann er lernen: da schau her, passiert ja gar nix Schlimmes. Und weg ist die Angst.
    Ja, genau!

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