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  1. #21
    DaisyDuke
    gelöscht

    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Zitat Zitat von marilyn-74 Beitrag anzeigen
    Ob ich die Bergstraße noch zu Rhein-Main zählen würde? Wie lange pendelt man da, bis man z.B. in Frankfurt am Arbeitsplatz ist? Ich finde die Häuserpreise hier jedenfalls auch schon exorbitant hoch, auch wenn wohl nichts in Deutschland München schlägt.
    Einzugsgebiet Frankfurt (immerhin noch 60 km entfernt) - hier werden nur noch Neubauten im Luxussegment gebaut (Mehrfamilienhäuser) und die Alten die dann da einziehen, verscherbeln ihr Häuser überteuert, damit sie sich die altersgerechteren Luxuswohnungen leisten können.
    Was einem da angeboten wird für teuer Geld - (zu) große Grundstücke, energiefressende Häuser mit fehlender Dämmung, sanierungsbedürftiges Dach und Heizung.

    Mit Autobahnanbindung hat jedes Kaff dann direkt Preise wie der direkte Speckgürtel.

  2. #22

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    1.477

    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Wir haben auch kapituliert. Unser Plan war, ein kleines, runtergekommenes Häuschen mit Minigarten zu kaufen und zu sanieren, alles andere war für uns nicht finanzierbar. Unser Traum ist geplatzt, als uns ein Mitbewerber für das letzte, bezahlbare Objekt überboten hat. Das, was jetzt auf dem Markt ist, ist ein Witz. Häuser, die bald auseinanderfallen, werden als "Stadtvillen" angepriesen und kosten das, was vor drei Jahren ein Neubau gekostet hat.

    Münchner würden sich zwar über die Preise bei uns (Mitte von Deutschland) kaputt lachen, aber die Gehälter sind hier eben auch niedrig.

    20 km außerhalb der Stadt sind die Häuser immer noch spottbillig, aber ich will einfach nicht aufs Dorf. Wir wohnen jetzt in einer hinreißend schönen Mietwohnung, die bezahlbar ist, aber ich mache mir wirklich Sorgen, wie sich die Mieten entwickeln und wie wir das mit unseren lächerlichen Renten alles bezahlen sollen, seufz. Hätte ich doch nur vor fünf Jahren was gekauft...

  3. #23

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    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Zitat Zitat von Tessa Beitrag anzeigen
    user immer noch spottbillig, aber ich will einfach nicht aufs Dorf.
    Das ist genau der Knackpunkt. Wie heisst es so schön:
    Die drei wichtigsten Dinge bei einer Immobilie sind: Lage, Lage, Lage.

  4. #24

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    2.855

    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich hab das letztes Jahr auch gesehen. Anscheinened wohn' ich in Boomtown, Bayern. Entweder es ist k***teuer, oder noch viel teuerer, oder 60er Jahre-Tristesse, oder auf dem Kaff wo die beste Straße des Ortes die ist, die hinausführt. Ein glorifiziertes Reihenhaus das rechtlich eine ETW ist für 700T, na toll.
    Willkommen in München :-)

    Zitat Zitat von DaisyDuke Beitrag anzeigen
    Einzugsgebiet Frankfurt (immerhin noch 60 km entfernt) - hier werden nur noch Neubauten im Luxussegment gebaut (Mehrfamilienhäuser) und die Alten die dann da einziehen, verscherbeln ihr Häuser überteuert, damit sie sich die altersgerechteren Luxuswohnungen leisten können.
    Was einem da angeboten wird für teuer Geld - (zu) große Grundstücke, energiefressende Häuser mit fehlender Dämmung, sanierungsbedürftiges Dach und Heizung.

    Mit Autobahnanbindung hat jedes Kaff dann direkt Preise wie der direkte Speckgürtel.
    Danke für die Freundlichkeit. Ich gehöre wohl auch dazu, will grad nichts kaufen, aber biete ein ähnliches Haus in guter Lage an. Ich hatte schon viele Interessenten, die mir aber viel weniger zahlen wollten, als ich haben möchte. So ist es eben beim Kaufen und Verkaufen. Ich brauche das Geld grad nicht. Wenn ich also nicht annähernd den vorgesehenen Preis bekomme, behalte ich es eben und warte ab. Zinsen fürs Geld gibt es eh keine, andere Immobilien sind auch teuer und mit 900 qm Grund nahe der S-Bahn zu einer Großstadt kann ich warten.

