Gut, Du wirst das richtig einschätzen können. In dem Fall würde ich auch, wie hier schon vorgeschlagen, nach Hund-Kind Kursen per Inet suchen. So was wie:
Die "Mensch-mit-Hund-Schule" Holzkirchen
Um das zu verstehen, warum der Hund ihn interessant fand: hatte Dein Sohn etwas bei sich, was besonders gerochen hat? Hat er, als der Hund anfing zu schnüffeln, irgendeine besondere Bewegung gemacht, z.B. Hände in die Luft gerissen oder einen besonderen Laut ausgestossen oder geschrieen?
Ich habe eine ganze Zeitlang viele kleine Kinder während meines Gassiganges getroffen, weil eine gute Bekannte eine kleine Tochter hatte und da waren immer Kinder zu Besuch und die spielten am Gasiweg, und die Kinder waren von zurückhaltend-schüchtern bis offensiv sich auf Hund zustürzend. Es war willkommen, dass sich Kinder und mein Hund annähern. (es gibt süsse Bilder, wo 2 Kinder im Planschbecken rumjauchzen, während meine Hündin genusvoll das Wasser draus trinkt)
Kinder reissen oft die Hände hoch, wenn ein Hund sich nähert. Das ist ein Signal, was für viele Hunde bedeutet: komm näher. Komm ran und mach Sitz. Ich habe etwas Interessantes in der Hand, Guti oder Spielie. So war es bei meiner Hündin. Also habe ich den Kindern beigebracht und mit ihnen geübt, dass sie die Hände unten lassen und sich zur Seite drehen, wenn sie keinen Kontakt wollen. Da sank das Interesse meiner Hündin um 70%.
Viele Kinder kreischen, wenn sich ein Hund nähert. Aus Freude, aus Aufregung, aus Mitmachwillen. Das bedeutet für viele Hunde, da ist es interessant, da wird was geboten, da ist was los. Besonders junge Hunde finde das interessant. Meine eine Hündin liebte Kinder, je kreischender, um so besser. Mitten in einem Pulk voll solcher Kinder strahlte sie über beide Backen (die Annäherung war abgestimmt). Also habe ich den Kindern beigebracht, dass sie gar nichts sagen, wenn sie keinen Kontakt wollen. Wieder ein verblüffender Effekt: die Aufmerksamkeit der Hündin sank um gute 50%.
Dann rennen Kinder gerne schreiend davon. Aus Freude, aus Aufregung, aus Mitmachwillen, und eben aus Angst. Das löst beim Hund den Reflex aus, mit zu rennen. Grosser Spass und viell. auch so eine Art Hüteinstinkt. Viele Besitzer fördern das auch, indem sie mit ihrem Hund genauso spielen. Ich renne, dann rennt mein Hund dann bleib ich stehen, dann bleibt mein Hund stehen.
Also sagte ich den Kindern: nicht rennen, wenn Ihr keinen Kontakt mögt. Ein kleiner Mensch, der einfach nur da steht, nicht schreit, nicht rumfuchelt und den Hund nicht anguckt, ist ziemlich uninteressant für den Hund. Würde mal sagen, auf der Skala 0-100, etwa 10% interessant (wegen der leckeren Kekshände

)
Die Kinder waren sehr begeistert über diese Lektionen und haben das eifrig geübt. Danach war dann Knuddeln angesagt mit dem Hund. Und Guti geben. usw. Also war der Hund bei den Kindern beliebt, und die Kinder bei meiner Hündin.
