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  1. #51

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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Wenn schon Rechenszenarien, dann sollte man auch einbeziehen, was Franka die für sie interessanten Lagebedingungen 'gefühlt' wert sind.
    Ideale Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel, Einzelhandel im Haus, zentrale Lage.
    Und der Schnitt gefällt ihr wohl auch sehr gut bei der Wohnung.

    Was hilft es ihr, wenn sie eine qualitativ hochwertigere, preiswertere Wohnung findet, aber sie im Winter im Schneesturm erst Mal zehn Minuten zum Bus latschen muss, der dann alle zwanzig Minuten fährt. Jeden Tag.
    Oder der nächste Supermarkt einen Kilometer weg ist.

    Das muss man schon für sich beziffern und sich fragen, was einem das in Geld wert ist.
    Franka sucht ja wohl schon lange und dürfte einen ziemlichen Überblick darüber haben, was an ihrem Ort in welcher Lage für welches Geld zu bekommen ist.

    Mein Freund wusste, als er sich seine Wohnung kaufte, dass er 98% aller in seinem Alltag anfallenden Wege mit den Öffentlichen oder zu Fuß zurücklegen würde und vielleicht 2% mit dem Fahrrad.

    Also hat er sich gezielt eine Wohnung an einer Stelle gesucht, wo mehrere öffentliche Verkehrsachsen zusammenlaufen, wo der Einzelhandel in unmittelbarer Nähe ist und die trotzdem sehr ruhig in einer Seitenstraße liegt und die hell und gut geschnitten ist.
    Das war ihm einen deutlichen Mehrpreis wert gegenüber Wohnungen mit nicht so perfekt auf ihn zugeschnittenen Lageeigenschaften.
    Wenn man ihn heute danach fragte, dann käme ganz sicher die Antwort, dass sich die damalige Mehrinvestition für ihn lebensalltagstechnisch längst amortisiert hat.

    Ich weiß nicht, was Franka sowas wert ist, aber eine Summe x für erhöhte Lebensqualität im ganzjährigen, vermutlich auch langjährigen Alltag würde ich durchaus ansetzen.

  2. #52
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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von Franka2012 Beitrag anzeigen
    Was meinst du jetzt rein rechnerisch unterm Strich?
    Ich meine, daß ich große Vorbehalte hätte, mit Leuten Gemeinschaftseigentum zu haben, die ihr Eigentum verkommen lassen. So was hatte ich in einer WG, und das macht keinen Spaß.

    Wenn die bisherigen Eigentümer praktisch Brandrodungswirtschaft betrieben haben, erklärt das auch, daß sie jetzt die Wohnungen zu unter 1000 Eu den qm verramschen... Immerhin, bei geänderter Nutzung besteht eine Chance, daß sich was ändert.

    Ich schätze die Wohnung auch mit dem hohen Hausgeld als sehr günstig ein, um so mehr, wenn dir die Nachteile, die den Preis drücken, bekannt sind und du damit gut leben kannst. Trotzdem würde ich die Finanzplanung so einrichten, daß ich eine Ausstiegsstrategie habe.

    Der Vergleich mit einem doppelt so großen EFH ist jetzt kaum brauchbar... Ich erinnere mich, mir mal ein 220qm-Haus mit 20T qm Grund angeguckt zu haben, kostete 120T DM, war aber auch nicht mehr wert.

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    was nutzt mir, wenn irgendwo das Wohnen billiger ist...
    Kollege von mir wohnt im Wilden Osten, pendelt jede Woche 500 km und lebt in einem möblierten Zimmer. Frau und Kinder wollten ein Eigenheim und großen Garten...

    Bei Muttern haben wir auch noch die Fenster von 1977 drin. Holzrahmen, Doppelverglasung. Ich bin mal mit Kerze und Thermometer durchs Zimmer, keine Zugluft, keine Kältebrücken, man könnte neidisch werden.
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  3. #53

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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von SignorinaLimoncella Beitrag anzeigen
    ..
    Das war ihm einen deutlichen Mehrpreis wert gegenüber Wohnungen mit nicht so perfekt auf ihn zugeschnittenen Lageeigenschaften...
    Mehrpreis auch in dem Sinne, dass die Nebenkosten höher sind, oder meinst du den reinen Kaufpreis?

