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  1. #11

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    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Ohje, hört sich nach Nervenkrieg an.

    Nach meinem Verständnis und Wissen hast du dich bisher mit den falschen Leuten auseinandergesetzt. Gericht und Rechtsanwältin sollten dir sagen, dass nur der Erbe dir weiterhelfen kann. Notfalls kannst auch gerichtlich deine Ansprüche gegen IHN geltend machen. Nochmal: nicht das Gericht kann dir weiterhelfen, sondern der Erbe muss das regeln/klären und dir das Vermächtnis "geben". Einen anderen Weg als der Kontakt zum Erbe gibt es nicht. (Wahrscheinlich deshalb auch das "Granit" des Gerichtes...)

    Ich musste mich in einer Vermächtnissache auch erstmal kundig machen und mir blieb leider auch nur der Weg über den Erben, andere Parteien (Gericht, etc) konnten mir nicht weiterhelfen. Der Erbe hat sich dann gekümmert. Hätte er das nicht getan, hätte ich ihn auf "Herausgabe" des Vermächtnis verklagen können.
    a
    Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind günstig. (Seneca)

  2. #12

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    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Das Vermächtnis besteht gemäß § 1939 BGB in der Zuwendung eines Vermögensvorteils aus dem Nachlass an den Bedachten (Vermächtnisnehmer).

    Gegenstand eines Vermächtnisses kann die Zuwendung von Vermögenswerten sein, wie Sachen, Geld, Forderungen, Wohnrechten, oder von Handlungen (Tun oder Unterlassen) des Beschwerten, also auch von Dienstleistungen oder dem Erlass einer Forderung.

    Allerdings erwirbt beim Vermächtnis der Bedachte den vermachten Vermögensvorteil nicht von selbst (ein solches sogenanntes Vindikationslegat kennt das deutsche Recht nicht). Vielmehr erwirbt der Bedachte nur einen schuldrechtlichen Anspruch auf Verschaffung des Zugewendeten (sogenanntes Damnationslegat), also das Recht, die Erfüllung dieses Anspruchs von dem mit dem Vermächtnis Beschwerten zu fordern (§ 2174 BGB), zumeist der/die Erbe/n.

    Mit dem Vermächtnis beschwert ist derjenige, der nach dem Willen des Erblassers den Anspruch des Vermächtnisnehmers aus dem Nachlass erfüllen soll, also meist der Erbe oder mehrere Erben. Es kann aber auch ein anderer Vermächtnisnehmer seinerseits mit einem Vermächtnis (sogenanntes Untervermächtnis) beschwert werden (§ 2147 BGB).

    Dadurch, dass das Vermächtnis nur einen Anspruch begründet, der erst vom Beschwerten erfüllt werden muss, unterscheidet es sich von der Erbeinsetzung, bei der mit dem Tod des Erblassers dessen Vermögen von selbst auf den Erben oder eine Mehrheit von Erben übergeht (sogenannte Gesamtrechtsnachfolge).
    Wiki
    Hervorhebung durch mich.
    a
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  3. #13
    wildcat60
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Lieber Drahtseilakt,

    nochmals ganz lieben Dank für Deine Ausführungen. Es hört sich nicht nur danach an, es ist Nervenkrieg und zwar ins Reinstform! Und Du kennst die Vorgeschichte nicht! Nur soviel - der Erbe, von Beruf Architekt, hat noch zu Lebzeiten seiner Ehefrau, den Wert des Anwesens auf 0 gesetzt usw.

    Mit dem Finanzamt führe ich deshalb nette Diskussionen.

    Ich werde jetzt so verfahren, dass ich mich mit einem Notar meines Vertrauens in Verbindung setze und ihm den "Fall" übergebe. Soweit ich mittlerweile recherchiert habe, muss ein notarieller Vermächtniserfüllungsvertrag gemacht werden.

    Ich gebe mich mit dem Erben nicht mehr persönlich ab.

