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  1. #1

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    Wohnrecht - laufende Kosten

    Hallo zusammen,

    vielleicht kennt sich ja von euch jemand aus Erfahrung damit aus.
    Das Haus gehört uns beiden Enkeln, die Oma hat aber im größten Teil des Hauses lebenslanges Wohnrecht. Jetzt ist sie in ein Pflegeheim gezogen, ihr Wohnbereich steht also leer.
    Nutzen können wir ihn nicht, da sie ja lebenslanges Wohnrecht hat und (theoretisch) auch wieder zurückkommen könnte.

    Was ist aber nun mit den laufenden Kosten, wie z.B. angemessenes Heizen (damit keine Schäden am Mauerwerk enstehen) und dem Sauberhalten der Wohnung von Spinnweben etc. ?
    Sind da wir Eigentümer in der Pflicht oder kann Omas Vermögen herangezogen werden?

  2. #2
    testo_in_chiaro
    gelöscht

    AW: Wohnrecht - laufende Kosten

    In Eurem Vertrag ist eine sogenannte "Regelungslücke". Du hättest das Recht, vor Gericht ggf. das Recht zur Vermietung zu erwirken, so eine Rückkehr der Großmutter nicht denkbar ist.

    Gibt es die Möglichkeit, dies innerhalb der Familie vernünftig zu regeln? Die Großmutter hat, solange sie Wohnrecht besitzt, die Pflicht, die Nebenkosten zu tragen. Da dies auf Dauer unvernünftig ist, würde ich versuchen, eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Hier wäre zu berücksichtigen, dass alte Menschen eine Heidenangst haben, aus ihrem Haus geschmissen zu werden.
    So könnte man, wenn ihr das Haus nutzen wollt, eine Einigung treffen, dass bei Rückkehr der alten Dame, sie wieder ihr Wohnrecht ausüben kann - unwahrscheinlich, aber würde wohl zur Beruhigung beitragen.

  3. #3

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    25

    AW: Wohnrecht - laufende Kosten

    Es geht mir gar nicht ums Vermieten oder Verklagen. Momentan ist eine Nutzung ohne größere Investitionen gar nicht möglich, da alles schon sehr abgewohnt ist. Es kann ruhig eine Weile so leer stehen bleiben.

    Hauptsächlich geht es mir darum, dass man die Wohnung im Winter zumindest etwas beheizen sollte und geht bei dem Altbau schon ins Geld. Und wenn zwei Wochen niemand mehr kehrt, sind schon mindestens wieder zehn Spinnen zu finden.

    Im Notarvertrag ist leider nichts geregelt, wer die Nebenkosten zu tragen hat. Bisher hat es natürlich immer die Oma getan.

    Aber eigentlich hast du Recht, in mittlerer Zukunft könnte man innerhalb der Familie bestimmt eine Lösung finden, wenn eine Nutzung angedacht ist.
    Geändert von Mosaikmuster (04.09.2012 um 20:28 Uhr) Grund: was vergessen

  4. #4
    testo_in_chiaro
    gelöscht

    AW: Wohnrecht - laufende Kosten

    Wer hat denn eine Vollmacht, vermutlich die Kinder? Mit denen müsste man sich dann zusammensetzen, um die Kosten abzurechnen. Rechtlich ist die Großmutter zum Tragen der weiteren Kosten verpflichtet. Wenn in den leerstehenden Räumen leicht geheizt wird, reduziert sich das mit dem Staub auch wieder. Ab und an Staub wischen fände ich nun nicht so schlimm, wenn die Großmutter schon so nett war, das Haus zu übertragen.

  5. #5

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    AW: Wohnrecht - laufende Kosten

    Zitat Zitat von Mosaikmuster Beitrag anzeigen
    Es geht mir gar nicht ums Vermieten oder Verklagen. Momentan ist eine Nutzung ohne größere Investitionen gar nicht möglich, da alles schon sehr abgewohnt ist. Es kann ruhig eine Weile so leer stehen bleiben.

    Hauptsächlich geht es mir darum, dass man die Wohnung im Winter zumindest etwas beheizen sollte und geht bei dem Altbau schon ins Geld. Und wenn zwei Wochen niemand mehr kehrt, sind schon mindestens wieder zehn Spinnen zu finden.

    Im Notarvertrag ist leider nichts geregelt, wer die Nebenkosten zu tragen hat. Bisher hat es natürlich immer die Oma getan.

    Aber eigentlich hast du Recht, in mittlerer Zukunft könnte man innerhalb der Familie bestimmt eine Lösung finden, wenn eine Nutzung angedacht ist.
    Von der Logik her: Solange nicht entschieden ist, ob sie wiederkommt, würde ich das wie einen Urlaub betrachten, in dem sie ganz normal die Nebenkosten zahlt.

  6. #6
    Avatar von Dharma09
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    AW: Wohnrecht - laufende Kosten

    Pflegeheime sind teuer, kann Oma das denn noch??

    Wollt ihr dort wohnen bleiben - ihr erbt das doch mal oder? Dann würde ich ja vielleicht alles hübsch machen, wenn Oma einverstanden ist, und ihr habt mehr Platz zum Wohnen..
    Wenn besser möglich ist, ist gut nicht genug!

    "Wer aufhört besser zu werden hat aufgehört gut zu sein"




    :Benjie meine Hundemaus - wir werden dich nie vergessen (27.05.2011)

  7. #7
    Avatar von Wolkentier
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    AW: Wohnrecht - laufende Kosten

    War das Häuschen denn mal ihres, sprich, hat sie Euch das überschrieben/geschenkt?

    Falls ja - wenn das noch keine zehn Jahre her ist, kann das Häuschen für die Kosten eines Heimaufenthaltes noch herangezogen werden.

    Die Nebenkosten würde ich ansonsten auch so sehen, als wenn sie eine Wohnung gemietet hätte: Die laufen weiter, auch wenn der Bewohner längere Zeit im Ausland, zur Kur oder sonstwo ist. Müsste also sie zahlen.
    .
    .

    Kopf hoch - sieht einfach besser aus!

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