    Weil in meinem Beispiel liegt der Kaufpreis UNTER Durchschnitt und das monatl. Hausgeld deutlich über Durchschnitt.

  4. #54

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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich meine, daß ich große Vorbehalte hätte, mit Leuten Gemeinschaftseigentum zu haben, die ihr Eigentum verkommen lassen. So was hatte ich in einer WG, und das macht keinen Spaß.

    Wenn die bisherigen Eigentümer praktisch Brandrodungswirtschaft betrieben haben, erklärt das auch, daß sie jetzt die Wohnungen zu unter 1000 Eu den qm verramschen... Immerhin, bei geänderter Nutzung besteht eine Chance, daß sich was ändert.
    Mindestens 14 Wohnungen waren 20 Jahre lang reine Mietswohnungen, teilweise immer noch, weil sie noch nicht alle verkauft sind. Da wurden zum Beispiel die Fensterinnenrahmen niemals gereinigt, das habe ich selber gesehen und war über den Dreck geschockt. Das Parkett weist auch stärkere Abnutzungen auf, als wenn es einem selber gehört, denke ich.
    Ich wohne fast 15 Jahre in meiner Wohnung, vor Einzug wurde das Parkett neu abgeschliffen und versiegelt, hier sieht man nach 15 Jahren kaum bis gar keine Abnutzungsspuren.
    Mieter gehen in der Regel anders mit den Wohnungen um. Und das wird sich schätzungsweise in Zukunft ändern, da wohl dann ausschließlich die Eigentümer selbst in den Wohnungen wohnen werden, hoffe ich.

    Ansonsten gibt es sicherlich Leute, die ihre Eigentumswohnungen, gerade was die Fenster betrifft, nicht so sehr pflegen und eher verkommen lassen. Aber woher soll ich das vorher wissen, wenn ich mich in eine Wohnungseigentümergemeinschaft einkaufe? Das ist doch immer ein Risiko, welches man eingehen muss.



    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich schätze die Wohnung auch mit dem hohen Hausgeld als sehr günstig ein, um so mehr, wenn dir die Nachteile, die den Preis drücken, bekannt sind und du damit gut leben kannst. Trotzdem würde ich die Finanzplanung so einrichten, daß ich eine Ausstiegsstrategie habe.

    ....
    Wie sieht bei dir eine Ausstiegsstretegie aus? Kann mir da nicht wirklich etwas drüber vorstellen? Meinst du einen Ausstieg/Verkauf vor Kreditablauf? Ich wähle eine Laufzeit von höchstens 15 Jahren, wunschgemäß nach 10 Jahren möchte ich komplett abbezahlt haben.

  5. #55

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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Sorry Franka - aber was soll das. ....

    Ich brauch mich von Dir nicht mit der Neiddebatte überziehen lassen.

    Antje
    Du hast mich sicherlich falsch verstanden, denn ich möchte dich in keinster Weise ärgern. Entschuldigung, wenn du es anders verstanden hast. Habe mich über deine Antworten sehr gefreut und sie helfen mir bei meiner Entscheidungsfindung sicher ein Stück weiter.

  6. #56
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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von Franka2012 Beitrag anzeigen
    Wie sieht bei dir eine Ausstiegsstretegie aus?
    Die Antworten auf:
    - Was tue ich, wenn die Nach- und Sonderzahlungen untragbar werden? Wie definiere ich untragbar?
    - Was tue ich, wenn es sich zeigt, daß ich aus nervlichen, gesunheitlichen, finanziellen oder ETG-gruppendynamischen Gründen nicht in der Wohnung leben kann?

    Das sind Fragen, die der Schadensbegrenzung dienen -- es gibt normalerweise keine guten Lösungen, nur schlechte (z.B. Privatinsolvenz) und weniger schlechte. Wie du sie beantwortest, hängt von vielen Variablen ab, deswegen kann das niemand anders für dich machen.
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  7. #57

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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Die Antworten auf:
    - Was tue ich, wenn die Nach- und Sonderzahlungen untragbar werden?....
    Habe ich auch schon überlegt, was ist, wenn das Hausgeld dann in 20 Jahren die 600 Euro Marke überschreitet und ich dann in einer Mietswohnung bis zum Tode günstiger lebe/gelebt hätte?

    Kannst du dir vorstellen, oder hast du schon einmal gehört, dass sowas extrem explodiert ist? Oder kennst du aus deinem Umfeld Beispiele, wo extrem hohe Sonderzahlungen fällig wurden, ohne dass man das vorher geahnt hat? Also alles über 5.000 Euro.

