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  1. #1
    Avatar von holly213
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    Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Hallo,

    ich hoffe, hier kann mir jemand helfen.

    Situation ist die, dass mein Sohn und mein Mann privat versichert sind, ich gesetzlich.
    Nun ist das Kind krank geworden.

    In der Regel hat man als gesetzlich Versicherter Anrecht auf Krankengeld, wenn das Kind zu Hause betreut werden muss, und man damit nicht zur Arbeit erscheinen kann.

    Nun sagt mir die Krankenkasse, dass sie (aufgrund gesetzlicher Regelungen) kein Krankengeld zahlt, da unser Sohn in der PKV ist.

    Das kann doch nicht ernsthaft wahr sein, dass ich mit Null Verdienst bestraft werde, wenn ich unser krankes Kind zu Hause betreuen muss!!

    Wer weiß Rat, wie man diese Situation umgehen kann?

    Habe bisher folgendes gehört:
    1. Wenn der Arbeitsvertrag es nicht explizit ausschließt, muss der AG in diesem Tag sowieso bis zu 5 Tagen Lohn fortzahlen.

    2. Falls dies nicht stimmt, stellt sich die Frage, ob es irgendeine Krankenkasse gibt, die Krankengeld in diesem Fall zahlt. Meine Kasse (Techniker) sagt, sie darf von Gesetzes wegen nicht.
    Im Internet habe ich jedoch eine Kasse (BKK Gesundheit) gefunden, die behauptet, zu zahlen. Auf deren Rückruf warte ich aber schon seit Stunden.

    3. Ist es möglich, den Verdienstausfall eines pflegenden Elternteils in der PKV abzusichern?

    4. Bleibt mir notfalls nur der Weg, einen Arzt zu finden, der mich selber als Mutter "kulanzhalber" krankschreibt?

    Wäre sehr dankbar, wenn mir hier jemand weiterhelfen kann.
    Um ein perfektes Mitglied einer Schafherde sein zu können,
    muss man vor allem ein Schaf sein.
    (Albert Einstein)
    Geändert von holly213 (10.07.2008 um 11:29 Uhr)

  2. #2
    Avatar von erdbeereis
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    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Warum habt ihr denn den Sohn nicht bei deiner KK familienversichert. Ist zudem ja auch noch kostenlos? Verstehe ich jetzt nicht wirklich.

    Zahlt denn die PKV kein Krankengeld oder habt ihr einen Tarif, der das ausschließt? Warum dein Arbeitgeber dafür aufkommen sollte, wüsste ich jetzt nicht.

    Für das nächste Mal: Lass DICH krankschreiben!
    Liebe Grüsse

  3. #3
    Avatar von holly213
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    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Hallo Erdbeereis,

    danke für deine Antwort.

    Also:
    1. Ein Kind muss bei Verheirateten in die Kasse des Besserverdienenden (mal ins unreine formuliert, aber das ist definitiv die Rechtslage). Ich durfte ihn nicht bei meiner gesetzlichen Kasse lassen. Wir hatten keine Wahl.

    2. Ein Krankengeld bei der PKV muss bei Versicherungsbeginn extra beantragt werden. Die Versicherung hat damals kein Wort darüber verloren, Klärung steht noch aus, denn auch dort ist telefonisch niemand erreichbar (versichert euch bloß nie bei einer Kasse ohne Geschäftsstellen!)

    3. Ich würde mich gerne krankschreiben lassen und habe auch meinen Kinderarzt danach gefragt - da ich gehört hatte, dass manche das machen. Er macht es aber nicht! Falls jemand dazu noch Tipps hat...
    Um ein perfektes Mitglied einer Schafherde sein zu können,
    muss man vor allem ein Schaf sein.
    (Albert Einstein)
    Geändert von holly213 (10.07.2008 um 11:30 Uhr)

  4. #4
    Justii-g
    gelöscht

    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Dein Bedarf ist nicht Krankengeld (Du bist ja nicht krank) sondern Kinderpflegekrankengeld.



    Kinderpflegekrankengeld:
    Erwerbstätige Mütter wie Väter können für jedes gesetzlich krankenversicherte Kind, das – ärztlich bestätigt – krankheitshalber nicht allein zu Hause bleiben kann und noch keine zwölf Jahre alt (oder älter, aber behindert) ist, bis zu zehn Arbeitstage im Jahr bei ihm bleiben. Sind beide Eltern erwerbstätig, gibt es 20 Tage pro Kind und Jahr, ab drei Kindern zweimal 25 Tage. Alleinerziehende werden wie ein Ehepaar behandelt – bekommen also ebenfalls bis zu 25 Tage pro Jahr "Kinderpflegekrankengeld" von ihrer Krankenkasse. Bedingung: Im Haushalt lebt keine andere Person, die die Betreuung übernehmen könnte, etwa die Großmutter (Achtung: Je nach Arbeitsvertrag kann vor der Krankenkasse der Arbeitgeber "lohnfortzahlungspflichtig" sein. Für privat Krankenversicherte ist dies ohnehin die einzige Möglichkeit, bezahlt zu Hause bleiben zu können, da die PKV Kinderpflegekrankengeld nicht kennt). In jedem Fall ist der Arbeitgeber verpflichtet, für die Betreuung des Kindes freizugeben. Quelle: ARD