    Grüßle

    wildcat60

  4. #14
    Avatar von Sandra71
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    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Zitat Zitat von wildcat60 Beitrag anzeigen
    Ich habe meine Rechtsanwältin, die mich wegen meiner Scheidung usw. berät, nur in einer Erstberatung wegen der Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs befragt.
    Ich denke, mit einem Erbrechtler wärst du in dieser Angelegenheit wesentlich besser beraten...Anwalt ist ja bekanntlich nicht = Anwalt.

    mir ist schon bewusst, dass ich vor der Klärung des Grundbucheintraqs den Verkauf des Anwesens nicht einleiten kann.
    Das ist korrekt.

    Zum Alleinerben, dem Ehemann besteht kein Kontakt.
    Ich würde dir -wie gesagt- empfehlen, dich an einen Fachanwalt für Erbrecht zu wenden, zumindest zwecks Beratung. Ein Anwalt, der nicht auf Erbrecht spezialisiert ist, wird dir vermutlich nicht wirklich weiterhelfen können...
    Theorie ist, wenn man weiß wie es geht und nichts funktioniert - Praxis ist, wenn alles klappt und keiner weiß warum.

  5. #15
    wildcat60
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Liebe Sandra71,

    vielen herzlichen Dank für Deinen Beitrag.

    [QUOTE=Sandra71;20012596]Ich denke, mit einem Erbrechtler wärst du in dieser Angelegenheit wesentlich besser beraten...Anwalt ist ja bekanntlich nicht = Anwalt.

    Meine Scheidungsanwältin ist auch auf Erbrecht spezialisiert. Ich habe sie mir u. a. unter diesen beiden Gesichtspunkten - Familien- und Erbrecht - ausgewählt. Weil ich schon vorausgeahnt habe, dass ich jemand benötige, der sich auf beiden Rechtsgebieten sehr gut auskennen sollte - auch schon wegen der Verzahnung meiner Erbsache mit der Scheidung bzw. dem Zugewinnausgleich etc.

    Lieben Gruß

    wildcat60

  6. #16
    mkr
    mkr ist gerade online
    VIP Avatar von mkr
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    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Wenn ich richtig informiert bin, dann muß der Vermächtnisnehmer, also du, dem Erben mitteilen, dass er das Vermächtnis annimmt. Der Erbe ist nicht verpflichtet von sich aus auf dich zuzukommen (außer es gäbe im Testament noch bestimmte Regelungen dazu). Für die Annahme gibt es Fristen.
    Es ist gut, wenn du dich an deine Anwältin wendest.
    Grüßlis
    mkr

    ________________________________

  7. #17
    Avatar von silberpfeil
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    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Zitat Zitat von mkr Beitrag anzeigen
    Wenn ich richtig informiert bin, dann muß der Vermächtnisnehmer, also du, dem Erben mitteilen, dass er das Vermächtnis annimmt. Der Erbe ist nicht verpflichtet von sich aus auf dich zuzukommen (außer es gäbe im Testament noch bestimmte Regelungen dazu). Für die Annahme gibt es Fristen.
    Es ist gut, wenn du dich an deine Anwältin wendest.
    so sehe ich es auch!!!!!!!!!!!!

    Und wenn deine Anwältin auf Erbrecht spezialisiert ist - dann soll sie entlich was für ihr Geld tun -
    Den Notar brauchst du spätestens bei der Umschreibung des Grundbuches....

    Ich schätze du hast mit dem Finanzamt Huttelei -bzgl. Erbschaftssteuer???
    Habe die KRAFT,zu ändern, was nicht mehr länger zu ertragen ist;
    die GELASSENHEIT, alles dass hinzunehmen, was nicht zu ändern ist, und die WEISHEIT, das eine vom anderen zu unterscheiden

  8. #18
    wildcat60
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Liebe mkr, liebe(r) silberpfeil,

    ich danke Euch herzlich für Eure Beiträge und Hinweise.

