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  1. #1
    wildcat60
    gelöscht

    Frage Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Ich habe aufgrund des Testaments meiner Halbschwester die Hälfte eines Grundstückes erhalten. Die andere Hälfte des Grundstücks gehört mir bereits und ich bin auch im Grundbuch zur Hälfte eingetragen, die andere Hälfte gehört lt. Grundbuch meinem verstorbenen Bruder.

    Der Erbe meiner verstorbenen Halbschwester, ihr Ehemann, hat bisher nichts unternommen und ich habe auch keinen Kontakt zu ihm.

    Wie muss ich vorgehen, damit ich im Grundbuch als Alleineigentümerin eingetragen werde. Das Nachlassgericht scheint hier nicht zuständig zu sein.

    Gibt es eine Möglichkeit Kosten etc. zu sparen?

    Über Tipps, Ratschläge, Erfahrungen und Hinweise bin ich Euch sehr dankbar.

    Herzliche Grüße

    wildcat60

  2. #2
    Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    10.169

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Also irgendwie verstehe ich hier was nicht!

    Du brauchst vom Nachlassgericht den Erbschein, dann einen Notar, der die Grundstücksübertragung veranlasst und beglaubigt.

    Oder irre ich mich hier?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  3. #3

    Registriert seit
    12.01.2007
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    6.361

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Also irgendwie verstehe ich hier was nicht!

    Du brauchst vom Nachlassgericht den Erbschein, dann einen Notar, der die Grundstücksübertragung veranlasst und beglaubigt.

    Oder irre ich mich hier?
    Den Erbschein bekommt meines Wissens der Ehemann, der Erbe ist.

    Dieser ist verpflichtet, das Vermächtnis einzuräumen.

    Da ich aber nicht genau Bescheid weiß, hab ich lieber nix geschrieben.

  4. #4
    wildcat60
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Lieber Ophelius,

    ich verstehe es auch nicht und habe deswegen schon eine regen E-Mail-Austausch mit dem Rechtspfleger und so weiter hinter mir.

    Also ich bin nicht der Alleinerbe meiner Halbschwester, dies ist ihr Ehemann.

    Im Testament meiner Halbschwester sind mehrere Vermächtnisse niedergelegt. Ich erhalte die Haushälfte (so wortwörtlich) des Anwesens, von dem ich bereits die andere Hälfte besitze.

    Erbschein erhalte und brauche ich deshalb meines Wissens nicht.

    Ganz herzlichen Dank und liebe Grüße

    wildcat60

  5. #5
    nurgutes
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Liegt Dir denn das Testament vor und bist Du sicher, dass es das letzte ist?

  6. #6
    wildcat60
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Liebe nurgutes,

    ja - das Testament wurde mir in Kopie vom zuständigen Amtsgericht übersandt und es ist das Letzte, da einige Tage vor Ihrem Tod von meiner Halbschwester verfasst.

    Besten Dank auch an angie2 für Deinen Beitrag - Du weißt doch überall Bescheid!

    wildcat60

  7. #7

    Registriert seit
    09.05.2010
    Beiträge
    1.889

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Hallo Wildcat,

    rechtlich gesehen gibt es einen Unterschied zwischen Erbe und Vermächtnis.

    Wurde dir per Testament etwas vermacht, ist dein Ansprechpartner der im Testament genannte Erbe. Er ist verpflichtet dafür zu sorgen, dass das Vermächtnis verteilt/zugeteilt wird. Das Amtsgericht kann da leider nichts unternehmen.

    Kontaktiere den Ehemann (Erbe) und besprich mit ihm das weitere Vorgehen.

    Gruß
    Drahtseilakt
    a
    Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind günstig. (Seneca)

  8. #8
    wildcat60
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Lieber Drahtseilakt,

    herzlichen Dank für Deine ausführliche Erläuterung.

    Darf ich noch eine Frage nachschieben. Ich habe mich mit dem Rechtspfleger schon ziemlich gezofft, weil meine Halbschwester nicht im Grundbuch eingetragen ist. Der Rechtspfleger behauptet, dies sei auch nicht notwendig.

    Meine Rechtsanwältin sagte mir genau das Gegenteil. Jeder Besitzer müsste aufgeführt werden - auch wenn er bereits verstorben sei.

    Wenn dem so ist, muss dies dann ihr Ehemann veranlassen?

    Da ich einen Verkauf ins Auge fasse und schon einigen Maklern das Anwesen gezeigt habe, kann ich aber sicher nicht den Auftrag erteilen, wenn das Grundbuch unrichtig ist?

    Schöne Grüße von einer ziemlich ratlosen

    wildcat60

  9. #9

    Registriert seit
    09.05.2010
    Beiträge
    1.889

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Ich bin keine Juristin, kann dir daher auf die Grundbuchfrage keine Antwort geben.

    Bevor ich an einen Verkauf dächte, würde ich erst die Eigentumsfrage abwarten und klären. Dazu würde ich mich auf jeden Fall mit dem Erben zusammensetzen, ihn persönlich kontaktieren und nicht gleich mit dem Anwalt ins Haus fallen. Parallel dazu scheint mir der anwaltliche Rat für dich aber sehr notwendig.

    Am Besten wäre, wenn ihr gemeinsam - der Ehemann und du- dich Sache versucht zu klären. Als Erbe ist es auf jeden Fall seine Pflicht, die Übergabe des Vermächtnisses zu veranlassen. ER muss sich kümmern, nimm ihn in die Pflicht.
    a
    Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind günstig. (Seneca)

  10. #10
    wildcat60
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Liebe Drahtseilakt,

    besten Dank für Deine Ratschläge.

    Ich habe meine Rechtsanwältin, die mich wegen meiner Scheidung usw. berät, nur in einer Erstberatung wegen der Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs befragt.

    Die Eigentumsfrage ist geklärt und mir ist schon bewusst, dass ich vor der Klärung des Grundbucheintraqs den Verkauf des Anwesens nicht einleiten kann.

    Zum Alleinerben, dem Ehemann besteht kein Kontakt. Er hat zwar bei der Anhörung des Amtsgerichts, bei der ich nicht geladen war, einen Antrag auf Grundbuchberichtigung gestellt, welchen das Amtsgericht aber bisher nicht ausgeführt hat. Ich liege seitdem im Clinch mit dem Amtsgericht und laufe ständig mit dem Kopf gegen die Wand, obwohl ich mich bereits schriftlich an den dortigen Direktor gewandt habe.

    Die E-Mails des Rechtspflegers und das Antwortschreiben des dortigen Direktors enthalten ziemliche Ungereimheiten und Widersprüche und auch einen gravierenden Fehler.

    Mir reicht es jetzt mit den Ausflüchten und der allgemeinen Untätigkeit.

    Schöne Grüße

    wildcat60
    Geändert von wildcat60 (29.12.2012 um 19:01 Uhr)

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