    Ein Kinderpflegekrankengeld kennt die PKV tatsächlich nicht.
    Da beim Kind i.d. Regel kein Verdienstausfall eintreten kann, wirst Du wohl bei keiner PKV ein zusätzliches Krankentagegeld versichern können. Vermutlich war dieses deshalb damals auch kein Gesprächsthema.

    Du hast also vermutlich nur 2 Chancen:

    1. Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers (Arbeitsvertrag/Tarifvertrag prüfen)
    2. Kulanzlösung der Versicherung, schließlich wird das Kind erheblich schneller gesund, wenn es von einer liebenden Mutter betreut wird. Dies spart der Versicherung doch i.d. Regel die deutlich höheren Kosten einer länger dauernden Erkrankung/Behandlung. Ein starkes Argument wie ich finde.

    Eine Alternative wäre auch, wenn z.B. die Oma in dieser Zeit für das kranke Kind da sein würde. Dann könntest Du / Dein Mann voll durcharbeiten (kein Verdienstausfall) und die Oma könnte dafür ja ein "Taschengeld" bekommen. Und wenn Dein Sohn ein gutes Verhältnis mit der Oma hat, dann ist dies sicherlich auch der Gesundheit förderlich.

    Gruß justii

    Schöne Grüße

    justii

  5. #5
    Marilyn74
    gelöscht

    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Ja, leider ist das so. Wir sind in derselben blöden Situation, weil mein Mann privat versichert ist und dass Kind dann auch in die PKV muss, wenn der Privatversicherte mehr verdient und über der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Mutter-Kind-Kuren gibt es in diesen Fällen übrigens oft auch nicht. Doofes Spiel - vor allen Dingen, weil einen natürlich keiner beim Abschluss der PKV auf so etwas hinweist. Ich fühle mich da auch manchmal etwas bestraft, denn die Entscheidung meines Mannes in die PKV zu wechseln, lag vor meiner Zeit.

  6. #6
    Avatar von erdbeereis
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    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    holly,
    da hilft dann vermutlich nur, dass DU zu deinem Hausarzt gehst und dich von dem krankschreiben lässt. Bei einem Kinderarzt, der NUR Kinder und Jugendliche behandelt ist das wohl kaum möglich.

    Als meine Tochter noch in die Schule ging und ich noch fest angestellt war (alleinerziehend), war sie mal mehr als diese 20 Tage im Jahr krank. Da die mich auf der Arbeit schon blöde angemacht haben, weil das Kind ja so oft krank wäre, hab ich mich dann kurzerhand selbst krankschreiben lassen. Allerdings habe ich dem Arzt nicht erzählt, dass mein Kind krank ist. Hab mir irgendwas ausgedacht (starke Kopfschmerzen, Schwindel, Dauermüde). War überhaupt kein Problem.

    Aber wenn er bei der Kasse deines Mannes versichert ist (sonst bekommt er keine eigene PKV), warum kann dein Mann nicht Krankengeld bekommen und du lässt dich unbezahlt vom AG freistellen?
    Das mit der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bis zu 6 Wochen geht m.E. nur, wenn er bei dir versichert wäre. Der AG kann sich nämlich dieses Geld von der KK zurückholen.
    Liebe Grüsse

  7. #7
    Justii-g
    gelöscht

    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Zitat Zitat von erdbeereis
    .....

    Aber wenn er bei der Kasse deines Mannes versichert ist (sonst bekommt er keine eigene PKV), warum kann dein Mann nicht Krankengeld bekommen und du lässt dich unbezahlt vom AG freistellen?
    ......

    Weil in der PKV ein Krankentagegeld nur bezahlt wird, wenn Krankentagegeld zusätzlich hinzuversichert ist. Und dies ist, wie man oben nachlesen kann, hier nicht der Fall.

    Gruß justii

  8. #8
    fabiola
    gelöscht

    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Zitat Zitat von erdbeereis

    Als meine Tochter noch in die Schule ging und ich noch fest angestellt war (alleinerziehend), war sie mal mehr als diese 20 Tage im Jahr krank. Da die mich auf der Arbeit schon blöde angemacht haben, weil das Kind ja so oft krank wäre, hab ich mich dann kurzerhand selbst krankschreiben lassen. Allerdings habe ich dem Arzt nicht erzählt, dass mein Kind krank ist. Hab mir irgendwas ausgedacht (starke Kopfschmerzen, Schwindel, Dauermüde). War überhaupt kein Problem.