    Ich weiß, man muss mit wirklich allem rechnen. Man hat schon Pferde kotzen gesehen, oder wie sagt man so schön...

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    ETG-gruppendynamischen Gründen nicht in der Wohnung leben kann?

    ...
    Da habe ich auch schon dran gedacht. Bin ja grundsätzlich ein friedliebender Mensch. Aber weiß man, ob da nicht ein Typ mit im Haus wohnt, der einen später rausmobben will?

    Grundsätzlich glaub ich aber schon, dass man in diesem Wohnobjekt relativ anonym wohnen kann und seine Ruhe kriegt.

    Und dass man nicht ständig seinen Willen durchgesetzt kriegt bei Beschlussfassungen, das weiß man ja vorher.

  8. #58
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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von Franka2012 Beitrag anzeigen
    kennst du aus deinem Umfeld Beispiele, wo extrem hohe Sonderzahlungen fällig wurden, ohne dass man das vorher geahnt hat?
    Persönlich nur in einer Einfamilienhaussiedlung, da meine Famile zu "Haus oder Miete" tendiert. Was da gemacht wurde, war, so lange zu prozessieren bis das Geld zusammengekratzt war...
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  9. #59

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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Persönlich nur in einer Einfamilienhaussiedlung, da meine Famile zu "Haus oder Miete" tendiert. Was da gemacht wurde, war, so lange zu prozessieren bis das Geld zusammengekratzt war...
    Bei einem EFH kann ich mir das natürlich vorstellen, die Heizung fällt aus, ist irreparabel und muss sofort ausgetauscht werden. Da kommen dann schnell 20.000 Euro zusammen, die man dann haben muss.

    Aber bei einer ETW ist das doch eher unwahrscheinlich, dass man als Eigentümer so eine riesige Zahlung leisten muss, oder gibt es das auch?

    In meinem Fall sind das ja auch nicht gerade geringe Sanierungsmaßnahmen, die, wenn man das als komplette Einmalzahlung angesetzt hätte, auf 80qm ca. 6.800 Euro ausmachen würden. Und das nach 20 Jahren die erste Sonderzahlung.

    Wenn ich im Internet nach Wohnungen suche und Preise sehe, sagen die ja noch lange nichts über den eigentlichen Wert der Immobilie aus. Der Hintergrund ist da ja sehr entscheidend.
    Wie in meinem Fall. Günstiger Kaufpreis zuzüglich anstehnde Sanierungsarbeiten = normaler Preis.

    Hätte ich diese Wohnung ca. Oktober gekauft, dann hätte ich von diesen anstehenden Sanierungsmaßnahmen noch nichts gewusst weil es noch kein Protokoll darüber gab. Und wieso sollte mich dann jemand freiwillig darauf hinweisen? Das kann mir bei anderen Wohnungen so ergehen. Ich finde es grundsätzlich sehr schwierig
    sich im Vorfeld darüber zu informieren inwieweit das Objekt in Schuss ist.

  10. #60
    Avatar von Mailin
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    AW: Wie hoch darf das Hausgeld bei einer 85 qm ETW sein?

    Zitat Zitat von Franka2012 Beitrag anzeigen
    Kannst du dir vorstellen, oder hast du schon einmal gehört, dass sowas extrem explodiert ist? Oder kennst du aus deinem Umfeld Beispiele, wo extrem hohe Sonderzahlungen fällig wurden, ohne dass man das vorher geahnt hat? Also alles über 5.000 Euro.
    Doch, das gibt es. Ist bei mir in der Nachbarschaft gewesen. Bei einem ca. 20 Jahre alten 16 Familien Haus, bröckelte plötzlich die Fassade der Ostseite. Dies war mir Sicherheit ein Baumangel, aber zum einen war die Gewährleistung abgelaufen und zum anderen existierte die ausführende Baufirma nicht mehr, da insolvent. Kosequenz war, dass die gesamte Ostseite der Fassade erneuert werden musste. Wieviel das gekostet hat, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass damals saftige Sonderzahlungen erfolgten, die viele Eigentümer sich gar nicht leisten konnten und über Kredit finanazieren mussten.
    In der Mitte der Nacht beginnt ein neuer Tag!!

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