    Ein Kaufinteressent hat mir das wie DaisyDuke mal erklärt, es wäre doch auch für mich schön, wenn ich das Haus günstig an eine junge Familie verkaufen würde, die dann da wohnen könnte. Für sie wäre es ein Traum, nur bezahlen wollte er ganz wenig, obwohl er wirklich gut verdient.
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
    Geändert von Didi50 (24.02.2013 um 13:51 Uhr)

  5. #25
    DaisyDuke
    gelöscht

    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Zitat Zitat von Didi50 Beitrag anzeigen
    Danke für die Freundlichkeit. Ich gehöre wohl auch dazu, will grad nichts kaufen, aber biete ein ähnliches Haus in guter Lage an. Ich hatte schon viele Interessenten, die mir aber viel weniger zahlen wollten, als ich haben möchte. So ist es eben beim Kaufen und Verkaufen. Ich brauche das Geld grad nicht. Wenn ich also nicht annähernd den vorgesehenen Preis bekomme, behalte ich es eben und warte ab. Zinsen fürs Geld gibt es eh keine, andere Immobilien sind auch teuer und mit 900 qm Grund nahe der S-Bahn zu einer Großstadt kann ich warten.

    Ein Kaufinteressent hat mir das wie DaisyDuke mal erklärt, es wäre doch auch für mich schön, wenn ich das Haus günstig an eine junge Familie verkaufen würde, die dann da wohnen könnte. Für sie wäre es ein Traum, nur bezahlen wollte er ganz wenig, obwohl er wirklich gut verdient.
    Ich kenne natürlich dein Verkaufsobjekt nicht und auch nicht deine Preisvorstellung.
    Ich habe hier festgestellt, dass die Verkaufspreise für den Standard, den sie bieten, einfach überzogen sind.
    Und dass die Vorstellungen, welche Gehälter heute verdient werden und welche Lebenshaltungskosten für eine junge Familie anfallen, auch weit weg von realitätsnah sind.
    Da gibt es einfach gravierende Unterschiede zwischen den Generationen, der von den älteren (das "Alte" war nicht negativ gemeint, sorry dafür ) einfach nicht gesehen wird.
    Und mit Mildtätigkeit ("an junge Familie verkaufen") hat das nicht einmal etwas zu tun.

    Mein Vater bspw. hat mehr Rente zur Verfügung, als eine Durchschnittfamilie an Einkommen hat. Der schüttelt ungläubig den Kopf wenn er hört, was ein Akademiker zum Teil nach Hause bringt.
    Geändert von DaisyDuke (24.02.2013 um 14:29 Uhr)

  6. #26

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    80

    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Ja, ich kenne den Frust über den wahnsinnigen Immobilienmarkt.
    Hab ein halbes Jahr im Münchner Umland nach einem Haus gesucht.
    Immer waren andere schneller (zugesagt nach wenigen Minuten) oder haben mehr geboten oder es waren Häuser an Hauptstraßen, die keiner wollte.
    Bei vielen Häusern, die ich beichtigt habe, habe ich nach einem Tag zugesagt und immer waren sie bereits weg.

    Im November dann der Durchbruch. Hab in der Nacht noch einen Makler angerufen, der gerade ein Haus in den immoscout gesetzt hatte. Diesmal war ich die Erste, die das Haus besichtigen konnte und ich hab es sofort gekauft, ohne noch eine Nacht darüber zu schlafen. Die Familien, die das Haus noch am gleichen Tag besichtigt haben, wollten es auch kaufen.
    Da ich die erste Anruferin war, hab ich die Zusage bekommen.

    Bis heute kann ich mein Glück nicht fassen. Eigentlich sollte das Haus für 1400 € vermietet werden, aber es war wohl für die meisten zu teuer. Deshalb ist das Haus auch absolut frisch gestrichen, sehr gepflegt, so dass ich nichts machen musste.

    Ich kann nur raten, in allen Immoscouts angemeldet zu sein und bei allen Banken und Makler sich auf die Liste setzen zu lassen. Ich hab permanent die Anzeigen durchgeschaut, mehrmals am Tag, auch nachts.