    Hat eine Kollegin von mir auch jahrelang so praktiziert, wenn ihr Sohn krank war - allerdings nicht, weil das Kind PKV-versichert war, sondern weil sie lieber ihr normales Gehalt und nicht die niedrigere Lohnersatzleistung der Krankenkasse beziehen wollte

    Wenn man sowas macht, sollte man aber gut lügen können bzw. ein Pokerface oder schauspielerisches Talent besitzen (gegenüber dem "krankschreibenden" Arzt und den Kollegen und Vorgesetzten). Besagte Kollegin hat sich damals alle Naselang verplaudert und 2 mißgünstige männliche Kollegen diskutierten oft darüber, dass man sie beim Chef verpfeifen solle

  9. #9
    Avatar von holly213
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    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Erstmal vielen Dank für die Antworten.

    Ich habe noch eine Nachfrage:

    Zitat Zitat von Justii-g
    [*]Kulanzlösung der Versicherung, schließlich wird das Kind erheblich schneller gesund, wenn es von einer liebenden Mutter betreut wird. Dies spart der Versicherung doch i.d. Regel die deutlich höheren Kosten einer länger dauernden Erkrankung/Behandlung. Ein starkes Argument wie ich finde.[/LIST]
    Das verstehe ich nicht ganz. Meinst du, als Argument der PKV gegenüber? Wenn das Kind einfach nur zu Hause betreut wird, weil es mit Fieber keine Krippe/Tagesmutter besuchen kann, entstehen der PKV für's kranke Kind ja keinerlei Kosten?

    Und: Habe ich das richtig verstanden? Ich kann bei der PKV kein "Kinderkrankenpflegegeld" abschließen? Weder mein Mann als privat Versicherter, noch kann es in die Versicherung des Kindes eingeschlossen werden?

    Meine gesetzliche Kasse hat mir übrigens gesagt, dass der Gesetzgeber hier absichtlich diejenigen bestrafen will, die sich aus dem System der GKV ausklinken. Allerdings kann die Lösung ja wohl nicht sein, mit einem (schon vorher) privat Versicherten kein Kind zu bekommen! Um das Ganze zu umgehen, müsste man ja ernsthaft überlegen, unverheiratet zusammenzuleben. Dann darf das Kind nämlich gesetzlich versichert bleiben.
    Um ein perfektes Mitglied einer Schafherde sein zu können,
    muss man vor allem ein Schaf sein.
    (Albert Einstein)

  10. #10
    Justii-g
    gelöscht

    AW: Kind privat, Mutter gesetzlich krankenversichert. Krankengeld?

    Zitat Zitat von holly213
    ...

    Das verstehe ich nicht ganz. Meinst du, als Argument der PKV gegenüber? Wenn das Kind einfach nur zu Hause betreut wird, weil es mit Fieber keine Krippe/Tagesmutter besuchen kann, entstehen der PKV für's kranke Kind ja keinerlei Kosten?
    Grundsätzlich als Argument: Ja
    In diesem speziellen Einzelfall: Jein, denn auch zu Hause (mit einer leichten Grippe/Fieber) werden Medikamente benötigt, welche die Kasse umso teurer kommen, je länger das Kind erkrankt ist. Eine baldige Genesung ist also im Interesse der Krankenversicherung/-kasse. Darüber hinaus sterben an Grippe auch heute noch jedes Jahr in Deutschland um die 20.000 Menschen. Vorwiegend Kinder und ältere Menschen (nicht voll aktives Immunsystem). Wenn also nicht Du für Dein Kind da sein kannst, muß diese Aufgabe qualifiziertes Krankenpersonal übernehmen. Spätestens das kostet die Krankenkasse Geld.



    Zitat Zitat von holly213
    ...
    Und: Habe ich das richtig verstanden? Ich kann bei der PKV kein "Kinderkrankenpflegegeld" abschließen? Weder mein Mann als privat Versicherter, noch kann es in die Versicherung des Kindes eingeschlossen werden?
    Korrekt. Ein Kinderpflegegeld ist von der PKV nicht vorgesehen.
    Dein Mann kann zwar (Gesundheit vorausgesetzt) für sich selbst ein Krankentagegeld versichern, aber bei Kinderversicherung ist auch dieses nach den mir vorliegenden Unterlagen nicht möglich.


    Zitat Zitat von holly213
    ...
    Meine gesetzliche Kasse hat mir übrigens gesagt, dass der Gesetzgeber hier absichtlich diejenigen bestrafen will, die sich aus dem System der GKV ausklinken. Allerdings kann die Lösung ja wohl nicht sein, mit einem (schon vorher) privat Versicherten kein Kind zu bekommen! Um das Ganze zu umgehen, müsste man ja ernsthaft überlegen, unverheiratet zusammenzuleben. Dann darf das Kind nämlich gesetzlich versichert bleiben.
    mpfff..... was soll man dazu sagen

    Lieben Gruß justii

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