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  1. Registriert seit
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    Miteigentümer klagt gegen Beschluss der Eigentümerversammlung, wie gehts weiter?

    Bei der letzten Eigentümerversammlung wurde nach heftiger und strittiger Diskussion, die seit 3 Jahren läuft, die Wärmedämmung der Aussenwände beschlossen. Einer der Miteigentümer hat nun dagegen Klage eingereicht. Unsere Hausverwaltung (die sind ziemlich unbeholfen, werden aber leider nicht ausgewechselt) informiert uns (mich) nur unzureichend.

    Wie geht das jetzt weiter? Welche Kosten können auf mich zukommen? Hattet ihr schon mal den Fall und was habt ihr gemacht?
    Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe

  2. Avatar von marylin
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    AW: Miteigentümer klagt gegen Beschluss der Eigentümerversammlung, wie gehts weiter?

    Ob die Klage überhaupt Aussicht auf Erfolg hat, ist zweifelhaft. Zwar finden sich schnell Formfehler (nicht fristgerecht eingeladen, keine Belehrung zw. Beschluss ohne vollzählig anwesende Stimmberechtigte u. v. m.) aber häufig entscheiden Gerichte, dass der Beschluss trotzudem gültig ist, weil z. B. die eine Gegenstimme des Klägers nichts am Beschluss geändert hätte. Ganz anders sieht das bei Maßnahmen aus, die nur der Verschönerung bzw. Luxussanierung dient.
    Letztendlich muss der Versammlungsleiter (Verwalter?) tätig werden. Er muss die ordnungsgemäße Durchführung der WEG-Versammlung nachweisen. Sind Rechtsstreitigkeiten anhängig, müsste er die Eigentümer eigentlich schnell informieren.
    Dazu kannst du auch im WEG-Gesetz nachlesen, ich glaube § 20 ff - da sollten die Pflichten des Verwalters drin stehen, weiterhin auch, wie eine WEG-Versammlung ordnungsgemäß durchgeführt wird.

    Verliert der Kläger, hast du mit den Gerichtskosten ja nix zu tun. Ich weis aber nicht, ob die Kosten auf die WEG umgelegt werden können, wenn er Recht bekommt. Die Kosten für die Wärmedämmung werden ja sicher aus den Rücklagen bezahlt?

    Das sind aber alles Dinge, die der Verwalter dir schnell beantworten können sollte!
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  3. Avatar von Lachattenoire
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    AW: Miteigentümer klagt gegen Beschluss der Eigentümerversammlung, wie gehts weiter?

    nach der novellierung des WEG hat sich einiges geändert.
    wenn dein verwalter nicht in der lage zu sein scheint, ordentlich die angelegenheit abzuwickeln, ist der beirat gerfordert.

    zur anfechtungsklage hier einiges zum nachlesen


    lachattenoire

  4. Avatar von Fourthhandaccount
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    AW: Miteigentümer klagt gegen Beschluss der Eigentümerversammlung, wie gehts weiter?

    Ich bin bei Eigentumswohnungen nicht ganz firm, aber ist es nicht so, dass im Vertrag etwas darüber steht (stehen sollte), ob Beschlüsse einstimmig sein müssen, um in Kraft zu treten?
    Mein Kater häkelt. Ich zu ihm: Lass das, der Pullover ist schon gestrickt. Er: Doofer Blick.

  5. Avatar von Lachattenoire
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    AW: Miteigentümer klagt gegen Beschluss der Eigentümerversammlung, wie gehts weiter?

    Ich bin bei Eigentumswohnungen nicht ganz firm, aber ist es nicht so, dass im Vertrag etwas darüber steht (stehen sollte), ob Beschlüsse einstimmig sein müssen, um in Kraft zu treten?

    das kann man so pauschal nicht sagen.
    einstimmig wird hauptsächlich bei veränderungen an der teilungerklärung verlangt, bei anderen beschlüssen gilt die mehrheit (auch in der teilungerklärung geregelt, welche mehrheit, die der miteigentumsanteile oder der erwerber). einzelene besondere beschlüsse sind nur mit qualifizierter mehrheit zu erreichen (findet man widerum im WEG).

    in diesem fall ging es ja um einen per mehrheit beschlossenen fakt, aber einer der miteigentümer ficht nun diesen beschluss an. sein gutes recht, das geht nur über die anfechtungsklage und hierbei entsprechen den rechtlichen vorgaben lt. WEG.

    lachattenoire

  6. Avatar von Lachattenoire
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    AW: Miteigentümer klagt gegen Beschluss der Eigentümerversammlung, wie gehts weiter?

    [quote]......Unsere Hausverwaltung (die sind ziemlich unbeholfen, werden aber leider nicht ausgewechselt) informiert uns (mich) nur unzureichend.]/quote]

    hallo didi,
    wie steht euer beirat zur verwaltung?
    wie sehen das die anderen eigentümer?
    mit mehrheitsbeschluss ist ein wechsel jederzeit möglich, warum geschieht da nichts?
    per verwaltervertrag und lt. WEG ist dieser an gewisse pflichten gebunden, fordert die ein .
    selbst ohne zustimmung des beirates könnt ihr gegen einen verwalter an, s.WEG.

    ich denke, gerade bei einem großen projekt, wie fassadenabhängung solltet ihr euch auf euren verwalter verlassen können.(ausschreibung, vergabe, bauaufsicht).

    lachattenoire


  7. Registriert seit
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    AW: Miteigentümer klagt gegen Beschluss der Eigentümerversammlung, wie gehts weiter?

    Zitat Zitat von Lachattenoire Beitrag anzeigen
    hallo didi,
    wie steht euer beirat zur verwaltung?
    wie sehen das die anderen eigentümer?
    mit mehrheitsbeschluss ist ein wechsel jederzeit möglich, warum geschieht da nichts?
    per verwaltervertrag und lt. WEG ist dieser an gewisse pflichten gebunden, fordert die ein .
    selbst ohne zustimmung des beirates könnt ihr gegen einen verwalter an, s.WEG.

    ich denke, gerade bei einem großen projekt, wie fassadenabhängung solltet ihr euch auf euren verwalter verlassen können.(ausschreibung, vergabe, bauaufsicht).

    lachattenoire
    Ich wohne nicht in der Anlage und mach mich grad kundig, wer im Beirat sitzt und was die dazu meinen. Die Eigentümergemeinschaft ist ziemlich zerstritten und der Beschluss kam nach ätzend langer Diskussion mit nicht allzuhoher Mehrheit zustande. Ich würde den Verwalter wechseln, es gibt bessere. Die Hausgemeinschaft hat aber schon 2x Verwalter gewechselt (wie gesagt, die Versammlungen sind ätzend) und hat Angst, dass sie keinen Verwalter mehr finden.

    Ich habe noch weitere vermietete Wohnungen, bei denen ist alles ganz wunderbar. Diese Wohnung möchte ich nicht verkaufen, da das Haus sehr schön ist und die Lage und die Wohnung einfach super.
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