  7. #27

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    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Zitat Zitat von Didi50 Beitrag anzeigen
    Ein Kaufinteressent hat mir das wie DaisyDuke mal erklärt, es wäre doch auch für mich schön, wenn ich das Haus günstig an eine junge Familie verkaufen würde, die dann da wohnen könnte. Für sie wäre es ein Traum, nur bezahlen wollte er ganz wenig, obwohl er wirklich gut verdient.
    Das hörte ich auch mal von Seiten der Politik. Die meisten Häuser wären für die Alten ohnehin zu groß, sie sollen sich doch freuen, wenn sie soviel Erlös bekommen um eine schöne ET-Wohnung zu kaufen und dann Platz für junge Familien machen, die sich über ein großes, preiswertes Haus freuen.
    Das macht man, wenn es sich um die eigenen Kinder handelt, aber den Immobilienmarkt durch solche Vorschläge entschärfen zu wollen, ist mehr als naiv.
    Zitat Zitat von Shorewood Beitrag anzeigen
    Diesmal war ich die Erste, die das Haus besichtigen konnte und ich hab es sofort gekauft, ohne noch eine Nacht darüber zu schlafen.
    Das ist natürlich verrückt. Denn eigentlich sollte man ein Haus schon sehr genau und ausführlich ansehen können und eine Weile überlegen, bevor man so viel Geld ausgibt.
    Geändert von visual (24.02.2013 um 16:57 Uhr)

  8. #28
    DaisyDuke
    gelöscht

    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Zitat Zitat von visual Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich verrückt. Denn eigentlich sollte man ein Haus schon sehr genau und ausführlich ansehen können und eine Weile überlegen, bevor man so viel Geld ausgibt.
    Sehe ich auch so. Bei so einem Käuferverhalten noch sagen, dass es keine Spekulations- und Immoblienblase gibt, halte ich für absurd.

    Übrigens habe ich den Eindruck, dass ich hier falsch interpretiert werde. Es geht nicht um Wohltätigkeit, sondern um vernünftige Preise. Die überteuerten Häuser, von denen ich sprach, gehen schließlich nicht weg, die sind seit Monaten in den einschlägigen Börsen zu finden.
    Das Problem ist hier aber, dass ältere Menschen in diesen Häusern wohnen und gleichzeitig so gut wie alle neuen Mehrfamilienhäuser als Wohnungen im altersgerechten Luxussegment angesiedelt sind. Da sind junge Familien mit Kindern einfach unerwünscht.
    Also wohin mit ihnen?

  9. #29

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    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Zitat Zitat von DaisyDuke Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um Wohltätigkeit, sondern um vernünftige Preise.
    Sicher, aber für diese Preise können die Älteren nichts. Wenn sie ihr Haus verkaufen, um eine Wohnung zu erwerben, haben sie es ebenfalls mit diesen überhitzten Preisen zu tun. Verlangen sie nicht die marktüblichen Preise, verlieren sie eine Menge Geld. Das kann keiner verlangen.

    Natürlich ist es für junge Familien hart. Aber wenn die Nachfrage in einer Stadt so stark ist, treibt das die Preise hoch. Das war in München schon vor Jahrzehnten so. Auch damals konnten junge Familien nur dann bauen oder ein Haus kaufen, wenn sie sich stark verschuldeten. Der einzige Vorteil: Man konnte sein Haus sehr gut wieder verkaufen.
    Geändert von visual (24.02.2013 um 20:04 Uhr)

  10. #30

    Registriert seit
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    AW: Frust über die Situation auf dem Immobilienmarkt

    Das ist natürlich verrückt. Denn eigentlich sollte man ein Haus schon sehr genau und ausführlich ansehen können und eine Weile überlegen, bevor man so viel Geld ausgibt.

    Es ist leider absolut unrealistisch zu meinen, man könne hier in München bzw. Umland das Haus genauer ansehen bzw. nochmals drüber schlafen. Keine Chance dann ein Haus zu bekommen. Die Makler spielen das Spiel mit und verdienen sich eine goldene Nase > bekommen hier 3,58 % Provision vom Verkaufspreis.
    Tausende Euros für ein bisschen Arbeit.

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