    Allen hier ein gutes neues Jahr 2013

    Ich wurde damals vom Nachlassgericht über die Testamentseröffnung informiert. Da ich nicht innerhalb einer Frist von zwei Wochen Einwände gegen das Testament erhoben habe, gilt es mit den darin getroffenen Vermächtnisanordnungen als angenommen. Diese Annahme könnte man zwar lt. meiner Rechtsanwältin auch unter bestimmten Voraussetzungen widerrufen.

    Meine Rechtsanwältin hat - außer dass sie für diese doch sehr kurze Erstberatung 226,10 EUR kassiert hat - nichts unternommen, weil sie sagte, wegen der Umschreibung im Grundbuch wäre der Notar zuständig!

    Das Hauptproblem ist der Alleinerbe meiner Halbschwester, da ich keinen Kontakt von meiner Seite wünsche und er auf die Aufforderung des Grundbuchamtes einfach nicht reagiert.

    Mit dem Grundbuchamt habe ich bereits einen wochenlangen E-Mail-Kleinkrieg geführt - aber die wollen oder können keinen Druck auf den Erben ausüben. Man hat ihm einen Antrag oder Formular zur Grundbuchberichtigung vor Monaten zugeschickt, aber er gibt diesen nicht ab.

    Wie auch immer - die erste Tat zum Abbau von meinen Altlasten im neuen Jahr ist schon vollbracht! Ich habe heute vormittag alle mir vorliegenden Unterlagen und den gesamten E-Mail-Schriftverkehr mit dem zuständigen Rechtspfleger und Konsorten mit einem langen und erklärenden Schreiben an den Notar meines Vertrauens abgesandt - 425 g schwer - heftig.

    Und den Notar meines Vertrauens hatte ich schon vor drei Wochen telefonisch und per E-Mail kontaktiert. Er tut mir leid, wenn er den ganzen Schriftverkehr mit dem Grundbuchamt und deren widersprüchliche Aussagen und Datenangaben, wann sie angeblich was unternommen haben etc. lesen muss. Sie Und haben z. B. das Todesdatum meiner Schwester vorverlegt (kaum zu glauben, aber wahr!!!) ... ich vermute, um ihre Schlamperei zu kaschieren ...

    Und am 30.12.2012 habe ich nochmals dem Rechtspfleger und dem Direktor eine E-Mail mit der Bitte um Mitteilung des aktuellen Sachstands geschickt. Im Übrigen müsste der Notar das Grundbuch online einsehen können.

    Dem Notar vertraue ich - der setzt dem Erben jetzt die Pistole aus die Brust!

    Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie die Chose weitergeht!

    wildcat60
    Geändert von wildcat60 (01.01.2013 um 13:38 Uhr)

  9. #19

    Registriert seit
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    338

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    bist du dir überhaupt sicher, dass dir deine halbschwester die haushälfte vererben kann? immerhin steht sie nicht im grundbuch!

  10. #20
    wildcat60
    gelöscht

    AW: Grundstück - Vorgehen bei Durchsetzung des Vermächtnisanspruchs

    Liebe Zuzan,

    vielen Dank für Deinen Beitrag.

    Ja, bin ich mir sicher - hat mir meine Rechtsanwältin versichert. Die Eintragung ins Grundbuch ist in den ersten zwei Jahren nach Erbfall kostenlos aber nicht zwingend vorgeschrieben. Gibt halt dann Probleme bei Verkauf oder Todesfall.

    Ich war nämlich selbst stark verunsichert, weil ich die Formulierung "Haushälfte" in meiner Panik nur auf das Haus selber bezogen habe und ensthaft gemeint habe, die Hälfte des Grundstücks würde an den Alleinerben fallen. "Haushälfte" ist ja auch eine sehr unklare und bescheuerte Formulierung - die rechte oder die linke Hälfte (von wo aus gesehen!), oben oder unten usw. - ich habe mich da echt phantasievoll reingesteigert!!!

    Servus

    wildcat60
    Geändert von wildcat60 (01.01.2013 um 16:52 Uhr)

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